Heute kamen schon wieder Stimmzettel.
Heute kamen schon wieder Stimmzettel. Ich werde sie zunächst einmal aufheben. Denn ich wurde gebeten, die Abstimmung wie geplant durchzuführen, notfalls auch ohne den VeH. In dem Fall würde sich an den Stimmzetteln nichts ändern und die bei mir eingegangenen wären gültig. Ich will die Entscheidung bis zum Freitag treffen und dann im Blog bekannt geben.
Auf der Suche nach einer ganz anderen Sache stieß ich heute auf einen interessanten Text, den ich hier wiedergeben möchte. Er könnte manches erklären.
»Man tut gut, sich daran zu erinnern, daß der größere Teil der Menschheit niemals dem Wahlspruch gehuldigt hat, man müsse Kinder in die Unterwerfung prügeln. … Amerikanische Indianerstämme waren zutiefst entsetzt, als sie zum ersten Mal sahen, wie Weiße ihre Kinder schlugen. In ihrer ratlosen Verwirrung konnten sie sich solches Verhalten nur als Teil eines übergeordneten Missionierungsplans erklären. Diese Annahme wurde durch die Methode der Weißen, ihre Kinder bis zum Blauwerden schreien zu lassen, nur unterstützt. Sie dachten, all dies müsse wohl dem sorgfältig berechneten Ziel dienen, die weißen Kinder zu lehren, daß diese Welt kein guter Ort sei und man besser nach jener ändern hinübersehe, in der um den Preis der irdischen Welt vollkommene Glückseligkeit zu erlangen sei. Dies ist eine ideologische Auslegung — und eine sehr scharfsinnige dazu: sie erklärt eine einzelne, typische Handlung … als Teil einer Weltanschauung. …
Besondere Auffassungen über Eigentumsrechte einschließlich der Ansicht, daß ein Mensch zerstören darf, was ihm gehört, lassen die Vorstellung zu, daß es völlig im Belieben eines Vaters stehe, die Moral seiner Kinder zu heben, indem er ihren Körper prügelt. Wo Kinder als Eigentum behandelt, werden, sind solchen unglückseligen Verbindungen wie Jähzorn und Zwang, Brutalität und Überheblichkeit, Willkür und moralischer Beweisführung Tür und Tor geöffnet — Mesalliancen, die den Menschen grausamer und zügelloser werden lassen als jene Geschöpfe, die nicht vom göttlichen Funken beseelt sind. Der Erziehungsgrundsatz, ein Kind durch überlegene Gewalt, ausgeklügelte Logik oder scheinheilige Freundlichkeit gefügig zu machen, enthebt den Erwachsenen der Notwendigkeit, erwachsen zu werden. Er hat es dann ja nicht nötig, echte innere Überlegenheit zu entwickeln, die natürliche Überzeugungskraft ausstrahlt. Stattdessen darf er sich unverträglich und despotisch — mit einem Wort: kindisch — aufführen, während das Kind sich unter seinen Schlägen danach sehnt, erwachsen zu werden. Die Furcht zwingt es dazu, sich zu verstellen, sich für besser auszugeben, als es in Wirklichkeit ist — und es erwartet den Tag, an dem es die rohe Gewalt besitzen wird, andere moralischer zu machen, als es selbst jemals zu werden beabsichtigt.«
Quelle: Erik Homburger Erikson, Der junge Mann Luther, Eine psychoanalytische und historische Studie, München 1958, S. 73 f



Ihr eigenwilliges Demokratieverständnis ist geradezu bestechend!
Stellen Sie sich eine Wahl vor, in der die Urnen immer dann geöffnet werden, wenn sich gerade mal jemand in der Gegend befindet und mit einem Zettel wedelt.
Das hat was!
Erinnert an einen schönen Wahlsonntag im Iran. Oder in Usbekistan.
Wenn Heimkinder schon nicht selbst als Touristen unterwegs sein können, sollte es ihnen doch wenigstens vergönnt sein, bei Wahlen und Abstimmungen dieses Urlaubsgefühl zu haben.
Klasse! Das nenne ich Engagement! Oder vielmehr: Eigentlich schon eher Hingabe!
Das sehe ich völlig anders. Bisher hatte ich dem VeH angeboten, den Startschuß für eine VeH-Abstimmung zu geben, bei der ich gern die Auszählung übernehme.
Sollte der VeH-Startschuß noch kommen, dann bleiben alle Stimmzettel, die vorher eingegangen sind, außen vor.
Sollte es aber zu einer Abstimmung ohne VeH kommen, mit Stimmzetteln, die meinem Entwurf entsprechen, dann werden alle Stimmzettel mit einbezogen, soweit sie dem „Originalentwurf“ entsprechen. Denn dann gibt es keinen formellen Startschuß, sondern der offensichtlich ohnehin kursierende Stimmzettelentwurf wird weiter verbreitet und ich warte auf die Antworten bis 31. Januar 2011 – und danach wird nichts mehr ausgewertet, nicht einmal zur Kenntnis genommen. (Ich habe die bisher eingegangenen Briefe übrigens noch nicht geöffnet, sondern nur den Posteingang auf den Umschlägen notiert.)
Ich muß aber noch einmal betonen: Von einer Abstimmung habe ich keinerlei Vorteile, trage aber auch kein Risiko. Das Ganze ist unter Umständen mit viel Arbeit verbunden. Allein, wenn ich mir vorstelle, alle auf 800.000 geschätzten ehemaligen Heimkinder schicken mir ihren Stimmzettel – puh! dann habe ich ein Problem.
Sagte ich doch: Ein geradezu bestechendes Demokratieverständnis.
Sollten Sie dennoch Nachhilfeunterricht brauchen – hier eine gute Adresse:
سفارت جمهوري اسلامي ايران – برلين
leider kann ich der Argumentation von Herrn Schäfer nicht mehr folgen.
Da wird der VEH gebeten den Startschuss zu geben für eine abstimmung, dann geht alles nicht schnell genug und Herr Schäfer will notfalls auch einen Alleingang starten.
Nu mal Butter bei die Fische Herr Schäfer,
der VEH hat an die 500 Mitglieder. Mehr als 180 Mitglieder sind ohne Internet.
Diese müssen auf dem Postweg erreicht werden. Und wir wollen alle unsere Mitglieder dazu bewegen abzustimmen nicht nur welche mit Internetanschluss.
Dazu kommt, das wir hinter verschlossenen Türen diskutieren was wir an dem Bericht ablehnen und was nicht.
Der Tenor liegt bei der Entschädigungssumme.
Jetzt sagt Herr Schäfer: Wenn es nur die Entschädigungssumme ist, dann ohne mich.
Lieber Herr Schäfer,
wir, die Betroffenen bestimmen selber was wir ablehnen und was wir gutheissen. Das ist legitim und auch demokratisch.
Wir lehnen nicht die Feststellung der Menschenrechtsverletzung ab, auch nicht die Rentenentschädigung, aber wir lehnen das Almosen ab, was man uns zugestehen will und die Art und Weise, wie man an das Geld kommen soll.
Wir lehnen ab das man uns ein Almosen geben will, wir lehnen uns dagegen auf das man bestimmte Gruppen wie die Behinderten Heimkinder vergessen hat sowie auch die Ehemaligen Heimkinder in der DDR.
Ich denke der VEH wird eine Abstimmung machen, notfalls auch ohne Herrn Schäfer.
Denn wir lassen uns nicht bevormunden und auch nicht erpressen. Der VEH hat heute schon die Mehrheit an Mitgliedern. Das sollte nicht übersehen werden.
Von den 650 gemeldeten Heimkindern am RTH in Berlin waren 480 vom VEH.
Vielleicht überlegen sie sich nochmals ob es nicht doch mit ruhe und gelassenheit besser geht. Aber uns jetzt die Pistole auf die Brust setzen, das können und dürfen wir nicht akzeptieren.
Peter Hoffmeister
Wir sprechen offensichtlich von zwei verschiedenen Dingen.
Einmal geht es um Basisarbeit des VeH mit der Frage, was seine Mitglieder auf der Grundlage des Abschlußberichtes des Runden Tisches neu verhandelt/gefordert sehen möchten. Wenn den einzelnen Punkten alle oder die Mehrheit der Mitglieder zustimmen, dann kann der VeH damit an die Öffentlichkeit treten, was er auch tun muß, denn dafür ist er da. (Übrigens auch für die Arbeit in den nächsten Jahren, wenn es darum gehen wird, all den Einzelklägern den Rückhalt eines kompetenten und professionell arbeitenden Interessenverbandes zu geben.) Doch wenn diese Erkundung über die detaillierte Meinung der Mitglieder zum Abschlußbericht erfolgt ist, dann braucht man keine Abstimmung mehr, denn die ist im Vorfeld so gelaufen, daß es zu den dann zur Abstimmung gestellten Fragen wohl keine sinnvolle Alternative gibt. Gleichwohl ist diese Arbeit des VeH sinnvoll, denn sie verschafft ihm das Mandat für die weitere inhaltliche Arbeit und sichert dem Vorstand das Vertrauen für seine Wiederwahl.
Mein Vorschlag hat eine andere Stoßrichtung. Es ist die Frage nach der Legitimität des Runden Tisches und seiner Empfehlungen, denen die drei ernannten Einzelpersonen mit persönlicher Heimerfahrung zugestimmt haben. Darum lautet meine Frage auf dem Stimmzettel-Entwurf:
»Am Runden Tisch Heimkinder wurden viele Probleme behandelt, die für mich wichtig sind. Das Ergebnis im Einzelnen ist unterschiedlich zu bewerten. Wenn ich auf das blicke, was für mich persönlich besonders wichtig ist, komme ich zu folgender Stellungnahme« (und dann kommt die Frage nach der Akzeptanz mit ja/nein/unentschieden).
Wer genau liest, ich habe den Satz hier hervorgehoben, wird erkennen, daß mit einer solchen Stellungnahme keine Positionen aufgegeben werden, die im Abschlußbericht vorkommen und auch positiv bewertet werden könnten.
Die derzeitige Basisarbeit des VeH und die von mir gedachte Umfrage müssen sich also nicht zwangsläufig ins Gehege kommen. Ich möchte lediglich das Zeitfenster der Medienaufmerksamkeit, das schon wieder geschlossen ist, im Interesse der ehemaligen Heimkinder noch einmal aufstoßen. Es wäre gut, wenn der VeH mitstößt.
Die Öffentlichkeit muss viel stärker eingebunden werden, wie Herr Schäfer schon angemerkt hat. Es darf nicht sein, das nur im eigenen Kämmerlein gewurstelt wird, da kommt nichts bei raus.
Freundliche Grüsse
Rolf
Wir haben noch nie im eigenen Kämmerlein gewurstelt, Rolf! Wir sind immer bemüht gewesen (und es ist uns teilweise hervorragend gelungen!), die Öffentlichkeit einzubinden. Wenn es nicht immer wieder vom VEH Denkanstöße gegeben hätte, wäre die ganze “Arbeit” des RTH wohlmöglich in aller Heimlichkeit vorangegangen und es hätte gar keine Öffentlichkeit zu den Ungeheuerlichkeiten, die dort verbraten worden, gegeben.
Um in der jüngeren Vergangenheit zu bleiben: Hätte der VEH nicht die Gegenpressekonferenz organisiert (die den ehemaligen Heimkindern immerhin eine Medienpräsenz – und zwar in überwältigender Mehrheit positiv – von Peru bis Kanada, von Irland bis in alle Ecken der BRD gebracht hat!) hätte die bundesrepublikanische und die internationale Öffentlichkeit nur Frau Vollmer und Herrn Wiegand als Referenzen gehabt. Da hätten wir Überlebenden aber schön alt ausgesehen!
Und diese Arbeit – mal so ganz nebenbei bemerkt – fällt uns auch nicht einfach so in den Schoß, sondern beinhaltet endlose Treffen, stundenlange PC-Arbeit, der Aufbau von Kontakten, Telefonate ohne Ende…
Zu Herrn Schäfers Einwand: Der Sinn und Zweck der Abstimmung war und ist umstritten. Der VEH hat seine Bedenken geäußert – auch dazu, dass Sie, Herr Schäfer, ERST auf Ihrem Blog veröffentlichten, dass Sie diese mit dem VEH (und zwar unter dessen Federführung!!!) durchführen wollen und sich DANN erst an den VEH gewandt haben (bzw. eher wir uns an Sie). Das ist eine manipulative und äußerst respektlose Vorgehensweise.
Wir haben uns dennoch zur Mitarbeit entschlossen – nicht, weil Sie uns überzeugt hätten, sondern weil Sie uns durch Ihr Vorgehen keine andere Wahl ließen.
Wenn Sie dann aber auch noch diktatorisch und mit Druck vorgehen, indem Sie uns vorschreiben wollen,
1. wie die Fragen zu lauten haben, über die abgestimmt werden
2. dass Heimkindern nicht zu trauen ist – darum MÜSSEN die Heime und die Aufenthaltszeiten genannt werden! Für Ihre Scheinseriosität!
3. Dann auch noch angeben, dass die Zeit der Abstimmung – wenn es um IHREN Fragebogen geht – eigentlich beliebig ist (und das demokratisch nennen!)
4. weiter aber darauf bestehen, dass Sie eigentlich nur die Sammelstelle abgeben wollen und
5. bei Ungehorsam der Ehemaligen beleidigt Ihre Förmchen einpacken, aus der Sandkiste steigen und petzen gehen…
… können Sie doch nicht wirklich annehmen, dass wir Ihnen vertrauensvoll folgen…
Wir haben es bereits öfters an anderen Stellen geschrieben:
Wir mögen alt sein, krank, traumatisiert, mit oder ohne Behinderung leben müssen…
aber wir sind NICHT BLÖD!!!
mrs. dettinger,
mach mal halb lang. woher nimmst du dir das recht? öffentlich zu behaupten das der veh die pressekonverenz geführt hat? schon vergessen das die gbs auch dieses bezahlt hat?
ich könnte noch viel mehr ausholen.
ich habs immer nur bei heimkindern erlebt. ihr fordert nur. wenn heimkinder sowie ich erfolg hatte kam der pure neid,missgunst ja sogar drohungen sowie du jetzt herrn schäfer.
was soll das?
so wie du glaubst oder sprichst schadest du uns allen.
das mit der oeg rente habe ich für mich alleine nach 7 harten jahren erreicht, da fragt keiner danach.
mach mal halb lang.
Hi Alexa
Habe Dir im Diakonie-Forum zu Deinem Erfolg Gratuliert,und Dir ein langes+Glückliches
Leben gewünscht.Da hast du die Leute auch angegriffen und ausgeschimpft.Nun überlege mal wer Dir alles Geholfen hat!!!!!!Du hast auch Hilfe in Anspruch genommen,
was ja auch ok ist.Aber lass bitte die Leute in Ruhe,die darum Kämpfen eine Entschädigung zu bekommen.Und für jede Unterstützung Dankbar sind,egal von welcher Seite.:Che
che_guevara.
1. bin ich nicht im diakonie vertreten, also kann ich deine beglückwünschung gar nicht mitbekommen. 2. was soll ich überlegen wer mir geholfen hat, da muss ich ja mal so richtige lachen?????? was für ne hilfe soll ich in anspruch genommen haben?
ich glaube sehr stark das ist das gegenteil, viele von euch zeigen mir nur neid weil ich die erste bin bundesweit mit dem oeg (kannst was dazu lernen) und bundesweit die erste die die kirche verklagt (da kannst du/ihr dazu lernen).
nicht böse sein ich weis wie der hase läuft. keiner braucht sich wundern wenn wir nicht ernst genommen werden. oder hast du mich schon leif gesehen? sprich mal sit an
Ja,genau das gespräch meine ich,als du bei jemand zu Besuch warst,und im forum der diakonie über deine oeg geschrieben hast.Geholfen haben dir doch sailer+kappeler.
Hallo Herr Schäfer
Sie haben etwas Recht mit dem Zeitfenster der Medien, wobei die Übermorgen auch noch da sein werden. Nach Neujahr ist sowieso etwas Langeweile überall. Ich denke es braucht auch seine Zeit das wieder durchzuziehen ,, viele Köpfe unter einen Hut bringen,,
Weiterhin haben Sie wirklich einen sehr guten Text von Erik Homburger Erikson
hier in den Blog gestellt .
Eine Abstimmung wäre ein guter Zug wie auch immer es stattfinden wird und selbst wenn es einen oder zwei Monate später bei der zuständigen Stelle im Bundestag sein wird, bescheinigt es dennoch valid und schriftlich mit vielen Stimmen erneut die Ploblematik des RTH und weißt gleichzeitig auf die noch zu erwarteten Schwierigkeiten in Bezug auf die Verfassung etabliert 22.Mai 1949 hin.
Uns wird sie immer noch nicht gewährt und dies Heute 30 bis 50 Jahre nach der NachNaziHeimzeit.
Natürlich fordern wir finanziellen Schadensersatz wegen Mißachtung unserer Menschenrechte an der wir Erkrankt sind Physisch und Psychisch. Die Forderungen sind schwarz auf weiß von uns allen gestellt worden. Sicher kann man abhaken an Fragen auf dem Votum was erfüllt ist oder nicht. Warum diese Unstimmigkeit?
Gerade weil wir Heute wissen wie uns im Sinne des Rechts Schaden zugefügt wurde ohne damalige Lobby. Und diese Lobby wurde uns sogar am Runden Tisch verweigert. Ist das nicht eine Wiederholung der damaligen Zeit??? Sind das nicht diesselben Köpfe???Denkschemen der damaligen Zeit???
Mit Entschuldigungen von damaligem Veständnis der Verfassung???
Pharisäertum am Runden Tisch
Wie lautet doch eine so bewährte Formel, was Du nicht willst das man Dir tut, das füg auch ……………….
HOCH LEBE DIE VERFASSUNG
Roswitha Allingham
Hallo Alexa
Diese Kommentare sind alles ein Teil der öffentlichen Transparenz, und es wäre nett wenn Du für den Gedanken der früheren Mißhandlung und Freiheitsberaubung etwas mehr sympathy aufbringen könntest, gerade auch deshalb da wir doch mit sehr großem Interesse Dein Erfolg begrüßt haben und Ich hoffe doch mit Solidarität das Du es auch andern Heimkinder wünschst.
Gruß Roswitha
roswitha,
ich bin ein erlicher mensch. mir ist nichts posetives was das oeg angeht zu ohren gekommen (spreche die heimkinder an). wie kann ich solidarität zeigen wenn ich von heimkindern angefeindet werde? wo bleibt da bitte schön die logig. mich hat kein mensch von den heimkindern 7 lange jahre moralisch untersützt, sondern das gegenteil ist eingetroffen. wo ist da die solitarität?
hallo, miteinander,
ich glaube, ihr verwechselt die kampfplätze und “massakriert” euch gegenseitig.
muß nicht sein, hilft nichts, ist schädlich – für alle!
Es wird Zeit, dass mal etwas klar gestellt wird.
Stellen wir uns vor, wir erhalten eine Einladung mit folgendem Text:
„Einladung zur Teilnahme an einem deftigen Essen. Angeboten wird ein Erbsensuppeneintopf. Termin 31. Januar 2011.“
Welche Möglichkeit haben wir? Wir nehmen die Einladung an oder wir lehnen sie ab. Gründe für die Einladungsannahme gibt es, ebenso Gründe für die Einladungsablehnung.
Nun gibt es Zeitgenossen, die würden gerne kommen, aber denen schmeckt das Essen nicht. Möhren in der Erbsensuppe? Ist ja grässlich – weg damit; da gehört Sellerie rein. Mettwurst in der Erbsensuppe? Ist ja viel zu fett – da gehört eine Brühwurst rein. Erbsen in die Suppe? Widerlich! Für mich können es nur Linsen sein! Und am 31. Januar kann ich sowieso nicht, frühestens einen Monat später. Was bleibt von der ursprünglichen Einladung übrig? So gut wie nichts. Müssen wir dann nicht akzeptieren, wenn der Gastgeber sagt: Wenn ihr keine Erbsensuppe mögt, wird die Einladung hinfällig. Dann kocht Euch Eure Suppe selbst.
In dieser Einladung von Pastor Schäfer soll das Essen manipuliert werden, nämlich von denen, die eingeladen sind. Das hat Pastor Schäfer so registriert und verständlicherweise gesagt: So geht das mit mir nicht. Da steckt keine Drohung hinter, da ist kein Bevormunden, da versteckt sich schon gar nicht ein falsches Demokratieverständnis. Da wird kein Druck ausgeübt. Da wird nicht versucht, andere auf Kurs zu kriegen. Da wird einfach gesagt: Wer meine Erbsensuppe nicht mag, braucht sie nicht zu essen. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch: Ich koche keine Suppe nach Eurem Munde.
Das ist eine völlig legitime Reaktion. Sie ist demokratisch, sie ist überhaupt nicht zu beanstanden. Aus diesem Grunde kann ich die Leserbriefe auf dieser Seite überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Wer in dieser Sache Pastor Schäfer angreift, greift den Falschen an. Er müsste sich selbst angreifen, denn er versucht, einen Einladungstermin samt Einladungsessen zu manipulieren. Er versucht, eine verfallene Eintrittskarte für das Dali-Museum in Figueres bei Barcelona an der Kasse des Wachsfigurenkabinetts der Madame Tussaud in Amsterdam vorzulegen und damit einen Eintritt zu erzwingen.
So geht das doch nun wirklich nicht! Man braucht nicht viel Menschenverstand, um zu erkennen, dass das Rumgehacke auf Dierk Schäfer völliger Blödsinn ist. Es trifft ihn zu recht nicht und macht die lächerlich, die den Knüppel schwingen.
Danke, Herr Jacob für ihre klaren Worte!
Sabine S.
Lecker, Herr Jacob, Ihre Vorstellung von der Erbsensuppenessenseinladung.
Leider haben Sie ein paar klitzekleine Einzelheiten übersehen:
Herr Schäfer – als Ihr hypotetischer Gastgeber – hat eingeladen zu einer Suppe
- die jemand anders kochen soll – aber nach seinem Rezept
- mit Bestandteilen, die er wohl aussuchen, aber nicht bezahlen will
- an einem Tisch, der leider nicht in seinem Hause steht
- und zu einem Termin, der weder mit dem Bestandteilebeschaffer, noch mit dem Tischinhaber noch mit dem, der letzten Endes das Süppchen bezahlen soll, abgesprochen ist und
- die er – last not least – anderen eingebrockt hat, aber nun selbst nicht auslöffeln will.
Und – wenn ihm obige Details nahegebracht werden – zeigt er diesselben Reaktionen, die ich gerade bei meiner Enkeltochter (4,5 Jahre und allerliebst!) erleben darf.
Ob diese bei einem Pastor i.R. auch so allerliebst sind, wage ich zu bezweifeln…
Hallo Alexa
Ich benutze nochmal die Plattform hier da Ich sonst keine email adr von Dir kenne. Alle ehem.Heimkollegen f/m mit denen Ich mich unterhalten habe haben sich für Dich gefreut und respektvoll erwähnt wie viele Jahre Du dafür gekämpft hast. Diese Leute und Ich gönnen es Dir von ganzem Herzen ohne Neid.
Neid ist in diesem Falle ein kindisches und sympathyloses Vehalten und natürlich sehr erbosend wenn andere Dich anfeinden. Von allen ehm.wird es aber eine Minderheit sein die so denkt.
Take Care
Das einleitende Thema in diesem Thread / Post / Beitrag ( ganz, ganz oben ) handelt zwar nicht von dem Triumpf den „Ehemaliges Heimkind“ Alexa Whitman nach langen Jahren gegen ihre Peiniger und Widersacher ( die damaligen Heimbetreiber und „Verursacher“ ihres Leids ) Anfang Okober 2010 davon getragen hat, aber weil Alexa DIESES THEMA – ihren Triumpf – jetzt HIER angesprochen hat und meint, dass andere sie deswegen beneiden und bedrohen, teile ich einfach mal jetzt HIER noch einmal folgendes mit — bzw. stelle ich jetzt folgende diesbetreffende HINWEISE HIER zur Verfügung:
1.) »„Heimopfer-Rechtsverfechter“ im Einsatz für „Ehemalige Heimkinder“: 9.11.2010 Schriftstück von Rechtsanwalt Christian Sailer über einen Fall in Bayern« @ http://heimkinderopfer2.blogspot.com/2010/11/heimopfer-rechtsverfechter-im-einsatz.html ( Erstveröffenlichung hier am 12.11.2010 )
2.) »gbs-Pressemitteilun – Präzedenzfall enthüllt: Runder Tisch Heimerziehung fällt hinter geltendes Recht zurück« @ http://www.giordano-bruno-stiftung.de/pm_221210.pdf ( Erstveröffentlichung hier am 22.12.2010 )
3.) »Eine angemessene Entschädigung vieler Heimopfer ist bereits möglich« ( halbe Seite runter scrollen ) @ http://veh-ev.info/ ( Erstveröffenlichung hier am 23.12.2010 ).
Von Neid, Bedrohung oder Beleidigung gegenüber Alexa habe ich persönlich nirgendwo etwas gesehen oder gehört.
hallo martin mitchell,
danke für deine bemühungen, schriftstücke über mich nochmals zubenennen.
wo du aber absolut keine ahnung hast, ist das ich anterweitig neid. missgunst usw. von anderen quellen (heimkinder) erfahren muss. lass mal dein schlaues köpfchen rauchen.
du hast keine ahnung was hier in good old germany abgeht.
ich habe zwei grund verschiedene sachen am laufen.
das eine war das oeg wo ich 7 lange jahre gekämpft habe und mein anwalt sich nov. 2009 für mich eingesetzt hat. da hat sich auch keiner für mich interesiert usw.
und das mit dem gericht läuft auch schon fast 5 jahren.
also martin was willst du???
die kirche bestitzt meine seele, aber nicht meinen verstant.
alexa
Der Verein ehemaliger Heimkinder hat seit dem 07.01.2011 selbst folgende ABSTIMMUNG für alle „Ehemaligen Heimkinder“ ( aus West UND Ost ) auf die Beine gestellt:
+++ BITTE STIMMEN SIE HIER BIS ZUM 15.03.2011 AB +++
@ http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ
Liebe ehemalige Heimkinder, liebe Freunde, liebe Mitglieder des VEH e.V.,
Der „Runde Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ hat beschlossen, in seinem Abschlussbericht folgende Empfehlung an den Deutschen Bundestag bezüglich einer „finanziellen Entschädigung“ zu geben:
„Der Runde Tisch hält eine Summe von 120 Millionen € für die Ausstattung des Fonds/der Stiftung für erforderlich, die sich aufteilt in 20 Millionen € für den „Rentenersatzfonds“ und 100 Millionen € für den „Fonds für Folgeschäden der Heimerziehung“.
— Getragen werden soll der Fonds/die Stiftung jeweils zu einem Drittel von
● „Bund,
● Ländern und Kommunen,
● Katholischer Kirche und Evangelischer Kirche und deren Wohlfahrtsverbände und Ordensgemeinschaften.“
— Der Fonds soll finanzieren:
● „therapeutische Hilfen, beispielsweise Sicherstellung von Therapien, wenn die primär verpflichteten Leistungsträger eine Kostenübernahme verweigern;
● Übernahme von Kosten bei der Aufarbeitung, beispielsweise Kosten von Verwandtensuche, Akteneinsicht, Fahrtkosten zur damaligen Einrichtung, Veröffentlichung von Biografien;
● Unterstützung bei besonderer Hilfsbedürftigkeit, beispielsweise Hilfe bei; der Beschaffung von (medizinischen, orthopädischen, technischen etc.) Hilfsmitteln;
● Beratungs- und Betreuungskosten (zum Beispiel Rechtsanwälte), beispielsweise Unterstützung bei Ämtergängen und -kontakten;
● Qualifizierungsmaßnahmen, beispielsweise Hilfe bei der Vermittlung und Finanzierung von Nachqualifikationen oder Unterstützung bei Umschulungen;
● Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter (zum Beispiel zur Vermeidung von Heimaufenthalten);
● Unterstützung für Menschen in besonderen sozialen Notlagen.“
— DA WIR WISSEN,
● dass vielen diese Zahlungen ein Schlag ins Gesicht,
● eine erneute Demütiung,
● ein Hohn bedeuten und
● dieses so nicht hingenommen werden kann, haben wir beschlossen, weiter um unser gutes Recht zu kämpfen: Nämlich eine „Entschädigung“ die diesen Namen verdient.
— WIR WOLLEN
● mindestens 300 € monatlicher Rente oder – wahlweise –
● eine Einmalzahlung von 54.000 € pro Person!
— BITTE STIMMEN SIE HIER AB,
um Bund, Ländern und Kirche zu zeigen, das wir nicht bereit sind, eine solche Demütigung hinzunehmen!
Bei dieser online-Abstimmung kann nur EINMAL PRO COMPUTER abgestimmt werden und die Stimmen werden automatisch auf dem Server ausgezählt! Nach Abschluss der Abstimmung werden die Stimmergebnisse veröffentlicht werden.
+++ BITTE STIMMEN SIE HIER BIS ZUM 15.03.2011 AB +++
@ http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ