Dierk Schaefers Blog

Gut gebrüllt, Löwe

Posted in Geschichte, heimkinder, Kinderrechte, Kriminalität, Pädagogik, Politik by dierkschaefer on 11. April 2014

Da hat es Peter Schruth doch tatsächlich gewagt, sich zur „Hölle Kinderpsychiatrie“ zu äußern. Das Morgenmagazin meldet:

»Weggesperrt, verwahrt, missbraucht, geschlagen und gequält: Kinder in deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrien der 1940er bis 70er Jahre. Wir haben mit Peter Schruth, Rechtswissenschaftler Hochschule Magdeburg-Stendal und Ombudsmann der ehemaligen Heimkinder in Deutschland, gesprochen.«[1]

Die Erkenntnis ist über ihn gekommen. Am Runden Tisch hatte er sie noch nicht. Oder hat er sich nicht getraut? Denn damals hätte ein mutiges Wort (vielleicht) etwas bewirkt. Nun aber läuft alles in administrativer Ordnung. Manche lernen spät, aber immerhin, sie lernen. Doch nicht ihn bestraft das Leben, sondern die, an die er damals nicht gedacht hat.

 

[1] http://www.ardmediathek.de/das-erste/morgenmagazin/peter-schruth-zur-hoelle-kinderpsychiatrie?documentId=20714148

 

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10 Antworten

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  1. helmutjacob said, on 12. April 2014 at 00:06

    den nimmt doch niemand mehr, mit hirn in der birne, ernst.

  2. ekronschnabel said, on 12. April 2014 at 01:04

    Ich verfolgte Schruths Auftritt in der ARD – und bekam Ekel, als ich seine „Empörung“ sah. Ein Schauspieler, sonst nichts.

    Der wußte doch schon während der Volksverarschungssitzungen unter der Vollmer von den Verbrechen an den Psychiatrie-Insassen, hielt einfach sein Maul, weil er Opportunist ist, sich nicht mit den Schranzen von Staat und Kirchen anlegen wollte. Omboudsmann der Heimkinder…….ich lach‘ mich tot! Der gehört zur Spezies der Wirbellosen,
    wie alle, die im Ganovenstück „Runder Tisch Heimerziehung“ mitspielten.

    • helmutjacob said, on 12. April 2014 at 21:14

      hallo herr kronschnabel, wie hieß der beitrag auf ard? und wann war der?

    • helmutjacob said, on 13. April 2014 at 01:13

      „Hölle Kinderpsychiatrie – Gewalt und Missbrauch hinter Anstaltsmauern“

      Lieber Herr Kronschnabel, instinktiv habe ich diese Sendung über PC aufgenommen und beim Durchsappen entdecke ich in der Tat den heutigen „Wohltäter der Menschheit“ Prof. Dr. Peter Schruth. Ich lach mich schlapp. Sein Gesülze hätte ich gerne am RTH gehört. Aber da hat er sich noch mit den Tätern unter der Decke gesuhlt. Oder war es doch anders? Ist auch egal; als Ombudsmann war er nun wirklich die schlechteste Besetzung. Wer immer ihn auch braucht, möge hinter ihm her schreien; er wird die Fakten nicht verändern können. Der Opferfonds ist da; ein neuer wird nicht anders ausfallen und auch dieser eine Beleidigung der Zwangseingewiesenen in der Psychiatrie sein. Übrigens sind der VEH und unsere Gruppe die einzigen, die diese Gequälten und Mißhandelten in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt haben. Noch einmal Danke!!! an den VEH für seine Weitsicht.
      Herzlichst
      Helmut Jacob

  3. sabine s. said, on 12. April 2014 at 10:42

    Ihre persönliche Meinung über Prof. Schruth kann ich meinen Vorrednern niemand nehmen.

    Wenn dieser Blog nicht zu einem billigen Schlagabtausch und als Plattform für personenbezogene Beleidigungen verkommen soll, was ich sehr bedauern würde, dann wäre die Unterstützug der Betroffenen z B. in Form von Aufklärkung und Hilfestellung auch in diesem Blog hilfreich.

    Ich weiß von Betroffenen, dass sie froh darüber sind, dass ihr Thema nun endlich „dran ist“ und sie mit Schruth zusammenarbeiten können.
    Ob mir persönlich das gefällt oder nicht, steht hier nicht zur Debatte. Zur Debatte steht m. E. nur, wie diese Gruppe auch von uns unterstützt werden kann.

    sabine s.

  4. sabine s. said, on 12. April 2014 at 10:44

    Korrektur, 1. Zeile: statt „niemand“ muss es „nicht“ heißen.

    sabine s.

  5. alexa said, on 12. April 2014 at 10:45

    nach wie vor und immer noch
    wie die drei Affen
    nichts hören, nichts sehen und zu Letzt nichts sprechen.

    alexa (Bayern)

  6. Friedhelm Münter said, on 13. April 2014 at 00:18

    Das Ganovenstück RTH wird sehr bald entlarvt werden.
    Was kommt eigentlich nach der Zeit des Fonds-Heimerziehung und dessen Anlaufstellen?
    Vielleicht nur noch die Stelle des Om- bund- manns; hochdotiert und unerforscht- hier eine kleine Übersetzungshilfe:
    om bedeutet der Klang des Absoluten
    buds: eine Blume die gepflegt werden möchte
    mann: ein Schmock!
    Die Spezialisten des geschwätzigen Verschweigens und des professionellen Dummtuens und Verdienens in Euro tragen bereits des Kaisers neue Kleider. Sie sind schon nackig und bald werden es alle sehen.
    Ich grüße Euch herzlich.
    Euer
    kindersklave

    • sabine s. said, on 27. April 2014 at 00:34

      Das Ganovenstück RTH wird sehr bald entlarvt werden…

      Kindersklave, so wage kann ich mich daran erinnern, dass dies hier nicht das erste Versprechen ist.

  7. Lutz Adler said, on 14. April 2014 at 05:00

    Ein Prof. P. Schruth, hat sich geäußert, als unlegitimierter angeblicher Ombudsmann oder doch nur als Judas ? !!!

    Dazu ein Kommentar von Lutz Adler, ehemaliges Heimkind Ost:

    Ja, man und auch Frau hätte eigentlich gewarnt sein müssen, nach den Debakel und dem doch so öffentlich vorgeführten Schauspiel des RTH – West. Gewarnt durch die ungleiche Besetzung durch die Verfahrensweise der Moderatorin Frau Vollmer und durch die unbedingte Vermeidung des Begriffs Zwangsarbeit im Abschlussbericht.

    Hätte man und Frau natürlich auch.

    Allerdings, den Versuch von Einzelnen, das plakativ in den Raum und auf den Tisch des ABH – Ost zu legen, hat man schnell unter der Moderation eines Prof. vereitelt. Da sind nun die Ergebnisse, die man selbst verschuldet hat, sicher nicht angenehm zu verkünden. Aber es soll nicht vergessen werden, dass die Unterzeichner der nun erschienen Presseerklärung genau diese Damen und Herren waren, die wider besseres Wissen und gegen alle Kritik genau diesen Scherbenhaufen zu verantworten haben.

    Rechnen wenigstens – das hätten die Damen und Herren sollen. Im Besonderen nachrechnen was Ihnen da verkauft werden sollte.

    Nein, nicht einmal diese Mühe hat man sich gemacht. Diese Menschen waren offensichtlich so mit ihrer eigenen Selbstdarstellung beschäftigt, dass sie nicht einmal gemerkt haben, wie ein Prof. der dafür eigens angeheuert war, sie über den Tisch zu ziehen bemüht war. Einen Fonds im Osten des Landes zu errichten steht und stand schon damals im krassen Gegensatz zum Einigungsvertrag und damit ebenfalls zum SED Unrechtsbereingungsgesetz. Das und nur das hatten die Kritiker ins Feld geführt.

    So wäre den Betroffenen die heutige Situation der Gewissens- und auch der Einkommensschnüffelei erspart geblieben. Ja, und vielleicht auch ein Gefühl das andere schon wieder – oder immer noch besser wissen, was für sie gut ist. Ja, auch ein Gefühl der Erniedrigung und des Ausgeliefertseins, was die Betroffenen schon ein Leben lang begleitet.

    Jetzt werden die Bedingungen des Fonds, der ein einziger Betrug an den Opfern ist, auch noch einseitig so verändert, dass es kaum noch jemand wagen wird, einen Antrag zu stellen. Das war von Anfang an „Ziel und Absicht der Errichter“ des ungesetzlichen Fonds im Osten des Landes.

    Wäre man – und da ist ebenfalls Kritik geäußert worden – den Vorschlägen zur Änderung des StrafrechtlichenRehabilitationsGesetz im Osten gefolgt, hätten heute rund 90 % der Betroffenen einen Rechtsanspruch auf eine Rente nach dem § 17a des OEG max. 250,00€ und 306,76 € p.M. für zu Unrecht erlittenen Haft. All das wurde in den Wind geschlagen oder eben unterdrückt. In einem zutiefst undemokratischen Verfahren von dem die Initiatoren wussten dass es nicht rechtens war und ist.

    So wie man Parteien nicht von Sitzungen des Bundestages durch Beschluss ausschließen kann, so kann man auch nicht Delegierte eines Bundeslandes mit gültiger Einladung wie am ABH – Ost geschehen, durch inszenierte Wahlen aus der Veranstaltung entfernen und ausschließen.

    Meine Empfehlung an die Verfasser dieser Pressemeldung. Erklären „sie“ alle gemeinsam – und das dazu Mut und Wahrhaftigkeit gehört, ist, denke ich klar – dass der ABH – Ost und auch der „AB- Heimkinder der ehemaligen DDR“ auf gefälschten Voraussetzungen beruht. Dass der Moderator und auch die Verantwortliche des Ministeriums, die eigentlich die korrekte Durchführung beaufsichtigen sollte, eine unzulässige Einflussnahme ausgeübt haben.

    Erklären Sie alle gemeinsam, dass alle Beschlüsse des ABH – Ost damit ungültig und hinfällig sind. So denke ich, wäre eine von Ihnen ja angemahnte Rückkehr zum Stand von 2012 ehrlicher. Zum Stand – um auch da genau zu sein – vom Februar 14. – 15.02.2012 in Berlin mit den Delegierten die so undemokratisch ausgeschlossen wurden.

    Einigkeit sollte schon darüber bestehen, dass die Personen, die damals die Krux von heute zu verantworten haben, dies nicht noch ein zweites Mal versuchen können dürften. Ja, auch ein Prof. wäre sicher zu ersetzen. Mein Vorschlag: Prof. Pfeifer vom KFN wäre da wohl eine gute Alternative.

    Fragen würde ich den mit Sicherheit gern.


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