Dierk Schaefers Blog

Drogenabhängige Pflegeeltern

Posted in Justiz, Kinderrechte, Soziologie by dierkschaefer on 16. April 2013

Unfälle können passieren, auch daß Kinder an falsche Medikamente geraten. Das ist schlimm und muß gerichtlich behandelt werden. Aber wieso sind Kinder in Drogenfamilien? Noch dazu Pflegekinder in Drogenfamilien? Warum nimmt ein drogenabhängiges Paar ein Pflegekind auf? Dabei geht es wohl nur selten vorrangig um das Kind.

Warum stand das Jugendamt nicht vor Gericht?

 

http://www.ndr.de/regional/hamburg/chantal175.html

3 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 16. April 2013 at 11:40

    „Warum stand das Jugendamt nicht vor Gericht?“ lautet Dierk Schäfers letzter Satz.

    Eigentlich ist das die einzige zu stellende Frage, denn das Pflegekind konnte nur bei einer „Pflegefamilie“
    untergebracht werden, weil Jugendämter, immer noch und immer wieder, mit der seit Jahrzehnten bekannten
    Unfähigkeit, verbunden mit Großkotzigkeit, ihr Unwesen treiben dürfen.

    Komischerweise wagt sich kaum ein Staatsanwalt daran, diese inkompetenten Vertreter einer „Jugendbehörde“
    anzuklagen. Der Anwalt des Staates schaut seelenruhig dabei zu, wie Kinder aus dem Elend in neues Elend
    geschickt werden. Anwaltschaft des Staates? Was für ein Staat ist das, der diese Inkompetenzen schont und
    somit fördert? Sind ja nur Kinder…

    Wenn man einen Hund aus einem Tierheim holt, wird man überprüft und eine Zeit lang kontrolliert, jedenfalls
    hier bei uns. Das ist auch richtig so. Warum wenden Jugendämter diesen Grundsatz nicht bei Kindern an?
    Das ist einfach zu erklären: Die Kinder sind lediglich Mittel zum Zweck und garantieren den Arbeitsplatz der
    JugendamtsmitarbeiterInnen. Gibt ja keine Kontrolle dieser Witzbehörde, die sich selbst verwalten darf.

    Die kläffen jetzt natürlich wegen meiner Angriffe. Einfach kläffen lassen, die belegen ihre Unfähigkeit täglich,
    die Medien tragen es vor.

    • Rike said, on 6. Juli 2013 at 01:21

      Also ich bin selbst Mutter von 3 Pflegekindern und 1″leiblichen“ Tochter. Alle 4 bezeichne ich und mein Mann als unsere eigenen Kinder. Unser letztes von jetzt 5 Jahren ist FAS geschädigt. Unsere 2. Tochter schwer traumatisiert. Nicht durch uns, sondern durch die eigenen Eltern. Keiner kann sich den Alltag mit diesen Kindern vorstellen. Keiner, der dies nicht selbst erlebt, kann sich vorstellen, welchen Schaden wir jeden Tag erneut versuchen einzugrenzen bei unseren Kids. Das kann kein Pflegegeld der Welt entgelten. Wir sind keine Heiligen, wir hätten uns das auch nicht zumuten brauchen-aber wir tuen das mit Liebe und mit Hingabe. Für unsere Kids würden wir alles tun, damit es ihnen gut geht. Ich kenne sehr viele Pflegeeltern, weil ich mich selbst
      in diesem Kreis sehr engagiere. Alle wollen nur eines: Das Beste für ihre Pflegekinder. Soweit unsere fachlichen Kompetenzen und Möglichkeiten es zulassen. Auch habe ich bisher nur tolle Mitarbeiter im Jugendamt erlebt, die auch ihr möglichstes tun-obwohl sie kaum noch Gelder bewilligt bekommen oder es sehr schwer ist Therapiemaßnahmen und Hilfen genehmigt zu bekommen. Man darf nicht alle so böse über einen Kamm scheren. Natürlich gibt es überall schreckliche Außnahmen. Ob es Pflege-oder Übergangseltern sind, die absolut ungeeignet sind, oder Mitarbeiter im Jugendamt, die da nicht hingehören und fachlich und menschlich vollkommen ungeeignet sind. So etwas darf auf gar keinen Fall passieren!!! Solche Fälle fallen natürlich absolut auf und werden in der Presse noch schlimmer dargestellt, als die Wirklichkeit war. Aber wir anderen Pflegeeltern, die jeden Tag versuchen eine gute Arbeit zu leisten, über die wird selten berichtet. Ich will damit nur sagen: Schwarze Schafe gibt es leider Gottes überall und umso grausamer ist es, wenn Kinder dabei gequält und getötet werden. DAS DARF NICHT SEIN! Aber es ist nicht die Regel-auch nicht was das Jugendamt betrifft-dort gibt es so viele engagierte Leute, die über ihre Kraft arbeiten und viel mehr tun, als sie bezahlt bekommen. Das muss man auch mal klar sagen. Das wirkliche Problem sind all die Kürzungen von Geldern und Personalmangel. Das erzeugt oft Fehler, die nicht passieren dürften-in einem Kontext, wo oft viel mehr Hilfe, Geld und Zeitaufwendung des Personals nötig ist. Pflegeeltern sind selten ausgebildete Psychiater, Heilpädagogen oder Therapeuten oder Lernpädagogen für lernschwache und sozialschwache Kinder-aber all das müssen sie leisten!! Oft ist man übernächtigt und kraftlos und muss trotzdem den Alltag gestalten. Ich will hier nicht nur jammern und klagen-man bekommt auch viel zurück und wenn man es dann schafft, solche Kinder erwachsen in ein selbstbestimmtes und geregeltes Leben „entlassen“ zu können-dann ist man einfach nur glücklich. Vor allem wenn man dann nach all der Probleme und Schwierigkeiten weiter eine Familie bleibt und die „Großen“ regelmäßig vor der Türe stehen…Bei all den schrecklichen Nachrichten, die einen erreichen, so wie diesen schlimmen und nicht zu entschuldigenden Fall, bitte ich nicht zu vergessen und möchte ich mit meinem Beitrag nur zeigen, das es auch noch andere Pflegeeltern und Jugendamtsmitarbeiter gibt, die eine Verallgemeinerung dieses Themas und so harte Worte nicht verdienen… Vielen herzlichen Dank fürs Zuhören/lesen…

      • dierkschaefer said, on 6. Juli 2013 at 18:41

        Danke für den Kommentar. Die Erfahrungen mit Jugendämtern sind tatsächlich sehr unterschiedlich. In meiner Zusammenarbeit mit PFAD bin ich allerdings eher auf Pflegeeltern gestoßen, die mit Jugendämtern kämpfen mußten, weil die ihre Pflegekinder zu den problematischen leiblichen Eltern zurückführen wollten – weil’s billiger ist. Dummerweise melden sich immer nur die Menschen, die schlechte Erfahrungen mit ihrem Jugendamt machen. Jugendämter sind halt von Kreis zu Kreis und Stadt zu Stadt verschieden. Was Sie leider nicht ansprechen sind die Strukturfragen: Jugendämter sind weithin autonom und werden allenfalls durch den Sparwillen des Landrates/Oberbürgermeisters begrenzt. Es gibt keine Fachaufsicht über Jugendämter. Und viele Jugendämter arbeiten nicht mit evidenzbasierten Methoden. Da ich Gutachten für Bewerber für Auslandsadoptionen schreibe, bekomme ich unterschiedliche Informationen über einzelne Jugendämter – positiv fällt in diesem Bereich regelmäßig das Jugendamt Stuttgart auf. Das immer wiederkehrende Negativbeispiel will ich hier nicht nennen. Doch dieses fällt auch in anderen Bereichen negativ auf.


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