Dierk Schaefers Blog

Rechtsfreie „Jugendhilfe“- Räume

Posted in Gesellschaft, heimkinder, Justiz, Politik by dierkschaefer on 9. Juli 2013

»Dem Protokoll zufolge dauert diese folterähnliche Prozedur bis ein Uhr nachts.

Tausende solcher Seiten soll es geben«[1]         [2]


3 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Lutz said, on 9. Juli 2013 at 21:42

    Tausende Dokumente in denen die Misshandlungen auch noch dokumentiert worden sind.
    Ich bin fassungslos und heut hat endlich die entsprechende Ministerin ein Beschäftigungsverbot für einzelne personalangehörige ausgesprochen. Das auf Grund bekannt gewordener,
    Zitat:
    „Drei Mitarbeiter stehen demnach im Verdacht, zumindest zwei Jugendliche körperlich und seelisch misshandelt zu haben.“
    Zitat ende.
    Ich für meinen Teil bin gespannt auf die nächsten Enthüllungen ..denn wer glaubt dass nun endlich alles offen gelegt worden ist, denke ich der fehlt. Es wird etwas dauern aber irgendwann werden sicher die und das verstehe ich gut verängstigten und im Moment nach meiner Einschätzung verstörten Kinder und Jugendlichen aus der Deckung kommen.
    Hoffentlich kann ich da nur sagen.
    Was gedenkt also die Ministerin eigentlich nun für die bis Heut nicht ernst genommen Ehemaligen Heimkinder der DDR zu unternehmen die weder entschädigt noch rehabilitiert worden sind. Frau Minister da sind noch gewaltige Fragestellungen offen, und nun haben sie bereits neue die Sie beantworten müssen….oder müssen Sie gar nicht?
    Sie haben das in der Vergangenheit zugesichert, und uns Betroffene dann genau so vergessen wie die Kinder in der Haasenburg. Schämen Sie sich.

  2. Heidi Dettinger said, on 9. Juli 2013 at 23:25

    Wer immer glaubt, dass es mit drei Mitarbeitern getan ist, die „zumindest zwei Jugendliche körperlich und seelisch misshandelt“ haben, vergisst, dass so ein Laden läuft, wie andere eben auch: Natürlich wussten andere von den Misshandlungen – wenn sie nicht selbst sowieso dabei waren. Natürlich wurden die Misshandlungen vertuscht und gedeckt – und das macht doch nicht einer alleine. Denn: Bei zu offensichtlichem Fehlverhalten versiegt womöglich die Geldquelle – das wiederum wäre irgendwie blöd für alle.

    Kinder? Jugendliche? Who the hell cares anyways?

    Solange die Kohle stimmt, solange der Job sicher ist, solange die Arbeit Spaß bringt (hö, hö, ich auf einem Bein, du auf dem anderen, du da drüben lehn dich schön auf’s Köpfchen, jau, das wird mal wieder eine Sause) – denn Spaß muss schließlich sein.

    *brech* schrieb eine „Erzieherin“ bei dem Gedanken, die Gesprächsführung machen zu müssen, und nicht auf Bein oder Arm liegen zu dürfen.

    „Würg“ fällt mir bei solch widerlichen, gefühllosen „Witzbolden“ nur ein.

    • m.dahlenburg said, on 13. Juli 2013 at 09:11

      „Laden läuft, wie andere auch …“ stellvertretend für viele andere .. . http://www.diakonie-portal.de/presse/grenzen-als-chance-ejf-bietet-einrichtungen-mit-zeitweiliger-verschlussmoeglichkeit/?searchterm=offene
      Natürlich fand solches Einsperren von Kindern und Jugendlichen auch schon die Zustimmung des Exclusionsfördervereins Aktion Mensch (nur noch im Internetarchiv Wayback abrufbar – wenns zufällig gerade mal geht).

      +++

      „Dass es sich bei den Jugendlichen, die in Einrichtungen wie etwa der Haasenburg GmbH um Kriminelle handelt, streitet (der Kriminologe Christian ) Pfeiffer ab. „Es wird kräftig auf die Pauke gehauen und aus einer Mücke ein Elefant gemacht“, so Pfeiffer. „Das hat einzig und allein den Grund, die hohen Kosten der geschlossenen Einrichtung zu rechtfertigen.“

      Dem entsprechend auch die Stellungnahme des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit (AKS) Hamburg zu der Auseinandersetzung um die Geschlossene Unterbringung (GU) als „Hilfe zur Erziehung“:
      „Die Freiheitsentziehung ist nur so lange rechtens, wie diese Gefahr besteht und längerfristig nur nach einem Beschluss des Familiengerichts möglich. Im Gegensatz dazu dient die GU ausschließlich dem Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft, dem Wunsch nach Bestrafung und nicht der Hilfe und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Strafe und die Gewährleistung von öffentlicher Sicherheit sind jedoch nicht Auftrag der Jugendhilfe! Die pädagogische Kritik ist simpel aber existenziell: Erziehung kann nur in Freiheit stattfinden“

      http://www.geschlossene-unterbringung.de/


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: