Dierk Schaefers Blog

Fonds für ehemalige Heimkinder, denen Unrecht und Leid zugefügt wurde.

Posted in heimkinder, Kriminalität by dierkschaefer on 19. Juni 2014

»Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will sich mit einer Million Euro an der geplanten Aufstockung des Fonds Heimerziehung beteiligen«[1].

Dieser Pressemitteilung zufolge haben 543 Personen über die Anlaufstelle für Westfalen-Lippe jeweils im Durchschnitt 7.366,48 € als Ersatz für fehlende Rentenversicherungszeiten erhalten, und 1000 erhielten für Leistungen, z.B. spezielle Therapien, im Durchschnitt 2.300,00 €.

 

»Von dem Fonds profitieren derzeit nur ehemalige Heimkinder, die von der Jugendhilfe in Heime eingewiesen wurde. Der LWL-Landesjugendhilfeausschuss setzt sich dafür ein, dass auch Betroffene, die von anderen Einrichtungen eingewiesen wurden, für Misshandlungen und Zwangsarbeit entschädigt werden«1.

 

[1] http://www.westfalen-heute.de/mitteilung.php?35236

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29 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 19. Juni 2014 at 09:30

    Die Zahlen zu den für Sachleistungen gewährten Summen von ca. 2.300,- € pro Person sind der Beweis für eine
    vorsätzlich betriebene, betrügerische „Beratung“ durch die beim LWL angesiedelten zwei Beratungsstellen in NRW!

    Kein ehemaliges Heimkind soll Bedarf im Wert von 10.000,- € benennen können? Alle haben neueste, energiesparende Waschmaschinen, Kühlschränke, E-Herde, und auch sonst ist alles im Überfluß vorhanden?

    Lehmkuhl heißt der Chef der Anlaufstellen in NRW. Ein taffes Kerlchen, dessen MitarbeiterInnen als „BeraterInnen“ WOHL GEZIELT ausgewählt wurden – um NICHT richtig zu beraten.

    Die Leute unseres Interessenkreises schöpften die 10.000,- € – Marge voll aus, denn die ANTRAGSTELLER/INNEN
    bestimmen, WAS sie benötigen, nicht die MitarbeiterInnen einer Anlauf- und Beratungsstelle! Letztere hat nur Mittler- und keine Entscheidungsfunktion.

    Wenn AntragstellerInnen keine 10.000 ,- € Sachmittel erhalten, liegt klar auf der Hand, dass KEINE Beratung stattgefunden hat! WIE NENNT MAN SOLCH EIN VERHALTEN VON „BERATER/INNEN“ ? Kann man im Klartext
    des Volksmundes einfach vorsätzlichen BETRUG nennen, oder?

  2. sabine s. said, on 19. Juni 2014 at 12:53

    Die Beratung in der RAB in Münster habe ich so erlebt, dass ich selbst bestimmt habe, welche Dinge ich mir anschaffen möchte, den Betrag habe ich voll ausgeschöpft plus der Rentenersatzleistung.

    Ich weiß nicht, was Lehmkuhl erzählt hat, aber das was Sie schreiben, werter Herr Kronschnabel, kann ich so nicht bestätigen. Zumal ich das auch so nicht von denjenigen gehört habe, die in Münster waren.

    Zu Lehmkuhl: Meinen ersten telefonischen Kontakt hatte ich mit diesem Herrn. Ich habe wertvolle Tipps erhalten, wie ich möglichst viel für mein Geld bekommen kann.

    sabine s.

    • ekronschnabel said, on 19. Juni 2014 at 13:23

      Es ist schön, wenn das bei Ihnen besser lief als bei denen, die mit durchschnittlich 2.300,- € Sachleistungsbetrag
      abgespeist wurden.

      Wenn nur Einige die 10.000,- erhielten, dann reduziert sich der Gesamtsummenanteil des „Restes“ ja noch mehr!
      Die vom LWL selbst veröffentlichten Zahlen sind der unerschütterliche Beleg für meine Kritikpunkte. Warum forderte
      Lehmkuhl seine Mitarbeiter nicht zu umfassender Beratung auf, als er merkte, welche Klingelbeutelbeträge an Sachleistung laufen? Da wäre der LWL- Anteil am Einzahlertopf mächtig gestiegen – und das wäre natürlich fatal
      geworden – für den LWL, meine ich. Da ist es eben besser, wenn es für die Opfer fatal läuft, oder wie ging die Denke?

      Empfinden Sie es nicht als sehr merkwürdig, daß nur Einzelne, die wissen was ihnen zusteht und das durchsetzen,
      zur Höchstsumme kommen? Motto: Wer zu schwach ist, wird überrollt, wer sich durchsetzt, bekommt sein Recht.

      Angeblich soll doch beraten werden, oder? Die, die keine 10.000,- € erhielten, dürfen heute also immer noch daran herumraten, warum sie nicht beraten wurden.

      Münster ist eine der zwei Anlaufstellen in NRW. In Köln sammelten Antragsteller andere Erfahrungen. Erfahrungsberichte finden Sie hier im Netz; einfach Tante Google fragen.

  3. sabine s. said, on 19. Juni 2014 at 13:45

    Ich habe die aktuellen Zahlen nicht und weiß nicht, ob die Verfahren, von denen Sie berichten alle abgeschlossen sind oder die Gesamtsumme in Teilbeträgen abgerufen worden ist. So bin z. B. ich verfahren. So, wie ich mich für einzelne Maßnahme entschieden hatte, habe ich eine Vereinbarung über die betreffende Summe geschlossen. Ich wollte mich nicht zu Beginn auf Sachleistungen in der Gesamtsumme festlegen.

    Wenn Sie mir die Quelle nennen, auf die Ihre Zahlen beruhen, würde ich das gern prüfen. Insofern kann ich auch Ihre Frage im drittletzten Absatz nicht beantworten.

    Welche Erfahrungen werden in der Kölner RAB gemacht? Sagen Sie mir bloß nicht, dass dort alles besser läuft.

    sabine s.

    • ekronschnabel said, on 19. Juni 2014 at 14:00

      Sie kommentieren hier, ohne den Kommentar von Dierk Schäfer mit dem genannten Link zur Pressemitteilung über den LWL gelesen zu haben und stellen mir dann Fragen? Sie lasen nicht mal meine Aussagen richtig. Quellen nannte
      schon Dierk Schäfer, einfach mal lesen.

      Man kann auch Alerts mit Themen bei Google (kostenlos) abonnieren, dann hat man alles, was in den Medien zum Thema erscheint, taufrisch auf dem Tisch … und ahnt meist schon, über was der Pastor schreiben wird, MIT Quellengaben.

      • sabine s. said, on 19. Juni 2014 at 16:21

        Ja, Herr Kronschnabel, auf die Gefahr hin, dass es nicht ins Schema passt: Ich stelle Fragen, weil die Pressemitteiluing mir keine differenzierten Informationen liefert.

        sabine s.

  4. Rolf Schmidt said, on 19. Juni 2014 at 13:54

    In Köln bin ich gemeldet, da tut sich so gut wie garnichts, keine Beratung, kein Schreiben, man hört einfach nichts. Das darf es doch nicht sein?
    MfG. Rolf Schmidt

    • ekronschnabel said, on 19. Juni 2014 at 14:06

      Ist aber so, Sie sind nicht der Einzige, der raten darf, wie er in Köln beraten (werden) wird.

  5. sabine s. said, on 19. Juni 2014 at 19:58

    Herr Schmidt, ich rate Ihnen, Herrn Kronschnabel zu Rate zu ziehen. Das meine ich ernst. Ich denke, dass Sie, Herr Kronschnabel, zu den wenigen gehören, die in der Lage sind, für Betroffene das Optimale heraus zu holen (zu schlagen). Sie haben dies längst durch viele Beiträge, Ihre Arbeit betreffend, bewiesen.

    sabine s.

  6. Erika Tkocz said, on 20. Juni 2014 at 19:25

    Ich finde, es sollte eine Stelle geben, bei der sich die Ehemaligen melden, die nicht ihren Antrag auf 10000 Euro durch bekommen haben. Die Mehrheit der BeraterINNEN stellen grundsätzlich nicht in Abrede die 10000 Euro Sachleistungen zu akzeptieren. Da könnte ich auch keiner Logik folgen, nur ein paar Sachleistungen zu bekommen. Leider muss man sich da schon mit der Thematik befassen, aber es kann nicht sein auf einen Menschen der Beratungsstelle zu stoßen, der zu blöde oder zu faul ist, das ehemalige Heimkind zu unterstützen. Es ist doch in sich schon logisch, wenn man prinzipiell eine Sachleistung bekommt, dass damit der Weg offenist für den gesamten Anspruch.
    Dann muss der Ombudmann sich mal dahinter klemmen zu erfahren wer nicht den gesamten Anspruch bekommen hat und wie das begründet wurde. Bei ihm können sie sich nicht mit der Schweigepflicht herausreden!

    • ekronschnabel said, on 20. Juni 2014 at 20:31

      Frau Tkocz,

      ich beschäftige mich intensiv mit dem Thema, hatte und habe intensive (und nicht immer erfreuliche) Kontakte mit
      Anlauf- und Beratungsstellen.

      Es gibt sehr motivierte, hilfsbereite und kompetente MitarbeiterInnen in allen Bundesländern. Wir erlebten aber auch
      das Gegenteil. In solchen Fällen gilt dann der alte Weisheitsspruch der Schmiedemeister: „Nehme den größten Hammer und schlage zu, denn mit dem kleinen machst du dich nur müde und kaputt!“. Leider traurige Wahrheiten,
      aber tatsächlich wirksam.

      Oft bekam ich den Eindruck vermittelt, daß ein gewisser Neid, eine Mißgunst bei „BeraterInnen“ mitspielt. Das ging
      dann z.B. so: „Sie müssen doch kein Auto für 10.000,- € haben, das geht doch auch viel billiger!“ oder „Wir setzen hier
      das Konto der Dienststelle ein, dann können Sie das Geld von uns holen, wenn Sie was brauchen“. So geschehen in
      einer Kreisstadt in der Lüneburger Heide. Einmal Jugendamt, immer Jugendamt……Bevormundung ist Programm!

      Im letzteren Fall sorgte ich dann über die Leiterin der Fonds-Geschäftsstelle dafür, daß solche Dummdreistigkeit sofort beendet wurde. Auszahlungen dürfen AUSSCHLIESSLICH an Begünstigte= Antragsteller erfolgen, niemals an Behörden.

      Wenn es zu Problemen kommt, ist das Hauptproblem jedoch meistens die Unwissenheit der „BeraterInnen“. Viele hatten nicht mal das gelesen, was ihnen von der Geschäftsstelle Köln als Arbeitsanweisung geschickt wurde. Das
      frustet, weil es zusätzliche Arbeit macht.

      Ich baute für unseren Interessenkreis ein kleines Netzwerk auf. Musteranträge (von kompetenten, amtlich tätigen Leuten erstellt), telefonische Kontaktpflege um Neuerungen umsetzen zu können, Erfahrungsaustausch mit wohlgesonnenen Behördenmenschen – all das war zielführend. Wenn ein gut begründeter Antrag durchgegangen ist,
      kann er in einem anderen Fall nie wieder gekippt werden, denn gleiches Recht für ALLE kann auf diesem Gebiet nicht
      ausgehebelt werden.

      Wenn also viele Antragsteller nicht in den Genuss der Sachleistungs-Höchstsumme kamen, ist davon auszugehen,
      daß inkompetente Beratung und unsichere AntragstellerInnen aufeinander trafen. Mich erschreckt es immer wieder,
      wieviel ehemalige Heimkinder noch heute regelrecht Angst vor Behördentypen haben. Die riechen das förmlich, und wenn sie zur miesen Sorte gehören, lassen sie die verängstigten Menschen oft auch eiskalt auflaufen.

      Ihre Idee mit dem Ombudsmann ist aus meiner Sicht so eine Sache. Was wollen wir mit einem Ombudsmann, der
      von den Rechtsnachfolgern der Täterfirmen ernannt wurde? Es ist doch der Witz des Jahrhunderts, dass der
      Lenkungsausschuss den SCHRUTH zum Heimkindervertreter ernannte. Wählten Sie den Fuzzi? Nein! Ich auch
      nicht; KEIN EHEMALIGES HEIMKIND WURDE ZUR WAHL GERUFEN. Nennt man sowas nicht Verarsche? Ich
      denke schon.

      Wir ehemaligen Heimkinder machten einen Fehler, indem wir es versäumten, eine BERATUNGSSTELLE für die
      AntragstellerInnen einzurichten! Finanzierbar gewesen wäre das durch Abgabe eines geringen Betrages vom erhaltenen „Entschädigungsgeld“. Gibt ja sogar einen Verein, aber der hat andere Felder beackert. ERNTEHILFE wäre
      nötig gewesen. Die paar Erntehelfer, die beim Einholen der Kartoffeln behilflich waren, konnten nur Bruchteile erledigen.

  7. Erika Tkocz said, on 20. Juni 2014 at 20:54

    Nun Herr Kronschnabel, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und im persönlichem Gespräch und/oder Auseinandersetzung mit den Anlaufstellen problemlos die Anträge durchbekommen. So ganz möchte ich die Leute dort aber nicht verstehen, auch wenn ich weiß, dass es Unwissenheit ist. Sie könnten sich bei Kollegen anderer Anlaufstellen erkundigen wie sie die Ehemaligen auf die Höhe der Sachleistungen bringen. Ich habe ja auch die Unterschiede erlebt, sehr engagierte Mitarbeiter aber auch das Gegenteil. Schäbige Absichten habe ich auch erlebt, denn nichts anderes ist es, wenn eine Ehemalige dort hin kommt und mal gleich gesagt bekommt, sie könne nur einen PC bekommen.

    Nun mir kommt da schon die Galle hoch, wenn ich erfahre, dass nicht jedes ehemalige Heimkind doch zumindest die 10000 Euro bekommt. Das sind in der Regel Ehemalige, die nicht vernetzt sind und sich so nicht vorab beraten lassen können und es kann nicht sein, dass diese mit weniger abgespeist werden.
    Mir wäre es gleich ob nun der Ombudsmann gewählt worden ist oder nicht, mir wäre es wichtiger an Jene heranzukommen, die nicht die gesamte Sachleistungen bekommen haben. Andere Ehemalige haben ja auch schon versucht an die Leute heranzukommen, aber die Anlaufstellen rücken nicht die Namen raus, das kann ich sogar verstehen, wegen der Schweigepflicht.

    Frage: wer wäre autorisiert an die Namen zu kommen, ich habe dazu leider keine andere Idee, aber ich bin schon der Meinung dass wir es so nicht hinnehmen sollten.

  8. sabine s. said, on 20. Juni 2014 at 22:30

    Wenngleich ich mir nicht vorstellen kann, dass ehemalige Heimkinder nicht die vollen 10.000,– € erhalten haben (das WARUM ist bisher nicht beantwortet worden), sollte das Problem an Wolfgang Bahr herangetragen werden. Der hat einen Zusammenschluss, bestehend aus den Beiräten der RABs, initiiert um die Missstände in den RABs zu beseitigen (ein sehr hoch gestecktes Ziel).

    sabine s.

    • ekronschnabel said, on 20. Juni 2014 at 23:34

      Das WARUM für das Nichterhalten der vollen 10.000,- € Sachmittelleistung wurde schon mehrmals als Vermutung/Erfahrung genannt, Frau s. Bevor ich die Praxis kennenlernte, konnte ich mir viele Dinge auch nicht
      vorstellen.

      Sie könnten doch an Wolfgang Bahr herantreten, um ihm und den Beiräten der Anlauf- und Beratungsstellen das
      „Problem“ zwecks Behebung aufzuzeigen. Beiräte müssten doch Rat wissen, müssten doch die mühsame Kärnerarbeit an der Front kennen, müssten vor allem die Arbeitsweise der Anlaufstelle kennen, für die sie als Beirat
      tätig sind, tätig sein sollen.

      Ich stelle aber vorab schon mal die Frage, warum Anlaufstellen oft immer noch miese Arbeit liefern,
      obwohl dort doch Beiräte mitsprechen. Oder irre ich mich da? Oder kennen die die Materie nicht? Mich irritieren
      so Menschen wie selbsternannte Landessprecher, oder Beiräte die nicht öffentlich agieren.

      Wäre schön, wenn ich neue Erkenntnisse über die Tätigkeiten und Erfolge dieser Beiräte sammeln könnte. Theo Rie
      erfand die Theorie. Hoffentlich erweist sich der Herr Bei Rat nicht als zahnloser alter Herr, der seinen Titel spazieren führt.

      • sabine s. said, on 21. Juni 2014 at 15:08

        Wenn das Problem als Vermutung geäußert worden ist, nutzt es wenig – es bleibt eine Vermutung. Sollten Erfahrungen vorliegen, dann hätten Sie doch etwas in der Hand.

        Für die Beiräte, Herr K. gibt es keine einheitliche, verbindliche Beteiligungsstruktur. Anlauf- und Beratungsstellen verstecken sich auch gern hinter dem Datenschutz, es gibt immer noch Bundesländer, die keinen Beirat sondern einen „begleitenden Arbeitskreis“ (was immer man auch darunter verstehen darf) haben. Ein Stimmrecht ist mir überhaupt nicht bekannt.

        Wenn Sie aber wissen möchten, wie die Beiräte agieren, dann nehmen Sie doch mal Kontakt mit Herrn Bahr auf und testen, ob nicht doch noch ein paar „abgeschliffene Zähne“ *grins* vorhanden sind. Ich weiß, dass er sehr aktiv ist, über Erfolge kann ich nichts sagen.

        Übrigens: So, wie in der Vergangenheit Aktive in Foren „abgemeiert“ worden sind, kann ich jeden verstehen, der nicht mit jedem „Pups“ an die Öffentlichkeit geht.

        sabine s.

      • dierkschaefer said, on 21. Juni 2014 at 15:28

        „nicht mit jedem „Pups“ an die Öffentlichkeit“
        das schickt sich auch nicht!

  9. Erika Tkocz said, on 20. Juni 2014 at 23:30

    Davon haben aber jene Ehemalige, die ihre Anträge gestellt haben und der Prozess zu Ende ist rein gar nichts und um die ging es mir Gruß Erika Tkocz

    • ekronschnabel said, on 20. Juni 2014 at 23:38

      Das kann man nur ändern, wenn man die betreffenden Personen kennt. Dann könnte man denen bis Jahresende mit
      Folgeanträgen helfen. Ohne Namen keine Chancen, Frau Tkocz.

  10. Erika Tkocz said, on 21. Juni 2014 at 00:13

    Na Herr Kronschnabel, dann sollten einmal die Beiräte dieses Thema angehen, sofern sie noch Zähne haben….grins….

    1. würde ich gerne einmal eine genaue Aufstellung darüber haben, wieviele Ehemalige die 10.000 Euro Sachleistungen bekommen haben.
    2. Sollten jene Ehemalige angeschrieben werden, die nicht den vollen Betrag erhalten haben, dass sie sich erst einmal an Personen wenden die ihre Ansprüche überprüfen. Also da mache ich gerne mit!

    Allerdings wer sollte sie anschreiben??? Die Anlaufstellen würden da ja ein Eigentor schiessen! Allerdings müssen auch Anlaufstellen transparent in ihrer Arbeitsweise sein. Zwar weiss ich nicht so wirklich, welche Rechte die Beiräte haben, ich schätze mal keine, sind sie nicht nur schmückendes Beiwerk von Pseudoverhandlungen??? Nun sollten sie Rechte haben dann bitte auch einmal dieses Thema angehen.

    Ich denke schon, dass die Beiräte diese Problematik kennen, aber „zahnlos“ geht nun mal nichts!

  11. sabine s. said, on 21. Juni 2014 at 16:31

    Vielen Dank, Herr Schäfer, für Ihren „Wie-benehme-ich-mich-in-der-Öffentlichkeit“ Hinweis.
    Man lernt nie aus.

    sabine s.

  12. ekronschnabel said, on 21. Juni 2014 at 23:46

    @ sabine s.

    Ich muss nicht wissen, wie die Beiräte agieren, weil es noch nie einen Bericht von irgend einem Beirat zur Sache gab.
    Alleine diese Tatsache sagt aus, dass eben NICHT agiert wurde!

    Dieser Beirat-Mumpitz wurde u.a. von Leuten inszeniert, die sich selbst zu Landessprechern ernannten. Die Ministerien
    griffen den Humbug gerne auf, verkaufen ihn als „Einbeziehung von Betroffenen in Entscheidungsprozesse“. Heisst
    im Klartext: „NENNT euch von uns aus Beiräte, aber haltet schön das Maul. Ihr könnt singen, aber nicht mitreden!“

    Das sind meine Erfahrungen mit dem Beiratswesen – ausser Spesen nichts gewesen….

    Wenn Leute aktiv sind und Angst vor Kritik in der Öffentlichkeit haben, dann sollen sie sich still ins Eckchen setzen und
    jammern. Abmeiereien weiss man zu kontern, wenn nicht, gilt für mich der Satz zuvor.

  13. sabine s. said, on 22. Juni 2014 at 00:32

    …Ich muss nicht wissen, wie Beiräte agieren…

    Sollten Sie aber! Und Berichte zur Sache hat es in der Presse gegeben. In den letzten Monaten hat der Zusammenschluss der Beiräte zwei Mal den Lenkungsausschuss mit seinen Forderungen „genervt“ (auch dazu gab es Presseberichte).
    Sie müssten sich schon an diesen Zusammenschluss wenden, wenn sie sich tatsächlich für Ergebnisse interessieren. Oder wäre es nicht besser, die Vorbehalte beiseite zu schieben und dort mitzumischen?

    Na, ja, und die Leute (von denen ich schrieb), die aktiv waren, hatten keine Angst vor Kritik, das wäre das allerkleinste Übel gewesen.
    Sie machen es sich da mit ihrem letzten Absatz zu einfach.
    Egel, es ist Ihr gutes Recht, das so zu sehen. Man muss Ihre Ansicht nicht teilen.

    sabine s.

    • ekronschnabel said, on 22. Juni 2014 at 08:51

      Stimmt, man muss meine aus Erfahrungen resultierende Ansicht nicht teilen.
      Wenn ich was mit dem Lenkungsausschuss zu klären habe, tippe ich die Telefonnummern der Mitglieder ein und
      bespreche das Problem, schicke ergänzend ein Mail.

      Es zählt immer das als Ergebnis, was den Antragsstellern NÜTZT. Theoretisches, ergebnisloses Hickhack ist heute
      zwar eine beliebte Form der Selbstdarstellung, hilft aber dem hilflosen Einzelnen nicht weiter. Um diese Einzelnen geht es aber, liebe Frau s.

  14. sabine s. said, on 22. Juni 2014 at 12:25

    Wenn es sich aber um viele Einzelne handelt, stimmt die Struktur nicht. Würde sie verändert werden (auch auf Druck von Außen) müssten Sie und andere Aktive nicht immer den Feuerwehrmann spielen.

    Mir sind Interessenvertretungen aus dem beruflichen und ehrenamtlichen Alltag bekannt. Im beruflichen Alltag schließen wir (Betriebsrat) mit dem Arbeitgeber Betriebsvereinbarungen, mit dem Ziel verbindliche Strukturen zu schaffen. Das funktioniert und spart Zeit, Ärger…
    Auf der ehrenamtlichen Ebene bedienen wir uns der Bürgeranträge gem. Gemeindeordnung. So schaffen wir im politischen Raum Verbindlichkeiten, die anders nicht geregelt werden wollen/können.

    Will damit sagen: Verbindlichkeiten schaffen führt auch zu Ergebnissen.

    sabine s.

    • ekronschnabel said, on 22. Juni 2014 at 13:13

      Was Sie schreiben stimmt, bezogen auf gesetzlich strukturierte Verhältnisse, wie Sie sie an Beispielen festmachen.

      Wir haben aber lediglich eine im privaten Bereich angesiedelte Struktur. NICHTS ist juristisch verbindlich geregelt,
      die PRIVATVEREINBARUNGEN zwischen Täternachfolgerfirmen und Opfern sind genau deshalb von den Täternachfolgefirmen einseitig vorgegeben. Da zieht auch keine rechtlich verbindliche (Gemeinde)Ordnung, denn was
      dieser Lenkungsausschuss tut oder lässt, ist juristisch nicht angreifbar. Die Geier wissen stets, WIE man die Beute
      fleddert……

      Schaffen Sie mal Verbindlichkeiten, wenn Sie in einem von Betrügern geschaffenen, rechtsfreien Raum arbeiten müssen!

      Ich vermutete bereits, dass Sie bestimmte Erfahrungen mit „Grabenkämpfen“ haben. Sie dürfen die auf rechtlich
      gesicherten Gebieten gemachten Erfahrungen aber nicht auf mafiös-strukturiertes Gebiet wie den Heimkinder-Fonds
      übertragen. Das funktioniert dann nicht. Warum, glauben Sie, lernte ich mit dem Vorschlaghammer zu arbeiten? Weil
      ich nur mit lieben, menschenfreundlichen Zeitgenossen christlicher Gesinnung zu tun habe? Die lachen sich scheckig,
      wenn ich denen mit rechtlichen Konsequenzen drohe. DIE SORTE kriegen Sie nur zu fassen, wenn Sie sie mit dem
      Status von Moralschweinchen bedrohen. Ihre heile Betriebsratswelt ist eine rechtlich gesicherte andere als die derer,
      die Opfer ihrer Vorgänger auch heute wieder gezielt zu Opfern machen.

      Das Beten und Hoffen überlasse ich den Gutmenschen. Ich kann mir das nicht leisten, wenn ich gegen mafios aufgezogene Strukturen vorgehen muss. Mit „Hosianna“ ginge das, was ich tue, in die Hose der Anna…

  15. sabine s. said, on 22. Juni 2014 at 14:27

    Mit der Gemeindeordnung haben das Instrument an die Hand bekommen, Bürgeranträge stellen zu können. Die Inhalte der Anträge sind nicht durch Gemeindeordnung oder andere Grundlagen sichergestellt. Auf rechtlich sicherem Feld bewegen wir uns da nicht. Schön wär’s, würde uns eine Menge Arbeit ersparen. Folglich nutzen wir dieses Instrument. Manch einer würde – wie Sie – den Vorschlaghammer wählen. Ist aber nicht meine Art, Forderungen durchzusetzen.

    Hingegen ist Betriebsratsarbeit rechtlich gesichert, aber heile (wie blauäugig!) ist sie ganz und gar nicht. Das liegt auf der Hand. Das Arbeitsleben, explizit sei der soziale Bereich erwähnt, ist alles andere als ein Spaziergang, folglich braucht man in der Betriebsratsarbeit auch ein paar Boxhandschuhe. (Nicht alle Arbeitgeber handeln zum Wohle der Hilfebedürftigen und der Mitarbeiter.Die hängen symbolisch als Schlüsselanhänger in meinem Büro, daneben zwei Plakate. Auf dem einen steht „Der tut nix“ und auf dem anderen „sSprache soll verbinden – nicht verwirren“, das ganze immer schön sichtbar für jeden, der mit uns Gespräche führen möchte/muss.

    Sorry, ich bin vom eigentlichen Thema abgewichen. Das ergab sich leider, geht es doch im Kern darum, Wege zu finden, dass die Betroffenen in den RABs nicht über den Tisch gezogen werden.

    Schönen Sonntag!
    sabine s.

  16. Erika Tkocz said, on 23. Juni 2014 at 10:43

    Ja irgendwie sind wir jetzt so gar nicht mehr beim Thema, denn Betriebsräte mit Beiräte zu vergleichen ist absurd.

    Beiräte der ehemaligen Heimkinder mögen ja „nerven“ wie Sabine S es ausdrückt, aber genau diese Aussage zeigt ja schon, dass es sich dabei mehr um ein Placebobeirat handelt, denn mit „nerven“ erreicht man nichts! Näheres hat Hr. Kronschnabel dazu geschrieben, muss nicht wiederholt werden.
    Hätten sie Einfluss könnte man ja gleich etwas in jenen Bundesländern unternehmen, die keine Beiräte haben, weil es eine Ungleichheit der Hilfe gäbe, aber keine Panik macht sowieso keiner, weil kein Mensch diese Beiräte kennt oder sich gar in irgendeiner Form unterstützt fühlt.

    Zu dem Furz nur einmal so viel: es geht nicht darum jeden Furz in die Öffentlichkeit zu bringen, aber es ginge darum sich öffentlich vorzustellen und darauf hinzuweisen welche Aufgaben man hat und auch mit welchen Einfluss man als Beirat agieren kann. Dann müsste man als betroffener Ehemaliger auch noch wissen, ob diese Beiräte dafür zuständig sind, sich an ihnen zu wenden- so man sich von den Anlaufstellen nicht korrekt behandelt fühlt – und auch nicht die Sachleistungen in der Höhe bekommt, wie es die jeweils betroffene Person für sich erwartet hätte. Ja und das wäre sehr einfach gewesen, wenn man anfänglich bei den Anlaufstellen die Mitarbeiter darauf hingewiesen hätte, dass sich die Ehemaligen an die Beiräte wenden können. Ein einfaches Flyer jedem Ehemaligen mitzugeben hätte es auch getan, aber ich habe ganz stark den Verdacht, dass Mitglieder des sog. Beirates ganz andere Erwartungen hatten, denn sich als schmückendes Beiwerk der jeweiligen Anlaufstellen zu sehen, hat da bei Einigen schon ausgereicht, um sich als eine wichtige Person einmal wieder selber auf die Schulter zu klopfen. Da mögen einige Personen anders sein, aber in der Gesamtheit der Beiräte habe ich nicht wirklich irgendetwas gehört, gelesen, was von Interesse ist bzw. wo diese Beiräte tatsächlich eine sinnvolle Aufgabe machen. Man sollte doch zumindest so fair sein und diese Placebofraktion nicht auch noch schön reden, aber was soll`s, wenn`s dann der eigenen Eitelkeit dienlich ist.

  17. sabine s. said, on 23. Juni 2014 at 23:26

    Na, ja, dass wir nicht mehr beim Thema waren/sind, darauf habe ich ja schon hingewiesen.
    So absurd finde ich den Vergleich: Betriebsräte/Beiräte gar nicht. Beide Gremien haben das Ziel, die Interessen von Einzelpersonen oder Gruppen zu vertreten. In der Zielsetzung zumindest sind sie sich gleich.l Der Eine nimmt halt den Vorschlaghammer, um die Interessen von betroffenen Menschen zu vertreten, der Andere sucht andere Wege. Wichtig ist doch, dass der Betroffene Unterstützung erfährt. Placeboeffekt haben die Beiräte m. E. nur dann, wenn sie keine Fragen stellen, wenn sie nicht mit den Betroffenen in den RAB’s aufkreuzen um das, was ihnen zusteht, auch einzufordern. Das hat dann weniger mit dem System sondern WIE die Interessen artikuliert werden, zu tun. – „Dicke Bretter bohren dauert länger“.
    Ich bin eher der Auffassung, das Optimale aus dem Minimalen herauszuholen. Herr Kronschnabel ist mir da schon ein passendes Beispiel, wenn ich nur daran denke, wie er die Betroffenen bei der Beantragung der Enschädigung für erlittene sexuelle Gewalt unterstützt und offensichtlich dies erfolgreich.

    Ich bin nicht im Bilde, was der neue Zusammenschluss aus dem AFH, den OST-Vertretern um Ralf Weber und der Mainzer Gruppe (Beiratsmitglieder) um Wolfgang Bahr im Detail tut. Immerhin haben sie geschafft, was bis dato undenkbar war: der Lenkungsausschuss hatte zwei Mal mit der ganzen Gruppe getagt und nicht nur (wie es bisher der Fall war) hinter verschlossenen Türen. Das war auch so in der Presse zu lesen. Man kann natürlich die Effektivität der Beiräte in Frage stellen, aber sollte schon den Personen, die diese Beiräte besetzen, fair begegnen. Das wäre zumindest ein Weg, die Beiräte zu aktivieren. Die „Placebofraktion“ wie du sie (abwertend) betitelst, wäre echt gefordert.

    In eigener Sache: Es ist natürlich völliger Quatsch, dass ich hier etwas schön reden will.
    Wie heißt es so schön? Das Glas ist noch halb voll!

    sabine s.

  18. Marianne Gabler-Heindl said, on 22. August 2014 at 11:53

    Guten Tag,mein Name ist Marianne Gabler-Heindl,ich habe eben ihre Kommentare mit großem Interresse gelesen..auch ich bin ein EHK,..bitte wenden sie sich an die Offene Gruppe über FB,da gibt es sehr viele Ehemalige mit großen Problemen wegen diesem Fond..Vielen Dank und herzliche Grüße..PS ich habe eben den lerzten Antrag unterschrieben und mir wurde gesagt ,dass es ca.ein halbes Jahr dauert ,bis ich Bescheid bekomme.


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