Benedikt XVI. trifft Missbrauchsopfer
»Papst Benedikt XVI. hat sich in Erfurt mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester getroffen. Der Papst habe „bewegt und erschüttert von der Not der Missbrauchsopfer“ sein tiefes Mitgefühl und Bedauern bekundet.
Weiter hieß es: „Papst Benedikt XVI. ist den Opfern nahe und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der barmherzige Gott, der Schöpfer und Erlöser aller Menschen, die Wunden der Missbrauchten heilen und ihnen inneren Frieden schenken möge.“
Die Erklärung des Heiligen Stuhls zum Treffen von Papst Benedikt XVI. mit Missbrauchsopfern im Wortlaut: „Heute Abend hat sich Papst Benedikt XVI. in den Räumen des Erfurter Priesterseminars mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester und kirchliche Mitarbeiter getroffen. Anschließend begrüßte er einige Personen, die sich um die Leidtragenden derartiger Verbrechen kümmern. Bewegt und erschüttert von der Not der Missbrauchsopfer hat der Heilige Vater sein tiefes Mitgefühl und Bedauern bekundet für alles, was ihnen und ihren Familien angetan wurde. Er hat den Anwesenden versichert, dass den Verantwortlichen in der Kirche an der Aufarbeitung aller Missbrauchsdelikte gelegen ist und sie darum bemüht sind, wirksame Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Papst Benedikt XVI. ist den Opfern nahe und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der barmherzige Gott, der Schöpfer und Erlöser aller Menschen, die Wunden der Missbrauchten heilen und ihnen inneren Frieden schenken möge.“«
http://www.faz.net/artikel/C30190/papstbesuch-benedikt-xvi-trifft-missbrauchsopfer-30723032.html Freitag, 23. September 2011
„Der barmherzige Gott, der Schöpfer und Erlöser aller Menschen“ wird’s schon richten, seine Kirche nicht, sofern es überhaupt „seine“ Kirche ist. Sie überläßt dem HErrn die Arbeit, das ist billiger.



Es ist unerträglich, dass um diesen Termin ein solches Geheimnis gemacht wurde, er bis zuletzt verschwiegen wurde. Die Opfer der katholischen Kirche hatten Anspruch darauf, frühzeitig, das heißt bereits einige Wochen vorher, zu erfahren, wann, ob und wie lange sich der Papst mit den Opfern seiner Kirche trifft. So verkam der Termin zu einem Überfall, der den zum Gespräch geladenen Opfern selbst, anderen Opfern und ihren Sympathisanten kaum Gelegenheit bot, sich auf diesen Termin vorzubereiten. Die katholische Kirche argumentiert mit dem Schutz der Opfer vor der Öffentlichkeit und der Presse. Das ist natürlich Quatsch. Die Opfer sexuellen Missbrauches, die bereits in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten, wollen diesen Schutz gar nicht; sie wollen die Verbrechen an ihnen an die Öffentlichkeit bringen. Es ist wenig vorstellbar, dass der Papst solche Opfer getroffen hat, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Es drängt sich der Verdacht auf, das hier ein unangenehmer Pflichttermin – der unter dem Druck der Öffentlichkeit notwendig wurde – abgehakt wurde. Aus der Pressemitteilung geht nicht hervor, wie lange sich der Papst mit wie vielen Opfern getroffen hat und ob dabei auch andere als sexuell Missbrauchte, nämlich Heimkinder der Erziehungshilfe und katholischer Behindertenheime, getroffen hat. Total eindeutig scheint zu sein, dass am Thema Wiedergutmachung nicht weiter gearbeitet wird.
Das „Argument“ „Schutz der Opfer“ wurde doch auch schon als Begründung dafür angeführt, dass kirchlicherseits die Täter nicht angezeigt wurden. In einem Rechtsstaat wäre längst die Bundesanwaltschaft tätig geworden. Aber es geht ja nur um Kinder, so what…
Das ist zum kotzen
Wer den Bericht der FAZ genau liest (auch zwischen den Zeilen) wird sich seine eigene Meinung bilden müssen.
Ich werde mit Nichtwissen behaupten, dass es keine Gespräche zwischen Missbrauchsopfern und dem Papst gegeben hat.
Irgendwann wird die Wahrheit auch an die Öffentlichkeit gelangen, denn Lügen haben noch nie Bestand gehabt.
Fällt mir gerade noch ein, was ich sagen wollte, “ich habe ein hörendes Herz”.
Dass die kath. wie evang. Kirche Begegnungen mit Missbrauchsopfern vorab nicht an die “Große Glocke” gehängt hat, wissen wir aus der Vergangenheit.
Beide Kirchen hatten sich in der Vergangenheit auf eine Pressemitteilung beschränkt. Darin waren weder Gesprächsinhalte noch die Namen der Betroffenen bekannt gegeben worden.
Eine klare Position öffentliche Position des Papstes hätte ich mir gewünscht, rechne aber nun nicht mehr damit. Schade! “Dicke Bretter bohren, dauert länger”…Dicke Mauern zu durchbohren, scheint wohl unmöglich
sabine s.
ich glaube auch, dass es überhaupt kein Treffen gegeben hat. Solange es keinen öffentlichen Beweis gibt, dass so ein Treffen stattgefunden hat, gehe ich von einer Lüge aus. Es hätte reichlich Gelegenheit gegeben eines der vielen Opfer einzuladen, die selbst in der Öffentlichkeit bekannt gegeben haben, dass sie in kirchlichen Einrichtungen misbraucht wurden. Diejenigen, die seit fast 2 Jahren einen öffentlichen Dialog mit der katholischen Kirche fordern, werden systematisch ausgegrenzt. Wenn es der Kirche irgendwie ernst gewesen wäre, hätte Ratzinger die Gelegenheit gehabt im deutschen Bundestag darüber zu reden. Wir sind also keinen Schritt weiter, eher 2 Schritte zurück.
der beste schutz vor triebgeistliche wäre ja wohl die sterilisation.
Nochmals zu mitschreiben für alle:
Es hat am Samstag den 24,092011 kein Treffen mit Papst und Missbrauchsopfern gegeben. Die Fernsehbilder, die wir alle sehen konnten, mit den Räumlichkeiten des Treffens, waren an diesem Tag verschlossen.
Um ca. 16.00 Uhr sagte Herr Ackermann (Live im Fernsehen) dass es vielleicht ein Treffen in Freiburg geben werde, wenn der Papst die Zeit findet.Einige Zeit später hörte man, das ein Treffen in Erfurth schon stattgefunden hat.
Ich finde das alles sehr merkwürdig.
Aber nach wie vor werde ich das nur mit Nichtwissen bestreiten, dass es ein Treffen gegeben hat. Ich arbeite aber weiter daran und melde mich dann.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die gesamte Presse von einem Treffen in Erfurt berichtet, welches gar nicht stattgefunden hat. Insofern bleiben meine Zweifel bestehen.
sabine s.
ich bin gerne bereit meine Meinung zu revidieren. Aber bisher gibt es außer den Verlautbarungen aus Ratzingers Umfeld nicht einen Beweis. Darum bleibe ich dabei: da war nichts, nur heisse Luft.
Hallo Sabine, schreibe einfach mal eine Pressemitteilung zu einem aktuellem Thema und es macht seine Runde. Egal was Du schreibst, nur sollte es sachlich sein.
Vielleicht hat der Papst Missbrauchstäter empfangen, was zu der Politik der Kirche ja passen würde, aber er hat keine Opfer empfangen.
>Vielleicht hat der Papst Missbrauchstäter empfangen, was zu der Politik der Kirche ja passen würde, aber er hat keine Opfer empfangen.<
Dieser Satz, von Heinz-Jürgen Overfeld, der trifft genau zu, das zu Glauben fällt nicht schwer und
ist bauch meine Meinung.
In der Report-Sendung am gestrigen Dienstag sind zwei Missbrauchsopfer in einem Exlusiv-Interview zu Wort gekommen. Sie berichteten von der Begegnung mit dem Papst.
http://www.report.de
Glauben wir immer noch an ein Gerücht???
sabine s.