Dierk Schaefers Blog

Neues aus der Haasenburg

Posted in Gesellschaft, heimkinder, Kinderrechte, Pädagogik by dierkschaefer on 9. Juli 2014

»Haasenburg-Skandal: Experten fordern bessere Heimaufsicht[1]«

»Nötig seien mehr unangemeldete Kontrollen, wie es in Krankenhäusern und in der Pflege Standard sei. Doch diese sind in der Jugendhilfe bislang nicht vorgesehen«.

„Die Kommission hat darauf hingewiesen, dass ähnliche Vorkommnisse auch in anderen Einrichtungen nicht auszuschließen sind und dass unsere Kontrollmechanismen nicht angemessen auf menschenunwürdige Auswüchse in der pädagogischen Praxis reagieren.“

„Es kann durchaus sein, dass noch mehr Heime solche Maßnahmen praktizieren, von denen wir keine Kenntnis haben.“

Wozu Pädagogik? Ein Arzt weiß eine Alternative zum Fixieren: „In kritischen Situationen, in denen Kinder sich selbst oder andere gefährden, könnte anstelle von Freiheitsentzug auch eine freiwillige, zeitlich begrenzte Medikamentengabe die Situation entschärfen“, glaubt der Mediziner.

 

[1] Alle Zizate aus: http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1299783/

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11 Antworten

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  1. Helmut Jacob said, on 9. Juli 2014 at 15:06

    „mehr unangemeldete Kontrollen, wie es in Krankenhäusern und in der Pflege Standard sei.“
    Wenn es mal so wäre. Oft trällert die Nachtigall schon Tage vorher von der frohen Kunde hohen Besuches. Dann wird gewienert, das die Schwarte kracht und besonders alte Menschen erfahren ungewohnte liebevolle Zuwendung.

    • Neumeyer said, on 9. Juli 2014 at 19:53

      Grüß Sie Herr Jacob da gebe ich Ihnen Recht.so war das schon immer.LG

      • Helmut Jacob said, on 9. Juli 2014 at 23:58

        Gruß jenseits des Weißwurstäquators! Ich muss noch nachtragen: Genau darum bin ich für eine Opferrente. Damit die Heimopfer, die wieder ins Heim müssen – diesmal aus Alterungs- oder Gebrechensgründen – Schmiergeld in der Hand haben. Bei der miesen Bezahlung des Heimpersonals ist jeder 10er, dem Pfleger oder der Pflegerin warm in die Hand gedrückt, ein Wundermittel und garantiert einigermaßen menschliche Versorgung.

  2. sabine s. said, on 10. Juli 2014 at 00:47

    Die Realität ist auch: Wer so alt, gebrechlich, vermutlich auch an Demenz erkrankt ist, wird wohl kaum in der Lage sein, einem Pfleger Schmiergeld in die Hand zu drücken. Ich gebe mich dieser Illusion gar nicht hin.

    sabine s.

    • Helmut Jacob said, on 10. Juli 2014 at 22:03

      sie vergessen die verwandten.

  3. sabine s. said, on 11. Juli 2014 at 00:04

    …die sind oftmals auch kein Garant, mit Schmiergeld eine menschenwürdige Pflege sicherzustellen. Es sei denn, man hat sich die Verwandten entsprechend „erzogen“.

    sabine s.

  4. Erika Tkocz said, on 11. Juli 2014 at 10:07

    Nun gehe ich aber auch nicht davon aus, dass man mit Schmiergeld eine bessere Pflege bekäme. Da wo es zu wenig Pflegepersonal gibt, kann man auch nichts mit Schmiergeld ausrichten, außerdem fände ich es auch nicht angebracht Pflegepersonal bestechen zu wollen. Am Ende wäre es dann wohl so, dass Jemand der Schmiergeld gibt noch etwas erwarten kann und die anderen Bewohner dafür nicht einmal mehr das Mindeste erwarten können. Eine Opferrente macht da nur Sinn um ein Altersheim zu verhindern und sich eine ambulante Pflege leisten zu können.

    • Helmut Jacob said, on 14. Juli 2014 at 14:35

      Ein altes Sprichwort sagt: Wer gut schmiert, der gut fährt. Es ist ehrenwert, liebe Erika, dass Du Deine Zunft verteidigst. Aber die Realität ist wirklich anders: Ein warmer Händedruck mit einem Scheinchen dazwischen, erhellt doch die Gemüter der Ausgebeuteten, die an vorderster Front die Pflege bewältigen müssen und das unter unmenschlichen Bedingungen. Ganz miese Bezahlung, von der ein Pfleger/eine Pflegerin nicht ohne Zusatzstunden leben kann. Personalabbau und damit Stressaufbau bei den Pflegekräften. Zunehmende Altersdemenzen mit all ihren Erscheinungen. Da kann so eine ausgebeutete Kraft schon mal überfordert werden. Das Gesamtpaket ist eine Katastrophe, die durch „finanzielle Beihilfen“ der zu Pflegenden sicher die Stimmungslage erhöht und damit auch die Zuwendungsleistung einzelner Pflegekräfte. Um es mal beispielhaft darzustellen: Es ist doch schon ein Qualitätsunterschied, ob ein Pfleger während der sechs-minütigen Pflege wenigstens mit dem zu Pflegenden spricht, oder ob er ihn kühl abfertigt. Und gerade solche Menschen, die in den Heimen ja auch vereinsamen, brauchen auch diese verbale Zuwendung.
      Vergessen wir auch nicht, dass es in unserer Bananenrepublik bereits Usus ist, dass geschmiert wird, damit die Maschinerie überhaupt läuft. Das fängt bei den 400 Euro-Jobbern an und hört auf in höchsten politischen und repräsentativen Kreisen. Auch wenn keine Verurteilung in einem noch nicht lange zurückliegenden Fall stattgefunden hat, aber dieser Kuchen stinkt doch gewaltig zum Himmel.

  5. sabine s. said, on 11. Juli 2014 at 10:33

    Der letzte Satz, Erika ist der Ausschlaggebende. Allerdings müsste die Opferrente entsprechend hoch sein.

    sabins s.

  6. Erika Tkocz said, on 12. Juli 2014 at 00:47

    Nun Sabine mein erster Gedanke war zu schreiben stimmt, aber dann habe ich noch einmal darüber nachgedacht, dass der Weg ein anderer sein könnte. Also nicht über die Gehälter der Pflegekräfte, sondern in eine Pflegeversicherung einzuzahlen. Was kostet im Monat eine Pflegeversicherung, die eine “ Rund um die Uhr“ Pflege ermöglicht? So betrachtet sind wir nicht bei 4-5000 Euro, sondern bei 100 oder maximal 200 Euro Einzahlung in einer Pflegeversicherung und das ist nicht viel.

  7. sabine s. said, on 12. Juli 2014 at 19:24

    Na, für 100.00- € oder 200.00 € private Pflegeversichrung zusätzlich, kriegst Du keine 24-Stunden-Pflege. Die Beiträge sind dann noch mal nach Pflegestufe gestaffelt. Das Alter bei Vertragsabschluss, Vorerkrankungen etc. spielen da eine Rolle. Behinderten, chronisch kranke Menschen, alte Menschen, die bereits pflegebedürftig sind, werden keine Aufnahme in eine zusätzliche Versicherung finden. Folglich wäre mir den Gedanke, unabhängig im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit sein zu wollen und das Ganze über eine Opferrente finanziert, weitaus sympatischer.

    Oh, sorry, Herr Schäfer, sieht so aus, als befände ich mich auf Abwegen.

    sabine s.


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