Dierk Schaefers Blog

Abusus non tollit usum, zu deutsch: Aus Unrecht kann kein Recht abgeleitet werden.

Posted in Kirche, Kriminalität, Menschenrechte, Religion, Soziologie by dierkschaefer on 11. Januar 2014

Wenn hier[1] etwa gegenwärtige Christenverfolgungen aufgerechnet oder mit den Verbrechen an den ehemaligen Heimkindern gerechtfertigt werden sollten, dann ist das mehr als makaber. Will etwa jemand ein Loblied auf Boko Haram[2] singen?

Ein alter Rechtsgrundsatz lautet: Abusus non tollit usum, zu deutsch: Aus Unrecht kann kein Recht abgeleitet werden.


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8 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 11. Januar 2014 at 12:07

    @ Dierk Schäfer

    Meinerseits gab es keine Aufrechnung – und keine Akzeptanz der Verbrechen des Boko Haram. Aufrechnung
    brachten Sie ins Spiel.

    Ich kritisierte und belegte nur die Unterlassung des Autors, die Verbrechen der Christen ebenfalls zu erwähnen, denn nicht jeder Ihrer Leser hat Ihr und des Autors Wissen.

    Makaber ist die Darstellung der gegenwärtigen Christenverfolgungen ohne Erwähnung der Vergangenheitstaten. Die auf einem Auge blind sein-Politik führt irgendwann zu völliger Erblindung, davon sind auch die Christen nicht ausgenommen.

    Als ich meinen Peiniger nach Jahrzehnten ausfindig gemacht und zur Rede gestellt hatte, kam von diesem
    Kinderschinder und -schänder rotzefrech das: „Können Sie denn gar nichts vergessen?“

    Wecken der Vergangenheit unerwünscht. Kommt mir irgendwie bekannt vor………….DAS Verhalten begegnet mir seit Jahren bei den Gesprächen mit den Kirchenleuten, wenn es um die Aufarbeitung und die Abarbeitung der Opferanträge geht. Sie sind eine der wenigen Ausnahmen, denen ich das nicht vorwerfe.

  2. Heidi Dettinger said, on 11. Januar 2014 at 16:33

    Was an der in letzter Zeit verstärkten Diskussion um Christenverfolgungen einigermaßen stutzig machen sollte:
    Warum gerade jetzt?
    Warum gerade in einer Zeit, in der die Kirchen ob verschiedener Skandale (Heimkinder, Sexuelle Gewalt, Prunksucht, Gier, uralt Verträge, Millionengelder vom Staat, Nichtbehandlung von Vergewaltigungsopfern in katholischen Krankenhäusern etc.) um ihren Ruf besorgt ist?
    Warum gerade, wenn die Zahlen der Kirchenmitglieder sinken?
    Aber vielleicht erklärt ja das eine das andere oder vice versa…

    • dierkschaefer said, on 11. Januar 2014 at 17:38

      Ist doch völlig klar: Die deutschen Kirchen sehen sich in die Ecke gedrängt. Sie haben darum zahlreiche Länder gebeten, die Christen vor die Löwen zu werfen. So lenken sie von ihrer eigenen mißlichen Situation ab.
      Wer Zusammenhänge sieht, wo keine sind, daran festhält und seine Meinung nicht überprüft, ist paranoid.
      http://www.focus.de/politik/ausland/weltverfolgungsindex-2014-open-doors-nordkorea-christenverfolgung-laender-machen-jagd-auf-christen-8_id_3523365.html

      • m.dahlenburg said, on 13. Januar 2014 at 08:49

        da führen christliche, westliche Staaten bis heute fast durchgehend kalte und heiße Kreuzzüge* gegen nichtchristliche Völker nur um an deren Bodenschätze zu gelangen, und dann kommen´s andauernd mit maßlos aufgebauschter „Christenverfolgungs“-Propaganda.

        *zu den heißen Kreuzzügen zählt bis heute die Zwangs-Mission der „Wilden“ (bis mindestens 1960 war „die Wilden“ üblicher Missionars-Slang – ich kann mich noch gut an Filmvorführungen und Vorträge von braungebrannten Missionaren erinnern). Kurz zuvor noch war Heiden-Mission die einzig christlich vertretbare Alternative zu planmäßiger Versklavung und möglichst vollständigerAusrottung ganzer Völker, wie es in Tasmanien gelang. 1876 starb Trugannini, der letzte Vollblut-Aborigine Tasmaniens. Zum Halali des weißen Mannes auf Aborigines in Tasmanien siehe : http://www.downunder-dago.de/113/tasmanien/Jagt-auf-aborigines.html)

        Vielleicht Hr. Schäfer, sollten sie wirklich öfter mal in Erwägung ziehen, etliche Artikel hinter ihren Quellverweisen skeptischer zu beäugen. Und das nicht nur, wenn es um von Focus und „Open Doors“ (selbst im christlichen Lager zu Recht umstritten) aufbereitete „Nachrichten“ aus Nordkorea, Russland, China oder wie hier,Nigeria, handelt, die wenn nicht schon von Grund frei erfunden, jedenfalls wegen Verschweigens der anderen Hälfte der bekannten – auch vorangegangener – Ereignisse, -was ja auch sie Lüge nennen – maximal zur verlogenen Religionskriegs-Propaganda taugen. Zu PI-News, Mannheimer, Cast….. und anderem ultrarechten Islamhassern ist nämlich gar nicht so weit.
        …….

        Oder einfach öfter mal beim Gegner reinschauen :
        „Christenverfolgung“ – Eine Frage der Definition
        Die Regionen, in denen die stärksten Beschränkungen der Religionsfreiheit bestehen, sind nicht-christlich. Die christliche Organisation „Open Doors“ deutet diesen Umstand um und sieht in diesen Staaten vor allem Christen der „Verfolgung“ ausgesetzt. Eine zweifelhafte Methodik, die dem Thema aber zu einem großen medialen Echo verholfen hat. Das Problem an den Zahlen: Es existiert kein Korrektiv.
        http://www.diesseits.de/aktuelles-heft/1370037600/christenverfolgung-frage-definition
        ….
        Christenverfolgung, , Mission und Open Doors
        http://gbs-stuttgart.de/node/335

        Literaturtipps zum Thema
        „MEDIA CONTROL“
        Wie die Medien uns manipulieren
        (Noam Chomsky)
        +
        „DER MOLOCH“
        (Karl Heinz Deschner)

      • dierkschaefer said, on 14. Januar 2014 at 06:58

        Das liebe Jesulein
        Kevin, vom Kreuzberger Kiez ist ein aufgeweckter Junge. Seine Eltern haben ihn zur Erholung an frischer Luft in den Ferien in eine bayrische Bauernfamilie geschickt. Dort haben die Ferien noch nicht begonnen, also geht Kevin mit dem Buben der Familie mit in die Schule.
        In der dritten Stunde ist Biologie dran. Der Lehrer eröffnet mit einer Scherzfrage an den Besucher aus der Zitadelle des Preußentums: Was ist das? Es ist braun, hat einen buschigen Schwanz und läuft die Bäume rauf und runter. Kevin, wie aus der Pistole geschossen: Ick würd ja sagen, dat iss een Eichhörnchen. Doch so wie ick den Laden hier nun kenne, wird es wohl wieder das liebe Jesulein sein.
        Ja, ja, die christliche Weltverschwörung im bayrisch-katholischen Biologieunterricht. Auch der barmherzige Samariter wurde ausschließlich für den christlichen Antijudaismus erfunden – und wir wissen ja, daß der direkt nach Auschwitz geführt hat.
        Was schließlich die Menschenrechte betrifft, die sich manche Christen auf die Fahne schreiben (dabei haben sie sie nur usurpiert), sind doch nur die Tarnung für den Neokolonialismus. Schließlich hat Mr. Bush einen crusade geführt.

        Dummerweise sind die Verknüpfungen nicht ganz von der Hand zu weisen. Is schon was dran, sagt man. Doch ist damit alles geklärt?

        Mein Kommentator, so scheint mir, weiß schon alles richtig einzuordnen. Er kann nur noch aufdecken, was er ohnehin schon lange geahnt, ja gewußt hat. Nichts kann ihn mehr überraschen, nichts erschrecken und nichts erfreuen, soweit es ihn nicht bestätigt.

        Konrad Lorenz schrieb einmal, ein richtiger Forscher beginne den Tag damit, eine seiner Lieblingstheorien zu verfrühstücken. Doch dazu muß man schon sehr forsch auch mit sich selbst umgehen.
        Guten Morgen!

    • ekronschnabel said, on 14. Januar 2014 at 10:55

      @ Dierk Schäfer

      Hier spinnt die Technik!!! Antworten kommen nicht an oder werden falsch zugeordnet!
      Auf „Das liebe Jesulein“ postete ich – WEG WAR DAS!

      Seit ich bei WORDPRESS selbst blogge kann ich genau sehen, was von meiner Seite zu anderen Blog’s lief.
      Da kam Manches nicht an, wurde unter ARCHIV gespeichert. Technik mangelhaft, veraltetes System.

      Aus diesen Gründen bin ich bei WORDPRESS wieder weg.

  3. Heidi Dettinger said, on 14. Januar 2014 at 10:20

    Werter Herr Schäfer,

    ich weiß, dies ist Ihr Blog und Sie können schreiben, was Sie wollen – wir als KommentatorInnen sind mehr oder weniger geduldet, dass haben Sie mehr als einmal deutlich gemacht.

    Dennoch bin ich der Meinung, dass dies Ihnen das nicht das Recht gibt, anderen Menschen in die Ecke von Blödmännern zu stellen, die sich ohne weiteres Hintergrundwissen zu Fragen äußern, die sie eigentlich nicht einmal von fern berühren dürften, so ahnungslos und unterbelichtet, wie sie sind.

    Schon gar nicht gibt es Ihnen das Recht, anderen gleichsam per Ferndiagnose eine Paranoia zu anzudichten.
    Woher wollen Sie wissen, wie viel Hintergrundinformationen Ihre KommentatorInnen haben? Woher wollen Sie wissen, wer mit welchen Militär- oder anderen Pfarrern geredet hat? Woher wollen Sie wissen, wie oft und wie gründlich welche Informationen hinterfragt und durchdiskutiert wurden und mit wem?

    Aber nein – notfalls greifen Sie in die Trickkiste, vermengen Kommentare, reißen Sie auseinander, machen sie lächerlich und verzerren sie. Warum? Damit Ihr Weltbild vom ungehörigen, irgendwie verworrenen bis hin (neuerdings) zum paranoiden Schreiber aufrecht zu erhalten ist?

    Das ist nicht nur unfair, es ist schlichtweg unstatthaft. Und wohl mit dem Hintergedanken geschrieben, wir würden es eh nicht merken. Sind wir doch bloß ehemalige Heimkinder, die – bedauerlicher Weise – eine irgendwie schiefe Sicht auf die Kirche und das Christentum bekommen haben…


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