Dierk Schaefers Blog

Das Fingerspitzengefühl des Herrn Ackermann

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche by dierkschaefer on 18. März 2012

»Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofkonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, pädophile Geistliche zu beschäftigen. „Bischof Ackermann lässt ehemalige und potenzielle Täter weiter Seelsorger sein“, sagte Thomas Schnitzler von der Opferinitiative ‚MissBiT’ dem ‚Spiegel’. Das Risiko, dem Kinder dadurch ausgesetzt würden, sei „absolut nicht vertretbar“.«

http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/bistum-trier-paedophile-weiter-im-amt-20401-51ca-24-1063561.html Sonntag, 18. März 2012

13 Antworten

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  1. E.Kronschnabel said, on 19. März 2012 at 01:32

    Nicht nur Bischof Ackermann hat kein Fingerspitzengefühl. Wenn wir uns das Verhalten aller Täterorganisationen ansehen, sehen wir überall die Ackermänner. Sie haben keine Schuldgefühle, sie haben
    kein Verantwortungsgefühl, sie erwarten lediglich Verständnis von ihren Opfern und der Gesellschaft. Ist ja
    scheinbar auch nicht so leicht, die schwarzen Schafe auszusortieren – weil da ganz schnell ein leerer Stall wäre. Und dann erübrigt sich doch auch ein Ackermann. Also bitte etwas mehr Verständnis……..mehr verlangt
    Ackermann doch nicht.

    Egal wie viele aussortiert werden, es wird niemals aufhören, denn Pädophile zieht es magisch in die Berufe,
    die Zugang zu Kindern bieten.

    • E.Kronschnabel said, on 19. März 2012 at 01:36

      Aha, man moderiert neuerdings, um nur noch genehme Kommentare zu veröffentlichen?
      Dann man zu, dann man ohne mich, Herr Pastor!

      Zensur – hatten wir im Heim auch, Pastor!

      • dierkschaefer said, on 19. März 2012 at 10:20

        à votre service, monsieur!
        muß ich mich dafür entschuldigen, nicht ständig dienstbereit am pc zu sitzen?
        mein system hatte diesen kommentar übrigens als „junk“ avisiert. normalerweise schaue ich mir solche sachen gar nicht erst an.

  2. Heidi Dettinger said, on 19. März 2012 at 23:59

    – Deutschland: 800.000 – 1.000.000 Kinder und Jugendliche leben in Heimen, die zum großen Teil den Kirchen zugeordnet sind, werden psychisch und physisch ausgebeutet, vergewaltigt und gefoltert;
    – Irland: Kinder in katholischen Heimen werden massenhaften Vergewaltigungen, Foltern, Arbeitssklaverei unterworfen;
    – Niederlande: Kirche soll Jungen kastrieren lassen haben, um sie von ihren „homosexuellen Neigungen“ zu heilen, nachdem sie vergewaltigt wurden;
    – Spanien: Nonnen erklären armen Müttern, dass ihre Kinder tot geboren seien, um diese dann an reiche, kinderlose Familien zu verticken;
    – England: 130.000 Kinder zwischen 3 und 13 werden unbegleitet nach Australien verschifft und werden dort wie Arbeitssklaven gehalten;
    – Belgien: Der Skandal um den Kinderhändler und -schänder Dutrous reicht bis in höchste politische und kirchliche Kreise – selbst heute noch, so schätzen Beobachter und Wissenschaftler – wird vertuscht, gelogen, gemordet, um die Hintermänner zu decken;

    Deutschland: Der katholische Kirchenmann Ackermann lässt pädophile Pfaffen in seinem Dunstkreis zu…
    Deutschland: Der evangelische Kirchenmann Gauck wird Bundespräsident…

    Vielleicht werde ich so langsam paranoid – aber irgendwie scheint es, als passe alles zusammen…

    • dierkschaefer said, on 20. März 2012 at 06:07

      Das kann man nicht unkommentiert so stehen lassen. Die Vorwürfe werden im Präsenz erhoben, beziehen sich aber auf die Vergangenheit.
      Selbstverständlich ist einen Heimunterbringung immer problematisch, doch oft liegen die Probleme heutzutage nicht beim Heim, sondern in der Situation des Jugendlichen und seines Elternhauses. Oft, sage ich, denn ich kenne durchaus auch heutige Ausnahmen. Leider funktioniert die Heimaufsicht immer noch nicht, haben Jugendämter keine Fachaufsicht und es fehlt die Aufklärung (aller) Kinder über Kindesrechte. M.a.W.: Es gibt genügend Ansatzpunkte für eine sachliche Problemanzeige.

      • Wenz Flash said, on 3. April 2012 at 20:04

        Ein Kinderheim schafft eine kriminelle Erziehungskonstellation, weil Kindern die für sie wichtige dauerhafte Bezugsperson entzogen wird. In der Psychologie ist längst bekannt, daß eine dauerhafte Bezugsperson so wichtig ist wie Nahrung und Wärme. Einem Kind, dem dies entzogen wird, droht der Weg ins Nirwana, die Suizidgefahr auf Raten, gleichsam einem versuchten Totschlag. Bei Jugendlichen mag das schon anders aussehen, doch auch diese brauchen noch ein Vorbild, an dem sie sich orientieren können und dieses Vorbild braucht viel Kraft und Geduld. Und Geduld haben am wenigsten berufsmäßig tätige Erzieher, die irgendwelchen Zielen ihrer Behörden genügen müssen. Erst bei meinen Pflegeeltern hatte ich gelernt, was es heißt, Geduld zu haben.
        Es wäre ja schön, wenn wir Kinderrechte hätten, doch leider fehlen diese immer noch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und da werden sie auch lange noch fehlen. Doch mit rein sachlichen MItteln läßt sich Kindern und Jugendlichen nicht beikommen. Es sind Wesen, die mit Kopf und Gefühl arbeiten, mehr mit dem Gefühl als mit dem Kopf. Deshalb sind ja auch persönliche Vorbilder so wichtig. Und es gab sie bereits in den 1960er Jahren: es gab mehr Eltern, die bereit waren, ein Kind aus einem Kinderheim zu holen, als Kinder in Heimen vorhanden waren. Und heute kostet das mal 120 Millionen „Nervenentschädigung“ für die Ehemaligen Heimkinder, für einen so reichen Staat wie die Bundesrepublik ein Kleinbetrag.
        Wenz, denn die Zeit heilt nicht alle Wunden und das Schicksal fordert seinen Tribut, von allen Seiten. Gefühl und Verstand sind zwar getrennte Wirkbereiche, doch wirken nur im Verbund. Wer einem kleinen Kind die Heimat entreißt, den Familienverbund zerstört, braucht für das Kind eine Ersatzfamilie und keine Ersatzanstalt, kein Kindergefängnis, kein Kinderheim.

  3. wessi said, on 20. März 2012 at 00:54

    Mit einer seiner ersten Personalentscheidungen ernannte Gauck am Montag seinen langjährigen Vertrauten, den Theologen und Juristen David Gill, zum Staatssekretär an der Spitze des Bundespräsidialamts. Der aus Sachsen stammende Gill war zuletzt Oberkirchenrat bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). (Quelle: SPON)

    Geht doch…

  4. Bodo said, on 20. März 2012 at 11:20

    Totschweigen, vertuschen, herunterspielen, schönreden, ausweichen, verharmlosen…
    Der Herr wird’s schon richten!

    Die über viele hundert Jahre erprobte und bewährte Taktik der katholischen Kirche funktioniert doch immer noch. Warum sollten also die „Würdenträger“ etwas ändern. Sie sind in dem bewährten System groß geworden und haben Ihre Karriere gemacht. Wer „glaubt“, es geht um etwas anderes als Macht und Machterhalt, der ist in der Kirche gut aufgehoben. Alle anderen suchen das Weite.

    Herr Ackermann ist Beauftragter der Kirche für sexuellen Missbrauch. Was soll das heißen? Ein paar nette, verlogene Statements eines jüngeren, unverdorben wirkenden Kirchenmanagers, der ansonsten mit genau der gleichen Kälte und Härte agiert und beweist, dass er nur die Pfründe sichern will.

    Schlimm genug, dass der Staat und damit alle (!) Bürger, auch wenn nicht der kath. Kirche angehörig, durch massive monatliche Zahlungen (an Bischöfe und Kardinäle) dieses Trauerspiel unterstützt.

    http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierischen-Volksfreund-Trierer-Bischof-weist-Kritik-zurueck-und-hoert-auf-sie;art806,3098406

    • Wenz Flash said, on 3. April 2012 at 20:23

      Es galten schon immer die Grundsätze: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Ora et labora, Bete und Arbeite!
      Da Kinder das naturgemäß nicht verstehen, muß die Erwachsenenwelt nachhelfen: mit Macht, denn Macht macht Macht! Gebrauch der Macht impliziert auch das Risiko des Mißbrauchs. Dies läßt sich wiederum nur weitestgehend begrenzen durch Gewaltenteilung. Also gebt die Kinder nicht allein in Kirchenhände, sondern in viele Hände, gleichermaßen, d.h. ein katholischer Pfarrer, der selbst keine Kinder hat, kann Kinder nicht alleine beaufsichtigen, sondern nur mithilfe eines weltlichen Helfers, nur im Verbund. Dazu bedarf es noch eines weiteren Helfers, eines Supervisors, der sich jederzeit und uneingeschränkt um die Rechte des Kindes kümmern kann. Ich weiß, das klingt noch utopisch für deutsche Lande, doch es darf ja mal ein ehemalig mißbrauchtes Heimkind auf mögliche Konfliktlösungen hinweisen.
      Wenz, mit einer Tafel Schokolade wurden wir belohnt, nachdem wir uns als zehnjährige halbnackt in einem medizinischen Fachvortrag zeigen durften und einigen wurde die Unterhose noch runtergezogen. Welch erbärmliche Medizinerwelt.

  5. Helmut Jacob said, on 21. März 2012 at 14:28

    so habe ich herrn ackermann eingeschätzt. die ganze person ist bluff.

    • Helmut Jacob said, on 21. März 2012 at 22:59

      … und wer viel dreck am stecken hat, schafft es bis vor den heiligen suhl, äh sorry, stuhl

      „Papst ernennt umstrittenen Ex-Bischof Mixa zu Berater“
      http://www.n24.de/news/newsitem_7778666.html

      • Heidi Dettinger said, on 22. März 2012 at 01:29

        Was hat „wessi“ oben gesagt?
        Geht doch…

        Und flink wächst zusammen, was zusammen gehört…


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