Dierk Schaefers Blog

»… oder sich gar für die Kirche schämen«

Posted in Kirche by dierkschaefer on 22. Dezember 2011

»Manch einer hatte vielleicht schon gehofft, dass wir das

belastende Missbrauchsthema endlich hinter uns lassen könnten. Dem ist leider nicht so«.

http://www.volksfreund.de/storage/med/pdf/2011/575289_OffenerBrief_Bischof_Ackermann_Burbach.pdf?fCMS=1a3823125833ef306c9ef7cd39f7369a

4 Antworten

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  1. Martin Mitchell said, on 23. Dezember 2011 at 10:38

    .
    Der diesbezügliche Artikel ist hier zu finden, und dies ist sein genauer Wortlaut.

    Volksfreund.de @ http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierischen-Volksfreund-Trierer-Bischof-Ackermann-Nulltoleranz-beim-Umgang-mit-Missbrauchstaetern;art806,3009902 ( 22.12.2011 – Autor: Rolf Seydewitz

    Trierer Bischof Ackermann: Nulltoleranz beim Umgang mit Missbrauchstätern

    Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat sich in einem offenen Brief an die 1,5 Millionen Katholiken in seinem Bistum gewandt und „gravierende Fehler“ bei der Aufarbeitung eines Missbrauchsfalls eingeräumt.

    Trier. Die in der vergangenen Woche von mehreren katholischen Gruppierungen und Gläubigen geäußerte Kritik am Trierer Generalvikariat und dessen Oberhirten Stephan Ackermann scheint ihre Wirkung nicht zu verfehlen: Zwei Tage vor Heiligabend hat sich der kirchliche Missbrauchsbeauftragte gestern erstmals selbst öffentlich zu den jüngst bekanntgewordenen Missbrauchsfällen in seinem Bistum geäußert und offen schwere Versäumnisse eingestanden. Gleichzeitig sagt Ackermann zu, dass es für ihn „kein Abweichen von der Linie einer Nulltoleranz gegenüber den schändlichen Verbrechen sexueller Gewalt“ geben werde.

    Hintergrund des bischöflichen Entschuldigungsschreibens ist der Fall eines 70-jährigen Saarbrücker Priesters. Der Ruhestandsgeistliche soll sich in den 1990er Jahren an zwei minderjährigen Messdienerinnen vergangen haben – in einem der Fälle über einen Zeitraum von fast zehn Jahren. Als dieser Fall im Januar dem Bistum bekanntwurde, nahmen die Verantwortlichen zwar den Priester ins Gebet und brachten den weitgehend geständigen Mann auch dazu, sich selbst anzuzeigen. Allerdings wurde der Geistliche weder beurlaubt noch wurde die Öffentlichkeit informiert. Das geschah erst mit rund zehnmonatiger Verspätung. Inzwischen ist der Priester pensioniert worden; er war zuvor Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden und länger krankgeschrieben. Trotzdem nahm der Priester an Messen und sogar einer Kindergarten-Einweihung teil. „Unsere Kontroll- und Aufsichtsmechanismen haben nicht so gegriffen, wie sie hätten greifen müssen“, räumt Ackermann in dem Schreiben ein. Zudem seien auch die in den Missbrauchsleitlinien formulierten Vorgaben „nicht konsequent umgesetzt“ worden.

    „Die Leitlinien lassen zu viel Spielraum“, meint dagegen die geistliche Leiterin der katholischen Jugendorganisation KSJ, Jutta Lehnert. Die Koblenzer Pastoralreferentin war im Fall des Saarbrücker Missbrauchs priesters eine der Hauptkritikerinnen des Bischofs. „Es ist gut und richtig, dass er die Fehler eingeräumt hat“, sagte die KSJ-Chefin gestern unserer Zeitung. Aber es sei zugleich bedauerlich, dass Ackermann dies erst auf öffentlichen Druck hin getan habe. „Liegt hier wirklich Einsicht vor?“, fragt Jutta Lehnert.

    Immerhin: Auf eine der Hauptforderungen seiner Kritiker geht der Trierer Bischof jetzt ein. Im Januar will Stephan Ackermann alle am Thema Missbrauch interessierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einem Gespräch ins Generalvikariat einladen. Die Zusicherung des Bischofs: „Ich verspreche Ihnen, dass (…) ich alles daran setzen werde, aus den begangenen Fehlern zu lernen für einen noch angemesseneren Umgang mit den Opfern, aber auch den betroffenen Gemeinden.“

  2. Bodo said, on 23. Dezember 2011 at 14:41

    Hier wird doch nur versucht, marketingmäßig das immer weniger werdende Kirchenvolk bei Laune zu halten, ein Geschwafel wie bei den Politikern.

    Aber nicht alle glauben mehr daran:

    http://www.swr.de/landesschau-aktuell-rp/-/id=233240/did=9055186/pv=video/nid=233240/zlqtx0/index.html

  3. alexa said, on 23. Dezember 2011 at 19:23

    Ammmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmen.
    wer das annähernd glauben mag, der betrügt sich selber.

    mein 5 1/2 jähriges verfahren gegen die kirche geht immer noch weiter. die kirche ist sich in ihrem glauben und die absolute verjährung, sicher???
    am 13 februar geht es am OLG weiter.

    nur die harten kommen in den garten
    überlebende/bayern
    1960-1978

  4. Wenz Flash said, on 26. Dezember 2011 at 19:00

    Das Konkordat von 1933 schützt nach wie vor unsere kath. Priesterschaft. Und der Glaube an den Teufel ist genauso stark wie der Glaube an Gott. Und leider versucht es halt der Teufel über so zierliche kleine Meßdienerinnen, was sodann sich auch nicht mehr wiederholen wird. Wenn es sich dann im irdischen Volke rumgesprochen hat und der Teufel offensichtlich zu hartnäckig sein Unwesen treibt, muss es halt öffentlich gemacht werden, denn das treibt auch den Teufel in seine Schranken.
    Solchen katholisch indoktrinierten Schwachsinn kennen jene am besten, die dies als Heimkinder vorgesetzt bekommen haben und sowohl Gott als auch der Teufel ruhig hinschauten, wie sich das Heimkind entwickeln wird. Nun bin ich offensichtlich dem Teufel noch zu frech und dem allwissenden Gott noch nicht brav genug und verweile daher noch lange Zeit auf Erden.
    Wenn nun zielgerichtet, d.h. im Sinne mißbrauchter Kinder, etwas geändert werden muss, ist dies die Annullierung des Konkordates von1933. Denn dann und nur dann, kann auch ein Pfarrer direkt für seine Straftat vor ein irdisches Gericht gestellt werden und umgehend in U-Haft genommen werden.
    Wenz, Heimkind der 1960er Jahre, denn „Der Kirchengott und die Kirche schützen den Menschen, bis hinauf zu den höchsten Beamten der Kirche, vor den gröbsten moralischen Entgleisungen keineswegs“ (zitiert nach Hermann Hesse, Literaturnobelpreisträger).


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