Dierk Schaefers Blog

„Das angeforderte Dokument ist nicht länger verfügbar“

Posted in Geschichte, Gesellschaft, Journalismus, Kinderrechte, Kriminalität by dierkschaefer on 22. April 2014

Ehemalige Heimkinder in Ost und West fordern Aufklärung

„Das angeforderte Dokument ist nicht länger verfügbar“

Und das nach einem frischen Google-Alert. Der Artikel hat in mehreren Thüringer Zeitungen gestanden und ist merkwürdigerweise nicht länger verfügbar. Da das Internet nichts vergißt, findet man ihn doch: http://eisenberg.otz.de/web/lokal/politik/detail/-/specific/Ehemalige-Heimkinder-fordern-Aufklaerung-und-Entschaedigung-892312992 Aber wie lange noch?

Ich habe ihn getwittert.

Warum soll er aber wohl der Netzöffentlichkeit entzogen werden? Es steht nichts drin, was neu wäre. Ich zitiere eine zentrale Stelle: Das soll Mitte Juni in Münster in Westfalen bei einem großen Treffen ehemaliger Heimkinder aus Ost und West ein zentrales Thema sein: „Wir wollen eine vernünftige Entschädigung.“ Denkbar sei eine Rente à 300 Euro im Monat oder eine Einmalzahlung in Höhe von 54.000 Euro, so Friedrich. Und sie wollen Aufklärung über das, was vor Jahrzehnten in Heimen in Ost und West wirklich geschah. Geklärt werden soll, wie die damals in vielen Heimen übliche Kinderzwangsarbeit entschädigt werden kann. Dazu müssen zunächst die Profiteure gesucht und gefunden werden. „Wir wollen einen Untersuchungsausschuss. Unser Vorbilder bei der Aufklärung sind Irland und die USA“, sagt Friedrich.

Wenn ich nun spekulieren sollte, warum das nicht mehr verfügbar ist, wäre ich schnell bei Verschwörungstheorien. Das aber lasse ich aufgrund fehlender weiterer Information.

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4 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 22. April 2014 at 09:33

    @ Dierk Schäfer
    @ Alle

    Ich rief die Online-Redaktion der „Thüringer Allgemeinen“ an. Der Artikel wurde nicht rausgenommen und ist erreichbar,
    wie ich mit der Redakteurin feststellte. Der Weg zum Artikel geht so:

    Nach Erscheinen der geklickten Seite muss man oben rechts in das Feld SUCHE „Ehemalige Heimkinder“ eingeben.
    Der Artikel erscheint sofort!

    Auf dieser Seite findet man dann auch alle bisher von der „Thüringer Allgemeinen“ gebrachten Artikel zum Thema
    Heimkinder.

    Ein technisches Problem sorgte für nicht berechtigte Spekulationen, die Zeitung hat nichts „verschwinden“ lassen.

  2. ekronschnabel said, on 22. April 2014 at 09:46

    @ ALLE

    NACHTRAG:

    Die Redaktion der „Thüringer Allgemeine“ schickte eben diesen (funktionierenden!) Link:

    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Ehemalige-Heimkinder-fordern-Aufklaerung-und-Entschaedigung-892312992

  3. sabine s. said, on 22. April 2014 at 23:40

    Danke, Herr Kronschnabel, dass Sie die vermeintliche Spekulation so schnell „aufgedröselt“ haben. Geduld…das hat was…

    sabine s.

    • m.dahlenburg said, on 23. April 2014 at 07:23

      von Rundfunk und Fernsehen ist man gewoehnt, dass ‚gewisse‘ Nacbricbten nur ein-/zweimal am Tag , nur von einem Sender oder nur zu Zeiten ausgestrahlt werden, an denen erfahrungsgemaess fast niemand vorm Geraet sitzt. Dem Sendeauftrag ist damit Genuege getan und gleichzeitigj sichergestellt dass ‚gewisse‘ Nacbrichten weitestgehend unbekannt bleiben.
      Auch bei Onlineportalen so mancher grosser Verlage besitzen ‚gewisse‘ Artikel‘ manchmal nur extrem kurze Halbwertszeiten. Beschwert sich jemand, wird entweder auf rechliche Einwaende verwiesen oder es ist von bedauerlichen, technischen Pannen zu lesen. Mag sein, dass das dann wahr ist, gelegentlich ist es aber sicherlich Pressefreiheit Made by Demokratie. Die Freiheit Nachrichten zu manipulieren und zu unterdruecken.

      Ich denke, dass mit dem Umweg ueber die Suche und nach Rueckfrage dann neue Adresse erst recht Anlass zu Verschwoerungstheorien und Spekulationen gegeben ist. Die naheliegenste Verschwoerungstheorie ginge in die Richtung … Artikel blieb online, nur Direktzugriff wurde gekappt, damit niemand Depublizierung von Artikel UND Leserkommentar unterstellen kann, usw. Spekulieren kann man auch, ob womoeglich gerade wegen des aufschlussreichen Leserkommentars und zwecks Unterbindung aehnlicher neuer Kommentare die Direktverbindung gekappt wurde.

      Entwarnung? Nein Danke!


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