Dierk Schaefers Blog

Man muß nicht gleich nostalgisch werden

Posted in Geschichte, Religion by dierkschaefer on 11. Mai 2014

Wer das Buch Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer[1] von Johannes Gillhoff[2] kennt, erinnert sich bestimmt an die vielen naiv und belustigend wirkenden Ereignisse, von denen Jürnjakob seinem Lehrer in der alten Heimat berichtet. Gillhoff hatte viele Auswandererberichte in der Figur des Jürnjakob Swehn kompiliert. Auch die Not der Auswanderer hatte ich dunkel in Erinnerung.

Nun hat jemand einen Text aus dem Buch ins Netz gestellt, der mich nachdenklich machte. Es ist der Bericht vom Sterbebett der Mutter von Jürnjakob[3]. Man muß wirklich nicht gleich nostalgisch werden. Wohl niemand wünscht sich diese harten Zeiten zurück. Doch ein Verlust wurde mir sehr deutlich. In der Welt von Jürnjakob gab es ein Bewußtsein von Aufgehobenheit in allen Nöten, und Nöte gab es genug. Diese Geborgenheit lag im erlernten Vertrauen auf Gottes letztlich gut geordnete Welt und in der Bibel gab es für jede Situation Trost und Zuversicht. Wir sehen das heutzutage eher als fromme Illusion. Diese trotz aller Unordnung letztlich „heile Welt“ werden wir nie wieder bekommen. Aber wir haben etwas verloren.

 

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrnjakob_Swehn_der_Amerikafahrer

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gillhoff

[3] http://nichtallzufromm.blog.de/2013/05/12/juernjakob-swehn-sterbebett-mutter-15956803/

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