Dierk Schaefers Blog

Verjährungsaufschub

Posted in heimkinder, Justiz, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Pädagogik, Religion, Theologie by dierkschaefer on 6. Februar 2013

 

Mit Dank an Herrn Mitchell/Australien  weise ich hier auf ein bedeutendes BGH/Urteil vom 4. Dezember 2012 hin (Az. VI ZR 217/11).

Hier wird höchstrichterlich der Tatsache Rechnung getragen, daß eine Verjährungsfrist erst dann beginnen kann, wenn die Tat im Bewußtsein des mündigen Geschädigten erscheint. Dies unterliegt den bekannten Verdrängungseffekten, die durch Traumatisierungen hervorgerufen werden können.

Hier zunächst das Urteil: http://openjur.de/u/597180.html#

Es bleibt die Frage offen, inwieweit Institutionen (Staat, Kirchen, Wohlfahrtsverbände) für die Rechtsbrüche einzelner dort Beschäftigter in Anspruch genommen werden können. Sie sollten sich nicht davor drücken dürfen.

Für die Kirchen und ihre Einrichtungen erscheint es jedenfalls kurios, daß sie die Verjährungsrede erheben. Sie handeln hier auf Erden mit Ewigkeitswerten, beanspruchen aber den Schutz der Verjährung. Sie untergraben damit ihre Lehre und das noch vorhandene Vertrauen Vieler.

https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/07/das-jc3bcngste-gericht2.pdf

Eine Antwort

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  1. Heidi Dettinger said, on 6. Februar 2013 at 11:48

    „Es bleibt die Frage offen, inwieweit Institutionen (Staat, Kirchen, Wohlfahrtsverbände) für die Rechtsbrüche einzelner dort Beschäftigter in Anspruch genommen werden können. Sie sollten sich nicht davor drücken dürfen.“

    Es ist nicht eine Frage des sich Drückens! Es ist deine Frage der Mitwisser- und damit Mittäterschaft!


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