Dierk Schaefers Blog

Was gesagt werden mußte …

Posted in Geschichte, Politik by dierkschaefer on 7. Januar 2013

… schreibt heute Alexandra Belopolsky aus Tel Aviv in der heutigen Printausgabe der FAZ. Sie zeigt, daß Jakob Augstein mit seiner Kritik an der Politik Israels auch in Israel auf Zustimmung bzw. gleiche Ansichten stößt. Israel gehöre nicht der Regierung, schreibt sie und weist auf, daß der Antisemitismusvorwurf ein eingeübtes Manöver zur Abwehr jeder Kritik auch in der innerisraelitischen politischen Auseinandersetzung ist. Der Holocaust wird instrumentalisiert, auch wenn sie diesen Begriff nicht gebraucht. Ihr Schlußwort in Gottes Ohr: „Vielleicht ist die Zeit endlich reif zu sagen: Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Lass uns über die Gegenwart reden.“

2 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Jens said, on 7. Januar 2013 at 17:37

    Hallo, ich weiß nicht, wann Augstein die Politik der Regierung Israels kritisiert, wenn er von der „jüdischen Lobby“ in dne USA spricht, wenn er Gaza, von Israel und der EU hoch versorgtes gebiet mit Luxushotels als „KZ“ diffamiert und wenn die regierungen Schröder und Merkel angreift, die U-Boote geliefert haben. Wo die FAZ Frau Belopolsky hergeholt hat, wieß auch keiner.

  2. Helmut Jacob said, on 7. Januar 2013 at 23:57

    Ich musste lachen, als ich vor etwa einer Woche davon las, dass Jakob Augstein in die Top-Ten der Antisemiten eingereiht wurde. Es ist allerdings schon seit Jahrzehnten zu beobachten, dass alle Kritiker der Israelischen Politik in die Antisemitenecke hineingedrückt werden. Der letzte bekannte angebliche Antisemit stürzte sich bekanntlicherweise mit ungeöffnetem Fallschirm aus dem Flugzeug. Zwar mochte ich ihn nicht, aber an seinem Flyer konnte ich nichts verwerfliches finden.
    Um es ganz klar zu sagen: Ich empfinde die Siedlungspolitik der Israelis als einen Skandal und Diebstahl an Grund und Boden der eigentlichen Besitzer.
    Ungeklärt ist auch die Frage, wieviel Geld die Holocaust-Opfer oder ihre Hinterbliebenen von den mehrmaligen sogenannten Entschädigungszahlungen (die in Wirklichkeit auch nur Almosen sind) seit Kriegsende erhalten haben.
    Auch bin ich gespannt, wann Daniel Barenboim in die Top-Ten gelangt, weil er das West-Eastern Divan Orchestra gegründet hat und es immer wieder dirigiert. In Israel wird er von Teilen der Regierung dafür angefeindet.
    Nein, unsere israelischen Freunde basteln einen Bumerang, der sie empfindlich treffen könnte: Damit könnten sie den Antisemitismus fördern. Wahrscheinlich gehöre ich jetzt auch zu dieser Gruppe, aber weil ich eine trübe Funzel im Maschinenwerk der Welt bin, stehe ich eher im sechsstelligen Listenbereich. Macht aber nichts.
    Übrigens: gegen die Beschneidung in unserem Land bin ich natürlich auch. Dieser Akt ist für mich Körperverletzung, ob ärztlich oder angelernt durchgeführt, oder nicht.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: