Dierk Schaefers Blog

#Träume mit #Heine und #Kachelmann

Posted in heimkinder, Kirche, Kriminalität, Psychologie by dierkschaefer on 27. Februar 2014

Ich habe die friedlichste Gesinnung. Meine Wünsche sind: eine bescheidene Hütte, ein Strohdach, aber ein gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Tür einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, läßt er mich die Freude erleben, daß an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden. Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mir im Leben zugefügt – Ja, man muß seinen Feinden verziehen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden. (Heine)

O, ja, Heine. Er beschreibt seine Wunschträume süffig-ironisch.

Das ist zwar die feine christliche Art nicht, doch ich verstehe alle sehr gut, die mit der unfeinen unchristlichen Art ihre Kindheit verloren haben. Sie träumen mit Heine und niemand kann ihnen einen Vorwurf machen.

Ein anderer kommentiert[1] mit Kachelmann: »„Man muss nur lange genug am Fluss sitzen, dann sieht man die Leiche seines Feindes vorbei treiben“. Ich bleibe am Fluss sitzen und beobachte das Wasser.«


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