Dierk Schaefers Blog

Der „Emeritierte“

Posted in Kirche, Kriminalität by dierkschaefer on 6. März 2013

»Laut „Il Secolo XIX“ belegen die Dokumente, die von der Staatsanwaltschaft Savona im Februar 2012 in der Diözese konfisziert wurden, dass Ratzinger zwei Jahre vor seiner Wahl zum Papst von den Verdachtsmomenten wusste. Die Aussagen der mutmaßlichen Opfer legen nahe: Nicht nur der Bischof von Savona war über die Schandtaten informiert, sondern auch zwei weitere Bischöfe«.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/ratzinger-soll-zu-missbrauchsfaellen-in-savona-geschwiegen-haben-a-886776.html

KuK steht eigentlich für etwas Anderes. Nachdem ich aber so oft in den Kategorien dieses Blog sowohl Kirche als auch Kriminalität anklicken muß, zeigt sich eine gar nicht so neue Verbindung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalgeschichte_des_Christentums

Tagged with: ,

4 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. ekronschnabel said, on 6. März 2013 at 09:19

    Ich hielt diese kirchlichen Syndikate immer für kriminelle Vereinigungen, deren Paten sich Consigliere halten, die das Ausbeutungssystem – absolut der Cosanostra gleichzusetzen! – gängig halten.

    Man schaffte es, einen eigenen Staat zu bilden (in Germany einen Staat im Staat), um die kriminellen Ge-
    schäfte ungestört tätigen zu können. Es wurde gemordet, betrogen. geschändet, man gründete eine eigene
    Bank, deren Chef dann mal an einer Brücke in London baumelte, weil was aus der Kasse fehlte.Kinderbordelle
    betrieb man weltweit unter der Bezeichnung „Kinderheim“, wie uns die jüngste Vergangenheit lehrte.

    Mit den Nazischweinen fraß man aus einem Trog, stellte SA-Diakone, betrieb ein eigenes Diakonie-KZ, trat für die Sterilisierung Behinderter ein (sogar für deren Tötung!!!), fühlte sich einfach (nazi)sauwohl, schon in der
    Zeit nach der Weimarer Republik und vor Adolf dem schwarzhaarigen Arier aus Braunau.

    Und heute stellen sich die kirchenleitenden Fazkes schon wieder dreist hin und erklären, daß ihr Drecksystem
    und ihre Verbrechen an Menschen nicht systematisch waren.

    Wie bitte nennt man denn das, was in dieser kriminellen Praxis dieser Staatskirchen passierte?

    Übrigens, die Bezeichnung Bischof ist nicht geschützt! Ich überlege mir, ob ich mich nicht…nee, lieber nicht,
    sonst pinkeln mich die Hunde und spucken mich die Kinder an.

    • Gregor Ter Heide said, on 6. März 2013 at 11:57

      Erich, du hast in seiner Darstellung Recht und deine Ausdrucksweise ist auch im Frust eines ehem. Heimkindes gerechtfertigt, denn nun können die es wollen (hoffentlich) auch zwischen den Zeilen lesen.

      Der „Emeritierte“ Papst war und ist „Gott sei dank“ nur ein deutscher Staatsbürger, denn sonst wäre eine Strafanzeige beim IStGH nicht möglich. Es liegt in Den Haag z.Z. nur noch „eine“ gültige Strafanzeige zur Überprüfung vor, bevor die Anklägerin das Verfahren übernimmt. Er kann bei den sexuellen Verbrechen innerhalb der Kirche als verantwortlicher Staatsbürger personell (Personalitätsprinzip) und territorial (Territorialitätsprinzip) mit einem der Gerichtsbarkeit des IStGH unterstehenden „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ iZm. §§ 5, 7, 13,14 VStGH assoziiert werden und besitzt auch deswegen keine Imunität. Der Vatikan hat übrigens auch keine Staatsbürger, denn der Stadtstaat ist widerrechtlich durch die Lateranverträge, vom damaligen NS Freund im italienischen Vertrag als (angeblicher) Staat beinhaltet worden. Man kann den kirchlichen sog. Stadt-Staat als Staatstadt „Vatikan“, mit Monaco, Lichtenstein, San Marino oder Andorra vergleichen.

      1. Die Kirche als eine Gemeinschaft der Gläubigen, ist nur ein großer weltumspannender „Verein“.
      2. Der „Heilige Stuhl“ ist mit dem absoluten Papst, nur ein Nicht staatliches Völkerrechtssubjekt.
      3. Der Vatikan ist nur ein souveränes staatliches Subjekt, als ein spezieller Stadt-Staat im Staat Italien.

      Usw. usw.
      Es gibt nur drei weltumspannendes Völkerrechtssubjekte mit völkerrechtlichen Rechten und Pflichten, die eine sog. „bedingte“ Rechtsfähigkeit besitzt, dessen Verhalten allerdings nur unmittelbar durch das Völkerrecht geregelt (diplomatischer Beobachter und Hilfstatus) wird. Als Beispiel besitzen das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst auch den gleichen Völkerrechtssubjekt – Status. Der sog. Kirchen-Staat ist kein Mitgliedstaat in bzw. der EU und nur ein staatsrechtlich definierter Zwergen-Staat im Staat der Vatikanstadt (ital. „Stato della Città del Vaticano“), wo der Papst als letztes absolutes Oberhaupt, in der einzigsten noch bestehenden undemokratischen „absoluten Wahlmonarchie“ der Welt regiert.

  2. ekronschnabel said, on 6. März 2013 at 12:39

    @ Gregor Ter Heide

    Ich benutze den Kirchenverantwortlichen gegenüber den Ton und die Verbalistik, die deren Schergen uns
    Kindern gegenüber NUR anwendeten!

    Die Postings nach dem Film zeigen uns, das die Heimschergen, männlich wie weiblich – und die Weiber
    noch perverser! – durchgängig im Gossenton mit uns umgingen. GENAU DAS mache ich heute mit denen,
    die schon wieder lügen, betrügen, psychisch vergewaltigen. Und ich warte nur darauf, daß eine(r) von
    denen die Blödheit besitzt, sich beleidigt zu fühlen und Anzeige zu erstatten. Das gäbe ein Fest, liebe Leute…

    Was steht im Märchenbuch Altes Testament? Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich will nicht mit denen verhandeln, die die Opfer schon wieder seelisch mißhandeln, Gregor. Wenn du mit Dreck beworfen wirst,
    und die Cosanostra-Bübchen mit dem Kreuz am Hals werfen nur mit Dreck, darfst du die nicht höflich angehen.
    War einerseits eine gute Lehre im Diakonie-Kinder-KZ Stephansstift-Kronsberg, ich weiß wie die ticken, denn
    in den Köpfen änderte sich wenig. Wir erleben es doch täglich wieder. Man kann sogar in den Nachrufen auf abgetretene Schergen aus der bösen Zeit die immer noch vorherrschende Uneinsichtigkeit der heutigen Stiftsleitung ersehen: Das war ein humorvoller, freundlicher Mann, bei seinen „Brüdern“ und „Schwestern“
    sehr beliebt – und daß genau dieser Typ als Heimleiter eine gnadenlose Bestie war, unterschlägt das Stiftsleiterchen Hoppe einfach.

    Nee, Gregor, keinerlei Konzilianz im Umgang mit denen, die schon wieder so handeln wie damals auch. Heute
    prügeln sie nicht mehr, heute machen die Aasgeier Psychoterror, siehe Behandlung der Sexualopfer.

  3. Heidi Dettinger said, on 8. März 2013 at 12:37

    Das der Papst nicht erst seit gestern von den Fällen von Vergewatigungen in der Kirche wusste, gilt als sicher – seit Jahren. 2010 bereits berichteten die Welt, die Süddeutsche Zeitung, die Zeit und die FAZ ausführlich über das Wissen – und das aktive Vertuschen – dieses Papstes. Und zwar seit Jahrzehnten!

    In seiner Zeit als als Professor in Regensburg, als Erzbischof in München oder während seiner 24-jährigen Zeit in der Glaubenskongregation – immer hat Ratzinger den Zugriff auf die fraglichen Akten gehabt. Und wann immer möglich angewiesen, alle „Fälle“ diskret und geheim zu behandeln, die Täter aus der Schusslinie zu ziehen.

    Was soll also das Geblöke nun? Ich wette meinen rechten Arm: Auch der Spiegel wusste, dass der Papst wusste…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: