Dierk Schaefers Blog

Gauck for president!

Posted in News by dierkschaefer on 6. Juni 2010

Gauck for president!

Schaut man in die Berichterstattung der Zeitungen oder in die FOCUS-Umfrage (knapp 75% für Gauck), dann wird klar, was die FAZ meint mit: Wulff … verträgt man besser, wenn man Gauck ignoriert.

Wollen wir Gauck ignorieren?

Wir wurden Zeuge eines schäbigen Ränkespiels, bei dem, bei aller Antipathie, Frau von der Leyen einem leid tun kann, ob des Schurkenstücks von Kanzlerin und Kandidat.

Und dann taucht ein weiterer Kandidat auf, parteilos und ehrlich, eine Identifikationsfigur.

Er wird es wohl nicht werden, denn ich traue den machthabenden Parteien nicht zu, daß sie ihren Kandidaten zurückziehen. Egal was das Volk will.

Auch wenn der Vergleich nicht ganz angemessen ist: Sollten sich die Regierungsparteien nicht lieber ein anderes Volk wählen?

Das Grundgesetz gibt den Parteien die Option, an der politischen Willensbildung mitzuwirken – doch die in den Parlamenten vertretenen Parteien haben – ausnahmslos! – den Staat und seine Ämter längst zu ihrer Beute gemacht.

Wenn Gauck eine Chance bekommt, hätten wir vielleicht auch endlich mal eine.

Gauck for president!

3 Antworten

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  1. Helmut Jacob said, on 8. Juni 2010 at 00:27

    Gauck for president!
    … auch meiner! Ein Mann ohne Dreck am Stecken! Einer der wenigen Pfarrer, dem man glaubt. Der Kontrast zu Diakoniepräsident Kottnik.
    Helmut Jacob

    • dierkschaefer said, on 8. Juni 2010 at 09:14

      lieber herr jacob,

      sie haben mit kirchlichen vertretern ausgesprochen pech gehabt und das verfolgt sie und die anderen ehemaligen heimkinder weiter, denn außer mit schönen worten kommt man ihren berechtigten erwartungen nicht entgegen. dennoch muß ich eine lanze für meine kollegen brechen. ich halte die meisten für ehrliche und ehrenwerte menschen, die glauben, was sie sagen, und die ihrer aufgabe gewissenhaft nachkommen. und bei aller berechtigten kritik durch aufgeklärte zeitgenossen dürfen wir nicht vergessen, daß es in den gemeinden viele menschen gibt, die sich in ihrer gemeinde im religiös-sentimentalen sinn einfach wohlfühlen wollen. und daß kirche sich als „kirche für andere“ definiert/definieren sollte – reicht es dafür nicht, wenn wir im weihnachtsgottesdienst für „brot für die welt“ sammeln? das gehört zum wohlgefühl – und hält uns andere probleme vom leib.

  2. Helmut Jacob said, on 8. Juni 2010 at 15:59

    Lieber Herr Schäfer!

    Daran habe auch ich keinen Zweifel: Die meisten Pfarrer sind ehrbare Leute und tun ihre Arbeit. Bei der Anführung „und tun ihre Arbeit“, gerate ich schon ins Stocken. Reicht es, eine gute Gemeindearbeit zu leisten? Wieviel Gemeinden hat Christus besucht? Ich verlange nicht, dass jeder Pfarrer quer durch Deutschland wandert, aber ich erwarte den Blick über den Tellerrand und gelegentliches Engagement für a l l e Schäfchen, nicht nur für die in der eigenen Gemeinde. Wo sind die Leserbriefe von Talarträgern zu Unrecht und Verbrechen vor 30 bis 60 Jahren. Man mag einwenden: Einige werden ihren Beruf nicht dazugeschrieben haben. Gegenfrage: Warum eigentlich nicht? Warum verstecken sie in einem solchen Fall ihren Verkündigungsauftrag? Wo sind die Pfarrer, obwohl sie nur einige Mausklicks tätigen müssen, um Ihren Bußaufruf zu unterschreiben, in Ihrer Liste? Ist es zu viel verlangt, sich wenigstens diese zwei Minuten Zeit dafür zu nehmen?
    Noch einmal lieber Herr Schäfer: Ich bin mit Ihnen d´accore, aber: ein bißchen mehr Engagement gerade durch Pfarrer ist ihrer aller Christenpflicht.
    Ich verlange auch nicht, dass die Pfarrer am kommenden Buß- und Bettag zu Hunderten vor dem Bundeskanzleramt demonstrieren. Aber ein Zeichen ihrer Glaubwürdigkeit wäre das allemal.
    Herzliche Grüße
    Ihr
    Helmut Jacob


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