Dierk Schaefers Blog

»Zur Show am 11.9.2011 in der Friedenskirche in Berlin«

Posted in heimkinder, Kirche by dierkschaefer on 11. September 2011

schreibt Heidi Dettinger in

http://www.readers-edition.de/2011/09/11/zur-show-am-11092011-in-der-friedenskirche-in-berlin/ Sonntag, 11. September 2011

5 Antworten

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  1. helmutjacob said, on 13. September 2011 at 23:31

    … und der Archivar antwortet a.a.O.:

    Michael Häusler
    am 12. September 2011 um 10:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrte Frau Dettinger,

    Ihre Darstellung der Veranstaltung in Berlin, von der Sie nicht aus eigener Anschauung berichten können, ist in mehrfacher Hinsicht unzutreffend, wie auch etliche der anderen Behauptungen in Ihrem Beitrag:
    Die Veranstaltung war von vornherein öffentlich. Dass außerdem noch einige Personen Einzeleinladungen erhielten, ist ganz normal. Es war nie das Ziel, nur jene ehemaligen Heimkinder als Teilnehmer zu haben, “die auch ordentlich und brav den Mund halten”, und es waren auch viele anwesend, die eben nicht ihren Mund gehalten haben, was ihr gutes Recht ist.
    Zum Ort: Die Französische Friedrichstadtkirche ist zwar eine Kirche, aber sie ist auch das Tagungszentrum der Evangelischen Akademie zu Berlin, wo laufend politische und kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Wir haben bewusst keinen Gottesdienst durchgeführt, um Betroffene, die die religiöse Erziehung in evangelischen Heimen als Zwang erlebt haben, nicht durch kirchliche Formen zu vereinnahmen. Dass die Kirche eine eigene Veranstaltung in einem Kirchenraum (in dem wegen ihrer reformierten Tradition nicht einmal ein Kreuz zu sehen ist) in einem Kirchenraum durchführt, ist doch ganz normal. Der formale äußere Rahmen hat auch damit zu tun, dass dies eben nicht, wie Sie sagen, eine von vielen Entschuldigungen war. Die Evangelische Kirche ist auf verschiedenen Ebenen organisiert. Bisherige Bitten um Verzeihung waren stets begrenzt auf einzelne Einrichtungen oder eine Landeskirche. Nun haben die obersten Repräsentanten von Kirche und Diakonie für die gesamte Evangelische Kirche in Deutschland um Verzeihung gebeten, was die angeschlossenen kirchlich-diakonischen Organisationen mit einschließt.
    Ihre Ausführungen zu den angeblich versteckten Akten betreffen mich als Archivar der Diakonie natürlich in besonderer Weise. Auch sie sind falsch. Wir haben seit Jahren mehrfach die diakonischen Einrichtungen zur Bereitstellung der vorhandenen Akten aufgefordert. Meine Bitten, auf etwaige Fälle hingewiesen zu werden, in denen der Zugang nicht gewährt wird, haben bisher zu keiner Meldung geführt. Wenn Sie einen solchen Fall aus dem Bereich der Diakonie kennen, bitte ich um Mitteilung. Im übrigen wurde unser Archiv, in dem Akten des Evangelischen Erziehungsverbandes (aber keine Einzelfallakten) zur Benutzung bereit gestellt werden, bislang nur von einem ehemaligen Heimkind benutzt und ansonsten nur von Forschungsprojekten, die sich ausdrücklich mit der konfessionellen Heimerziehung befassen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Häusler
    (Historiker und Archivar beim Diakonie Bundesverband)

    • dierkschaefer said, on 14. September 2011 at 09:20

      Herr Häusler kennt offensichtlich die Darstellung von Herrn Trost nicht und hat auch noch nichts von Aprath gehört. Er ist anscheinend völlig auf Meldungen angewiesen; doch solche Einrichtungen haben nichts zu melden. Wer Herrn Häuslers Mail-Adresse hat, sollte ihm die Fälle melden. Er kann aber nur archivieren und hat keinerlei Weisungsbefugnis. Er kann einem richtig leid tun.

      • helmutjacob said, on 14. September 2011 at 14:17

        und selbst sein historisches interesse ist völlig verkümmert, sonst hätte der historiker häusler gelegentlich ins internet geschaut. dort fliegen ihm die verbrechen unter den dächern seiner kirche regelrecht um die ohren.

    • Heidi Dettinger said, on 14. September 2011 at 21:59

      Werter Herr Häusler,

      ich bin ein bisschen erschrocken ob der Unbekümmertheit, mit der Sie behaupten, dass meine „Ausführungen zu den angeblich versteckten Akten“ falsch seien. Ich gehe mal davon aus, dass Sie es wirklich nicht besser wissen…

      Aber da kann relativ leicht Abhilfe geschaffen werden – vielleicht lesen Sie einfach mal ab und an im Internet oder treten ins direkte Gespräch mit Überlebenden. Da würden Ihnen einiges „um die Ohren fliegen“, wie sich Herr Jacob so schön plastisch ausdrückt.

      Wenn sich ob verwährtem Zugang bislang niemand bei Ihnen gemeldet hat, erlauben Sie mir die Frage, ob Sie sich vielleicht vorstellen können, warum Ehemalige, denen in Heimen der Diakonie Ungeheuerliches zugestoßen ist, sich bei erneuten Schwierigkeiten nicht gerade bei Ihnen melden?

      Mir fällt es das leicht, ganz ehrlich. Aber dann wiederum – vielleicht stehe ich einfach auch nur auf der „anderen Seite“…

      Übrigens: Leid tun Sie mir nicht gerade. Denn obzwar ich weiß, dass ein Archivar im Hierarchiegefüge der Diakonie keine Weisungsbefugnisse hat, so denke ich doch, dass er – als Archivar, als Historiker und als Mitarbeiter einer der inkriminierten Organisationen und nicht zuletzt als Mensch – die Pflicht hat, sich zu informieren, bevor er Kritiken veröffentlicht!

      MfG
      Heidi Dettinger

  2. Martin Mitchell said, on 14. September 2011 at 10:27

    .
    hpd – Humanistischer Pressedienst
    13 Sep 2011 – 11:30 Nr. 11947

    Heimkinder

    Deutschland Deine Kinder (9)

    BERLIN. (hpd) EKD und Diakonie bitten ehemalige Heimkinder um Verzeihung. Das christlich geprägte Versöhnungsritual brachte die Opfer systematischen Unrechts jedoch erneut in Verstrickung. Versöhnung ist ein seltenes Ereignis, so der Psychotraumatologe Prof. Dr. Günter Seidler.

    Am 11. Sept. 2011 fand im Französischen Dom am Gendarmenmarkt in Berlin eine Veranstaltung der Evangelischen Kirche Deutschland und des Bundesverbandes der Diakonie statt. Thema war „Evangelische Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren. Bilanz und Verantwortung.“

    [ WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://hpd.de/node/11947?page=0,0 ( Ein 2-seitiger Artikel mit vielen Fotos ) ]

    Dierk Schäfer meint dazu in seinem Blog, dem Dierk Schafers Blog @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/09/13/diese-kompetente-und-faire-berichterstattung-%e2%80%a6/ »Diese kompetente und faire Berichterstattung … …hätte ich mir auch von anderen Medien gewünscht.«

    Von den anderen, gleichlautenden Medienberichten wissen wir ja zur Genüge.


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