Dierk Schaefers Blog

Wenn political correctness Mordgehilfen produziert

Posted in Gesellschaft, Justiz, Kriminalität, Menschenrechte, Soziologie, Theologie by dierkschaefer on 2. Februar 2013

Heute, in der Printausgabe der FAZ, berichtet Ahmad Mansour nicht nur über die „Ehrenmorde“, sondern auch über die Erziehung, die solche Täter hervorbringt. „Wir machen uns zum Komplizen der Täter“ klagt er und beklagt das forcierte Wegsehen. Es ist politisch nicht opportun, weil intolerant, fremde Kulturen zu konfrontieren.

Er hat recht. Anstatt daß wir die Anerkennung einer menschenrechtsbasierten Leitkultur einfordern, kneift das linke Spektrum und ermöglicht eine Leidkultur zulasten von Frauen und Kindern. Man errichtet Tabus und diffamiert eine problemorientierte Debatte. Mit dem Thema Beschneidung hatten wir das ja kürzlich vorgeführt bekommen. Hier kam noch der infame Vorwurf des Antisemitismus hinzu.

Ahmad Mansour arbeitet als Gruppenleiter am Projekt Heroes in Berlin mit: http://www.heroes-net.de/

7 Antworten

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  1. Heidi Dettinger said, on 2. Februar 2013 at 19:33

    Was, bitte schön, hat political correctness mit politischer Opportunität zu tun?

    Political correct ist es, einen Schwarzen einen Schwarzen zu nennen und nicht etwa einen Nigger.

    Politisch opportun ist es, einen Schwarzen dann einen Schwarzen zu nennen, wenn man sich davon z.b. verspricht, bei dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten gut anzukommen und vielleicht einen netten Posten in dessen Nähe und bei entsprechender Entlohnung zu ergattern – und wenn man mit seinen Freunden vom Klu Klux Klan zusammenhockt, nennt man alle nicht weißen Angloamerikaner (incl. natürlich Obama und seine Familie) der Einfachheit halber Nigger.

    So, wie es politisch opportun ist, einer Abgeordneten NICHT vor der Kanzlerin in den Ausschnitt zu glotzen oder sie auf den Hintern zu hauen. Man aber sonst durchaus die Anmache von Brüderle verstehen kann.

    Politisch korrekt wäre es, sich einfach zusammen zu nehmen und das Glotzen, Hinternklatschen, Anbaggern und dumme Sprüche klopfen sein zu lassen.

    Und selbstverständlich hat es nicht die Bohne mit politischer Korrektheit zu tun, vor „Ehrenmorden“ (und allem, was dem vorausgeht) die Augen zu schließen. Das hat vielmehr zu tun mit Feigheit, Dummheit und – je nach Situation – vielleicht auch noch mit Politischer Opportunität.

  2. E.Kronschnabel said, on 2. Februar 2013 at 22:03

    @ Dierk Schäfer

    Es ist m.E. nicht nur die linke Szene, die eine „Sprichnichtdrüber“-Kultur fördert. Auch die rechts von den
    Linken agierenden Parteien haben selten den Mut zur Kritik gegenüber den Un-Kulturkreisen, die nicht nach
    unseren Vorstellungen leben (wollen). Beschneidung war etwas, was die SPD, die CDU (vorneweg die
    liebe „Mutti“ mit FDJ-Vergangenheit aus der Uckermark) und die FDP als „Recht“ der Kinderverstümmler
    bezeichneten und gesetzlich garantierten.

    Diese Haltung verdanken wir der unsäglich idiotischen Kuscherei vor der immer wieder angewandten „Du Nazzi!“ – Methode, die unsere andersgläubigen Freunde mit Migrationshintergrund so wahnsinnig gerne
    anwenden. Klappt ja auch wunderbar.

  3. Helga Weitzel said, on 2. Februar 2013 at 22:30

    Das nennt man ???? Oppositaion, das hat es und wird es auch immer geben.
    Dummheit ist ein Stück von Gutheit,
    Es war nicht, wird es nicht geben, den Dogmen der kath. Kirche aufzubrechen, was ehemalige Heimkinder angestossen haben, den Betrug an ehemaligen Heimkindern, den sexuellen Missbrauch, ist und muß es sein zu einer Disskution, PRO und KONTRA, in Ihrem Blog Herr Schäfer ist immer nur eine Seite vertreten, das ist die Kontra-Seite. Ich kennne Priester, denen ungerechtfertigt etwas unterstellt wurde. Ich bin Katholik, aber aus Überzeugung aus meinem Glauben, jeder Mensch ist fehlbar, auch Priester und Nonnen, es war ein menschliches Versagen, es hat nichts mit der Religion zu tun, was man jetzt macht, alle zu verurteilen, dem stimme ich nicht zu, sollten wir nicht nachdenken??, es gab immer schon den sexuellen Missbrauch, in der eigenen Familie, wer hat überhaupt damals jemanden angezeigt????, ich finde es jetzt etwas überzogen, das man nur die Kirchen dafür verantwortlich macht, wo waren sie alle, damals????, den Staat, der auch eine Verantwortung hattte, unsere Nachbarn???, die weggeschaut haben, nein, manche Kommentare sind zu einfach, irgend jemand musss herhalten, müssen wir nicht mal nachhaken, dass der sexuelle Missbrauch bereits in der Familie stattgefunden hat?, es jetzt nur den Kirchen zu zu schreiben, ist nicht fair. Ich behalte meinen Glauben aus Überzeugung.

  4. E.Kronschnabel said, on 3. Februar 2013 at 08:30

    @ Helga Weitzel

    Ihren Glauben aus Überzeugung will Ihnen auch kein Mensch nehmen.
    Dierk Schäfers Blog steht doch den Pro- und Contra-Usern zur Verfügung. Den PRO-Kirche-Lesern steht es
    doch frei, sich zu beteiligen, so wie Sie es taten.

    Dass die Opfer der einzelnen Täter das System Kirche verantwortlich machen hängt damit zusammen, dass
    die Institutionen Kirche ALS SELBSTERNANNTE MORALFABRIKEN seit Bestehen Wasser predigen und Wein
    trinken. Sie decken die Täter von damals, sie verweigern sich einer EHRLICHEN Aufarbeitung, sie machen
    die Opfer von damals schon wieder zu Opfern. Diese Infamie ist es, die die Heimkinder verbittert und wenn die
    Kirchen ihre menschenverachtende Haltung gegenüber den Opfern beibehalten, werden sie letztendlich mehr
    verlieren wie nur Geld.

    Natürlich sind die Missbräuche in Familien nicht weniger schlimm als die eines Kirchenmenschen. Auch die
    Familie sollte eine Wertevermittlungsstätte sein. Der Unterschied zu Vergehen der Täter aus Kirchenkreisen ist
    aber der, dass sich die Institution Kirche als Moralapostel aufspielt. Hochmerkwürden palaverte triefende Moral
    von der Kanzel und griff sich danach ein Kind, weil ihm danach war. Erfuhren die Oberhochmerkwürden von der Schandtat ihres Knechtes, sagten sie „Du du…“ – und schickten den pädophilen Sackhüpfer in eine andere Pfarrei. Damit der dort weitermachen konnte! Wie nennen Sie denn DAS?

    Sie monieren einseitige Anprangerung? Sollen die Opfer die Täter loben?

    Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass es nicht wenige Konstellationen gab, in denen man beispielsweise eine
    17-jährige in ein Heim steckte, weil sie ein uneheliches Kind bekam? In dem Heim wurde sie dann Opfer
    perverser „BetreuerInnen“ mit dem Kruzifix um die Hälse. Tolle Moral, oder? Besonders toll, weil die Oberen
    um das Geschehen wussten – und es nicht abstellten. Die „Gestrauchelte“ wurde in ein Gefängnis der verlogenen Moralfirmen gesteckt und erlebte dort erst mal richtig, was Verkommenheit ist! Wenn einer zum
    Arzt geschickt wird, erwartet man doch nicht, dass der dem Patienten Gift gibt, oder?

    Sie sprechen von der Mitverantwortung des Staates. Die stritt noch kein Opfer ab, im Gegenteil. Wir haben
    aber leider ein kleines Problem in dieser entbräunten Republik: Verquickung von Staat und Kirche, eine elendig schmierige Angelegenheit, weil die Vorstandsvorsitzenden der Heilsfabriken die nur zu willigen Kumpel
    aus der Polkitik durch Verträge über den Tisch zogen. Innerhalb dieser Machtstrukturen regieren die Pfäfflein
    kräftig durch Lobbyisten mit. Und innerhalb einer Familie tut man sich doch nicht wirklich was…schon gar nicht,
    wenn man gemeinsam Straftaten beging!

    Sie sollten sich mal ernsthaft mit den Schweinereien der Täterfirmen Kirche in Sachen Heimkinder befassen,
    danach verstehen Sie viele Dinge besser. Dann erkennen Sie sogar, dass die Einseitigkeit auf der Täterseite
    begann. Aktion erzeugt Reaktion. So einfach begreift man das, wenn man Kirchenschergen – mit Duldung ihrer
    Chefs!!! – am eigenen Leib erleben musste. Und der Katholik hat das wunderbare System der Sündenvergebung durch Beichte erfunden. Damit man neue Sünden begehen kann. Cleveres Geschäftsmodell. „Komm Junge, bück dich, ich habe gestern abend gebeichtet, ich kann dich wieder vernaschen“ sagte der Priester, oder wie geht das?

    Ich wünsche Ihnen einen festen Glauben, Frau Weitzel, denn den können Sie brauchen, wenn Sie sich mal
    wirklich mit dem Thema Missbrauch in kirchlichen Institutionen befassen. Stimmt, total einseitig war es auch
    damals, wenn sich die Täter die Opfer griffen. Allerdings kenne ich einen Fall, da genoss der Pfaffe sogar die Dreiseitigkeit, weil er sich drei Knaben hielt…

    Ein „Amen“ schenke ich mir.

    • E.Kronschnabel said, on 3. Februar 2013 at 12:32

      @ Helga Weitzel
      Noch eine Ergänzung dazu.

      Sie führen an, dass Sie es erlebten, dass Pfarrer/Priester zu unrecht beschuldigt wurden. Das gab es.
      Das waren Einzelfälle.

      Dieser Tatsche stelle ich all die Fälle entgegen, die UNGESTRAFT geschahen! Und das waren nicht wenige.
      In den Fällen machten die Kirchenoberen quasi die Förderer des Kindesmissbrauches, weil sie in zahllosen Fällen von den Verbrechen wussten.

      Dann wägen Sie jetzt mal schön die Relationen ab

  5. Rolf said, on 3. Februar 2013 at 15:03

    Hier möchte ich mich auch zu Wort melden, Straftaten in den Familien und in kirchlichen Einrichtungen.
    Wurde ein Strafbestand in der Familie bekannt, dann wurden die Täter bestraft und der Fall war erledigt und keiner sprach mehr darüber. Straftaten in den kirchlichen Einrichtungen, von den Kirchenoberen an Heimkinder, die werden vertuscht, oder noch schlimmer, den Kindern die Schuld gegeben.
    Der Kirche täte es gut, sich bei den EHK. zu entschuldigen und die Geschädigten zu befrieden.
    Die Schuldigen nicht behüten und in eine andere Gemeinde zu versetzen, sondern bestrafen und nicht weiter
    beschäftigen, so das kein weiteres Unheil mehr angerichtet werden kann.
    Die Kirche kann danach wieder frei Atmen, denn sie ist gesäubert, von den Schuldigen.

  6. Martin MITCHELL said, on 4. Februar 2013 at 05:02

    .
    Irgendwie gehört DIES jetzt zwar nicht zu dem von dem ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer in diesem seinem Blog eröffneten Thema »Wenn political correctness Mordgehilfen produziert«, aber der folgende Aspekt, bezüglich der KATHOLISCHEN KIRCHE wurde JETZT HIER erstmalig von Helga Weitzel ( am 2. Februar 2013 um 22:30 Uhr ) angesprochen. Deshalb fühlte sich ja »E. Kronschnabel« auch schon sofort dazu gezwungen GENAU AN DIESER STELLE etwas dazu zu sagen; und ich fühle mich ebenso dazu gezwungen JETZT HIER auch noch folgendes hinzuzufügen.

    Hier kann sich jeder gläubige Christ – katholische Christ – darüber informieren und entscheiden ob die KIRCHENOBEREN der KATHOLISCHE KIRCHE DEUTSCHLAND oder auch die KIRCHENOBEREN der KATHOLISCHEN KIRCHE „WELTWEIT“ sich in jeder Hinsicht an die von IHNEN gepredigten »Christlichen Werte« halten oder nicht.

    ERSTENS.

    »In Zusammenhang mit der Aufdeckung von Kindesmissbrauch, Wem gebührt die Ehre – und wem die Verdammnis?« ( eröffnet So. 19.12.2012 ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/15930-in-zusammenhang-mit-der-aufdeckung-von-kindesmissbrauch-wem-gebührt-die-ehre-–-und-wem-die-verdammnis/ ( Dieser Diskussionsfaden umfasst bisher insgesamt 3 Seiten ). Und auch die KATHOLISCHE KIRCHE darf sich an dieser Diskussion beteiligen.

    ZWEITENS.

    »Sorry an die Katholiken unter euch………« ( eröffnet Fr. 18.01.2013 ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board174-sonstiges-öffentlich/16027-sorry-an-die-katholiken-unter-euch/ ( Dieser Diskussionsfaden umfasst bisher insgesamt 3 Seiten ). Und auch die KATHOLISCHE KIRCHE darf sich an dieser Diskussion beteiligen.

    DRITTENS.

    »Entschädigung für Mißbrauch.« ( eröffnet Di. 12.07.2011 ) — Insbesondere Beitrag 25 ( vom So. 03.02.2013 um 03:45 Uhr ) in diesem Thread @ http://heimkinder-forum.de/v3/board1-off-topic/board84-off-topic-sonstiges/13211-entschädigung-für-mißbrauch/#post367406 ( Dieser Diskussionsfaden umfasst bisher nur 1 Seite ). Und auch die KATHOLISCHE KIRCHE darf sich an dieser Diskussion beteiligen.

    Und die evangelischen Christen dürfen sich durchaus ebenso die gleichen Fragen stellen, sowohl wie auch sich an dieser Diskussion beteiligen.

    Niemand ist von dieser Diskussion ausgeschlossen.
    .


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