Dierk Schaefers Blog

Zwangsarbeit? Doch nicht im Kinderheim!

Posted in heimkinder, Kirche by dierkschaefer on 21. Mai 2010

Martin Mitchell aus Australien verbreitet folgenden lesenswerten Bericht über das Betriebsklima wohl nicht nur dieses kirchlichen Heimes (ErziehungsheimMädchenerziehungsheimderSchwestern vom Guten Hirtenin Aachen).

www.heimkinderopfer.blogspot.com/2010/05/blog-post.html

Wieder einmal frage ich mich, warum der Runde Tisch in seinem Zwischenbericht die Nutznießer solcher Zwangsarbeit nicht genannt hat.

»Die Begrüßung im „Zum guten Hirten“ fiel folgendermaßen aus:

Alle Erzieherinnen wollten hier als „Mutter“ sowieso angesprochen werden. „Hier hast du alle Rechte an der Pforte abgegeben; du bist eine Nummer von vielen; solltest du aufmucken dann hast du schon verloren.“ Dabei rasselte sie ununterbrochen mit Ihrem Schlüsselbund, mit einigen Schlüsseln daran, den sie um den Bauch an einem Gürtel trug. Jede Tür wurde mit einem Ihrer Schlüssel geöffnet, nachdem wir durchgegangen waren, wieder verschlossen. Es ging zu wie im Gefängnis.

Wie wir dann zur Gruppe kamen stellte ich fest, dass alle Sadisten so einen Schlüsselbund um den wohlgeformten Leib trugen. In der Folgezeit habe ich öfters Kontakt mit den Bunden im Gesicht und am Körper gehabt. Mir und auch bestimmt den anderen wurde des Öfteren mitgeteilt, wenn wir nicht spuren würden, gäbe es zwecks Erziehungsprogramm auch noch das Zuchthaus für Mädchen, die sich nicht belehren ließen.

Ich teilte den Nonnen direkt mit, dass ich schwanger war. Im Beisein von mehreren Nonnen wurde ich von einem Arzt untersucht der bestätigte die Schwangerschaft. Das hielt diese Leute aber nicht davon ab mich schwerste körperliche Arbeit verrichten zu lassen. So kam es zur Fehlgeburt auf der Heimtoilette.

Ich bekam es mit der Angst, rief eine Nonne die dann so reagierte. Sie spülte den Fötus in den Abort und sagte: „Sei froh das du den Balg los bist. Jetzt können wir ja endlich die Arbeiten aufnehmen und du brauchst dich nicht mehr darum zu drücken.“ Nach 14 Tagen Blutverlust entschied man sich dann doch mal zur Krankenhauseinweisung der Stadt Aachen zwecks einer Operation.

Danach nahm die Ausbeutung bis zur Entlassung Ihren Lauf.

Ich wurde in einem großen Raum wo nur Mädchen an manuellen Nähmaschinen saßen, angelernt im 8 Stunden Akkord sämtliche Oberbekleidung für Quelle, Schwab, und Neckermann zu nähen. Bis dahin kannte ich solche Arbeiten nicht. Aber nach vielen Folterungen z.B. Schläge von hinten (man saß ja an der Maschine) und ich flog mit voller Wucht auf das Obergestell. Man lernte schnell damit diese Kampagnen endlich aufhörten.

Die tausenden von Kleidung musste dann in Tüten eingeschweißt und in überdimensionalen Schrankkoffern über mehrere Etagen zur Pforte geschleppt werden, wo die Ware von den Versandhäusern abgeholt wurden. Für die Schokoladenfabrik Stollwerck aus Aachen [sic — Köln] haben wir ebenso im Heim gearbeitet. Die Firma brachte und holte die fertige Arbeit auch wieder ab. Wir haben auch hier wie überall den Rücken umsonst krumm gemacht. Gottes Lohn sollte uns reichen«.

»Für diesbetreffende Kontaktzwecke in Deutschland hat sich Erich Scheuch zur Verfügung gestellt. Erich Scheuch ist selbst „Heimkind“ in einem katholischen Kinderheim gewesen (und diese Frau, die selbst keinen Computer hat, hat ihm ihre Geschichte zur Weiterveröffentlichung im Internet aufgeschrieben ).

Erich Scheuch, 02241 33 40 23, 0163 – 721 96 90, erich.scheuch@edw-scheuch.de «

33 Antworten

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  1. Helmut Jacob said, on 24. Mai 2010 at 00:05

    Fundstelle zum Thema Zwangsarbeit:
    Ich habe Fingerhandschuhe für die Bundeswehr genäht, 36 Stück am Tag. Falls ich mein Pensum nicht erreichte, wurde ich bestraft.
    Auch habe ich Strümpfe stricken müssen für die Bundeswehr, Männerhemden bügeln mit gestärkter Brust, bestimmtes Pensum pro Tag. Außerdem habe ich Deckchen gehäkelt und gestrickt zum Verkauf im Basar.

    Klicke, um auf Dieterich.pdf zuzugreifen

    • dierkschaefer said, on 24. Mai 2010 at 09:48

      ja, ich kenne den gesamten text.
      die betheler einrichtungen waren offenbar besonders ausbeuterisch bis hin zur mangelernährung ihrer kinder-arbeits-sklaven.
      ich werde die autorin fragen, ob ich ihren bericht nach bethel schicken soll. immerhin gibt es diese einrichtung noch. ob auch weiterhin die evangelischen bräute christi das regime im arbeitslager führen, weiß ich nicht.
      vermutlich wird man mich aber nur auf das segensreiche wirken des runden tisches verweisen.

      • monika jensen geb. pniewski said, on 8. März 2015 at 19:21

        ich war in ummeln.im november schrieb ich einen brief mit meiner forderung nach meinem mir nicht gezahltem lohn.werde ihnen das antwortschreiben zusenden.m.j.

    • Heike Freiwald said, on 24. Mai 2010 at 13:08

      Hallo Helmut Jacob,

      endlich werden die Umstände der Bodelschwinghschen Institutionen- Erziehungsheime
      an die Öffentlichkeit gebracht. Nur zwei davon zu nennen: Waldheimat / Werther
      und Ummeln, geleitet von Diakonissen.

      Als Kind wurde ich mit Nazi-Doktrinen erzogen und ständig zur „Raison“ gebracht, die sich im
      Erziehungsheim Waldheimat wiederholten, diesmal ohne Züchtigungen, jedoch mit
      dem Terror der Gehirnwäsche von: Demoralisierung,Erniederung,Wertlosigkeit etc. plus Freiheitsentzug zum Nutzen der Gesellschaft, da man erst zur „Raison“ gebracht werden müsse. Bisher habe ich nach damaligen Mithäftlingen gesucht und eine Ehemalige
      gefunden die 9 Jahre später im Erziehungsheim Waldheimat untergebracht wurde.
      Dieselbe hat ebenfalls eine ehemalige Erzieherin der Waldheimat ausfindig gemacht, die gewillt ist wenn nötig, über die damaligen Zustände auszusagen.
      Ich hoffe dass man mit Hilfe der Medien und individuellen Unterstützern zur Aufklärung
      der Heimgeschichten ehemaliger Zöglinge gerecht wird die in den Bodelschwinghschen evangl. Erziehungsheimen ( Bethel )untergebrach wurden.

      Auch mein persönlicher Dank gilt ihnen und Dierk Schaefer, da Sie beide mit Effort dem Widerstand der kirchlichen Einrichtungen entgegentreten die mit wehementen Ausreden
      versuchen die Anschuldigungen abzuwehren.

      Mit freundlichen Grüsse,
      Heike Freiwald

      • Gisela Menz said, on 3. Mai 2017 at 09:16

        Hallo Heike, auch ich war in der Waldheimat von März bis Dezember 1962.ich erinnere mich an Schwester Martha ( Hausmutter) Schwester Christel, Schwester Gertrud, Schwester Hildegard und Schwester Rita.Es war eine schlimme Zeit, musste Handarbeiten für den Verkauf machen und bei einem Großbauern Rüben verziehen und Kartoffeln sammeln.Der Zweck meines Aufenthalts wurde nicht erfüllt – ich habe zwei ahre nach meiner Entlassung meinen Freund geheiratet und wir sind im Sommer 53 Jahre verheiratet.

  2. hans-joachim wolff said, on 25. Mai 2010 at 21:02

    war in rengshausen burschenheim beiserhaus zwangsarbeit terror ,sehr schlechtes essen für die insassen und wer morgens nicht zur andacht geht bekommt nix zu essen
    desweiteren einsperren bei nacht :bettnässer schlafen in torfkisten kann mann dann nach wochen gestank als dünger inder gärtnerei verwenden ohne richtige bettwäsche:
    habe jede woche sechzig stunden gearbeitet ohne bezahlung obwohl ich da war um schneider zu lernen kosten wurden vom land berlin bezahlt,ich war freiwillig auf eigenen wunsch da . ich habe gelernt das die diakonie innere mission nur an ihren profit dachte sonst nix :
    als mich ein diakon missbrauchen wollte und ich inder folge enwichen bin wurde ich durch eine falschaussage durch einen diakon zu einer jugendstrafe von1- 3 jahren verurteilt wovon ich ein jahr verbüsst habe wie man so sagt
    mit freundlichen gruss
    hans-joachim wolff

    PS.man sollte der diakonie der caritas und den kirchen die gemeinnützigkeit aberkennen und die kirchensteuer abschaffen das kann auch gegen missbrauch helfen

  3. rosalinde lange said, on 27. August 2010 at 18:46

    hallo
    Endlich habe ich mal etwas über das Mädchenheim Werther gefunden
    Ich war 1967 als 15 jährige in diesem Heim. Gott sei Dank nicht lange.
    Darf ich darüber hier berichten ?

    lg. rosi

    • dierkschaefer said, on 28. August 2010 at 09:46

      hallo, frau lange,

      gern. berichten sie.

      viele grüße

      ds

    • Erika Tkocz said, on 28. August 2010 at 11:27

      Hallo Rosalinde,

      ich war 1969 in der „Waldheimat“ Werther und würde mich freuen, wenn Du einmal mit mir Kontakt auf nimmst.
      Herr Schäfer kann Dir meine E-Mail-Adresse weiter geben.

      Liebe Grüße Erika Tkocz

    • Angelika Messan said, on 19. Oktober 2010 at 22:06

      Hallo Rosi,
      ich war dort. Von 1971 – 1972.
      Gruß Angelika

    • Ilona Kaiser gebor. Pretzer said, on 8. März 2012 at 15:03

      Hallo ich heisse Ilona
      Ich war von 1966-1970 in Mädchenheim Waldheimat,es war schrecklich.es war ein Arbeitslager,am schlimsten war dort die Schwester Helga im Haus Heimstat,zuder Zeit wo ich dort war,haben sich 2 Mädchen umgebracht.Ich w
      erde bald 62 Jahre,und die Zeit im Heim wird bei der Rente nicht anerkannt.
      Lieben Gruss Ilona Kaiser

      • Alexandra Emmeluth said, on 15. März 2012 at 21:18

        Hallo und guten Tag,
        ich bin die Tochter einer Ehemaligen des Mädchenheimes „Waldheimat“.
        Ich fand leider jetzt erst raus, dass meine Mutter vom 13.03.1969 – 24.02.1970 dort untergebracht war.
        Ich habe das Heim angeschrieben, und gebeten, dass man mir Unterlagen überläßt (Ich trage die Biographie meiner Mutter aus therapeutischen Gründen zusammen), denn leider kann ich meine Mutter nicht mehr fragen weil sie vor 2 Jahren gestorben ist.
        Das Antwortschreiben fiel dürftig aus, man bestätigte mir, dass meine Mutter laut Meldebuch in dem Zeitraum dort untergebracht war und teilte mir weiter mit, dass es keine Akten gibt.

        ICH SUCHE ZEITZEUGEN !!!
        Ich freue mich, wenn ich jemanden finde, der meine Mutter kannte.

        Die Daten meiner Mutter:

        Helga Schmidt
        geb. am 05.03.1952, sie kam aus Gelsenkirchen

        Falls sich jemand findet, bitte ich um Kontaktaufnahme.

      • Christa Joppe said, on 7. November 2020 at 22:54

        Hallo Ilona,ich war von1964-1966 im Tannenhof,als 15 jährige.Bei S.Hedwig und der Sadistin S.Wilhelmine.Kenne die Hölle Waldheimat.Wilhelmine hat mich oft mit ihrem Schlüsselbund ins Gesicht geschlagen und anschließend ins Zimmer gesperrt.Musste dort stundenlang stehend ausharren. Furchtbar!!!Habe heute noch Albträume!!!Anschließend im Jacobistift/Werther gearbeitet unter weiterer Bespitzelung der Haubenlerchen.Bis dann,seid gegrüßt und liebe Grüße von Christa J.

  4. Heike Freiwald said, on 28. August 2010 at 11:37

    hallo Rosalinde,

    auch ich war in der “ Waldheimat / Werther “ von 1959 – 1963.
    und habe auch Kontakt zu Erika.
    Würde dich ebenfalls gerne kennenlernen.
    Liebe Grüsse,
    Heike
    heikefreiwald@hotmail.com

  5. rosalinde lange said, on 28. August 2010 at 23:19

    Guten Abend lieber Herr Schäfer, liebe Erika und liebe Heike.
    Vielen lieben Dank für eure promten Antworten.
    Erika ganz lieben Dank für deine liebe Mail. Ich werde sie sofort nach dem We. beantworten. ( mein Enkelchen ist übers We. hier, daher wenig Zeit )
    Heike, gern nehme ich auch Kontakt mit dir auf.
    Ich habe schon mal vor zwei Jahren begonnen meine Kindheit und Jugend aufzuarbeiten, habe es dann aber wieder abgebrochen, da es mir einfach zu nahe ging als ich einige Schiksale anderer auf diversen Seiten im Netz las.
    Vor ein paar Tagen habe ich die Aufarbeitung wieder aufgenommen
    Ich muss gestehen, dass ich meine Heimaufenthalte ( Werther war das erste Erziehungsheim und nicht das letzte in dem ich war ) immer wieder einfach „vergessen“ habe. Aus Scham..und ich wollte diese Zeit einfach nur vergessen. Früher war es ja auch eine Schande in einem Erziehungsheim gewesen zu sein. Warum , wiso man dort gelandet ist wurde nie gefragt.
    Aber irgendwann holt einen doch die Vergangenheit wieder ein und man beginnt im Netz zu forschen ..su suchen ..Erinnerungen werden wach ..
    Ich weiss noch nicht genau ob ich hier in der Öffentlichkeit darüber schreiben soll oder werde, was mir in den Jahren 1967-1971 wiederfahren ist.
    Ich bin darüber zutiefst erschrocken wie vielen Kindern so ähnlich und noch viel schlimmer als mir ergangen ist.

    Für heute verbleibe ich erst einmal mit ganz lieben Grüssen und wünsche noch ein angenehmen Sonntag

    lg. Rosi

  6. Geli said, on 3. März 2011 at 21:09

    Hallo
    Heike
    Angelika,Erika, Rosi
    und Hallo allen anderen

    Ich bin 65 Jahre alt und war 1961/1962 etwa 13 Monate in der Waldheimat.

    Grüssle Geli

    • Gisela Menz said, on 23. April 2017 at 14:05

      Hallo, ich war von März -Dezember 1962 in der Waldheimat. Die ersten Wochen in einer Aufnahmestation , danach im Haupthaus, dort waren u.a. Schwester Christel, Schwester Gertrud, Schwester Rita und Schwester Martha war zu dem Zeitpunkt die Hausmutter.Wir mussten Handarbeiten machen, die verkauft wurden und im Sommer wurden wir von Großbauern abgeholt zum Rüben verziehen und Kartoffeln aufsammeln.Was sich bis heute eingeprägt hat, jeden Nachmittag zur Kaffeezeit gab es trockenes Brot mit Rübenkraut ( die Brote waren durchweicht weil sie schon vorher beschmiert wurden und dann gestapelt)Ich habe nie irgend jemanden von meinem Heimaufenthalt erzählt, aber meine Mutter hat sich vor ihrem Tod bei mir dafür entschuldigt, was sie mir angetan hat.
      Viele Grüße Gisela

  7. Rosalinde Lange said, on 6. März 2011 at 22:30

    liebe Geli
    guten abend

    oh mann dann hast du ja noch die ganz schliimme Zeit in der Waltheimat erlebt.
    So etwas vergisst man NIE. Ich glaube erst im Alter kommen diese Gedanken immer häufiger hochh oder ? Zumindest geht es mir so.
    Wie ist es dir nacvh dem Aufenthalt in der Waldheimat ergangen. Wohin ging es danach für dich ?? Wie hast du das alles verarbeitet?

    liebe Grüsse Rosi

    liebe Grüsse auch an alle anderen hier lasse

  8. Geli said, on 8. März 2011 at 11:59

    Hallo Rosi
    grüss Dich

    Doch, ich hatte es FAST vergessen, nur ganz selten dachte ich daran, meistens an meine Nummer
    53
    Natürlich liess ich den Gedanken daran nicht lange zu, sondern drückte ihn gleich weg.

    Erst jetzt durch einen Zufall, also über Umwege, kam ich dazu mich endlich damit zu befassen.
    Ich habe wohl sehr gut verdrängt.
    Nach der Waldheimat ging es in die vorherige Hölle zurück und es änderte sich nichts.

    Heute bin ich eine alte, durch und durch kranke Frau,
    die grosse Leistungen vollbracht hat um überhaupt zu überleben.
    Ich denke wir sind alle grosse Klasse, alleine dadurch, dass wir noch leben.
    WIE steht dabei auf einem anderen Blatt

    Inzwischen habe ich telefonischen Kontakt zu Heike und Erika
    worüber ich sehr glücklich bin.
    Heike und ich waren zur gleichen Zeit da

    Gestern las ich über Traumatisierung und habe nun Erklärungen für mich meinen Zustand , mein Wesen, meine psychische Struktur gefunden.

    Ich bin glücklich, es endlich rauslassen zu können, dass ich ein Heimkind war.
    Und ich lasse es seit Tagen oft raus

    Endlich kommt das Gift raus

    Ich schicke Dir einen lieben Gruss

    NR. 53 Ex Heimkind Geli

  9. Erich Scheuch said, on 28. Dezember 2011 at 15:51

    Nur zur Information: Beide große Kirchen (evangelische, katholische) haben schon während der Nazizeit Zwangsarbeit in Hitlerdetuschland betrieben. Sie sind auch die einizgen gewesen die auch danach damit nihct aufgehört haben. nur hat man dann von Kriegsgefangenen und andere aus Ihrer Heimat enführten Menschern gewechselt zu Kindern die man mit fadenscheinigen Begründungen von ihren Familien entrissen hat, damit beide Kirchen weiter Zwangsarbeit betreiben konnten.

    Auch einer Gründe warum beide Kirchen erst in den späten 80ziger und 90ziger Jahren zugegeben haben, das Sie währende der Nazizeit Zig-tausende Zwangsarbeiter beschäftigt haben. Um somit die Weiterführung der Zwangsarbeit in der christlich geprägten BRD besser vertuschen zu können.

  10. Ilona Kaiser gebor. Pretzer said, on 8. März 2012 at 15:50

    Hat mal einer von euch über das Taschenbuch von Oerni das Heimkind gelesen? Sie war auch in der Waldheimat in Werther,die Fotos die sie auf ihrer Seite hat,dort bin ich auch drauf,dann müsste ich feststellen das wir zusammen in einer Gruppe waren.Alles was sie geschrieben hat,kann ich nur zustimmen.
    Lieben Gruss Ilona

  11. elke said, on 17. November 2012 at 20:10

    wer war 1965 in der waldheimat ??

  12. Karin Nüsperling said, on 22. Oktober 2013 at 18:29

    Ich war auch als 14jährige im Mädchenheim in Werther. Es war ein Gefängnis. Die Ungerechtigkeiten der Schwestern haben mich zu einem dreitägigen Hungerstreik, veranlasst. In meinem Zimmer befand sich ein vergittertes Fenster, wo ich noch nicht einmal hinausschauen konnte, weil es so hoch war. In dem Zimmer befand sich ein Bett und ein Nachtschränkchen mit Waschschüssel. Ein Nachttapf gab es auch, weil die Zimmer allarmgesichert waren, man konnte nicht hinaus. Licht wurde auch um 21 Uhr (falls ich mich recht erinnere) ausgeschaltet. Ach ja, einen großen Schrank gab es auch, der aber fest verschlossen war, meine persönlichen Sachen waren sowieso in einem Lager aufbewahrt.

  13. Schneider, Karl-Heinz said, on 19. Januar 2014 at 14:33

    War, wenn ich mich noch recht errinnere 1966-1967 im Burschenheim Beisserhaus hab da Schlosser und Schweißer gelernt. Ohne Andacht kein Frühstück-danach Autosicherungen fertigen, bis die Finger bluteten (Akkord) wer sein Pensum nicht schaffte musste solange weitermachen bis er fertig war. Der sogenannte UNGEHORSAM wurde mit Bunker (Einzelzelle) bestraft und das über Tage. Der so angesprochen werden musste Bruder Klem ( wurde glaube ich nach der APO-zeit Heimleiter) und ein Bruder Ullrich ist mir noch im Gedachtnis allerdings negativ.Einige Erzieher haten Familie im Ort, für die wir dann auch immer als kostenlose Sklaven Arbeiten mussten. Als dann1969 die APO sich für die Heiminsassen stark machten un viele befreit hatten, wurde ich dann fast 18-jährig im Juli 1969 mit den Worten verabschiedet: Du kommst sowiso wieder oder landest im Knast. Ist nie passiert.

  14. Martin MITCHELL said, on 22. März 2014 at 08:16

    .
    Spezifisch zur Leugnung seitens Antje Vollmer von »Heimkinder-Zwangsarbeit« – d.h., u.a., diese ihre Leugnung auch in ihrem Interview auf Deutschlandradio Kultur am 15.04.2010, wiedergegeben @ http://www.deutschlandradiokultur.de/runder-tisch-heimerziehung-heimkinder-waren-keine.954.de.html?dram:article_id=145216

    .
    ZITAT DES BUNDESDEUTSCHEN ANTI-ZWANGSARBEITSGESETZES 1959

    .
    Folgend auf die »HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT«-Entscheidung in Irland von der, meinerseits, u.a., auch hier @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=3&t=19 berichtet wird.

    Auch deutsche und österreichische Opfer von Menschenrechtsverbrechen / Zwangsarbeit fordern eine gerechte und angemessene Entschädigung.

    „ABSCHAFFUNG DER ZWANGSARBEIT“

    Zitat des Bundesdeutschen Anti-Zwangsarbeitsgesetzes 1959

    Bundesrepublikanisches innerstaatliches Gesetz gegen Zwangsarbeit.

    Ein kurzes Zitat aus dem Bundesgesetzblatt ( Bundesrepublik Deutschland ), Nr. 18 vom 24.04.1959 ( aus einem Gesetz das vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden ist ! ) @ http://www2.bgbl.de/banzxaver/bgbl/start.xav?start=//*%5b@attr_id='bgbl259018.pdf'%5d#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D'bgbl259018.pdf'%5D__1395379262950

    ANFANG DES ZITATS DES BUNDESDEUTSCHEN ANTI-ZWANGSARBEITSGESETZES

    [ Bundesrepublik Deutschland ]

    [ Seite 441 ]

    Bundesgesetzblatt – Teil II

    1959 – Ausgegeben zu Bonn am 24. April 1959 – Nr. 18

    Gesetz zum Übereinkommen Nr. 105 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1957 über die Abschaffung der Zwangsarbeit.

    Vom 20. April 1959

    Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:

    ARTIKEL 1

    Dem in Genf am 25. Juni 1957 von der Allgemeinen Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation angenommenen Übereinkommen über die Abschaffung der Zwangsarbeit wird zugestimmt. Das Übereinkommen wird nachstehend veröffentlicht:

    ARTIKEL 2

    Dieses Gesetz gilt auch im Land Berlin, sofern das Land Berlin die Anwendung dieses Gesetzes feststellt.

    ARTIKEL 3

    (1) Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkünding in Kraft.

    (2) Der Tag, an dem das Übereinkommen gemäß seinem Artikel 4 Abs. 3 für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekanntzugeben.

    ––––––––––––––––––––––

    Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates sind gewahrt.

    Das vorstehende Gesetz wird hiermit verwendet.

    Bonn, den 20. April 1959

    Der Bundespräsident
    Theodor Heuss

    Der Stellvertreter des Bundeskanzlers
    Ludwig Erhard

    Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
    [Theodor] Blank

    Der Bundesminister des Auswärtigen
    [Dr. Heinrich] von Brentano

    [ auf den folgenden Seiten – Seite 442, Seite 443, Seite 444 und Seite 445 dieses Bundesgesetzblattes der Bundesrepublik Deutschland – befinden sich dann in drei nebeneinander aufgeführten Spalten, jeweilig der französische, englische und deutsche Text des internationalen Übereinkommens über die Abschaffung der Zwangsarbeit – Convention 105 / Übereinkommen 105. ]

    ENDE DES ZITATS DES BUNDESDEUTSCHEN ANTI-ZWANGSARBEITSGESETZES

    QUELLE: Bundesanzeiger Verlag
    ZITATLÄNGE DER ZITIERTEN GESETZESTEXTPASSAGE: insgesamt maximal 1221 Zeichen, einschließlich Leerzeichen.

    Den genauen Wortlaut in Deutsch des »Übereinkommens über die Abschaffung der Zwangsarbeit« in einer hochkaratigen und gut lesbaren Kopie, kann man dann auch hier nachlesen @ http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19570115/201303210000/0.822.720.5.pdf .
    .

  15. tiefentoener said, on 10. April 2014 at 13:39

    Ich war 1967 bis 1969 im Säuglingsheim der von-Laer-Stiftung in Bielefeld. Wer weiß etwas dazu?

    • Rapunzel said, on 28. Dezember 2016 at 02:21

      Hallo Tiefentoener….
      ich war in der Zeit ebenfalls in der von Laer-Stiftung und bin auf der Suche nach Infos.
      Dein Eintrag ist schon älter, darum hoffe ich, dass Du vielleicht schon etwas herausgefunden hast.

      • Johannes said, on 21. Juni 2020 at 11:12

        Ich war unmittelbar nach meiner Geburt am 30.09.1957 bis zum 28.03.1958 im Säuglingsheim der von Laer-Stiftung in Bielefeld, bis mich meine Großeltern zu sich nahmen. Da ich selbst natürlich keine Erinnerungen habe, bin ich an Informationen aus dieser Zeit sehr interessiert. LG

      • Rapunzel said, on 9. Juli 2020 at 23:35

        Hallo Johannes…ich habe leider Null Infos zu der Zeit, muss aber auch gestehen, dass ich nicht wirklich verbissen danach gesucht habe.
        Ich hab nur mal in einer Facebookgruppe gefragt, und da kam auch nix bei rum.

  16. Martin MITCHELL said, on 26. Dezember 2016 at 22:58

    .
    „SLAVE LABOUR“ – Wie wird „Zwangsarbeit“ von den Kirchen selbst definiert? – Lehrmaterial.

    Hingegen der Ablehnung am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009/2010) und in seinem Abschlussbericht vom 10.12.2010, seitens der evangelischen Theologin und Pastorin Antje Vollmer, dass Heimkinder im Nachkriegsdeutschland (WEST!) haben „ZWANGSARBEIT“ verichten müssen, bietet die Evangelische Kirche erst seit dem dritten Quartal des diesigen Jahres im Internet einen Lehrgang an, der auf 40 Seiten genau und detailliert, in Wort und Bild, erklärt was „ZWANGSARBEIT“ ist, und was die verschiedenen FACETTEN VON ZWANGSARBEIT“ sind:

    ANFANG DES ZITATS DER EINLEITENDEN ÜBERSCHRIFT DIESES RELEVANTEN LEHRMATERIALS.

    »Unterrichtsmodule:
    MENSCHENRECHTE UND ZWANGSARBEIT
    mit dem Schwerpunkt
    Zwangsarbeiter der Kirche im Nationalsozialimus
    Empfohlene Fächer:
    Geschichte, Religion,
    Politische Weltkunde, Ethik,
    Empfohlene Klassenstufe: 12/13«

    ENDE DES ZITATS DER EINLEITENDEN ÜBERSCHRIFT DIESES RELEVANTEN LEHRMATERIALS.

    http://www.landeskirchenarchivberlin.de/wp-content/uploads/2016/09/Module.pdf (Länge: insgesamt 40 Seiten; 2.45 MB; anscheinend erst im September 2016 online gestellt)

    Dort wird bestätigt, dass die Begriffe „ZWANGSARBEIT“ und „ARBEIT UNTER ZWANG“, auch für die im 3. Reich erzwungene Arbeit!, durchaus auswechselbar sind; und dass „ZWANGSARBEIT“ sich nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt.

    Obwohl in diesem kirchlichen Lehrgang natürlich auch nicht auf die nachkriegsdeutsche „Fürsorgeerziehung“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Anstalten im WESTEN oder die „Kinder- und Jugendhilfe“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen im OSTEN verwiesen wird.

    Identifiziert jedoch wird diese(r) „ZWANGSARBEIT“ / „ARBEIT UNTERZWANG“ / „ZWANG ZUR ARBEIT“ und ihre / seine MERKMALE in diesem kirchlichen Lehrmaterial eindeutig alle male!

    Antje Vollmer und viele ihrer christlichen Glaubensschwestern und christlichen Glaubensbrüder täten gut daran sich mal diesem Lehrgang ihrer eigenen Kirche zu unterziehen! – und ich erinnere sie alle hiermit daran am „Zweiten Weihnachtsfeiertag“ 2016.

    ANFANG DES ZITATS DER BEDINGUNGEN UNTER WELCHEN DIESES WICHTIGE LEHRMATERIAL GENUTZT WERDEN DARF.

    ALLGEMEIN: RECHTLICHE HINWEISE:
    Dieses Unterrichtsmaterial in dieser Mappe entstand im Rahmen eines fachdidaktischen Seminars an der Freien Universität Berlin.
    Die Urheber dieser Mappe, die das Urheberrecht an dieser Mappe für sich beanspruchen, sind Catharina Schwerdtfeger und Natascha Goriwoda.
    Grundsätzlich kann diese Mappe unter der Creative Commons License BY SA ausschließlich in bildungsrelevanten Kontexten vervielfältigt und weitergegeben werden.
    Eine ungefragte Veröffentlichung in weiteren und kommerziellen Publikationen ist nicht gestattet.

    ENDE DES ZITATS DER BEDINGUNGEN UNTER WELCHEN DIESES WICHTIGE LEHRMATERIAL GENUTZT WERDEN DARF.

    Mit „Landeskirchenarchiv, Berlin“ im Linkhinweis ist wohl das „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“ gemeint.

    Übrigens, wie ich gerade feststelle, gibt es aktuell, d.h. am 26.12.2016, erstaunlicherweise, kein einziges Dokument zu den Themen „Heimkinder“, „Fürsorgezöglinge“ und „Heimerziehung“ im „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“.
    .

  17. Ursula Ruizzo said, on 25. Januar 2019 at 11:43

    Hallo, ich war von 1966 bis 1971 in diversen Heimen. Das Schlimmste war Ummeln. Ich war dort in der Waschküche bei einer „Schwester Luise und Schwester Erika“ Ich habe manche Prügel eingesteckt und bin auch einmal weg gelaufen. Anschliessend, als man mich aufgegriffen hatte, gings in die „Klausur“ 3 Tage in einem winzigen Raum eingeschlossen, ausgestattet mit einem Bett und einem Stuhl und einem Nachttopf. Katastrophale Zustände. Danach wieder in die Waschküche. Dort habe ich mir in sehr jungen Jahren schon den Rücken lädiert, was aber niemanden gestört hat. Seitdem habe ich ein sehr gestörtes Verhältnis zur Diakonie und der Kirche.


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