Dierk Schaefers Blog

Ursula von der Leyen? – Not my president!

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 2. Juni 2010

Ursula von der Leyen? – Not my president!

Die ehemalige Familienministerin wird jetzt von prominenter Seite als Wunschkandidatin für die Nachfolge des Bundespräsidenten gepusht und hat gute Chancen, es zu werden. Vielen erscheint es zudem verlockend, das höchste Staatsamt mit einer Frau zu besetzen.

Die ehemaligen Heimkinder dürften das anders sehen.

Wir erinnern uns: Der Petitionsausschuß des Bundestages hatte den Heimkindern Hoffnung gemacht und einen Runden Tisch beschlossen, denn »Der Petitionsausschuss sieht und erkennt erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1970 widerfahren ist und bedauert das zutiefst.« Damit erweckte er Hoffnung auf Rehabilitation und auf Entschädigung für beschädigte Lebensläufe.

Diese Hoffnung hat Frau von der Leyen im Frühstadium brutal abgewürgt, indem sie einen Entschädigungsfonds kategorisch ausschied: »Die Einrichtung eines nationalen Entschädigungsfonds wird von Bundestag und Bundesregierung nicht angestrebt.«

http://www.welt.de/welt_print/article3014787/Heimkinder-Scharfe-Kritik-an-Ministerin-von-der-Leyen.html

Doch das allein reichte der christlich-demokratischen Politikerin nicht. Sie trägt auch die Verantwortung für die Halbierung des Budgets für den Runden Tisch, der nun kraftlos vor sich hindümpelt. Denn das ursprünglich geplante professionelle Projekt war zu diesen Bedingungen nicht möglich. Man sieht es am erbärmlichen Zwischenbericht des Runden Tisches und fragt sich, ob Frau von der Leyen genau dies gewollt hat.

http://www.gewalt-im-jhh.de/Kappeler_zu_ZB_RTH.pdf

Und diese Frau soll Bundespräsidentin werden? Not my president!

»Das Opfer hat immer Recht!« hörte ich heute in der Kriminologie-Vorlesung bei Prof. Kerner. Es ging um den Täter-Opfer-Ausgleich. Bei den ehemaligen Heimkindern geht es nur in seltenen Fällen um noch lebende Täter. Aber es geht darum, daß Kinder zu Opfern wurden, und zwar in staatlichen und kirchlichen Einrichtungen, in denen Täter unkontrolliert ihr Unwesen treiben konnten. Es geht um Kinderschinderei: Demütigung, Zwangsarbeit und Mißhandlung, und in vielen Fällen auch um Mißbrauch. Ich sehe Frau von der Leyen in der Tatnachfolge, denn sie hat diese Opfer um ihr Recht gebracht.

Darum halte ich sie charakterlich für ungeeignet für dieses Amt. Not my president!

10 Antworten

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  1. Heidi Dettinger said, on 3. Juni 2010 at 00:23

    Nicht mein Präsident!
    Nicht mein Staat!
    Nicht meine Kirche!

  2. Roswitha Schnabel said, on 3. Juni 2010 at 09:34

    Ich schließe mich an!

    Auch nicht mein Präsident!!!

    Auch nicht mein Staat!!!

    Auch nicht meine Kirche!!!

  3. Roswitha Schnabel said, on 3. Juni 2010 at 09:41

    Ich schließe mich an!

    Auch nicht mein Präsident!!!

    Auch nicht mein Staat!!!

    Auch nicht meine Kirche!!!

    Auch keine Gestze mehr!!! Die sie umgehen, wie sie es brauchen!!!

  4. Heike Freiwald said, on 3. Juni 2010 at 11:34

    No! we cannot !!!!!!

    Nicht mein Präsident !!!

    Nicht mein Staat !!!

    und nicht meine Kirche !!!

  5. Heike Freiwald said, on 3. Juni 2010 at 11:53

    Yes, we ban !!!!!

  6. Heike Freiwald said, on 3. Juni 2010 at 12:45

    Yes, we ban !!! ————————- Ja, wir lassen es nicht zu !!

  7. hans-joachim wolff said, on 3. Juni 2010 at 12:55

    kann ich nur beiflichten ,ist ja auch nicht besser als die scheinheilige antje vollmer die nur ihrer kirche zu diensten sein will ,und die betroffenen mal wieder prellen will.

  8. Helmut Jacob said, on 3. Juni 2010 at 22:32

    Warum der Etat des Runden Tisches Heimkinder gekürzt wurde? Hier eine mögliche Antwort:

    1,6 Millionen Euro: Die teure Imagepflege der Ursula von der Leyen

    Ursula von der Leyen will das Image ihres Ministeriums aufpolieren: Mit 1,6 Millionen Euro aus dem Etat soll klammheimlich eine externe Kommunikationsstelle aufgebaut werden. Die tatsächlichen Kosten dürften deutlich höher liegen.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/1-6-millionen-euro-die-teure-imagepflege-der-ursula-von-der-leyen;2593210

  9. Horst Moretto said, on 4. Juni 2010 at 09:48

    Als Betroffener lläuft mir die Zeit davon während die Einberufenen nur ihren Beruf im Auge haben. Die Berufenen sind die Rufer in der Wüste deren Worte verhallen. Wann wollen wir endlich lernen als Volk mit eigener Stimme zu votieren un zu bestimmen was wir wollen.
    Jedoch die Hoffnung stibt zuletzt und es gibt Verbündete. Ich danke Ihnen Herr Schäfer.

  10. Martin Mitchell said, on 7. Juni 2010 at 13:40

    Gepostet ( schon am 02.06.2010 ) im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/06/ursula-von-der-leyen-vollig-ungeeignet.html

    Ursula von der Leyen völlig ungeeignet als Präsident der Bundesrepublik Deutschland – Ursula von der Leyen totally unsuitable as President of Germany.

    Der uns allen bekannte evangelische Theologe Dierk Schäfer mit seinem diesbetreffenden Beitrag vom 2. Juni 2010 betitelt »Ursula von der Leyen ? – Not my president !« bringt es genau auf den Punkt – und zweifellos alle Heimkinderopfer pflichten ihm darin bei. Ursula von der Leyen mit ihrem Tun und Handeln gegenüber den Opfern und ihren Interessen – „Opfern von Zwang und Gewalt und systematischer Ausbeutung im Kindesalter“ ! – bringt Deutschland noch mehr in Verruf.

    Ursula von der Leyen’s failure to fully support „former victims of child abuse in institutional care and their cause“ brings Germany into disrepute. Making her ‚President‘ of Germany would be a monumental mistake.

    „Bürgerferner“ als und „kalt“ wie Ursula von der Leyen ist geht es schon garnicht mehr !

    Auch folgendes an sie addressiertes Schreiben eines Opfers der „nachkriegsdeutschen Heimerziehung“ und „Heimkinder-Zwangsarbeit“ und „systematischer Menschenrechtsverletzung“ – vom 4. Dezember 2005 – hat sie, Ursula von der Leyen, in ihrer früheren Position als von Angela Merkel ‚berufene‘ „Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ abgeschmettert und mit nichts als ohrenbeteubendem Schweigen beantwortet:

    [ 04.12.2005 ] »Mail an Ursula von der Leyen: Bundesregierung Deutschland« @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2005/12/mail-ursula-von-der-leyen.html ( also noch vor dem erscheinen des diesbetreffenden Sachbuches »Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in de Bundesrepublik« von PETER WENSIERSKI ).

    Belohnt sie, Ursula von der Leyen, bloß jetzt nicht auch noch mit dem höchsten Posten im Lande – „Bundespräsident“ !

    WAS ANDERE DAZU SAGEN ( einfach mal googlen ):

    »Ursula von der Leyen als Bundespräsidentin – der nächste Sturm«

    »Zensursula als Bundespräsidentin ? – Ursula von der Leyen ist nicht tragbar !«

    »Die Ikone der “Internetzensur” Ursula von der Leyen als Bundespräsident ?«

    TAGS / LABELS: Bundespräsident, Heimkinder-Zwangsarbeit, Menschenrechtsverletzung, Opfern von Zwang und Gewalt, President of Germany, Schläge im Namen des Herrn, Ursula von der Leyen, Verruf, victims of child abuse in institutional care


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