Dierk Schaefers Blog

„Wir wurden als Kinder gedemütigt, und jetzt werden wir es wieder“

Posted in Gesellschaft, heimkinder, Kriminalität, Politik by dierkschaefer on 30. September 2013

»Bis zu 18 Monate müssten Betroffene in manchen Bundesländern warten, bis sie einen ersten Termin in der Anlauf- und Beratungsstelle bekommen, berichtet Weisensell. Große Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg hätten nur eine solche Stelle, das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen gerade mal zwei. Manche Stellen würden schon gar keine Termine mehr vergeben, weil sie nicht nachkämen«.

» Die Bundesregierung tut solche Beschwerden als Einzelfälle ab. In einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion vom August heißt es, der Fonds habe sich als „bewährtes Instrument zur Gewährung konkreter Hilfen“ erwiesen«.[1]


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19 Antworten

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  1. Lutz Adler said, on 1. Oktober 2013 at 03:12

    Wen wundert’s?
    Schon wieder sitzen die Errichter des in der Öffentlichkeit so hoch gelobten Fonds in einem Boot.
    Alle gemeinsam gegen und nicht für die Betroffenen, so wie am RTH west. Wo es unter keinen Umständen Zwangsarbeit von Kindern in Deutschland gegen jede Definition und Vernunft geben durfte!
    Der Staat der jede Verantwortung und Ernsthaftigkeit an der Aufklärung der Vorgänge bis zum heutigen Tage vermissen lässt , schlimmer noch abwiegelt und verniedlicht. Die Kirchen die indessen selbst im Range eines Kardinals mit dem Finger öffentlich in eine andere Richtung zeigt. Und dafür nicht auf dieselben geschlagen bekommt.
    Es werden und wurden keine Löhne für die Zwangsarbeit gezahlt und heut auch nicht nachentrichtet. Auffällig ist nur das für geleistete Zwangsarbeit eine sogenannte „ Rentenersatzleistung“ je Zwangsgearbeiteter Monat von 300,00€ ein lächerlicher betrag den Betroffenen zugestanden wird. So diese die Auszahlung erleben. Nein nein auch das ist nicht böse Formuliert sondern die Realität!

    Der sehr geehrte Herr G. aus dem Göttinger Kreis (die Betroffenen wissen wohl! wer gemeint ist) der alles dafür tut das die Mittel des Fonds die mehr als lächerlich sind nicht ausgeschöpft werden.
    Die Verwaltung die allenthalben schon heut öffentlich fordert mehr als die festgeschriebenen Mittel in Höhe von 10 % = 12 Mill. aus dem Fonds für eigene Aufgaben zu entnehmen. Nein nein das ist keine Fehlinterpretation meinethalben, das ist die Realität die Opfer bezahlen aus den lächerlichen Mitteln 120 Mill. für ca. 1,2 Mill. Betroffene Ihre angeblichen Hilfen zum Lebensunterhalt selbst. Plus die dazu gehörige Verwaltung.
    Diese ist indessen keck genug weitere entnahmen für eigene Zwecke zu fordern 20, 30 oder vielleicht 50 %? So erklären sich vielleicht die nun so mein verdacht produzierten Wartezeiten von 18 und mehr Monaten auf die Antragsbearbeitung und das nennt die Bundesregierung im Beschuss vom Juni 2011 niedrig- Schwellig und unbürokratisch. Hier wird mit System gearbeitet!

    Das ist der Öffentlichkeit so nicht bekannt und ein eimaliger Vorgang bei der angeblichen Bewältigung der Folgen der schwarzen Pädagogik von 1949 bis 1990 in der Bundesrepublik. Nun werden zur Abschreckung bewusst bürokratische Hürden errichtet um die meist gesundheitlich seelisch und psychisch Misshandelten Opfer von der Antragstellung abzuhalten! Scham kennen diese Damen und Herren nicht, nicht in Deutschland! Die Industrie und den SED Staat mit seinem SED Parteivermögen haben die Errichter des „ Fonds „ gleichwohl von Anfang an außen vor gelassen.
    Was bleibt den Opfern, die Straße, als letztes Mittel und der öffentliche Protest vielleicht auch noch ein Marsch / fahrt mit dem letzten Hemd oder dem nackten Fell nach Genf. Das besetzen der sogenannten „Anlaufstellen“ die indessen eine tragende Rolle in diesem perfiden Siel mit dem Betroffenen spielen? Auf jeden Fall nicht aufgeben und öffentlich machen was da im geheimen so vor sich geht.
    Ich bin denke ich ein friedliebender Mensch, aber wer will mir angesichts dieser Tatsachen eigentlich den Wutbürger verbieten?
    Lutz Adler

  2. sabine s. said, on 1. Oktober 2013 at 22:19

    …wer will mir angesichts dieser Tatsache den Wutbürger verbieten?…

    Wutbürger, Wutbürger, Wutbürger…*kopfkratz* war es nicht das Wort des Jahres?

    sabine s.

  3. lutz adler said, on 1. Oktober 2013 at 22:40

    Schade das es von deiner seite dazu nicht mehr zu sagen giebt 😦

    Lg Lutz

  4. sabine s. said, on 2. Oktober 2013 at 08:52

    Herr Adler, denken Sie mal darüber nach, was ich Ihnen mit meinen wenigen Worten sagen will.

    sabine s.

    • helmutjacob said, on 2. Oktober 2013 at 13:50

      Dann sagen Sie doch direkt, was Sie mit Ihren wenigen Worten sagen wollen. Auch ich verstehe Sie meist nicht.

  5. Schmidt Rolf said, on 3. Oktober 2013 at 11:04

    Es gibt warscheinlich viele ehemalige Heim-Kinder, die garnicht wissen, wohin Sie sich melden müssen.
    Die Ämter oder die Sachbearbeiter bewegen sich doch nur ungern, oder aber nur sehr, sehr laaangsaam.
    Hauptsache ist doch, das die Amtliche Stelle, vom großen 120.000.000 Millionen topf genehmigt wurde.
    2014 soll die Auszahlung enden? Ja, was denn nun, ich selbst habe auch von keiner Stelle eine Einladung bekommen oder Aufforderung.

    • dierkschaefer said, on 3. Oktober 2013 at 13:24

      ja, wie denn auch? da muß man sich schon selber tummeln. ist doch ihr interesse und nicht das der anlaufstelle.

      • m.d. said, on 4. Oktober 2013 at 13:31

        griff ins klo, hr. schaefer

  6. helmutjacob said, on 3. Oktober 2013 at 17:35

    Sehr geehrter Herr Schmidt, es gibt wahrscheinlich keine Stelle, in der die vielen hunderttausend Opfer namentlich registriert sind. Also müssen Sie sich selbst melden. In der Schnelle fand ich folgende Telefonnumer:
    „Auskünfte zu den Anlauf- und Beratungsstellen in den Bundesländern erhalten Sie kostenfrei unter folgender Telefonnummer:
    Telefon 0800 1004900 kostenlos
    Mo: 08 bis 14 Uhr
    Di, Mi, Fr: 16 bis 22 Uhr
    So: 14 bis 20 Uhr“
    DA sie scheinbar über einen PC verfügen, habe ich Ihnen eine URL rausgesucht, die Sie durchstöbern können nach Ihrer möglichen Anlaufstelle.
    Wenn Frau Erika Tkocz mitliest: Erika, Du verfügst sicher über eine Liste der Anlaufstellen. Sicher wird Herr Schäfer und ganz bestimmt auch ich sie auf unseren Plattformen veröffentlichen.
    Ihnen, Herr Schmidt, viel Erfolg!

  7. Rolf Schmidt said, on 3. Oktober 2013 at 18:00

    Moment mal, helmutjacob,
    erwähnen möchte ich noch, das ich mit dem RA. R. Nieporte, in Düsseldorf eine Verhandlung auf dem Soziealgericht hatte, wegen der Renten-Ausgleich-Zeiten, das habe ich wohl verschwiegen.
    Die Anlaufstellen kommen für mich wahrscheinlich nicht in Frage, da meine Heim-zeit von 1936 bis 1947 war.
    MfG.

  8. Erika Tkocz said, on 4. Oktober 2013 at 01:17

    Nun Helmut hat Sabine S ja die Seite vom Fonds reingestellt, hier mal eine Beschreibung zu dem was möglicherweise hilfreich sein kann.

    Schritte für den Weg der Anlaufstellen
    1.Bestätigung des Heimes dass man dort war. Die meisten Heime existieren noch, direkt dort anrufen, sagen dass man die Bestätigung wegen des Fonds braucht. Auch mal fragen ob noch Akten vorhanden sind. Die sagen dann was sie brauchen, in der Regel eine Kopie vom Personalausweis.
    2.Seine Rentenauszüge anfordern, denn die geben darüber Auskunft, ob Rente bezahlt worden ist oder nicht und man kann selber schon sehen, in welcher Zeit man im Heim war und ob dort einbezahlt worden ist oder auch nicht.
    3.Sich bei der jeweiligen Anlaufstelle melden. Es gilt Wohnortnähe, d.h. dort wo man wohnt geht man zur Anlaufstelle und nicht wo man im Heim war. Fährt man zu der jeweiligen Anlaufstelle bekommt man schon per se 250 Euro, egal wie weit die Anlaufstelle entfernt ist. Man kann aber auch von einem Mitarbeiter der Anlaufstelle besucht werden, muss jeder selbst wissen. Bei dem Termin seinen Personalausweis mit nehmen.
    4.Sollte man keine Bestätigung vom Heim haben, aufschreiben an was man sich erinnern kann, z.B. wie sah das Haus aus, wie groß war die Gruppe, kann man sich an Namen erinnern, was hat man dort gearbeitet. War man im Kinderheim gibt es vielleicht Zeugnisse aus denen hervorgeht, dass man dort in der Heimschule war.

    5.Man kann auch schon vorab eine Schilderung der Heimerlebnisse aufschreiben und diese abgeben. Dann muss man es nicht dort sagen und schaut was passiert, ob die Sachbearbeiterin es gleich liest oder sagt sie liest es später und man kann das Gespräch dann weiter führen in dem man dann das Thema Sachleistungen anspricht.
    6.Hier kann man auch seine gewünschten Sachleistungen aufschreiben und die entsprechende Begründung auch gleich dabei. Es gibt auch Sachbearbeiter die darüber froh sind, erspart ihnen Arbeit und man selber hat ein besseres Gefühl wenn man von sich aus eine aktive Rolle einnimmt und nicht darauf wartet, bis die andere Person etwas fragt.
    7.Man muss nicht mit der Einstellung zu dem Gespräch gehen ein Bittsteller zu sein. Das Geld gehört auch nicht der Sachbearbeiterin, diese hat lediglich die Aufgabe die Sachleistungen in Kategorien einzuordnen. Andere Ehemalige haben durchaus das Bedürfnis sich auch etwas von der Seele zu reden, dann sind sie auch dafür da, das ist sehr individuell.

    Was gibt es:
    Zunächst die Rentenersatzleistung pro Monat geleistete Arbeit 300 Euro.
    250 Euro wenn man zur Anlaufstelle fährt.
    Vorab kann man nun 1×2000 Euro in einem vereinfachtem Verfahren bekommen, also nur angeben was man möchte und dann wird das Geld überwiesen und in einer 2.ten Vereinbarung noch einmal 1000 Euro beantragen.
    Sich vorher überlegen was man an Sachleistung braucht, sich nicht von denen einreden lassen das es nichts gibt.
    Die Sachleistungen müssen den Zusammenhang der Heimerziehung darstellen und da gibt es mehrere Varianten. Die beste ist, durch die Heimerziehung nicht so viel Geld zu haben. Viele von uns leben ja nur von der Grundsicherung. Allerdings sollte die Sachbearbeiterin sich was einfallen lassen, dafür sind die da.
    Nähere Erklärung was eigentlich die Sachleistungen sind
    Grundsätzlich kann man ohne weitere Probleme einen PC mit allen Sachen bekommen, weil man angeben kann mit anderen Ehemaligen vernetzt zu sein bzw. sich vernetzen zu wollen.
    Dann mal zu den Kategorien:
    Es gibt es 7 Kategorien und sie kreuzen für die entsprechende Sachleistung die jeweilige Kategorie an und dann ist noch Platz für nähere Erklärungen. Der Platz ist nicht so groß, also werden da auch nicht so ausführliche Begründungen hinein geschrieben.
    Also das sind die 7 Kategorien und ich habe zu der jeweiligen Kategorie einmal den Grundgedanke und ein Beispiel aufgeführt. :

    1. Wohnung
    2. Mobilität
    3. Ernährung
    4. Soziale Kontakte und Integration
    5. Bildung und Arbeit
    6. Gesundheit
    7. Identität
    Zu 1 Wohnung:
    Es gibt sicherlich einige von uns, die gewisse Umbauten in ihrer Wohnung vornehmen lassen möchten.
    z.B. anstelle einer Badewanne eine Dusche fürs Bad
    Zusammenhang der Heimvergangenheit zu Heute:
    Auf den ersten Blick würde man doch meinen, dass es sich hier um die Kategorie Nr. 6 handeln müsste, aber hier würde es schon schwieriger werden einen Zusammenhang zu dem Heim herzustellen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man es machen letztlich werden auch sicher bei so einer Maßnahme beide Kategorien angekreuzt.
    Man kann es aber auch folgendermaßen begründen:
    Für ein ehemaliges Heimkind ist es wichtig so lang wie möglich seine Selbständigkeit zu behalten, weil es sehr viele traumatische Erlebnisse durch die Abhängigkeit der Erzieherinnen erfahren hat. Man denke da beispielsweise an die Verhältnisse beim Baden/Duschen in den Heimen, wo die Erzieher immer dabei waren , man immer unter Beobachtung stand und noch Schlimmeres passierte, was dann dazu führt nicht durch andere Personen Hilfe annehmen zu wollen.
    Aber auch andere Sachen in der Wohnung beispielsweise seine Küche bequemer zu gestalten, die Arbeitserleichterung schaffen sorgen letztlich dafür seine Unabhängigkeit zu bewahren.
    Hier wäre es sogar möglich einen Umzug finanziert zu bekommen, wenn man beispielsweise im 3/3 Stockwerk wohnt und es keinen Fahrstuhl gibt und man nicht mehr so in der Lage ist die Treppen zu steigen.
    Also zusammenfassend gilt bei der Wohnung Leistungen zu bekommen, die dazu führen seine Unabhängigkeit zu behalten, letztlich auch so lang wie möglich in seiner Wohnung zu bleiben zur Vermeidung in ein Altersheim zu müssen.

    2. Mobilität
    Auch diese Kategorie kann man auch noch im Zusammenhang mit der Kategorie 4 betrachten, also soziale Kontakte und Integration.
    Es ist zunächst einmal sehr individuell was ein Mensch braucht um mobil zu sein. Der eine möchte ein Elektrofahrrad, ein Anderer ein Moped und wiederum ein Anderer ein Auto.
    Hier kann man beispielsweise ein Auto nicht ablehnen, weil das zu teuer ist, sondern muss schauen wieso das Auto die einzige Option ist. Z.B. wohnt man auf dem Lande und hat es doch sehr weit zu den Geschäften, oder aber auch die nächsten Verwandten/Freunde wohnen etwas weiter weg empfiehlt sich ein Auto, weil man auch im Winter doch erhebliche Probleme bekommt Einkäufe mit Fahrrad oder Moped zu tätigen.
    Auch hier gilt die Begründung der Unterstützung zur Unabhängigkeit, aber auch im Zusammenhang zu der Kategorie 3 geht es auch darum soziale Kontakte aufrecht zu erhalten um nicht zu vereinsamen. Der Zusammenhang mit der Heimerfahrung sollte klar sein, dort waren soziale Kontakte Freunde zu haben verboten, bis hin überhaupt untereinander kommunizieren zu dürfen. Man kann auch nicht immer erwarten dass die Verwandten/Freunde einen besuchen sondern möchte auch das Gefühl haben selber aktiv zu sein, also mobil genug um auch die Verwandtschaft/Freunde zu besuchen, denn Passivität aus Mangel an Möglichkeiten (Geld) mindert das Selbstbewusstsein.
    Selbstverständlich hat diese Kategorie auch einen Zusammenhang mit der Gesundheit, will man diese Kategorie mit hinein nehmen braucht man die ärztl. Unterlagen.

    3. Ernährung
    Eine nicht zu unterschätzende Kategorie, wenn man bedenkt wie viele Jahre man den Fraß in den Heimen „genießen“ durfte bis hin zwangsernährt worden zu sein.
    Das hat sensibilisiert fürs weitere Leben und somit ist der Zusammenhang mit den Heimerfahrungen hergestellt.
    Alles was mit Ernährung zusammenhängt sollte bei den Sachleistungen überdacht werden, angefangen von einer Küche die so funktionsfähig sein muss, dass man ohne Stress sein Essen zubereiten kann, sowie Küchengeräte, selbstverständlich auch Kühlschrank und Spülmaschine. Oder entsprechende Kochtöpfe und weil das Auge mit isst Geschirr und auch gibt die Wohnung es her ein Esszimmer. Auch diese Kategorie korrespondiert mit 1 Wohnung aber auch mit 3, denn man möchte ja auch Verwandte/Freunde zu sich in der Wohnung einladen und bekochen.

    4. Soziale Kontakte und Integration
    In dieser Kategorie finden sich auch einige andere hier aufgeführten Kategorien wieder. So ist es beispielsweise wichtig um Freunde/Bekannte zu besuchen mobil zu sein. Sicherlich möchte man auch Leute nach Hause einladen und vielleicht auch bekochen und braucht deswegen entsprechendes Mobiliar, Sitzecke oder eine funktionierende Küche. Auch kann man für sich sehen was anstehen könnte bei Hobbys, sei es zum Fußball zu gehen, Konzerte oder Theater und als Sachleistung ein Abonnement beantragen. Auch ein Laptop gehört in dieser Kategorie, denn das Internet ist nun einmal immer mehr eine Plattform für Menschen kennen zu lernen geworden und für uns besonders auch Kontakte zu anderen Ehemaligen zu suchen. Letztlich hat diese Kategorie die Bedeutung nicht ausschließlich isoliert Zuhause zu sein aus Mangel an entsprechenden Mittel, was die Gefahr birgt depressiv zu werden. Der Zusammenhang mit den Heimerfahrungen ist auch klar, dort wurden soziale Kontakte/Freunde haben unterbunden.

    5. Bildung und Arbeit
    Erscheint auf den ersten Blick sicherlich etwas eigenartig, denn in unserem Alter sind wir ja größtenteils aus der Arbeit heraus. Aber was ist mit Bildung?
    Hier kann man beispielsweise ja auch einmal überlegen, was man noch so machen kann in Bezug auf sein Hobby. Wie ist es wenn Jemand gerne reist warum nicht einen Bildungsurlaub beantragen. Oder wie steht es mit unseren Künstlern hier sich weiter fortbilden in der Malerei, andere vielleicht in der Musik. Es gibt auch viele interessante Angebote in der VHS da kann man auch schauen.
    Aber auch ein Laptop gehört zu dieser Kategorie, denn es ist ja unterschiedlich für was man einen Laptop bzw. das Internet nutzt.

    6. Gesundheit
    Was man auch immer braucht muss vorab seitens der Krankenkasse geklärt werden, welche Leistung in welcher Höhe die Krankenkasse zahlt. Hier wird dann lediglich die Differenz dazu bezahlt. Nun gibt es keine eindeutigen Beweise welche Krankheiten aufgrund der Heimzeit primär im Zusammenhang stehen, aber das ist auch nicht wirklich maßgeblich, auch wenn das gelegentlich von Mitarbeitern der Anlaufstelle behauptet wird. Es reicht als Begründung, dass es der betroffenen Person im Hier und Jetzt soweit es geht bei Krankheiten dahingehend unterstützt wird, dass das Leben erträglicher macht.
    Sollte es aus welchen Gründen auch immer nicht mehr möglich sein eine REHA zu beantragen kann man sich durchaus einen Urlaub wünschen, denn der Grundgedanke dabei ist, die „Seele baumeln zu lassen“, sollte es körperliche Beschwerden/Krankheiten geben kann man dann bestimmte Anwendungen vor Ort bekommen. Sicherlich gehört auch in dieser Kategorie die Bezahlung von Therapiekosten. Wenn man eine Therapie macht, weiß man nicht im Vorfeld wie lange sie dauern wird und ob die bezahlten Stunden der Krankenkasse ausreichen wird. Deshalb ist es wichtig sich von dem Geld der Sachleistungen nicht gleich die gesamte Summe für Sachleistungen auszugeben, sondern sich die Option offen lassen hier auch Geld zu haben um seine Therapie weiter zu machen.
    Wichtig ist hier durchaus ein Grundgedanke, sich etwas Gutes zu tun und da gibt es ja nun ein direkten Zusammenhang mit der Heimerfahrung, in dem man dort nicht gelernt hat für sich gut zu sorgen, weil man oft nur die Erfahrung gemacht hat, schlecht behandelt worden zu sein, arbeitsmäßig ausgebeutet wurde und es kein Freizeitangebot gab. Sicherlich haben Viele später gelernt für sich etwas zu tun, aber es gibt durchaus Ehemalige, die es bis heute nicht geschafft haben zu entspannen und auch für sich etwas zu genießen. Also da kann man gut überlegen, was man denn eigentlich bräuchte um es sich auch einmal gut gehen zu lassen.

    8. Identität
    Hier geht es vor allen Dingen darum bei unvollständiger Biografie zu recherchieren. Sei es nach den Eltern, Geschwistern oder andere Verwandte. Hier sind die Anlaufstellen angehalten nachzuforschen und behilflich zu sein.
    Bei den Ehemaligen der DDR sollten eigentlich die Anlaufstellen bei Zwangsadoptierte recherchieren, jeder Mensch hat ein Recht darauf zu erfahren woher er kommt, was seine Wurzeln sind.
    So gilt dann auch bei der Familienzusammenführung einen Anspruch haben zu dürfen.
    In dieser Kategorie gehören aber auch z.T. Leistungen, die bestimmte Hobbys unterstützen, weil sie auch zur Identität gehören.
    So das waren einmal Beispiele wie das Prinzip gedacht ist.

    • helmutjacob said, on 5. Oktober 2013 at 00:17

      super hinweise liebe erika!! aber – wo findet man eine liste der anlaufstellen?
      lg helmut

  9. Erika Tkocz said, on 4. Oktober 2013 at 01:22

    Nun habe ich es versehentlich doppelt hier reingestellt, wäre Ihnen dankbar Herr Schäfer wenn Sie einen davon löschen könnten. LG Erika Tkocz

    • Rolf Schmidt said, on 4. Oktober 2013 at 15:48

      Hallo wehrte Erika Tkocz,
      Danke, für die wunderbare Aufstellung, ich hoffe nur, das dieses auch für andere hilfreich ist.
      MfG
      Rolf Schmidt

  10. Erika Tkocz said, on 5. Oktober 2013 at 00:34

    Hallo Helmut,
    Sabine S hatte schon den Link von der Webseite reingestellt: http://www.fonds-heimerziehung.de/
    rechts siehst Du in BLAU die Landkarte mit den jeweiligen Bundesländer. Dort das entsprechende Bundesland anklicken, dann kommt eine Seite mit den jeweiligen Adressen, Telefonnummern der Anlaufstellen.

    Herr Schäfer, vielen Dank, dass Sie meine Aufstellung noch einmal gesondert hinein gestellt haben. Hier durch das Doppelposting sieht es schon sehr viel aus. Wer noch Fragen hat soll fragen, ich finde es wichtig, dass man schon im Vorfeld informiert ist, dann kann man auch weniger abgewimmelt werden. Leider weiss ich nicht, wie viele Ehemalige gesamt abgelehnt worden sind, ich kenne 2 Ehemalige die nur einen Laptop bzw. PC kriegen sollten. Ich habe dann für Beide im Zusammenhang ihrer Heimerfahrung+ das Leben und die Begründung bzw. die Anträge auf Sachleistung gemacht und siehe da es ging. Es ist schon eine Frecheit das Wenige auch noch abzulehnen.

    • helmutjacob said, on 5. Oktober 2013 at 14:25

      hi erika, wenn ich den werbeblocker lahmlege, sehe ich die grafik auch. daaankee!

  11. m.d. said, on 5. Oktober 2013 at 15:28

    noch besser kann ENTSCHAEDIGUNG gar nicht sein. da ist nichts unmoeglich, frohlocket und jauchzet. was zaehlt da schon, dass wir uns dafuer selbst zu deppen machen muessen. wird zeit, unsere loblieder den medien vorzutragen, sollen sie die frohe botschaft in alle welt tragen.


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