Dierk Schaefers Blog

»Ehemalige Heimkinder sorgten für Überraschung«

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 23. Januar 2011

Das ist wirklich eine Überraschung: »Vier der sechs ehemaligen Heimkinder, die am Runden Tisch Heimerziehung (R.T.H.) die Anzahl von ca. 750.000 bis 800.000 Kinder und Jugendlichen zu vertreten hatten, schlossen sich erneut zusammen.«

http://hpd.de/node/11017?page=0,0 [Sonntag, 23. Januar 2011]

Interessant ist in dem zitierten Artikel auch der „Fall“ Conrad“.

Zum Schluß heißt es: »Heiner Conrad hat am 30. 9. 2010 an die Moderatorin Runder Tisch Heimkinder, Frau Dr. Antje Vollmer geschrieben mit der Bitte um ihre Unterstützung. Er erhielt bisher keine Antwort.

Am 14. 10. 2010 schrieb Heiner Conrad an den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, mit der Bitte, ihn bei dem nicht zugestandenen Anspruch seiner Rente aus seiner Zeit in Freistatt zu unterstützen.
Auch von dort erhielt er bisher keine Antwort.«

19 Antworten

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  1. Pizel said, on 23. Januar 2011 at 16:17

    Herr Lammert reciht nicht aus- bitte in solchen Fällen direkt an den Bundespräsidenten Herr Wulff schreiben- hab eich mit meiner verspäteten _NS-Verfolgungsrente auch gemacht mit Erfolg, ausserdem wenn hier etwa Folter im Raum steht, ist es eine OEG Sache- ich helfe Ihnen hierbei sehr gerne-ehrenamtlich- P.Pizel-: Pizel1-Berlin@t-online.de
    Ich bin auch ein geschädigtes Heimkind, brauche kein Anwalt geht auch mit Vollmacht gem. §§167,161 BGB-

    • Rolf said, on 23. Januar 2011 at 16:55

      Es ist schon traurig, das man so viele Stellen anschreiben muß, bis sich jemand darum kümmert oder man die richtige Stelle gefunden hat.
      Wie bei mir und meinen 5 Geschwistern. Wir wurden 1936 von der Organisation „T4“
      abgeholt, von unserem Elternhaus in Dölkau und in verschiedene Anstalten unter gebracht. Haben uns auch nicht wieder gesehen.
      Bisher auch noch keinen Erfolg verbuchen können,
      außer Geschwister sind alle schon gestorben.
      MfG.
      Rolf

      • Heiner Conrad said, on 23. Januar 2011 at 17:41

        Hallo Rolf
        Es ist wirklich alles kacke.Erst mal weg,ins Heim.Danach war „DENEN“ alles egal was passiert.Und heute ist es genau so.Es kümmert sich kein Schwein darum,was mit den
        Ansprüchen ist.
        Hast du schon mal versucht Deine Geschwister über,s Rote Kreuz zu finden?
        Gruß:Heiner

  2. Helga Weitzel said, on 23. Januar 2011 at 18:32

    Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln, ich empfinde nur noch Ohnmacht, wir schreiben, schreiben, wir machen es öffentlich und müssen nachher feststellen, daß wir die falschen angeschrieben haben.
    Warum dauert es solange, bis unsere Hilfeschreie endlich mal Ernst genommen werden.
    Was muß erst passieren, Entscheidungen zur Entschädigung bedürfen keiner langen Wartezeiten, es bedarf einer unbürokratischen Lösung.
    Die Hoffnung, die wir haben, daß sich etwas verändert, ist trügerisch, denn sie verschlimmert das Leiden.
    All, die ihre Akten haben,sollten geschlossen nach Berlin gehen und Herrn Wulff zum Lesen geben, vielleicht findet dann ein Umdenken statt. Ich bin müde und ausgelaugt, man hat uns früher einer Gehirnwäsche unterzogen, die wir heute nur schwer umprogrammieren können.
    Wir brauchen sofortige Hilfe, sei es finanziell oder Adressen und Helfer, die uns den direkten Weg nach Berlin zeigen und auch ankommt.
    Ein OEG Antrag dauert in der Regel 4 – 5 Jahre, wem will man das unter den gegebenen Umständen noch zumuten, wenn man nur noch Horrormeldungen gegen uns verbreitet.
    Können 800.000 Heimkinder lügen, wenn alle Geschichten gleich klingen, wenn alle Akten den gleichen Wortlaut haben, obwohl wir weit von einander wohnen?
    Wann in Gottes Namen Herr Schäfer passiert hier etwas, damit wir endlich einmal zur Ruhe kommen, bestimmt nicht mit einem Gebet.

    In diesem Sinne

    • Heiner Conrad said, on 23. Januar 2011 at 19:12

      Das ist es ja,wo „DIE“ drauf hoffen,das man den Löffel abgibt.Die Zeit läuft gegen uns.
      Habe an Hannelore Kraft geschrieben,an Künast,an den Bundespräsidenten,an die Vollmer,an den Lammert.Antworten:KEINE Bis dann:Heiner

      • Heiner Conrad said, on 23. Januar 2011 at 21:06

        Möchte nur mal wissen,was „DIE“ sich dabei denken,wenn solche Berichte auftauchen?
        Der(oder die)kann uns mal?Oder:Einzelfall-es muß sich doch mal jemand Gedanken darüber machen,daß es noch zig-zehntausende ehemalige gibt,die das gleiche Schicksal
        erleben.Die Kirchen(kann das wort bald nicht mehr sehen)schieben dem Staat alles in die Schuhe.Das,was „SIE“ angeboten haben,zahlen „DIE“ mit links.mfg:Heiner

    • dierkschaefer said, on 24. Januar 2011 at 18:57

      Diese Frage, an einen Pfarrer gestellt, ist natürlich eine Herausforderung, der ich mich nicht entziehen kann und will.
      Auch ich denke nicht, daß ein Gebet hier weiterhilft, möchte aber auch bezweifeln, daß hier eine Lösung „in Gottes Namen“ gefunden wurde, auch wenn viele kirchliche Vertreter an der Lösung beteiligt waren. Wo Kirche draufsteht, muß nicht unbedingt Gott drin sein. Daß er hier seine Hand im Spiel gehabt hat, glaube ich nicht. Es war auch nicht die unsichtbare Hand, von der Adam Smith geschrieben hat. Der meinte, daß der Eigennutz der Menschen/Marktteilnehmer trotz ihrer egoistischen Interessen schließlich dem großen Ganzen dient. Über Unrecht und unrecht erworbenes Gut hat er soweit ich weiß nicht nachgedacht.

  3. Helga Weitzel said, on 24. Januar 2011 at 21:15

    Danke Herr Schäfer, daß Sie sich dazu gestellt haben.
    Ich bin sehr hath. aufgewachsen und habe einen Teil meiner Kindheit in einem Bischöflischen Kinderheim In Maberzell verbracht. Beten und Arbeiten war hier die Devise.
    Ich habe die Konfrontaion im Jahre 2009, 2010 mit dem verantwortlichen des damaligen Heimes gesucht und gefunden. Ein Gespräch mit dem heutigen Caritas Fulda, Vorstand Herr Malte Crone und dem Gneralvikar , mit den St. Vincentinerinnen hat stattgefunden, ja ich habe ein Interview mit Herr Crone geführt duch den hr Sender,doch leider wurde es nicht gesendet, warum? das mag ich mir nicht anmaßen, eine Vermutung auszusprechen.
    Ich hatte ein Gespräch mit dem LWV Hessen, Herrn Lehning, alle Gespräche führten ins nichts. Von Verantwortung war nicht die Rede. Herr Crone sagte vor Zeugen aus, als Kind hätte ich eine blühende Phantasie gehabt und die Schwestern, sagten, es waren schlechte Zeiten. Von Entschuldigung des Generalvikas war nicht die Rede, in Abwandlung, ich war nicht dabei gewesen.
    Ich hatte Gespräche mit Pfarren in meinem Ort geführt, großes Schweigen, was nicht ist, kann auch nicht sein.
    Heute bin ich kein praktzierender Christ mehr, ich glaube immer noch, aber nicht mehr an diese verlogene korrupte Schwestern und Bruderschaft.
    Mein kindliches Verhalten zu Gott, was ich einst gelernt und vertreten habe, habe ich aufgegeben. Meine Sichtweise hat sich verändert.

    • dierkschaefer said, on 24. Januar 2011 at 22:09

      Es hat offensichtlich zwei Phasen der Mißhandlungen gegeben, einmal die Mißhandlungen der Heimkinder damals und dann den heutigen Umgang mit ehemaligen Heimkindern. den ich in manchen Fällen nur als weitere Mißhandlung sehen kann. Soweit es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kirchlichen Stellen betrifft: Anscheinend glauben sie nicht an Gott, sonst würden sie sich anders verhalten.

  4. p.a.blickle@t-online.de said, on 1. September 2011 at 22:22

    Habe heute auch erfahren, dass ich mich anscheinend immer wieder an die falsche Stellen gewendet habe. Es wird mehr von ehemaligen Heimkinder unternommen, wie von den zuständigen Stellen. Ob es absichtlich falsche irreführung ist, möchte ich mal dahingestellt lassen. Manche wissen heute noch nicht, an welchen Stellen Sie sich hinwenden müssen. Traurig.

  5. Angelika Apple gesch. Schmidt geb. Wachela said, on 26. Dezember 2011 at 17:53

    Auch ich war eine von den verlogenen, schwererziebahren, undankbaren etc. etc. kleinen Biestern,wie man uns damals immer nannte. Ich bedanke mich sehr fuer Eure schwere und emotional arbeit. Erst vor ein paar Wochen habe ich durch Zufall von all dem Geshehen refahren. Ich wuerde gerne meine Erlebnisse von dem Kinderheim Maberzell mit jemanden teilen, weiss aber nicht so richtig wo ich anfanden soll.
    Angelika

    • Angelika Apple gesch. Schmidt geb. Wachela said, on 5. Januar 2012 at 23:22

      Helga, ich habe Deine Erlebnisse von dem Kinderheim in Maberzell gelesen und ich kann mich noch recht gut an Dich erinnern. Ich war die kleine die immer ins Bett gemacht hatte und morgens for allen anderen Kindern mit dem nasen Betttuch geschlagen wurde. Ich bin sehr stoltz auf Dich wie Du Dich fuer alle einszetzt. Lass mich doch bitte wissen was ich tun kann um Dich und andere Kaempfer ein bisschen unterstuetzen kann.

  6. rositta thomas geb.schneider said, on 28. Dezember 2011 at 10:41

    hallo helga zuerst möchte ich dir mal mitteilen was du für eine tolle kämpferin bist ich habe die heimzeit immer mit alkohol und spielen verdrängt durch meine therapien sind mir wieder sehr viele erinnerungen gekommen wir müssten uns eigentlich kennen da ich in deinem alter bin und auch in cuxhagen und fulda war auch werde ich jetzt um eine entschädigung kämpfen auch habe ich mich dazu entschlossen ein buch zu schreiben was ich bisher nie geschafft habe da ich kaum in der realität gelebt habe
    ich würde mich freuen wenn wir mal kontakt aufnehmen könnten

  7. Helga Weitzel said, on 2. Februar 2015 at 17:52

    Ich möchte einen Aufruf starten, die o.g. Namen Angelika Apple und rositta thomas suche ich. Ich weiß es ist lange her. Herr Schäfer können sie mir bitte weiterhelfen?, beide Frauen waren mit mir in dem sog. Kinderheim.
    Leider habe ich zu dieser Zeit 2011 den Kommentar nicht mehr gelesen oder weiter verfolgt. Ich war zu sehr mit den Gerichten zwecks OEG beschäftigt und einen Rückschlag erlitten, da ich keine Zeugen hatte. Gerne würde ich Kontakt zu diesen Frauen aufnehmen, da ich beabsichtige, noch einmal einen OEG Antrag zu stellen. Es wäre schön, wenn ich Kontakt zu diesen beiden Frauen hätte.

  8. dierkschaefer said, on 2. Februar 2015 at 22:53

    Sehr geehrte Frau Weitzel,

    Ihre drei Namen habe ich in den Kommentaren zu meinem Blogbeitrag https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/23/%C2%BBehemalige-heimkinder-sorgten-fur-uberraschung%C2%AB/ gefunden.
    Ich habe einen Suchaufruf gestartet.

  9. Angelika Apple said, on 4. Februar 2015 at 17:44

    Aber Helga, das gibts doch nicht das ich endlich von Dir hoere. Ich freue mich so sehr. Ich moechte auch sehr gerne Kontact mit Dir aufnehmen, Hier ist meine E-Mail: Hexemom@verizon.net.

    • Helga Weitzel said, on 22. Februar 2015 at 14:32

      Hurra, eine habe ich gefunden, vielen vielen Dank Herr Schäfer, Angelika, nehme über E-Mail Kontakt zu dir auf, noch heute. Danke

      • Angelika Apple said, on 28. Februar 2015 at 15:40

        Lieber Herr Schaefer, Helga Weitzel wollte mir eine E-Mail schicken habe aber leider bis heute keine erhalten. Ich hoffe das es Helga gut geht ich mache mir Sorgen. Wuerden Sie diese E-Mail an Helga weiter leiden? Vieleicht hat Helga ja nur meine E-Mail adresse falsch eingegeben.Taused Dank fuer all Ihre Bemuehungen,Liebe GrueseAngelika Apple


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