Dierk Schaefers Blog

„schwer entsetzt“

Posted in Kinderrechte, Kirche by dierkschaefer on 10. September 2012

»Vereinsvorsitzender Kohn zeigte sich „schwer entsetzt“, dass zwei frühere Mitglieder des Vereins Strafanzeige erstattet hätten. Das sei „nicht zielführend, sondern ein Rückschritt“, der die Opfer erneut belaste, weil sie nunmehr nun auch noch gegenüber den Ermittlern aussagen müßten«.

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article109088299/Missbrauchs-Anzeige-loest-Irritationen-aus.html Montag, 10. September 2012

 

Was ist zielführend? Könnte es nicht sein, daß eine erfolgreiche Strafanzeige mehr zur inneren Rehabilitierung der Opfer beiträgt als die Erfahrung, billig abgespeist zu werden?

2 Antworten

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  1. lehrling said, on 10. September 2012 at 03:02

    Tja,so hat er sich das nicht gedacht,daß da 2 geschädigte Anzeige machen.Sowas aber auch,eine frechheit von denen.Entsetzlich.Das wird in Deutschland folgen haben,es muß endlich ALLES!!!an,s Tageslicht.Sie hätten WIEDER ALLES vertuscht.

  2. Heidi Dettinger said, on 10. September 2012 at 03:31

    Ich bin – ehrlich gesagt – verwirrt!

    In dem Welt-Artikel ist die Rede vom „Entsetzen“ über die Anzeige und von einer traumatisierten Kirchengemeinde. Selbst – saubere journalistische Arbeit vorausgesetzt – die Leiterin von „Zartbitter“ stimmt in diesen albernen Chorus ein. Was zum Henker soll das wohl bedeuten?

    Traumatisiert ist eine Kirchengemeinde, deren Pfarrer Schätzungen zu Folge bis zu 100 Kinder, Jungen und Mädchen vergewaltigt hat?

    Entsetzt ist ein Verein zu Aufklärung der Fälle, dass es eine Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegeben habe?

    Auf wessen Seite steht diese Bande denn nun eigentlich? So wie ich den Artikel lese, steht dieser Verein mitsamt Herrn Kohn und Frau Enders auf der Seite der Kirche zumindest insoweit, dass allesamt zutiefst betroffen sind über die „Traumatisierung“ der Kirchengemeinde.

    Sollte nicht langsam mal Schluss sein mit diesen furchtbaren Verdrehungen, sollte man sich nicht langsam mal Gedanken über einen „sauberen“ Sprachgebrauch machen?

    >> Nicht die Kirchengemeinde, sondern die Opfer, Kinder (!) wurden traumatisiert. Durch einen Pfaffen, dem sie vertrauten!

    >> Nicht der Anzeige sollte mit Entsetzen begegnet werden, sondern die Verbrechen an zahllosen Jungen und Mädchen, denen die so geschlagenen Wunden ein Leben lang zu schaffen machen werden!

    >> Nicht „Missbrauch“ ist dort geschehen, sondern Vergewaltigungen! Denn der Ausdruck „Missbrauch“ beinhaltet immer auch einen „richtigen Gebrauch“!

    >> Ganz und gar misstrauisch werde ich, wenn ich höre, dass „das Leid der Opfer (…) in keiner Weise finanziell entschädigt werden kann.“ (Bischöfin Fehrs). Denn die zweite Hälfte des Satzes heißt in der Regel: „Also versuchen wir es doch lieber gar nicht erst!“

    Ganz ehrlich – ich würde mir wünschen, dass absolut jeder und jede, der oder die irgendwie, irgendwann mitbekommt, dass Kinder vergewaltigt, verprügelt, verletzt, ausgebeutet, gefoltert werden diesen meldet und mit einer Strafanzeige belegt. Ich verstehe sehr wohl, dass es für die Opfer schwer sein kann, so ein Gerichtsverfahren zu durchstehen. Aber ich bin mir GANZ sicher, dass es nicht so schrecklich sein kann, wie das an ihnen begangene Verbrechen, das zur Anzeige geführt hat.

    Noch sicherer bin ich, dass die wirklichen Nutznießer IMMER die Täter sind, wenn ein Verbrechen nicht zu Anzeige kommt. Da mag man 1.000 mal betonen, dieses geschehe zum Schutz der Opfer! Schmarrn!


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