Dierk Schaefers Blog

Tirol ist Vorbild

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 27. Juli 2010

Entschädigung für Heimkinder: In Salzburg sieht’s noch anders aus. Aber

Tirol ist Vorbild

»Konkret schlagen die Experten eine pauschale Entschädigung von 15.000 bis 25.000 Euro pro Opfer vor. Weiters soll das Land Tirol laut der Kommission die Therapiekosten für traumatisierte ehemalige Heimzöglinge übernehmen; eine Anlaufstelle bei der Innsbrucker Kinder- und Jugendanwaltschaft gibt es bereits seit März. Außerdem sollen zur Prävention ausreichend stationäre Plätze für die aktuelle Fremdunterbringung von Tiroler Kindern und Jugendlichen geschaffen werden. Auch eine offizielle Entschuldigung durch LH Platter (ÖVP) bei den 79 Tiroler Opfern, die sich gemeldet haben, soll es nach Wunsch der Experten geben.«

http://www.salzburg.com/online/salzburg/stadt+salzburg/Entschaedigung-fuer-Heimkinder-Tirol-ist-Vorbild.html?article=eGMmOI8Vd45KpgR8qUQeleC32FNZ4dXtwMqTUNk&img=&text=&mode= [Dienstag, 27. Juli 2010]

Was sagen „unsere“ Experten am Runden Tisch?

3 Antworten

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  1. lissi said, on 28. Juli 2010 at 08:35

    in österreich herschen andere gesetze. also was soll das alles? warum tun sie uns das alles noch mal an?
    der veh hat genug schaden angerichet, verstehen sie den das nicht oder tun sie nur so?

  2. erwin aschenwald said, on 18. Oktober 2010 at 22:50

    Zu früh gefreut, TIROL!
    siehe auch:
    http://zeitzuender.wordpress.com/2010/03/09/missbrauchs-tsunami-der-unmenschlichkeit-auch-in-tirol/
    oder:
    http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Tirol/1031240-2/missbrauch-opferschutzgruppe-fordert-entsch%C3%A4digung-vom-land.csp

    Es ist nun einige Zeit vergangen, seit dem „Offenen Brief“; eine Steuerungsgruppe wurde installiert, der Tiroler Landeshauptmann Platter bat um Verzeihung, Frau Klasnic, Leiterin der vom Kardinal eingesetzten Kommission, lobte ihn dafür und der zuständige Tiroler Sozial-Landesrat als politisch Verantwortlicher stellt sich seither tot – wie ein kleines Nagetier – statt Farbe zu bekennen und die Öffentlichkeit zu informieren, wer ein Interesse daran haben könnte, dass sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe nunmehr ähnlich missbraucht fühlen dürfen, wie die ehemaligen Heimzöglinge, für die sie eherenamtlich ihr Wissen, ihre Arbeit und ihre Zeit einsetzten.

    UND SO SIEHT DAS DANN IN DER PRAXIS AUS: Für Zöglinge der Bubenburg in Fügen – einer von der Jugendwohlfahrt des Landes Tirol für geeignet befundenen und unter deren Aufsicht stehenden Erziehungsanstalt des Kapuzinerordens – fast alle dorthin gesteckt auf Veranlassung einer Tiroler Bezirkshauptmannschaft als Amtsvormund, erklärt sich das Land Tirol nunmehr als nicht zuständig. Es handle sich ja um eine kirchliche Einrichtung und für diese sei die “Klasnic-Kommission” zuständig.

    Am gleichen Tag, als LH Platter seine Ansprache um Verzeihung der Öffentlichkeit präsentierte, („..achte auf seine Hände“, meinte damals ein Freund, „immer wenn er so fuchtelt, lügt er, so wie damals als Verteidigungsminister, als es um den Eurofighter-Kauf ging“ – denn ich hatte das Gefühl, Platter meine es ernst, so authentisch wirkte er damals auf mich)
    wurde von der Landesregierung per Beschluss die von der Steuerungsgruppe Opferschutz namhaft gemachte 3-köpfige Kommission (Landesjugendanwältin Harasser, Zivilrechtler Prof. Barta, Historiker Dr. Schreiber)abserviert. Die Kommissionsmitglieder erfuhren im September aus den Medien, dass man auf ihre weitere Arbeit keinen Wert legt. Ebenfalls im September folgte die Erklärung, was der Landeshauptmann meinte, als er sagte, die “Vorgehensweise des Landes” an die der Klasnic-Kommission angleichen zu wollen: anstatt der von der Steuerungsgruppe empfohlenen Mindestentschädigungssumme von € 15.000,– erfolgte ein ‘downgrading’ auf jene € 5.000,–, die von der kirchennahen “unabhängigen Opferschutzanwaltschaft” der Frau Klasnic als angemessen bezeichnet werden. Die Begründung hierfür ist nahezu wortident mit der Argumentation der Tiroler Steuerungsgruppe, die eine Entschädigungssumme unter € 15.000,– als unangemessen bezeichnete.

    Doch nun zu meinem Antwortschreiben an
    brigitte.dörr@opfer-schutz.at (bezugnehmend auf eine Nachricht der Opferschutzanwaltschaft vom 30.09.2010)mit dem ich eigentlich von einer weiteren “Zusammenarbeit” mit der Klasnic-Kommission Abstand nehmen wollte….. (doch lesen Sie selbst….)

    Sehr geehrte Frau Dörr,
    Ihr (Rund?)Schreiben vom 30.09.2010 habe ich erhalten. Sie schreiben darin einleitend:
    „Damit sich die Aufarbeitung nicht länger verzögert, zeigen wir Ihnen nochmals unsere
    Vorgangsweise auf …“
    Ist es möglich, dass es gerade Ihre „Vorgangsweise“ ist, die eine „Aufarbeitung“
    verzögert? (doch Spaß beiseite, die folgende chronologische Auflistung Ihrer
    Opferschutz-Aktivitäten ist angesichts des doch ernsten Hintergrundes wohl kein
    Scherz?)
    ad a) Erstgespräch:
    Dass Sie gerne für ein Gespräch zur Verfügung stehen, haben Sie bereits vor einigen
    Monaten (Ihre Nachricht vom 23.Juni 2010) mitgeteilt. Meine Antwort dazu ist Ihnen
    kurz darauf (am 28. Juni 2010) zugegangen:
    „Von: erwin.aschenwald@gmx.at
    An: “Eva Dörr”
    Kopie: waltraud.klasnic@opfer-schutz.at
    Betreff: Re: Opferschutzanwaltschaft – Ihr Anliegen
    Datum: Mon, 28. Jun 2010 00:37:16“
    Ich deponierte in dieser Nachricht, dass mir angesichts der rechtlichen Aspekte „meines
    Falles“ ein Gespräch mit einem juristisch kompetenten Kommissionsmitglied sinnvoller
    erschiene, als ein Besuch bei einem Psychotherapeuten.
    Am 10.08.2010 erhielt ich eine Nachricht, mit welcher neuerlich angefragt wurde:
    (Auszug)
    „Es ist einige Zeit vergangen und ich melde mich nun um weitere Schritt
    > ihres
    > Falles zu besprechen.
    >
    > Meine Frage: Wollen sie ein Gespräch mit einem Kommissionsmitglied oder
    > wäre
    > dieses auch mit einem Therapeuten
    >
    > eine mögliche Vorstellung für sie? Von uns aus ist beides möglich, das
    > Gespräch mit einem Mitglied der Kommission ist zeitlich
    >
    > wahrscheinlich erst in einigen Wochen möglich, einen Therapeuten können
    > sie
    > selber wählen oder wir schicken ihnen die Liste derer…….“
    Dazu erhielten Sie von mir die folgende Nachricht: (Auszug)
    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Wed, 25 Aug 2010 09:03:50 +0200
    Von: erwin.aschenwald@gmx.at
    An: “Brigitte Dörr”
    Betreff: Re: Opferschutzanwaltschaft
    Sehr geehrte Frau Dörr, sehr geehrte Frau Hipfinger,
    vielen Dank für Ihre Nachricht vom 10.08.2010.
    Sehr gerne nehme ich vorerst die Gelegenheit eines Gesprächs mit einem Therapeuten wahr; dazu bitte
    ich Sie um die Übersendung Ihrer Liste mit in Innsbruck ansässigen Therapeuten, mit denen Sie
    zusammenarbeiten.
    Zwischenzeitlich habe ich bereits mit einem Innsbrucker Psychotherapeuten telefonisch Kontakt
    aufgenommen, dieser wäre jedenfalls auch bereit, ein Gespräch zu führen. Bin mit ihm so verblieben,
    dass ich Ihre Information abwarte, wie und in welchem zeitlichen Rahmen ein Gespräch oder eine
    Therapie stattfinden, bzw. Kosten übernommen werden könnten. Näheres dazu, sobald ich Ihre Liste
    erhalten habe.
    Hinsichtlich der von mir in einer meiner früheren Nachrichten angesprochenen rechtlichen Aspekte
    “meines Falles” wäre ich aber auch sehr an einem Gespräch mit einem juristisch versierten
    Kommissionsmitglied interessiert. ….
    Am selben Tag noch erhielt ich eine weitere Nachricht, in der mir eine einstündige, für
    mich kostenlose, rechtliche Beratung durch einen Anwalt meiner Wahl ‚gewährt‘ wurde:
    Betreff: Re: Opferschutzanwaltschaft
    Von:
    Datum: Mit, 25.08.2010, 09:23
    An:
    Guten Morgen,
    danke für Ihre Antwort.
    Wenn Sie möchten, so können Sie auch mit dem Ihnen vertrauten
    Therapeuten zusammenarbeiten. Geben Sie uns seinen Kontakt und wir
    klären die weitere Vorgangsweise.
    Trotzdem schicken wir Ihnen noch eine Liste jener Therapeuten, die wir
    aus Tirol haben.
    Wenn Sie es möchten, so können Sie auch eine Stunde für Sie kostenlose
    rechtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl in Anspruch
    nehmen. Auch da können wir Ihnen eine Liste senden (was wir zur
    Sicherheit gleich tun werden). Bitte auch da den Namen an uns wenden,
    damit wir die Zusammenarbeit klären können.
    darüber hinaus steht Ihnen auch die Möglichkeit zur Verfügung, mit einem
    Kommissionsmitglied zu reden.
    Wir schicken also die zwei Listen und hören dann wieder von Ihnen. bis
    dahin verbleibe ich mit
    herzlichem Gruß
    ad b) Clearing:
    ad c) Kommission:
    Anfang bzw. Mitte September fand nunmehr ein erstes Gespräch mit dem
    Psychotherapeuten meiner Wahl statt. Wir vereinbarten, im Rahmen eines weiteren
    Termins, den von Ihnen angeforderten Bericht zu verfassen. Da ich jedoch auf berufliche
    Anforderungen ebenso Rücksicht zu nehmen habe wie auf meine Rolle als Partner meiner
    Ehefrau, daneben auch Wert lege auf ein Privatleben und die Pflege von Freundschaften,
    darüber hinaus ein nebenberufliches Studium verfolge und auch die fallweisen Treffen
    unserer „Heimkinder Gruppe“ wahrnehme, sowie für zahlreiche Telefonberatungen für
    Menschen, die von „Opferschutz“- und Täter- Einrichtungen beschäftigt und „im Kreis
    geschickt“ werden, zur Verfügung stehe, liegt dieser Bericht eben noch nicht vor. Dies
    muss aber keinesfalls bedeuten, dass Ihre Kommission nicht doch zu einer Entscheidung
    gelangen könnte.
    Auch möchte ich anfragen, was denn konkret im vorliegenden Fall eines „Clearings“ bedarf? Der
    Wahrheitsgehalt meiner Aussagen wurde schon vor mehr als einem halben Jahr verifiziert, wurde
    von der Geschäftsführung des SLW eingestanden, hielt den Recherchen des ORF-Redakteurs Franz
    Normann ebenso stand wie jenen der Print-Journalisten von Tiroler Tageszeitung und dem
    Nachrichtenmagazin Echo. Ein Radio-Feature im Rahmen der Sendereihe „Hörbilder“ auf OE1,
    gesendet am 19. Juni 2010, war das Ergebnis einer mehrmonatigen intensiven Zusammenarbeit mit
    einem Hörfunk-Journalisten, dessen guter Ruf durchaus auf Glaubwürdigkeit, Seriosität und penibler
    Recherche beruht. Ganz zu schweigen vom Rückhalt seitens meiner Ehefrau und ihrer Familie sowie
    dem entgegengebrachten Vertrauen durch ehemalige Zöglinge verschiedener
    Erziehungseinrichtungen.
    Die mir – und anderen – widerfahrene „Behandlung“ in der Bubenburg ist somit ein Faktum, die von
    mir und ehemaligen Bubenburg-Zöglingen geschilderten Misshandlungs- und Missbrauchsfälle sind
    evident. Denn bereits im März dieses Jahres, einen Tag vor Ausstrahlung der ORF-Sendung „Thema“
    und einen Tag nach Erscheinen eines Beitrages in der Tiroler Tageszeitung bekannte der
    Geschäftsführer der Bubenburg, Franz Tichy:
    … Der Sprecher der Bubenburg betonte im Gespräch mit Tirol heute, dass man jene Schüler, von
    deren Misshandlung man wisse, bereits eingeladen habe und nächste Woche ein Gespräch mit ihnen
    stattfinden werde.(„Mein“ Gespräch fand übrigens am 16. März statt.) Die Einrichtung bittet
    mögliche weitere Opfer, sich zu melden. Die Glaubwürdigkeit der Berichte stehe außer Zweifel, die
    Betroffenheit innerhalb der Einrichtung sei groß … (http://tirol.orf.at/stories/429014/ vom 14.03.2010).
    Über die Folgen, die Spuren und Verletzungen, die Auswirkung auf das spätere Leben der einzelnen
    Opfer, welche durch die geschilderten und bestätigten Be- und Misshandlungen entstanden sind,
    braucht eigentlich auch nicht weiter herum diskutiert zu werden, Sie müssen sozusagen das Rad
    nicht neu erfinden; Die Folgen und Auswirkungen auf die spätere psychische, physische und auch
    wirtschaftliche Existenz der seinerzeitigen Opfer ist ja mittlerweile wissenschaftliches Allgemeingut.
    Einen Vorschlag zur Entschädigung , sozusagen eine Entscheidungs- und Bemessungsgrundlage für
    Ihre Kommission, kam bereits Ende Juli 2010 von den Mitgliedern der „Steuerungsgruppe
    Opferschutz“ beim Land Tirol, deren Arbeit erst von Frau Klasnic medial gelobt und als beispielhaft
    dargestellt, kurz darauf jedoch, als die von der Steuerungsgruppe namhaft gemachte Kommission
    über die individuellen Entschädigungen entscheiden sollte, diese ‚abserviert‘ wurde. Nach einer
    „Entschuldigung“ von LH Platter am „Hohen Frauentag“ bestand der „Verdienst“ der Klasnic-
    Kommission darin, die von der „Steuerungsgruppe“ empfohlenen Entschädigungsbeträge nach
    unten lizitiert zu haben. Es darf durchaus als Hohn empfunden werden, dass die zivilrechtliche
    Argumentation der „Steuerungsgruppe“, die für eine pauschale Entschädigungssumme von 15.000,–
    bis 25.000,– plädierte, von der „Klasnic-Kommission“ nahezu wortident Verwendung fand, um die
    „Angemessenheit“ einer Mindestentschädigung von € 5.000,– zu argumentieren.
    Aber sei’s drum: ich darf davon ausgehen, dass Ihrer Kommission auch ohne einen Bericht meines
    Therapeuten ausreichend Information für eine Entscheidung zur Verfügung steht. Zumindest könnte
    auf dieser Basis eine Akontierung beschlossen werden. Ein allfälliger „Nachschuss“ kann dann ja
    nach Vorliegen eines Berichts erfolgen. Dies wäre auch geeignet, ein Mindestmaß an Vertrauen
    gegenüber Ihrer Organisation zu schaffen. Ein Vertrauen darauf, dass nicht – medienwirksam und
    professionell betreut von der „public opinion GmbH“ – hingehalten und vertröstet, sondern
    tatsächlich geleistet wird.
    In diesem Zusammenhang möchte ich ein Gespräch erwähnen, welches ich vor ein paar Tagen mit
    einem ehemaligen Kollegen, einem Opfer einer kirchlichen Einrichtung, führte. Dieser Kollege
    erschien, wie von Ihnen gewünscht, zum Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten Ihres
    Vertrauens. Dort sollte er neuerlich seine Leidensgeschichte, alles, was ihm widerfuhr, alles, was ihn
    schon seit Jahren belastet, alles, das er schon in unzähligen Therapiesitzungen gegenüber zahlreichen
    Therapeuten preisgab, schon wieder, diesmal einem wildfremden Menschen, preisgeben. Ihr
    Therapeut stellte dann schon fest, dass eine Langzeittherapie (zwei, drei Jahre) angebracht sei; er
    stelle auch seine Unterstützung bei der Suche nach einem Therapeuten in Aussicht; vom Anrufer
    wurde diese Situation so empfunden, als sei es „dem Therapeuten am liebsten, ich würd die Therapie
    bei ihm machen“ … Dann wurde noch über finanzielle Entschädigungen gesprochen, der Anrufer
    berichtete mir, dass ihm vermittelt wurde, „dass eine finanzielle Entschädigung nur die bekommen,
    die es ganz dringend brauchen“ ….. einmal abgesehen davon, dass diese Vorgehensweise – und ich
    habe keinen Grund, an der Schilderung des ehemaligen Heim-Zöglings zu zweifeln – an Eigenwilligkeit
    in Bezug auf die Grundsätze des österreichischen Schadenersatzrechts nur schwer zu überbieten ist,
    wirft dies auch ein bezeichnendes Licht auf Ihre Kirchentherapeuten. Aber lassen wir die Fakten für
    sich sprechen:
    Mir liegt ein Schriftstück vor, welches Ihre Organisation an Psychotherapeuten aussendet, die im
    Rahmen eines Erstgesprächs bzw. dieser ominösen „Clearingphase“ tätig werden. Zunächst geht es
    ja recht „normal“ los mit einer ebenso kurzen wie bündigen
    „Grundinformation: Wir bezahlen € 90,- pro Stunde, Rechnung bitte an Public Opinion GmbH, 1010
    Wien, Bösendorferstraße 4/18“
    ABER HALLO!! Dies ist zwar ein recht interessantes Detail, doch an dieser Stelle soll gar nicht erörtert
    werden, ob sich Frau Klasnic einer PR-Agentur bedient oder ob gar die Opferschutz-Anwaltschaft ein
    Kardinals-PR-Gag ist. Daher stellt sich auch nicht die Frage, ob man’s mit Betrügern oder Betrogenen
    zu tun hat.
    So, aber nun zu diesem Schriftstück:
    Bitte nicht bös‘ sein, aber dieser folgende „Wisch“ kann nur als „Anleitung zum Abwimmeln“
    interpretiert werden!!
    Dieses Schriftstück soll wohl ein Muster für einen „Klinisch-psychologischer Kurzbericht“ darstellen
    und schildert auf eineinhalb A4-Seiten, was einem Ministranten widerfuhr, wie seine derzeitigen
    Lebensumstände aussehen, beinhaltet eine „Konklusio“ („Ein kann aus klinisch psychologischer Sicht
    kein kausaler Zusammenhang zwischen den sexuellen Übergriffen, ….der HIV-Infizierung, …..noch der
    Arbeitslosigkeit hergestellt ….“) und „Es wird als Entschädigung der angegebenen sexuellen
    Übergriffe empfohlen eine Überbrückung der finanziell angespannten Situation (ca. €600.-p. Monat)
    für ca. 5-6 Monate zu bewilligen.“)
    Eine Seite zuvor wünscht der Betroffene „eine Zahlung von ca. €3000.- direkt von dem Beschuldigten
    persönlich. Eine Gegenüberstellung mit dem Beschuldigten wird ausdrücklich abgelehnt.“
    Was musste man also als Ministrant so tun, um Jahre später in den „Genuss“ einer „Überbrückungs-
    Entschädigung“ zu kommen, die ein „Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut,
    Wahlpsychologe für Diagnostik“ – (steht alles genau so in der Kopfzeile des „Klinisch-psychologischer
    Kurzbericht“) für richtig hält?
    „…Entblößen vor dem Beschuldigten … Berührungen im Genitalbereich, orale Befriedigung des
    Beschuldigten bis hin zu genetaler Penetation durch den Beschuldigten mit blutenden Verletzungen
    im Afterbereich des Betroffenen……….5-10x in der Sakristei…“
    Dann wird noch „ …eine klinisch-psychologische oder psychotherapeutische Behandlung empfohlen,
    um die eine Stabilisierung der aktuellen, psychischen Situation zu erreichen.“
    Einmal abgesehen davon, dass man schon fürs Lesen Schmerzengeld fordern müsste, bleibt noch die
    Hoffnung, dass dieses Schriftstück nicht repräsentativ für das Schaffen dieses Experten ist und
    ebendieser nicht repräsentativ für seine Berufsgruppe sein möge. Dass jemand auch nur im Traum
    daran denkt, eine psychische Situation, die wohl nicht ganz denkunmöglich dadurch zustande kam,
    dass einer in der Sakristei dem armen Menschen den „Arsch aufgerissen hat“, stabilisieren zu wollen,
    erscheint mir als hochgradig kranker, perfider Zynismus. „Waunsd mi wiaklich gearn hosd, daun
    daschlogsd mi!“ So oder ähnlich würde wohl die Reaktion aussehen, hätte das Opfer von dieser
    Expertise Kenntnis erlangt.
    Ich persönlich wünsche mir jedenfalls, dass zwischen meinen Unterlagen und solchen Experten bzw.
    einer solchen Vorgehensweise ein elektrischer Weidezaun gezogen oder eine Mauer errichtet wird.
    Der Gedanke, vor einer Jury dieser Qualität meine Kindheitserinnerungen darzulegen und meine
    Anliegen vorbringen zu müssen, ängstigt mich beinahe mehr, als die Vorstellung, Opfer „genetaler
    Penetation“ zu werden.
    Dass Sie mir nun in Ihrem aktuellen Schreiben wiederum mitteilen, ich könne „auf Wunsch auch eine
    Erstinformation durch einen Anwalt bekommen“, freut mich sehr.
    Ich darf dieses Angebot wohl so verstehen, dass Ihrerseits die Bereitschaft besteht, weitere
    Beratungskosten meines Anwalts zu übernehmen, denn Mitte September konnte ich mit einem
    Anwalt meines Vertrauens ein erstes Gespräch führen, wobei die von Ihnen mit Nachricht
    vom 25. August 2010 (hinsichtlich Kostenübernahme) zugestandene einstündige
    Rechtsberatung gerade einmal ausgereicht hätte, die Faktenlage zu schildern. (und
    allenfalls allgemeines ungläubiges Kopfschütteln hinsichtlich Ihrer Vorgehensweise
    auszulösen)
    Ein Schreiben des Anwalts an Sie vom 17.09.2010 in welchem er eine Präzisierung der
    zugesagten Kostenübernahme und eine Klarstellung im Sinne der österreichischen
    Rechtsordnung begehrte, ist meines Wissens bis dato unbeantwortet geblieben.
    Dass Sie mir nun neuerlich anbieten, dass ich „auf Wunsch auch eine Erstinformation
    durch einen Anwalt bekommen“ könne, darf ich Sie herzlich bitten, dies auch meinem
    Anwalt mitzuteilen bzw. auf sein Schreiben zu antworten.

    (Innerhalb von ca. 5 Stunden, nachdem ich diese Nachricht an die Klasnic-Kommission gepostet hatte,
    erhielt ich einen sehr freundlichen Telefonanruf, wurde unter anderem um Übermittlung eines Inhaltsverzeichnisses meiner Diplomarbeit gebeten, wurde informiert, dass die Kommission sich einiges vorstellen könne: z.B. Reisekostenzuschüsse für die aufwendigen Recherchen, möglicherweise auch einen Druckkostenbeitrag und auch über einen möglichen Ankauf von Teilen der Auflage würde man nachdenken; ich möge die übermittelte Zusammenfassung des Gesprächs kurz bestätigen etc.)

  3. erwin aschenwald said, on 5. November 2010 at 14:16

    Wer nicht hören will, muss lesen! Das neue Buch von Historiker Dr. Horst Schreiber erscheint in Kürze: „Im Namen der Ordnung“ – Heimerziehung in Tirol

    http://regionaut.meinbezirk.at/innsbruck/profile/erwin-aschenwald-8027.html

    Ohne den Einsatz von Menschen wie Dr. Horst Schreiber wären die Berichte über Misshandlung, Missbrauch, Sadismus und Gewalt in Tiroler Erziehungsanstalten, der Kinderpsychiatrie oder Einrichtungen zur Betreuung von Menschen mit Behinderung wahrscheinlich nur Randnotizen in den Medien geblieben.
    Die Verantwortlichen aus Politik und Kirche hätten mit ihrer gewohnten Strategie: (Leugnen, Verschweigen, Vertuschen und Aussitzen) beinahe ihr Ziel erreicht.

    Pfarrer, Landeshauptleut‘ und Landesrät‘: Lest’s was g’scheit’s!!!


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