Dierk Schaefers Blog

»Kein Geld, kein Rechtsfriede«

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 12. März 2011

Martin Mitchell/Australien hat den Artikel gefunden. Schön, daß die ehemaligen Heimkinder von der Presse noch nicht vergessen sind.

 

 

»Der Runde Tisch Heimerziehung hat etwas für diese Gesellschaft Verstörendes festgestellt: In der jungen deutschen Nachkriegsdemokratie, auf die wir so stolz sind, gab es mehr als zwei Jahrzehnte lang ein flächendeckendes Unrechtssystem. Es hat 800 000 gesunde, aber wehrlose Kinder und Jugendliche aufgesogen, eingesperrt, vielfach misshandelt und mit 21 Jahren geschädigt wieder ausspuckt.«

 

Weiter unter: http://www.lr-online.de/meinungen/Kein-Geld-kein-Rechtsfriede;art1066,3144505 [Sonnabend, 12. März 2011]

5 Antworten

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  1. Pizel said, on 13. März 2011 at 00:12

    ICH SAGE DAZU NUR- WIR SIND HEIMKINDER UND WERDEN HEIMKINDER BLEIBEN
    Wir kämpfen auch ohne die Presse- denn erst jetzt beginnt der Kampf gegen den
    Unrechtsstaat- es waren die ersten Politiker und ausgerechnet die CDU die auf das Grundgesetz geschworen hat-das Grundgesetz zu ehren und zu achten und zu wahren- und die Kirche ruft immer: lasset die Kindlein zu mir kommen,es fragt sich nur zu welchem Zweck?
    Wir werden es nicht bei 5.000,00€ von der Kirche belassen und erst recht nicht vom Staat uns abspeisen lassen. Es war schon ein Kampf die NS-Entschädigung zu bekommen und das war zu wenig und eine Rentenerhöhunhg gibt es hier alle 10 Jahre , während der Staat hier noch immer Gelder verwahrt. Die Presse ist nicht immer uns gut gesinnt, und kämpfen kann die Presse für uns nicht,dazu fehlt diesen Journalisten Menschen die das alles selbst durchgemacht haben was wir alles erleben mussten. Sie kann uns evtl. begleiten.
    Und ich rufe immer in die Runde: vergesst die inzwischen Verstorbenen nicht und deren Angehörige, denen man die Kinder weggenommen hat. Hier kämpfen wir um eine Gedenkstätte die auch aus der zu gründenden Stiftung zu finanzieren ist- ein ZWEITES HOLOCAUST DENKMAL!
    Die Heimkinder die am RTH teilnahmen, sind überrannt worden,da keiner hier die juristischen Plänkeleien verstanden hat, ich sehe es nicht für gut an, wenn hier diese Heimkinder die damals dabei waren,immer wieder belastet werden,Sie taten das Mögliche- Es wird wohl auf eine Klage gegen die Bundesrepublik beim EU Gerichtshof hinauslaufen-da hier das Grundgesetz nicht nur verletzt und missbraucht wurde, sondern im Westen wie im ehemaligen Unrechtsstaat der DDR- geächtet wurde und die Menschenrechte missbraucht wurden. Ich frage auch hier immer wieder wo war hier Amnesty-International, die sich sonst für alles einsetzen.
    Prügelstrafe und Dunkelhaft und Essenentzug und Zwangsarbeit- war Tagesordnung als Erziehungsmaßnahme- Das Grundgesetz lautet seit 1949: Die Würde des Menschen ist unantastbar- hier kann nur von einer Entschädigung von mindestens 85-95.000,00€ als Einmalentschädigung gesprochen werden, für jeden der in den bekanntesten und verufendsten Heime leben mussten,auch für die neuen Bundesländer,ohne besondere Prüfungen durch irgendwelche von der Regierung berufene Beauftragten-diesen lehnen wir ab! Dies kann nur einer von uns sein,der sich durchsetzen kann und dafür sorgt dass alle Akten nach Berlin in Verwahrung kommen,bevor noch weitere in Dunkelkanäle oder in die Papierpresse landen.
    Wir sind daher nicht nur Opfer-sondern geschundene Heimkinder-die Respekt und
    eine gerechte Entschädigung zu bekommen haben.
    Ich weise auf meinen Brief hin der von Herr Weihbischof Uhl an die Bischofskonferenz gesandt wurde nach Paderborn,der als Hirtenbrief zu Ostern verlesen werden soll-ich werde diesen zu Ostern hier in unserer zukünftigen Webseite einstellen.
    Pizel P. Berlin

  2. Martin Mitchell said, on 13. März 2011 at 01:32

    ( »RTH« ) »Runder Tisch Heimerziehung«-Abschlussbericht und was daraus hervorging.

    Ja, das was der vormalige Berliner Senatssprecher (SPD) (der 1990er Jahre) und vormalige Presse- und Informationsamt der Bundesregierung am Reichstagsufer Leiter/Sprecher (der frühen 2000er Jahre) (fing an Mitte der 1980er Jahre beim Tagespiegel und war auch ein Jahrzehnt lang bei der Berliner Zeitung tätig) und heute (wieder oder noch immer) Journalist Werner Kolhoff ( Jg. 1956 ) der da u.a. in der LAUSITZER RUNDSCHAU zur HEIMKINDERSACHE berichtete. Das war vor ungefähr 3 Monaten: am Dienstag, 14. Dezember 2010.

    Seither – oder vielmehr seit dem 19. Januar 2011, dem Tag an dem der RTH-Abschlussbericht offiziell dem Bundestag vorgelegt wurde – hört man kaum noch etwas zur HEIMKINDERSACHE seitens der deutschen Medien.

    Ich, der Australier Martin Mitchell, jedoch berichte unaufhaltsam weiter aus Australien, in Deutsch UND in Englisch, zur HEIMKINDERSACHE, u.a. auch in meinen beiden Blogs hosted in den Vereinigten Staaten – in the US – EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com und EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG NR. 2 @ http://heimkinderopfer2.blogspot.com

    auch über folgendes:

    EINGESTÄNDNIS. – Die Beweise der nachkriegsdeutschen Zwangsarbeit befinden sich in den Kirchen-Archiven !

    CONCESSION / CONFESSION: Evidence of post-war forced labour within Germany can be found in the church archives !

    In der Bundesrepublik Deutschland weigern sich alle Medien diese Fakten zu veröffentlichen — sie sagen es zwar nicht eindeutig, dass sie sich weigern, sie veröffentlichen es aber einfach nicht ( Selbstzensur pur !!! ).

    The media ( all relevant Media ! ) in the Federal Republic of Germany refuse to publish these facts. It is not that they say that they refuse to publish these facts, but they simply don’t publish it ( uncompromising self-censorship !!! ).

    In GERMANY war Zwangsarbeit sofort nach dem Zweiten Weltkrieg wieder akzeptabel und wurde weitgehend angewendet ( um die Betriebe aufrechtzuerhalten und die Wirtschaft anzukurbeln und in Schwung zu halten – denn es herrschte besonders in West-Deutschland über lange Jahre hinweg Arbeitermangel [ besonders auch Mangel an Arbeitern und Arbeiterinnen, die bereit gewesen wären für einen Hungerlohn oder sogar völlig umsonst zu arbeiten ! ] ) !!!

    Nutznießer von nachkriegsdeutscher Zwangsarbeit scheffelten dabei über Jahrzehnte hinweg Milliarden-Gewinne in ihre Geldbeutel, vielfach auch noch ohne jegliche Steuern dafür zu bezahlen.

    Germany arrogantly continues to deny and ignore its breach of international law pertaining to the continued use of „forced labour“ in its child welfare institutions immediately after cessation of hostilities in 1945 — and continuing in West-Germany for many decades after the war – with the churches in the forefront of this ongoing despicable practice raking in billions in profits therefrom ( between ca 1945-1985 ) !!! – and not willing even today, in 2011, to make amends for these atrocious transgressions and human rights violations back then.

    Führende evangelische Kirchenmitarbeiterin / „Erzieherin“, Dr. Rosemarie Kamp, unbeabsichtigt gesteht nachkriegsdeutsche „Heimkinder-Zwangsarbeit“ ein und sieht nichts verwerfliches darin.

    Ich erwähne dies immer mal wieder schon über die letzten acht Jahre hinweg.
    Ich weiß nicht wie oft ich noch darauf hinweisen muß bevor jemand DAVON Kenntnis nimmt – oder auch nur die deutschen Medien DAVON Kenntnis nehmen:

    Schon in 1947/1948/1949 protestierte ein führender britischer Offizier offiziell gegen die Fortführung in West-Deutschland von „Heimkinder-Zwangsarbeit“ ( besonders in seinem Areal im nordöstlichen Niedersachsen ! ) in einem evangelisch-lutherischen „Mädchenerziehungsheim“ in Braunschweig [ „Marienstift“ genannt – steht nur als ein Beispiel von vielen in West-Deutschland ! ] — und die gesamte Evangelische Kirche in Deutschland und die gesamte Innere Mission / Diakonie lehnte sich gegen seinen offiziellen Protest auf, und hielt ihren Aufstand gegen den Protest dieses führenden Offiziers der britischen Besaztungsmacht schriftlich fest ( weil diese „Heimkinder-Zwangsarbeit“ in Deutschland einfach so „Gang und Gäbe“ sei und das „immer schon so gewesen“ sei ! – d.h. „Heimkinder in Deutschland waren schon immer gezwangsarbeitet worden“ und das würde auch „weiterhin so fortgeführt“ werden“ ! ).

    Woher weiß ich, der Australier Martin Mitchell, das ? – Weil ich selbst solch ein Zwangsarbeiter in einer anderen evangelisch-lutherischen „Einrichtung“ in West-Deutschland, in einem Moor in Niedersachen in den frühen 1960er Jahren war.

    und

    Weil im Jahre 2000, anhand von umfangreichem kirchlichen Archivmaterial, öffentlich und ganz freiwillig und lobpraisend eingehend von diesem reputablen führenden Mitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland – sowohl wie ein führendes Mitglied dieser „Arbeitsausbeutungseinrichtungen“ – Dr. Rosemarie Kamp, persönlich, in dem Kirchen-Magazin „Doppelpunkt“ DARÜBER berichtet wurde:

    http://www.heimkinder-ueberlebende.org/70_Jahre_evangelische_und_katholische_Maedchenerziehungsheime_in_Deutschland_No01.html ( Das Original dieses umfangreichen und detailierten Artikels von Dr. Rosemarie Kamp, in dem Kirchen-Magazin „Doppelpunkt“ aus dem Jahre 2000, ist momentan hier zu finden @ http://www.marienstift-braunschweig.de/fileadmin/daten/doppelpunkte/archiv/2003/2003_2.pdf ( 955.56 KB ) )
    __________________________________

    „Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

    • dierkschaefer said, on 13. März 2011 at 12:04

      ein trost ist es sicherlich nicht. aber mein blog wird wohl auch nur von den ehemaligen wahrgenommen und nicht einmal von meinem google-alert „heimkinder“.

  3. Rolf said, on 13. März 2011 at 11:16

    Hallo Pizel P. Berlin,

    Deinen Worten schliesse ich mich voll an, da ist nichts weiter hinzu zu fügen.

    Ich selbst war mit meinen 5 Geschwistern, von 1936 bis 1947 in den verschiedenen Anstalten unter gebracht und meine Geschwister nicht wieder gesehen, jeder wurde in eine andere Einrichtung gebracht.
    MfG.

  4. sabine s. said, on 14. März 2011 at 01:40

    die presse hat sich auch in den zwei jahren rth vornehm zurückgehalten.
    sie war nur punktuell da, wenn’s spektakuläres zu berichten gab.

    sabine s.


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