Dierk Schaefers Blog

Lässt der Senat die Opfer der „schwarzen Pädagogik“ im Stich?

Posted in Geschichte, Gesellschaft, heimkinder, Justiz, Kinderrechte, Kriminalität, Politik by dierkschaefer on 17. November 2013

»Ehemalige Heimkinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg Opfer der Heimerziehung wurden, bekommen in Hamburg besonders schwer Hilfe. Das ergibt eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. So müssen Betroffene teilweise mehr als ein Jahr warten, um einen Termin bei der Anlauf- und Beratungsstelle des Fonds‘ „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ (Heimkinderfonds West) beim Versorgungsamt zu bekommen. „Der Senat weiß, dass Schadenersatzes nur bis Ende 2014 beantragt werden kann. Danach verfällt der Anspruch auf Schadenersatz oder Rentenersatzleistungen, den die Betroffenen dringend für die Aufarbeitung der Heimerziehung brauchen“, erklärt Mehmet Yildiz, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. „Wer Opfern erst kurz vor Ablauf der Frist Termine anbietet, riskiert wissentlich, dass diese Menschen leer ausgehen, da in den allermeisten Fällen Folgeberatungen nötig sind.“«[1]


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2 Antworten

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  1. sabine s. said, on 17. November 2013 at 23:48

    *Stirnrunzel*
    Herr Yildiz, seines Zeichens kinder- und jugenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, ist in der Fragestellung, Umsetzung des Fonds Heimerziehung, unwissend.

    Schadensersatz, dass solle auch DIE LINKE inzwischen mitbekommen haben, gibt es leider nicht. Es gibt lediglich eine materielle Hilfeleistung. Desweiteren ist es für die Betroffenen wichtig, dass sie bis Ende 2014 den Erstkontakt (Terminabsprache) getätigt haben müssen.
    Die Betroffenen gehen demzufolge nicht leer aus, wenn sie erst am Ende des Jahres 2014 den Erstkontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen. Die Bearbeitung kann danach noch passieren.

    Sich informieren, sehr geehrter Herr Yildiz, „ist die halbe Miete“.

    sabine s.

  2. Fachjournalist Michael Jahnke-Fox said, on 18. November 2013 at 01:01

    Diese Machenschaft ist nicht unbedingt neu aber immer noch ärgerlich! Und nicht nur Hamburg, sondern in Münser, NRW,ebenso. In Berlin sind auch die Wartezeiten recht lang aber man versicherte mir bei Nachfrage dass die Anlaufstelle wohl länger offen bleiben wird da man sonst den Ansturm der Anträge nicht bewältigen könne. Jedoch ist diese Aussage unverbindlich getätigt worden. Das Problem liegt m.e. nicht unbedingt nur an den Anlaufstellen sondern vehement in Köln wo ebenfalls die Nachprüfung erfolgt. 12 Mio. Euro reichen da wohl für die Personal- und Raumkosten nicht aus. Ich kann nur jedem Antragsteller empfehlen am Ball zu bleiben und nichts zu verschenken.


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