Dierk Schaefers Blog

Die schweigende Mehrheit

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 22. Januar 2013

Wer nix sagt, wird vereinnahmt, von wem und für wen auch immer.

So auch die Mehrzahl der ehemaligen Heimkinder, die nirgends auftauchen, die sich einfach nicht melden, weder im Netz, noch bei den „Anlaufstellen“.

 

Aber Zahlen werden genannt.

Als Ausgangszahl die immer wieder angeführten 800 000 Kinder, die überhaupt infrage kommen. Ich habe diese Zahl nicht überprüfen können, gehe aber davon einmal aus.

 

Die nächste Zahl ist eine Schätzung: 500 000 seien wohl noch am Leben. Nur diese wären also in der Lage, sich zu melden. Die Schätzung halte ich für plausibel.

 

Dann haben wir etwa wohl maximal 5.000 ehemalige Heimkinder, die sich inoffiziell gemeldet haben, im Netz, bei verschiedenen Ansprechpartnern ohne offiziellen Auftrag, bei den Einrichtungen, in denen sie als Kinder/Jugendliche waren, auch beim Runden Tisch.

 

Bei diesen 5 000 dürften auch Personen sein, die sich nun bei den Anlaufstellen melden, dort Leistungen erhalten oder abgewiesen werden.

Zu den 5 000 zählen auch diejenigen, die von sich aus die Almosen ablehnen und aus teilweise öffentlich geäußertem Protest sich dort nicht melden.

 

Anderseits werden sich dort wohl auch ehemalige Heimkinder melden, die sich bisher nirgends gemeldet hatten.

Zurzeit gibt es Meldungen aus einzelnen Bundesländern über Leistungen an ehemalige Heimkinder. Dabei werden auch Zahlen von Leistungsempfängern genannt. Es gibt aber keine bundesweite Übersicht. Ich halte es für nicht übertrieben, wenn wir bis zum Abschluß der „Zahlperiode“ von rund 10 000 Empfängern ausgehen, rechnen wir getrost 10 000 Abgewiesene hinzu.

 

Was ist mit der schweigenden Mehrheit?

 

Hierüber wird unterschiedlich spekuliert. Melden sie sich nicht …

  • weil sie traumatisiert sind und nicht erinnert werden wollen, sich vielleicht überhaupt nicht erinnern können (Verdrängung)?
  • weil sie sich angesichts der restriktiven Bedingungen keine Chancen ausrechnen?
  • oder weil sie sich sagen, für die Peanuts lohnt die Mühe nicht?
  • weil sie meinen, im Vergleich mit anderen mit einem blauen Auge davongekommen zu sein?
  • weil sie meinen, daß sie im Heim bessere Chancen hatten als bei ihren Eltern?
  • oder ganz banal, weil die Erinnerung doch manches verklärt?

 

Nix genaues weiß man nicht.

Es ist jedenfalls fragwürdig, mehr als 400 000 ehemalige Heimkinder zu vereinnahmen.

  • Weder von Politik und Kirche nach dem Motto: Bitte sehr, wer sagt es denn. So schlimm kann es in der Summe doch gar nicht gewesen sein. Mehr Transparenz vonseiten der Anlaufstellen wäre gut: Wie viele Anfragen, wie viele Anträge, wie viele Abgewiesene – aus welchen Gründen, wie viele Leistungen – aus welchen Gründen –  in welcher Höhe? Das kann man aus Datenschutzgründen jeweils in Gruppen zusammenfassen.
  • Noch vonseiten ehemaliger Heimkinder, die sagen: Die sind alle so traumatisiert oder schämen sich, sich als ehemalige Heimkinder erkennen zu geben, oder sie haben sonstige, der Betreiberseite und der jetzigen Administration des Fonds vorwerfbare Gründe, sich nicht zu melden.

 

Um nicht mißverstanden zu werden: Selbst wenn eine große Mehrzahl ehemaliger Heimkinder aus freien Stücken keinen Anlaß sieht sich zu melden, ist angesichts der Zahl der dokumentierten oder sonstwie bekundeten Fälle von Kindesmißhandlung, Kindesmißbrauch, Ausbeutung durch Zwangsarbeit, Freiheitsberaubung, Entzug von Bildungschancen – kurz: der beschädigten Kinderleben dermaßen gravierend, daß mit dem derzeitigen Instrumentarium und den Angeboten durch Fonds und Anlaufstellen keinesfalls so etwas wie Rechtsfriede hergestellt werden kann.

 

Was das große Dunkelfeld betrifft: Herr Pfeiffer vom KFN hat doch jetzt freie Ressourcen.

12 Antworten

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  1. alexa said, on 22. Januar 2013 at 12:12

    nicht mit mir.
    für mich gans tiefgründig, ich möchte nicht nochmal retraumatisiert werden. auch wenn diese umfrage im netz stadt finden soll. ich bin alleine zuhause und das ist schlimm genug.

    alexa

  2. E.Kronschnabel said, on 22. Januar 2013 at 13:45

    @ Dierk Schäfer

    Zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen kann ich ein paar Antworten aus der praktischen Arbeit mit mitbetroffenen Ex-Heimkindern geben. Wir sind eine Interessengemeinschaft auf Selbsthilfebasis, jeder tut
    das was er kann, um anderen zu helfen. Das funktioniert sehr gut, meine große Schnauze war dabei oft sehr
    hilfreich, wenn es gegen die Anlaufstellen und deren teilweise unmögliche Arbeitsweisen ging. Landräte
    verlegten die Anlaufstellen vom Jugendamt weg hin zu anderen Dienststellen, um nur einen Punkt zu nennen.

    Auch wir kennen das Problem derer, die im Dunkeln bleiben. Die Gründe sind teilweise bekannt, oftmals erfährt
    man sie aber nicht. Ein Betroffener hätte alleine aus dem Rentenersatzfonds eine Zahlung von 32.200,00 €
    zu bekommen, plus die 10.000,- Sachleistung. Der Mann verzichtet, weil er Angst vor familiären Negativfolgen
    hat, seine eigene Familie weiss nicht, dass er ein geschundenes, sexuell schwer missbrauchtes Heimkind ist.

    Zwei Frauen mussten quasi zur Abrufung der „Entschädigung“ überredet werden, weil sie es nie lernten, für
    sich selbst einzustehen. Sie leben prekär, hatten einfach nur Angst, erneut mit der zum Jugendamt gehörenden Anlaufstelle zu gehen. Folgen der Entmündigung während der Heimzeit.

    Ein grosses Problem ist die Falschinformation durch Medien und sogar Interessenvereine von Heimkindern.
    „Du kriegst da gar nix, brauchst gar nicht hingehen, ich kenne einen der einen kennt….und deshalb weiss ich
    das“. Nichts weiss er – und wenn so einem dann schwarz auf weiss gezeigt wird, dass der volle Betrag ausge-
    schöpft wurde (einfach eine Frage der Begründung!), wird er kleinlaut.

    Anfangs hatten wir echte Probleme mit manchen Anlaufstellen, weil die Mitarbeiter von Beratung nichts verstanden, von der ganzen Materie nichts verstanden. Schüchternheit ist nicht meine Schwäche, Umgang mit
    Ämtern auch nicht, wir verschafften uns auf dem Verwaltungsweg Gehör, Dienstaufsichtsbeschwerden inbe-
    griffen. Unser Standpunkt lautet: „Sackt ein was ihr kriegen könnt, denn der Gesetzgeber wird euch niemals
    eine rechtliche Grundlage für eine wirkliche Entschädigung schaffen!“.

    Wir erleben auch die Ehemaligen, die sich heute in die Popos beissen, weil sie sich öffentlich und vehement
    gegen die Annahme von Geldern aus der zivilrechtlichen Fondsvereinbarung aussprachen. Dann bekamen
    sie mit, dass die Fondssummen voll ausgeschöpft wurden – und weil sie sich selbst gefesselt hatten, lancierten
    sie Falschmeldungen, verunsicherten die Leute, die dann 20.000,- oder 30.000,- hättern holen können. Und
    auch holten, wenn sie an unsere Truppe gerieten. Die Ablehner-Fraktion war aber erst richtig sprachlos, als
    sie mitbekamen, dass die Anrechnung der Gelder auf Sozialleistungen per Verwaltungsakt untersagt wurde.

    Viele Ehemalige scheuen die Auseinandersetzung mit einer Behörde, beantragen alleine deshalb nichts.
    Hilft man ihnen dabei, sind sie glücklich über die erhaltenen Summen. Mitglieder unserer Interessengemeinschaft hatten kein wirkliches Problem mit dem Abruf der möglichen Höchstsummen, weil wir
    schnell gelernt hatten, wie man begründen muss. Und eine einmal als „schlüssig“ durchgelaufene Begründung
    ist, ggfs. leicht abgewandelt, immer wieder schlüssig.

    Was ich mit den Schilderungen darstellen will ist die Notwendigkeit sich selbst zu sagen „Die Lumpen beuteten
    mich damals aus, jetzt will ich jeden greifbaren Euro rausholen, den ich kriegen kann!“.

    Unbekannt sind (und bleiben es wohl auch) die wirklichen Zahlen der Berechtigten.

    Abgelehnte Fälle sind uns nicht bekannt, denn wer den Heimaufenthalt belegen kann (auch Zeugen reichen
    dafür aus) bekommt auch die „Entschädigung“ genannte Geldzahlung.

    Erwähnenswert, weil darüber viel Unsinn verbreitet wurde: AUTOKAUF ist überhaupt kein Problem, die Begründung muss nur stimmig sein! In unserem Interessenkreis rollen mehrere 10.000-Euro-Kisten, die aus
    dem Fondsgeld bezahlt wurden.

    Es gibt natürlich auch Fälle, die zum Haareausreissen (die des „Sachbearbeiters“) sind. Ein Ehemaliger liess
    sich mit einer Jahreskarte im Wert von 1.700,- € abspeisen, damit er seine Tochter regelmässig besuchen
    kann. Keiner beriet den Mann, er wurde erneut Opfer. Die, die ihn beraten sollten, taten es nicht.

    Rechtsfrieden kann dieses Ganovenstück der Fondsbetreiber niemals bringen. Es bleibt Betrug an den
    Opfern, es ist ein erneutes Verbrechen der Täternachfolger.

    Trotzdem plädiere ich für die Abschöpfung der abholbaren Gelder, denn eine gesetzliche Regelung ist
    Utopie. Sollen die Almosen wenigstens ein paar geschundenen Seelen weiterhelfen.

    Noch was: Keine Anlaufstelle fragt nach Einzelheiten bezüglich Mißbrauch!!! Lasst euch nicht so einen
    Unsinn erzählen.

    Einzelheiten bei Missbrauch wollen nur die Perversen der Kirchen wissen! Vermutlich dient das der
    sexuellen Erbaulichkeit der Gottesmänner. Porno schreiben oder nachstellen kann Refinanzierung sein…
    Die christlichen Werte….wenn wir die nicht hätten, Leute!

    • dierkschaefer said, on 22. Januar 2013 at 14:28

      danke für die ausführliche schilderung so mancher möglichkeiten. sie ist nun hier nachlesbar und wird hoffentlich vielen helfen.

    • Helmut Jacob said, on 22. Januar 2013 at 18:08

      Die Beobachtungen von Herrn Kronschnabel kann ich großteils bestätigen. Nicht ganz deutlich wird, dass manche ehemalige Heimkinder intellektuell nicht in der Lage sind, das Antragsverfahren durchzustehen. Einige von ihnen können sich nicht einmal ihnen Hilfswilligen gegenüber artikulieren. Man muss selbst mit der Thematik vertraut und in der Lage sein, die Bedürfnisse des Hilfesuchenden zu erahnen und in Antragsform zu pressen.

      Einige Überlebende dieser Heimhöllen lehnen den Opferfonds ab. Auch unsere Arbeitsgruppe gehört dazu. Wir empfinden den Fonds und die möglichen Fondssummen unter dem Begriff Entschädigung als Beleidigung, – und noch einmal lassen wir uns nicht beleidigen.

      Trotzdem sind wir nicht böse auf die, die alles mitnehmen wollen, was sie kriegen können. Jeder empfindet nach seinem Gustus. Manchen ist es eine Ehre, den Fonds zu plündern, andere wollen ausdrücken: So geht man nicht noch einmal mit uns um.

      Aber, lieber Herr Kronschnabel, Sie machen den Leuten Mut! Dafür zunächst einmal herzlichen Dank! Diesen Mut könnten Sie stärken, indem Sie Ihren Feststellungen sichtbare Belege beifügen. Was spricht dagegen, wenn Sie Anträge für ein neues Auto und entsprechende Zusagen mit der Bewilligungshöhe nach Anonymisierung der Antragssteller ins Internet stellen. Sie berichten von Geldleistungen bis zu 30.000€, von Limousinen, die mit 10.000€ aus dem Opferfonds gesponsert werden und von raffinierten Antragsbegründungen, die man für andere Antragssteller quasi kopieren könnte. Was fehlt, sind auch Schreiben, mit denen Sie die Antragsstellen auf Kurs gebracht haben.

      Für solche Dokumente finden Sie sofort Abnehmer: wahrscheinlich Herrn Schäfer, bestimmt den Verein ehemaliger Heimkinder, bestimmt Martin Mitchell und mich mit gleich zwei Plattformen. So gestreut, könnte es gelingen den Opferfonds zu sprengen. Und dann wird es wieder aufregend. Wird er aufgefüllt oder bleibt der Deckel zu? Ich finde, das ist eine spannende Frage.

      • E.Kronschnabel said, on 22. Januar 2013 at 19:39

        @ Helmut Jacob

        Ihren Vorschlag zur Veröffentlichung von anonymisierten Belegen greife ich gerne auf, benötige dazu aber
        etwas Zeit.

        An den Begründungen ist nichts raffiniert, die kann jeder formulieren, der das Verwaltungsdeutsch einigermassen beherrscht. und der weiss, was „Schlüssigkeit“ bedeutet (sogar Tante Gugel hat was dazu!).
        Wir werden die „Raffinessen“ entzaubert im Text zeigen.

        Die Tatsache der intellektuellen Probleme vieler Berechtigter erwähnte ich bewusst nicht, weil ich diese Leute
        nicht blossstellen wollte. Ich arbeite das ab, dem Mensch wird geholfen, nur das zählt. Zur Abarbeitung dieses
        Problempunktes gehört für mich auch die Kontaktpflege zu den Mitarbeitern der betreffenden Anlaufstellen,
        weil ich weiss, dass dort nicht immer Empathiebolzen sitzen. Das war manchmal auch schon „haariger“, aber
        damit lernt man umzugehen (Vorteil grosse Schnauze…). Niedersachsens neuer Ministerpräsident lernte
        noch als Oberbürgermeister von Hannover dazu,
        weil der Weil seinen Dezernenten für das Ressort Jugendamt nicht an die Leine nehmen und arbeitswillig
        machen wollte. Man behandelt dort inzwischen auch intellektuell weniger begabte Menschen korrekt. „Nehme
        den grossen Hammer, dann musst du nur ein Mal zuschlagen, das schont Kräfte!“ sagte der Schmied zu
        seinem Stift…

        Ich lache gerade still, weil ich mir jetzt schon Ihr Gesicht vorstelle, wenn Sie die Dienstaufsichtsbeschwerden
        lesen können. Ungewöhnliche Probleme verlangen nach ungewöhnlichen Lösungen. Mit 65 muss ich nicht
        mehr freundlich sein, wenn ich auf unfreundliche Gegner treffe. Das Ergebnis zählt. In Niedersachsen gibt
        es Landräte, die mich gerne zu einem Mandellikör einladen würden, weil der Blausäure überdeckt. DAS empfinde ich als Ehre, lieber Herr Jacob, denn unsere Leute kamen zu ihrem „Recht“.

        Wir werden die Unterlagen zusammenstellen und anonymisieren. Das macht viel Arbeit, weil die Texte in sich
        oft auf den Betroffenen abgestellt sind.

        Übrigens ist es fast nie die Geschäftsstelle des Fonds in Köln gewesen, die Probleme machte. Probleme traten
        meist dann auf, wenn die Anlaufstellen blödsinnig begründeten, keine „Schlüssigkeit“ herstellen konnten. Kamen wir dann in’s Spiel, liessen sich die Probleme meistens schon telefonisch ausräumen. Die Prüfer in
        Köln brauchen schlüssige Gründe, der Rest interessiert die nicht, ist meine Erfahrung.

        Noch ein Tipp: Es hat sich bewährt, zuerst die Rentenausgleichszahlungen zu beantragen, weil die durch die
        Heimzeiten und die Lücken in dem LVA-Konto ganz schnell zu realisieren sind.. Die Leute haben schnell
        Bargeld und können in aller Ruhe die aufwändigere Sachleistungsbeantragung durchziehen. Mit ein paar
        Tausendern in der Hand lebt es sich leichter, besonders dann, wenn man von Sozialleistungen leben muss.
        Dieses Arbeitssystem konnten wir mit den Anlaufstellen sehr gut umsetzen.

        Auf einer Fahrt zu einer Anlaufstelle in Niedersachsen stand ich morgens um 05:00 h bei uns in Leipzig an einer roten Ampel.
        Dann sah ich einen abbiegenden 40-Tonner und wachte auf der Intensivstation einer Leipziger Klinik wieder
        auf. Gebrochene Knochen, „beklaut“ um 50 cm Darm und mit einem Bein beim Türsteher zur kirchlichen
        Disko, die sie die Hölle nennen. Auto Totalschaden, 12 Tage Intensivstation, weitere Wochen in der Klinik.
        Aber aufgeben ging nicht, ich hatte noch Geld vom Fonds zu kriegen, also musste der Teufel noch warten.
        Das war im Oktober, jetzt geht es schon einigermaßen gut. Auch das gehört zur Abarbeitung der Probleme
        unserer Leute. Und was muss mir passieren?: Diakonissenkrankenhaus……schon wiiiieeder Diakonie!!!!!

      • alexa said, on 22. Januar 2013 at 20:06

        herr kronschnabel,

        auch ich muss immer wieder in der anlaufstelle münchen entnehmen wie sie mit überlebenden umgehen. habs auch eigens erleben müssen. ich würde sagen verscheppung meines antrages. im mai habe ich den antrag gestellt und im 5 nov. wurde er in der auszahlstelle zugestellt?? ich werde immer noch hingehalten weil ich ja oeg beziehe!
        meine zähne müssen alle raus, weil ich massiv mit meinen beiserchen kniersche. ich habe das geld nicht.

        was ich sagen möchte ist ich kann es absolut nach voll ziehen was sie da berichten und ich finde es gut.
        bitte machen sie weiter so. für mich ist jeden tag eins auf neue.

        alexa

    • m.dahlenburg said, on 23. Januar 2013 at 14:49

      „…. dass die Anrechnung der Gelder auf Sozialleistungen per Verwaltungsakt untersagt wurde.“

      vorausgesetzt allerdings …
      erstens: ALLE Sachbearbeiter/Innen in den Jobcentern sind so nett und halten sich AUSNAHMSLOS an diese rechtlich wenig wirksamen Weisungen.
      zweitens: die Almosenempfänger wohnen nicht in einer der zahlreichen Options-Kommunen/-Kreise

  3. E.Kronschnabel said, on 22. Januar 2013 at 20:44

    @ alexa

    Sie sollten auf einem Gespräch mit dem Leiter der Anlaufstelle München bestehen. RÖSLER heisst der Mann,
    ich hatte mehrere Telefonate mit ihm, als sich die Anlaufstelle im Aufbau befand.

    Als Bezieherin von OEG sind Sie ein „Problemfall“, weil sich das mit den Fondssatzungen beisst. Ihre Ansprüche an den Fonds dürften trotzdem bestehen, weil Sie ja keinen Antrag gemäss OEG stellten. Laufende
    Zahlungen gemäss OEG sind ja keine „Entschädigung“ für entgangene Rentenbeiträge, die nach den
    Fondssatzungen mit monatlich 300,00 € Einmalabgeltungsbetrag auszugleichen sind. Auch die Sachleistungsgelder dürften Ihnen zustehen.

    Verwundert bin ich über die Bearbeitungsdauer bis zur Abgabe an die Fondsgeschäftsstelle Köln. Warum hatten Sie so lange Geduld mit der Anlaufstelle? Sie sollten sich mit der Geschäftsstelle Köln in Verbindung
    setzen und nach dem Stand der Dinge fragen.

    Nach meinen Erfahrungen kommen als „schlüssig“ abgesegnete Anträge binnen 4 Wochen zur Auszalung,
    die von der Bundeskasse Trier aus erfolgt.

    • alexa said, on 24. Januar 2013 at 11:47

      herr kronschnabel,
      danke für ihre gutgemeinden vorschlägen. hab das alles hinter mir. auch kenne ich herrn rösler persönlich bzw. drei von uns heimkindern wurden sep. 2011 vom sozialminiserium mü. zur umsetzung der anlaufstelle eingeladen???? wir haben uns zur verfügung angeboten und es pasiert nix?? so viel zu diesem.
      ich bin mit dem lenkungsausschuss berlin mit einer rau loheide in verbindung. sie sagt das selbe wie sie herr kronschnabel das eine hat mit dem andern nichts zutun? ich muss warten!!!!( bitte warten sie, bitte bleiben sie am aperat) ein kleiner spass von mir.
      mich kotzt alles an. wier die heimkinder sind immer noch in der untersten schublade. die großkotzerten verarschen uns. am 13feb. tagt noch mal der lenkungsausschuss über uns das soll noch mal über das oeg gelabert werden.

      alexa
      überlebendes heimkind
      1960-1978

      • E.Kronschnabel said, on 24. Januar 2013 at 14:10

        @alexa

        Frau Loheide (Maria heisst das Kind…) ist die Vertreterin der Diakonie und hat zu ihrer Unterstützung einen
        Aktentaschenträger mit Doktortitel. Beide gelten im Lenkungssausschuss als zuständig für Ausschuss…Ihre
        Aufgabe besteht darin, so wenig Geld wie möglich zu den Diakonieopfern kommen zu lassen.

        Als ich die Fahrtkostenerstattung mit den Ausschuss-Mitgliedern verhandelte, war es die Diakonie, die schamlos (wie immer!) einen Bruchteil der dann endlich erreichten Erstattungssumme „genehmigen“ wollte.
        Joseph Ratzingers Handelsvertreter setzte sich mehr ein als die Evangelen, mag man von den Katholen
        halten was man will (ich halte von keiner dieser Verarschungsfirmen was).

        Meine Empfehlung: Glauben Sie daran, dass 3 Pfund Rindfleisch eine gute Suppe geben, aber glauben Sie
        nichts, was aus der Richtung Scheinheiligkeitsmonopol kommt. Egal wie die einzeln heissen mögen.

        Bitte diese Frage beantworten: Stellten Sie bei der Anlaufstelle einen Antrag gemäss Opferentschädigungs-
        gesetz oder gemäss den Satzungen des Fonds Heimerziehung?

        Das ist ein gewaltiger Unterschied hinsichtlich der Zuständigkeiten. Ich hatte zwei Leute in unserem Arbeits-
        kreis, die man bei den Anlaufstellen regelrecht in die Irre führte, indem man das Kreuzchen auf dem Antrag
        bei „Beantragung von Entschädigung gemäss OEG“ setzte. Folge: Kein Geld aus dem Fonds!

        Diese Anträge wurden sofort zurückgenommen und neu gestellt.Dann flossen die Gelder aus dem Fonds
        Heimerziehung.

        Ob die Irreführung der Antragsteller vorsätzlich oder irrtümlich erfolgte kann ich nicht sagen.

  4. m.dahlenburg said, on 23. Januar 2013 at 10:03

    „Was das große Dunkelfeld betrifft: Herr Pfeiffer vom KFN hat doch jetzt freie Ressourcen.“

    Bevor jetzt noch jemand Hrn. Pfeiffer mit einem Heiligeschein verziert …. oder weiterhin pauschal für die
    Unterstützung der pfeifferschen Pseudostudie animieren will…

    @Hr. Schäfer,
    sie hatten bereits zu Skydaddy´s Blogeintrag und damit auch zu meiner Antwort >> Daß Prof. Pfeiffer den Forschungsvertrag nicht selbst schon vor über einem Jahr gekündigt hat, das kann man ihm getrost vorwerfen<< verlinkt, danke dafür.
    http://skydaddy.wordpress.com/2013/01/11/gescheiterte-missbrauchsstudie-vorwurfe-gegen-prof-pfeiffer-an-den-haaren-herbeigezogen/
    Skydaddy´s – Antwort (betreffend Pfeiffer, siehe Link oben) befriedigt mich nicht. Ich habe ihm wie folgt erneut geantwortet:
    zu 1) u. 2)
    also wenn die Kenntnis um die kirchenrechtlich zwingende Vernichtung – im Zweifel aller – für die Studie relevanten Dokumente / Daten kein überzeugender Grund zur straffreien Vertragskündigung war, dann gibt es wohl keinen einzigen plausiblen Grund. Denoch hat er dann noch ein ganzes Jahr weitergemacht – und so die Opfer getäuscht.

    Abgesehen davon wusste Pfeiffer selbstverständlich schon bei Vertragsabschluss von der Existenz der Geheimarchive. Das hat er mittlerweile schon mal ganz tapfer eingestanden. Warum aber hat er dann seinen Trick – trotz Geheimarchiven doch an die geheimen Dokumente zu kommen – , nicht im Konzept beschrieben? Warum steht davon nichts im Vertrag? Wollte der gewiefte Jurist, dem bei der Formulierung "alle erreichbare Akten" nicht alle Alarmsirenen losgingen, besonders schlau sein?

    Er kam ja auch nicht an die Studie der Rechtsanwältin. Spätestens da hätte er wissen müssen, dass seine Studie nicht wie vertraglich festgelegt durchführbar war. War er wirklich so naiv, zu glauben, dass es ihm besser ergehen würde? Glaubte er wirklich dass er seine Studie nach eigenem Gutdünken veröffentlich könnte, Obwohl er doch schon selbst vertraglich einer möglichen Zensur durch den Beirat zustimmte?

    zu 3)
    natürlich wollte er den Auftrag haben und auch zu Ende bringen.
    Genauso wie die Kleriker den Auftrag sicher gerne gegeben haben und sich auch schon auf das bereits im Konzept angedeutete Studienergenis freuen durften.
    Am Ende hätten wir dann endlich alle gewusst, dass alles mal ganz schlimm war, – wegen den 68ern natürlich -, aber schon seit Jahrzehnten ändert sich das alles zum Besten, was Kinder von Klerikern erwarten dürfen. Abgesehen von ein paar meist harmlosen Ausrutschern einiger weniger immer noch allzu kinderlieber Priester ….

    —–

    Besonders unseriös ist m.E. der Aufruf Pfeiffers an ALLE missbrauchten Kirchenopfer, sich zwecks Fortführens der Studie an das KFN direkt zu wenden. So kann er höchstens Daten sammeln und verwerten. Ob zum Vorteil der Opfer kann bezweifelt werden. Dafür erhofft er sich auch noch öffentliche Geldmittel.
    Jeder Dorfpfarrer könnte seine Datensammlung zu Recht in Zweifel ziehen. Es wäre dann endlich wieder, wie es schon immer war. Letztendlich steht die Kirche dann endlich wieder besser da. Und die Opfer werden ein weiteres Mal vera…t.
    Sowohl die mickrige Zahl von möglichen Kirchenopfern, die Pfeiffer im Zusammenhang mit der Nennung seiner bisherigen Missbrauchsstudien nennt, als auch die Tatsache, dass Missbrauch von sozial benachteiligten Kinderheimkindern wenn überhaupt, nur höchst selten registriert oder sogar in Kirchenakten verewigt wurden, beweist, dass bei der Studie ohnerhin nur um schon zu Tatzeiten vergleichsweise privilegierte Kinder und Jugendliche katholischer Einrichtungen berücksichtigt wurden
    ( Nicht umsonst gab es zum ersten Runden Tisch für missbrauchte und misshandelte Heimkinder 2.Klasse dann auch noch den zweiten Runden Tisch drt nur für die Opfer 1. Klasse. Also die , die auch in Pfeiffers Studie vorkommen sollten )

  5. alexa said, on 25. Januar 2013 at 13:22

    herr kronschnabel,
    ich beziehe oeg seit januar 2011. ich muss dazu sagen das dass versorgungsamt mit der anlaufstelle mü. eng miteinandern arbeit, dass heißt die schieben sich gegenseitig infos zu. deswegen dieses hinhalten.

    alexa


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