»Was kostet ein verpfuschtes Leben?«
»Ich nehme die Entschuldigung nicht an«, schreibt Helmut Jacob an Kuratorium, Aufsichtsrat und Vorstand der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Er zählt – vermutlich auf Durchzug gestellten Ohren – noch einmal die Verbrechen und Vergehen auf, die Volmarstein damals zu einem „Herzen der Finsternis“ gemacht haben, wie es die Autoren des vorzüglich fundierten Berichts über die Heimverhältnisse genannt haben.
Im Unterschied zu Bethel hatte Volmarstein einen wirklich unabhängigen Bericht ermöglicht. Das ist dieser Stiftung hoch anzurechnen.
Doch wer so die Lippen spitzt, muß auch pfeifen, also bei den Entschädigungsbemühungen vorne dran sein. Das heißt nicht, daß die Stiftung hätte Konkurs anmelden sollen. Aber sie hätte neben erheblichen Eigenmitteln und Organisationstalent auch den Mut und die Durchsetzungskraft aufwenden müssen, um das Diakonische Werk (das eigene, wie das der EKD) zu Entschädigungen zu drängen, die Leid und Schuld erkennbar ernstnehmen. Die Freie Arbeitsgruppe der Betroffenen hatte nachvollziehbare Vorschläge unterbreitet, wie angesichts der speziellen Lage und Zukunft der behinderten ehemaligen Heimbewohner geholfen werden könne.
Aber Volmarstein wollte oder konnte nicht pfeifen – und nun hat Helmut Jacob der Stiftung eins gepfiffen.
Hier sein Brief: Stellungnahme Jacob zur Opferrentenabsage



danke für den hinweis. ein fürchterlich gut gemachter film!
ein mausklick weiter nach filmende, und man schaut in die reale hölle:
http://www.youtube.com/watch?v=GLMTRkPxYys&feature=related