Dierk Schaefers Blog

Die FAZ geizt mal wieder mit ihren Print-Artikeln und stellt sie nicht ins Netz.

Posted in Gesellschaft, Kinderrechte, Politik by dierkschaefer on 12. Juni 2013

Dabei ist das Thema wichtig und gehört in die öffentliche Diskussion.

 

In meinem Blog hatte ich das Problem bereits genannt.[1]

Nun der am konkreten Beispiel von Nordrhein-Westfalen orientierte Artikel, den ich aus ©-Gründen nur mit Zitaten wiedergeben kann.[2]

NRW: Der »Ge­setzentwurf für ein „inklusives“, gemein­sames Lernen von behinderten und nicht­behinderten Kindern an Regelschulen stößt auf breite Ablehnung. Die zwei Tage währende Anhörung von Fachleuten und Verbänden im Landtag geriet zum Totalverriß«. Es fehlte »an allem: an Personal, an einer gesi­cherten Finanzierung und sogar an kon­kreten Vorgaben und Qualitätsstandards«. Das Antragsverfahren für sonderpädagogischen För­derbedarf solle in Zukunft allein von den Eltern ingang gesetzt werden. »Nur „in Ausnahmefällen“ sollen Regelschulen dies noch dürfen. … Die kommunalen Spitzenverbände wei­sen darauf hin, dass bisher nur etwa fünf Prozent der Feststellungsverfahren von den Eltern eingeleitet worden sind. Des­halb sei damit zu rechnen, dass bei einer wesentlichen Anzahl von Schülern der sonderpädagogische Förderbedarf vor al­lem auf den Feldern Lernen sowie emotio­nale und soziale Entwicklung gar nicht mehr festgestellt werde«. Dies umso mehr, als die Grundschulen erst ab dem dritten Schuljahr eine sonderpädagogische Unterstüt­zung im Förderschwerpunkt Lernen bean­tragen können. Doch dann dürfte sich das Problem bereits in vielen Fällen verfestigt haben, zum Schaden der förderbedürftigen Kinder und der ganzen Klasse. Auch später auftretende Lernbehinderungen seien nicht vorgesehen, denn ab Ende der 6. Klasse ist kein Antrag mehr möglich.

 

Hier wird eine ideologische Linie von rot/grün zulasten der Kinder gefahren – und in der Euphorie vieler Eltern von Kindern mit Behinderungen löst das Stichwort Inklusion geradezu Glückgefühle aus.

Nicht ohne Grund ist der Artikel der FAZ überschrieben mit: Ein verkapptes Sparprogramm.

Ich schrieb am 3. April in meinem Artikel: Um die Finanzierung streitet man ohnehin noch und wird sie zulasten der für die Inklusion geforderten Qualität lösen.


[2] FAZ, Mittwoch, 12. Juni 2013, S. 8

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