Dierk Schaefers Blog

Das Leid von Kindern in psychiatrischen Einrichtungen in der Nachkriegszeit

Posted in Geschichte, Gesellschaft, Justiz, Kriminalität by dierkschaefer on 3. Juli 2014

»Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) hat gefordert, das Leid von Kindern in psychiatrischen Einrichtungen in der Nachkriegszeit öffentlich anzuerkennen und sich für eine Entschädigung der Betroffenen einzusetzen. … Die Kinder – aus unehelichen Verhältnissen oder schwierigen Familien – hätten bis in die 70er Jahre dort „persönliches Leid, Misshandlung und Entrechtung erfahren“.«[1]

 

Die Meldung über die Entschädigung der ehemalign Heimkinder ist natürlich mal wieder falsch.

 

[1] http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/medizinethik/article/864049/nachkriegs-psychiatrie-dgkjp-fordert-entschaedigung-kinder.html

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4 Antworten

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  1. Bluebeardy said, on 3. Juli 2014 at 21:20

    „Auch will sie Betroffenen ermöglichen, mit Fachärzten ihre damaligen Diagnosen anhand noch vorhandener Krankenakten zu überprüfen und schriftliche Erklärungen über offensichtliche Fehldiagnosen abzugeben“.

    Ich stieß im Rahmen meiner Recherchen zu irischen Waisenhäusern und Mutter-Kind-Heimen auf diese geschichte aus Quebec / Kanada aus den 50ern Jahren.

    „…..The orphanage had been converted into a psychiatric hospital. A later investigating commission adduced a motive: more money from the province. Government subsidies were $2.75 a day for psychiatric patients and only $1.25 a day for orphans. Thousands Wrongly Classified
    As the tale has unfolded, it appears that more than 5,000 abandoned children of the 1940’s and 1950’s were improperly classified as mentally retarded and committed to several of Quebec’s 16 psychiatric hospitals, then owned and run by the Roman Catholic Church……

    http://www.nytimes.com/1993/05/21/world/orphans-of-the-1950-s-telling-of-abuse-sue-quebec.html?src=pm&pagewanted=1

    „…Denis Lazure, who was practicing psychiatry in the early 1960s and is now a member of the Quebec Legislative Assembly, said he was part of a commission that investigated the mental institutions during that period. “One of our main findings was that out of 22,000 patients we felt that at least one-third had no business being there.“
    http://articles.orlandosentinel.com/1993-05-29/news/9305290842_1_quebec-history-bertrand-nun

    Wäre ein Wunder, wenn es hier in der Nachkriegszeit anders gelaufen wäre…

    • dierkschaefer said, on 3. Juli 2014 at 21:47

      danke für den plausiblen hinweis. nein, es wäre kein wunder. man muß die wohl unterschiedlichen tagessätze überprüfen.

  2. Bluebeardy said, on 3. Juli 2014 at 21:55

    „…..Offensichtlich entschieden nicht allein das psychische oder soziale Befinden eines Kindes über die Einweisung in eine Einrichtung, sondern auch wirtschaftliche Erwägungen des Heimträgers. Eine unrühmliche Rolle spielten dabei in der Nachkriegszeit Gutachter, die bereits vor 1945 tätig gewesen waren. Der Neurowissenschaftler Burkhard Wiebel forscht an der Ruhr-Universität Bochum zu diesem Thema.
    „Die Heime für behinderte und auch für psychiatrische Patienten waren 1945 leer, weil nämlich die Kinder alle getötet worden sind. Jetzt standen die Heime leer und diejenigen, die diese Immobilien hatten, wollten nun, dass die auch wieder gefüllt werden, und deswegen wurden reihenweise, zu Tausenden, gefälschte Intelligenzquotienten produziert. Und wir wissen auch genau, was da gemacht worden ist, wer da verantwortlich war.“
    http://www.deutschlandfunk.de/fonds-fuer-ehemalige-heimkinder-guter-wille-und-leere-kassen.724.de.html?dram:article_id=290836

  3. Klaus Linnenbrügger said, on 12. Juli 2014 at 20:58

    Klaus Linnenbrügger.In der Hölle war schon.Teufelskind-Bastard.Mit 5Jahren 1948 weggesperrt Anstalt Wittekindshof Psyiatrie.In der Anstalt Wittekindshof wurde nicht betreut,es wurde eingesperrt gestraft Seele und Körper misshandelt und sexuell missbraucht.Zusammen mit Geisteskranke und Körperlichen Behinderten Kinder,war das grausamm.Ich wurde willkürlich als schwachsinn- behindert diagnostiziert,ist aber nicht der fall.Die Fürsorgebeschlüsse,der unter Hitler eingewiesener Kinder wurden nach 1948 nicht überprüft.Keine ausreichene Rente.Mit der Schwarzarbeit komme grade so zurecht.Rentenrecht bricht Menschrecht.Wäre ich damals unter die Euthanasie gefallen,dann wäre mir vieles erspart geblieben.SUIZID gedanken habe ich jeden Tag.Aus eigener Erfahrung habe ich Opfer gekannt,welche nur denn Ausweg durch ZUIZID gesehen habe,die es nicht mehr gib,und sicherlich noch vieles zusagen gehab hätten,wie ich auch.


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