Dierk Schaefers Blog

„Neues Leben“ – „Wer einmal da war, überlebt auch die Hölle“.

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Politik by dierkschaefer on 26. August 2013

»Seit mehr als einem Jahr gibt es einen Entschädigungsfonds für Kinder aus DDR-Heimen in Höhe von 40 Millionen Euro. Doch über die Hälfte der rund 1200 Antragsteller in Sachsen-Anhalt warten noch auf ihre Entschädigung. Sie beklagen einen enormen bürokratischen Aufwand«.[1]


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5 Antworten

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  1. Heidi Dettinger said, on 26. August 2013 at 23:39

    Eigentlich wird man ja reichlich müde, immer und immer wieder das gleiche zu betonen. Aber: wat mutt dat mutt! Hier also mein Kommentar zum Artikel in der Volksstimme und der unsäglichen Aussage dortselbst, es handle sich bei der Almosenausteilung um Entschädigung:

    „Nur ein kleiner Hinweis:

    Es gibt keinen Entschädigungsfonds, ergo: es gibt auch keine Entschädigungen!
    Es gibt eine „Billiglösung“ (Prof. Dr. Manfred Kappeler), Ost wie West.

    Angesichts der Tatsache, dass gerade vor einigen Tagen ein Kloster in Österreich einen außergerichtlichen Vergleich über 250.000 Euro mit einem ehemaligen Internatsschüler geschlossen hat, der hinter seinen Mauern sexuelle Gewalt erleiden musste, bekommt man bei den Almosen, die da für uns – auch hier: Ost wie West! – mit einer nachlässigen Handbewegung vom Tisch gefegt werden, echt schlechte Laune!

    Wenn man dann noch bedenkt, dass von uns erwartet wird, mit gebeugtem Rücken und der angemessenen Dankbarkeit unter dem Tisch herumzukriechen und die Almosen aufzusammeln, wird aus der schlechten Laune leicht Wut!

    In den USA übrigens, werden z.B. kirchliche Vergewaltigungsopfer mit gut einer Million Euro pro Überlebendem entschädigt.

    Vielleicht sollten wir uns tatsächlich mal nach oben strecken und nicht weiter nach den Krümeln suchen!

    Heidi Dettinger, VEH e.V.“

    Wie sagte doch Che Guevara seinerzeit so schön? „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!“

    Brauchen wir doch nur das kleine Wörtchen versuchen durch verlangen austauschen, schon stimmt’s!

  2. sabine s. said, on 27. August 2013 at 00:55

    Dankbarkeit ist kein Bewilligungskriterium und die Almosen werden aufs Konto überwiesen. Unter dem Tisch herumzukriechen ist nicht nötig. Ergo wir der Rücken nicht belastet.

    „Das Unmögliche zu versuchen“ – worauf warten Sie?

    sabine s.

  3. Martin MITCHELL said, on 27. August 2013 at 01:17

    .
    Was man tun muss und sich gefallen lassen muss um nach langer Wartezeit „die Amlmosen“ zu bekommen, „den“ lang erwarteten „Spatz“ überreicht zu bekommen, VIELLEICHT auch tatsächlich etwas davon direkt auf sein Konto bezahlt (und nicht an Drittpersonen ausgehändet) zu bekommen:

    Bezüglich den extrem langen Wartezeiten bis zu einem Ersttermin bei den Anlauf- und Beratungsstellen um interviewt zu werden und überhaupt erst einen Antrag auf »Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung WEST« oder einen Antrag auf »Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung OST« stellen zu können

    … kommt jetzt von verlässlicher Stelle …

    – re „Schlüssigkeitsbescheid“/„Antragsbewilligung“ von BAFzA in Köln –

    Seitens der entgültigen Entscheidungsstelle aller Anträge in Köln – d.h. seitens des
    BUNDESAMTES FÜR FAMILIE UND ZIVILGESELLSCHAFTLICHE AUFGABEN [ BAFzA ] – sind jetzt zusätzliche „Wartezeiten bis zu 7 Monaten zu erwarten“.
    .

  4. Lutz Adler said, on 27. August 2013 at 04:03

    An die Redaktion.

    Hallo Herr M. Fricke,
    das nen ich schon eine gezielte und beabsichtigte falsch oder Fehlinterpretation.
    Oder ebbend doch nur schlampig gearbeitet?
    Sie hätten bei der Recherche für diesen Artikel sicher einmal die Möglichkeit gehabt sich die „Vereinbarung“ zwischen dem Fonds für ehemalige Heimkinder der ehemaligen DDR und den Antragstellern ansehen zu können.
    So wäre Ihnen sicher aufgefallen das es sich dabei ausdrücklich „ Nicht um eine Entschädigungsleistung“
    handelt.
    Das wird explizit in den Vereinbarungen die geschlossen werden festgehalten und ausdrücklich dar gestellt. Der Fonds ist eine freiwillige Leistung ohne jeden Rechtsanspruch der Antragsteller! Es wird also ausdrücklich „nicht Entschädigt“!
    Es wird weder über die von Kinderhänden geleistete „ Zwangsarbeit“ ,noch über die schweren Menschenrechtsverletzungen , noch über die Verletzung der Würde des Menschen in diesen Einrichtungen gesprochen, so wie das gesamte Thema niemals in den Ostländern erörtert wurde. Es ist niemals seit der Wende eine echte Aufarbeitung der Geschichte auf diesem Sektor vorgenommen worden aus gutem Grund!
    Eventuell hätte sich heraus gestellt dass wir die Betroffenen ja ebenfalls Opfer der SED Diktatur waren und nach dem Einigungs-Vertrag, auf den ich Sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich hinweisen möchte, angemessen zu entschädigen wären. Dies mit rechtlichem Anspruch und einklagbar !
    Ich bitte Sie um entsprechende Korrektur Ihres Artikels.
    Mit freundlichen Grüßen
    Lutz Adler

  5. Lutz Adler said, on 27. August 2013 at 12:53

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    so wie telefonisch mit Ihnen besprochen bitte ich um Richtigstellung der sowohl sachlich als auch
    inhaltlich falschen Darstellung von angeblich gezahlten „Entschädigungen“ an ehemalige Heimkinder der ehemaligen DDR.

    Gegendarstellung

    Die Leistungen aus dem Fonds Heimerziehung Ost und West sind ausdrücklich von der Bundesregierung als „keine Entschädigungsleistung“ deklariert worden.
    Es ist also falsch das Antragstellern zu diesem Fonds, Entschädigungen mit Rechtsanspruch gezahlt werden oder Leistungen erbracht werden die einklagbar sind oder wären.
    Richtig hingegen ist, ein Anerkenntnis von „Zwangsarbeit von Kindern“ und schwersten Menschenrechtsverletzungen findet ausdrücklich nicht statt. Rentenersatzleistungen für nicht gezahlte Sozialabgaben der ausbeutenden Unternehmen können durch den Fonds nach Prüfung der Plausibilität gewährt werden. Ersatz für vorenthaltenen Lohn und Verzinsungen werden nicht gezahlt.
    Richtig hingegen ist, dass Antragstellern Hilfen zum Lebensunterhalt in Form von Sachleitungen nach einer sogenannten Plausibilitätsprüfung gewährt werden können. Richtig ist weiter das diese Leistung in Sachwerten und nicht in Geld erfolgt.
    Weiterhin richtig ist dass, die Bürokratischen Hürden die indessen durch die Anlauf- und Beratungsstellen errichtet worden sind im Gegensatz zu den von der Bundesregierung unter der Bundeskanzlerin Frau Merkel zugesicherten unbürokratischen und schnellen Hilfe in Gegenteil verkehrt worden ist und wird.

    Ich bedanke mich für Ihre so hoffe ich im Kontext Ihres Artikels demnächst erscheinende Gegendarstellung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lutz Adler


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