Dierk Schaefers Blog

11 Kommentare

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 31. Januar 2011

11 Kommentare zum vorigen Eintrag.

https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/30/tja-das-war%E2%80%99s-denn-wohl-%C2%BBfinito%C2%AB-last-frau-vollmer-ausrichten/

es ist ja sehr begrüßenswert, wenn ein blog-eintrag eine lebhafte diskussion auslöst. aber einen verbandskrieg hatte ich nicht entfesseln wollen, halte ihn auch für kropf-überflüssig.

ich wollte lediglich einen beleg für die grenzen des engagements von frau dr. vollmer haben. den habe ich bekommen und jeder mag seine schlüsse daraus ziehen.

 

11 Antworten

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  1. Heidi Dettinger said, on 31. Januar 2011 at 13:27

    Verbandskrieg ist nicht wirklich gut, Recht haben Sie. Ist aber vielleicht auch ein klitzekleines bisschen übertrieben. Noch sind bei mir jedenfalls keine Briefbomben eingegangen und die Panzer vor der Tür scheinen auch eher zur Bundeswehr zu gehören!

    Lassen Sie uns das ganze doch einfach mal anders anschauen:

    1. Natürlich gibt es unterschiedliche Einzelinteressen, manche mögen die eine Gruppe oder Gruppierung oder Verein mehr, die anderen eine andere, die dritten mögen gar nicht organisiert sein – sei’s drum!

    2. In jeder Partei gibt es verschiedene Meinungen, Interessen, Auseinandersetzungen. Man nennt das dann „Strömungen“ und „innerparteiliche Diskussionen“ und das wird in der Regel akzeptiert. Wir müssen uns doch nicht alle lieben…

    3. Hinzu kommt noch, dass die Überlebenden deutscher Heimerziehung regelmäßig KEINE Liebe, KEINEN Respekt, KEINE Freundschaft erfahren haben. Also sind sie auch erstmal nicht in der Lage sich selbst oder andere zu lieben, sie zu respektieren oder ihnen in Freundschaft zugetan zu sein. Wenn man dazu noch weiß, dass ein Kind in dieser Umgebung lernen musste, immer auf der Hut – das heißt MISSTRAUISCH – zu sein… Mal im Ernst: Was erwartet man denn da?

    Es war das Unrechtsystem Heimerziehung, das uns dieses eingebrockt hat. Manche sind mehr oder weniger bewußt später damit umgegangen, haben z.B. Vertrauen aufbauen können. Oder eine/einen verständnisvollen Partnerin/Partner gefunden oder was auch immer…

    Aber Heimkindern vorzuwerfen, sie seien zickig, misstrauisch, respektlos, lieb- und freudlos… Das ist so, als würde man einem Einbeinigen vorwerfen, dass er komisch gehe!

    • Helmut Jacob said, on 31. Januar 2011 at 16:23

      Punkt 3, verehrte Frau Dettinger, ist das Handicap vieler Heimopfer. Diesem Punkt ist nichts hinzuzufügen. Ich möchte noch einen 4. Punkt erwähnen. Viele Menschen lesen nicht richtig. Ich weiß nicht, ob diese Tatsache unter den ehemaligen Heimkinder besonders stark ausgeprägt ist. Jedenfalls stelle ich seit 4 Jahren fest, dass Beiträge in Foren oft völlig falsch interpretiert werden, weil sie – so habe ich das Gefühl – wegen der Fülle der Informationen nur noch überflogen werden. Plötzlich registriert das Gehirn eine Äußerung, die nicht in das vorgegebene Rasterbild passt und signalisiert es als Bedrohung. Und schon wird die große Keule geschwungen. Würde sich der ein oder andere den Beitrag, den er kritisiert, noch einmal aufmerksam durchlesen, ihn sacken lassen und erst dann darauf reagieren, würde aus der Keule vielleicht nur ein Wattebäuschchen. Wahrscheinlich ist es nichts besonderes, aber ich beobachte es in der Heimopferszene immer wieder, dass Agressionen entstehen, wo überhaupt keine Agressionen angebracht sind. Mit dieser verbalen, wortmäßigen Gewalt haben sich viele Heimopfer oft gegenseitig geschadet und in ihrem gegenseitigen Kampf ihre Kräfte verbraucht. Und jetzt kommt der lachende Dritte ins Spiel. Dierk Schäfer wird es nicht übermäßig aus den Schuhen hauen, wenn er angepinkelt wird. Auch ich lebe seit vier Jahren mit Beschimpfungen und Anklagedrohungen. So wird es weiteren Aktivisten auf der Seite der Heimopfer auch gehen. Es gibt Gruppen, die schauen genüsslich zu, wie sich die Heimopfer gegenseitig zur Strecke bringen. Sie saugen daraus ihre Erkenntnisse für die Frage: In wieweit müssen wir den Opfern in welcher Form entgegenkommen. Und so kann es sein, dass der Abschlussbericht des RTH auch darum so skandalös ausgefallen ist, weil die Heimopfer sich immer wieder gegenseitig Beine gestellt haben. Hoffentlich ist der Beitrag jetzt nicht zu lang geworden.

  2. Roswitha Allingham said, on 31. Januar 2011 at 19:13

    Gut Helmut
    Dafür fass Ich mich ganz kurz!
    Es ist auch so daß jeder sich verstanden fühlen möchte.
    Lg Rosi

  3. Heidi Dettinger said, on 31. Januar 2011 at 21:54

    Ich glaube, was Sie meinen, lieber Herr Jacob, ist selektives Lesen – das gibt es auch in der Variante des Hörens und des Sehens und ist sicher nicht eine Heimkinderspezialität.

    Selektive Wahrnehmung ist ein in der Psychologie wohlbekanntes Phänomen welches versucht, das Wahrgenommene einem bereits bekannten Muster zuzuordnen. Unser Gehirn ist pausenlos auf der Suche nach solchen Mustern, um neue Informationen einzuordnen. Bei der Flut an Informationen ist das auch sinnvoll. Dabei werden naturgemäß Argumente, welche die eigene Positionen stärken, deutlich stärker wahrgenommen werden, als solche, die konträr zur eigenen Position sind.

    Erwartungen, Erfahrungen, Interessen beeinflussen die Auswahl – beim Lesen, beim Hören, beim Schauen. Dabei kommt es dann auch immer mal wieder zur sogenannten „self-fullfilling prophecy“ oder dem „Vorführeffekt“. Wenn ich sowieso davon überzeugt bin, dass mich jeder hintergeht, werden mir die Fälle, in denen mich tatsächlich jemand hintergangen hat, viel stärker im Gedächtnis bleiben. Bzw. ich werde die Fälle, in denen jemand offen und liebevoll mit mir umgegangen ist eher als ein versuchtes oder vereiteltes Hintergehen bewerten. So in etwa.

    Aber – eigentlich wollte ich mit meinem Kommentar nur festhalten, dass es nicht angeht, Kinder erst zu quälen und zu beschädigen und ihnen hinterher – als Erwachsene – vorzuwerfen, sie würden sich nicht liebevoll und unbeschädigt verhalten.

    • Roswitha Allingham said, on 1. Februar 2011 at 09:31

      Liebe Heidi
      Ich hab grad lachen müssen als Ich diesen Satz von Dir las

      ,,Bzw. ich werde die Fälle, in denen jemand offen und liebevoll mit mir umgegangen ist eher als ein versuchtes oder vereiteltes Hintergehen bewerten. So in etwa.,,

      lol, Ich sag das jetzt mit einem zwinkern , Ich bin kein Mensch der jemand andern absichtlich hintergehen würde, da Ich nämlich vor Deinem Kommentar was nettes geschrieben habe.
      Du hast aber auch Recht, denn wahrscheinlich wird auch ein offenes liebevolles Wort erst mal mit mißtrauen oder skepsis von manchen aufgenommen. Und manchmal mißbraucht eine Person ein liebes Wort um jemand zu schaden gibt es doch tatsächlich. Die Welt ist bunt.

      Ich hab mir abgewöhnt mich darüber zu ärgern, nehme trotzdem zur Kenntnis was geschrieben wird und profitiere für meine eigene Meinungsbildung. Ich hoffe das diese self fullphilling prophecy in meinem Hirn was gescheites bewirkt 🙂

    • alexa whiteman said, on 1. Februar 2011 at 22:12

      da liegst du absolut falsch heidi.
      gerade unter heimkindern jetzt erwachsen war unser grund gedanke seit 2003 wir sitzen alle in einem boot. und jetzt? der neue veh hat viel verspielt????????????
      ich war 18jahre lang in der hölle, kann mich aber in der öffentlichkeit benehmen. was noch hin zukommt ist das ich mich für euch schäme.
      also mach mal halb lang

      bayern (1960-1978)

  4. Heidi Dettinger said, on 2. Februar 2011 at 14:43

    Wenn du dich für „uns“ schämst, Alexa, übernimmst du die klassisch-biblische Rolle des „Sündenbocks“…

    Dann mach mal. Aber vielleicht solltest du vorsichtig sein, dass dich nicht irgendwann mal wer in die Wüste schickt – wie das biblische Vorbild eben.

    Nur ein halblanger Gedanke

    • alexa whiteman said, on 2. Februar 2011 at 21:45

      für was sollte ich deiner meinung nach zum sündenbock gemacht werden?
      ich habe gegen staat und kirche gekämpft, ich habe vieles erreicht vieleicht auch für viele ehemalige heimkinder. was hast du erreicht und getan um die sache der betroffene heimkinder zu untersützen und vorann zu bringen? auser andere zubeleidigen und in misskredit zubringen?
      hast du bis heute noch nichts getan. wenn hier überhaupt jemand in die wüste gesckickt werden sollte, dann nur du.
      KLAR? HEIDILEIN

      ps: du bist das unmöglichste das dem veh pasieren konnte.

      • Heidi Dettinger said, on 3. Februar 2011 at 16:19

        Brilliant, Alexa, brilliant!

  5. Roswitha Allingham said, on 2. Februar 2011 at 18:26

    Wir sind 18 und volljährig, damit ist Wirklich jeder für sich selbst VERANTWORTLICH, auch für Kommentare

    • Helga Weitzel said, on 3. Februar 2011 at 18:21

      Versöhnung beginnt da, wo wir aufhören, den anderen abzuwerten und eine emotionale Berührung zwischen uns stattfinden kann.

      Wir sollten uns auf das konzentrieren, was für jeden einzelnen wichtig ist, allles andere ist Zeitverschwendung und kostet viel Kraft.


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