Dierk Schaefers Blog

Gut gebrüllt, Löwe – oder doch nur ein Kätzchen?

Posted in heimkinder, Politik by dierkschaefer on 17. Juli 2014

Gut gebrüllt, Löwe – oder doch nur ein Kätzchen?

http://www.sozialismus.info/2014/07/ehemalige-heimkinder-gewalt-und-zwangsarbeit-wann-kommt-die-entschaedigung/

 

Bleiben wir im Reich der Tiere, so erinnert dieser Gruß mich an Reineke, den Fuchs[1]

»Mark Hauptmann begrüßt Kabinettsbeschluss zur Aufstockung des Heimkinderfonds«

http://www.dtoday.de/regionen/mein-today/parteien_artikel,-Hilfsansprueche-koennen-abgesichert-werden-_arid,359948.html

 

 

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Reineke_Fuchs

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16 Antworten

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  1. Mandolinchen said, on 17. Juli 2014 at 13:05

    Server nicht gefunden….schade

    • dierkschaefer said, on 17. Juli 2014 at 17:35

      Heidrun Dittrich von der Linken hatte recht vollmundig eine Rede für die Heimkinder gehalten. Merkwürdigerweise funktioniert der Link nicht mehr. Egal, ob man die Linken mag oder nicht. Fakt ist, daß fast alles, was sie anfassen, ignoriert wird. darum das Löwenkätzchen.

      • Mandolinchen said, on 17. Juli 2014 at 18:31

        jaja, es grüßt der überwachungsstaat…………:)

  2. Heidi Dettinger said, on 18. Juli 2014 at 06:23

    Wer die engagierte Rede (vollmundig?) von Heidrun Dittrich lesen will, findet sie hier:
    http://www.veh-ev.eu/Downloadbereich/downloadbereich.html

  3. sabine s. said, on 18. Juli 2014 at 09:42

    Wen soll die Rede „vom Hocker reißen?“ Vollmundig…das war’s dann schon.

  4. Heidi Dettinger said, on 18. Juli 2014 at 15:05

    Bestimmt keine solch abgeklärten Menschen wie Sie, sabine s., dass verstehe selbst ich. Obwohl ich ansonsten irgendwie zu dumm bin, um zu verstehen, warum die zentrale These von Frau Dittrich (Eine geschlossene Unterbringung ist keine Hilfe zur Erziehung für Kinder- und Jugendliche) „vollmundig“ sein soll. Ich finde sie ist eher eine Selbstverständlichkeit.
    Oder ist es vollmundig, wenn sich Menschen für und mit uns engagieren und uns unterstützen? Das wiederum finde ich eher erfreulich und Mut machend.
    Aber vielleicht meinen Sie ja generell alle und alles, was sich nicht mit dem ergaunerten Status Quo zufrieden geben mag…

    • sabine s. said, on 18. Juli 2014 at 17:06

      Die Rede beinhaltet AUCH Aussagen zur RTH und der Entschädigungsfrage. Darauf bezieht sich meine Kritik an der Dame. Bisher hat sie dbzgl. keine Glanzleistung hingelegt.

      sabine s.

  5. Erika Tkocz said, on 18. Juli 2014 at 15:41

    Nun ob es Mut machend ist diese Form der Unterstützung sei einmal dahingestellt, denn dazu fehlt mir der Optimismus, denn die LINKE hat da ja keinen Einfluss und frau Dittrich hat schon 2011 vergeblich einen Antrag auf Anhörung gestellt. Wieso sollte es jetzt möglich sein, die Bedingungen sind jetzt eher noch schlechter. Das bedeutet aber noch lange nicht sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben und ich gehe auch nicht davon aus, dass das bei Sabine S so ist, also mal nichts hinein interpretieren!

    Nun habe ich einmal die verschieden Pdf Dateien gelesen und gehe erst einmal auf den Forderungskatalog des VeH ein:
    Zu 1: einen Rentenausgleich für Ehemalige vor dem 14. Lebensjahr kann es nicht geben, das muss man schon anders begründen wenn man die Kinderarbeit berücksichtigen will. Das sollte man auch tun, denn auch die Kinder haben Zwangsarbeit geleistet und diese Arbeit erfolgte nicht aus pädagogischer Erwägung, sondern dadurch wurde Personal eingespart. Die immer wieder aufkommenden Äußerungen, dass man Zuhause ja auch mitarbeiten musste ist hier völlig unangemessen, weil eine Familie einen anderen sozialen Kontext hat und nicht mit der feindlichen Welt eines Heimes vergleichbar ist und daraus kann man dann wiederum Folgeschäden ableiten. Dieses kann aber nicht als Rentenausgleich definiert werden, denn man kann keinen Rentenausgleich fordern, weil früher auch Kinder unter 14 Jahren keine Rente eingezahlt haben.
    Zu 3: finde ich problematisch die Sachleistungen gegen Bargeld auszutauschen, weil dann das Procedere völlig verändert wird und jene Ehemaligen, die schon durch das Verfahren hinter sich haben sich benachteiligt fühlen werden. Das kann sehr viele Probleme nach sich ziehen und das Risiko wird man nicht eingehen. Beschissen ist es allemal, keine Frage.

    Zu 4: neue aktueller Stand: die Zahlungen sind nicht pfändbar

    Zu 7: ja das ist der eigentliche Skandal, dass Ehemalige der Behindertenheime sowie Psychiatrien immer noch nicht berücksichtigt werden. Aber Säuglinge und Kleinkinder schon oder habt ihr da andere Erfahrungen???

    Zu 8: eine „verwaltungsschlankere“ Lösung: meint ihr das im Ernst?? Es dauert ja jetzt schon sehr lange, ganz im Gegenteil mehr Mitarbeiter und keine Anrechnung aus dem Fonds wäre doch hier angebrachter.

    Auf 16/17 :Forderungen, die tatsächlich angegangen werden müssen.

    Zu 18: leider nicht möglich, die GKV ist nicht einmal bereit eine Zusatzversicherungen ehemaliger Heimkinder zu akzeptieren, weil sie befürchten, dass sich auch noch andere Opfergruppen melden (meine Interpretation), dieses ist schon versucht worden und wurde abgelehnt. Nun und dann erklärt doch einmal wieso die GKV regresspflichtig gemacht werden könnte, ohne eine wirklich schlüssige Begründung wird man hier nichts ausrichten können.

    Und vielleicht kann man darüber diskutieren ohne sich gegenseitig „fertig zu machen“, denn das ist sicherlich nicht hilfreich!

  6. sabine s. said, on 18. Juli 2014 at 17:11

    Den ersten Absatz, liebe Erika unterstreiche ich sofort, Deine Einschätzung ist treffend. In den anderen Punkten kann ich Dir auch nur zustimmen.

    LG
    sabine s.

  7. Mandolinchen said, on 19. Juli 2014 at 01:30

    …..Grüß Dich Erika!
    …..aber säuglinge und kleinkinder schon…..wie kann ich das verstehen?

  8. Erika Tkocz said, on 19. Juli 2014 at 02:21

    Huhu Mando, schön mal wieder etwas von Dir zu hören….grins..
    Also bei dem Forderungskatalog will man für den Fonds die Einbeziehung der Behinderten, jene die in der Psychiatrie waren und dann folgt noch die Säuglinge und Kleinkinder.
    Mir ist nicht bekannt, dass jene Ehemalige die im Säuglingsheim waren nicht Anträge stellen können. Deswegen verstehe ich letzteres nicht.

    Hoffe Dir geht es gut beste Grüße Erika

  9. sabine s. said, on 19. Juli 2014 at 12:48

    Ehemalige, die in Säuglingsheimen waren, können auch Anträge stellen. Mir sind Einige bekannt, die den Antrag gestellt haben, alle Anträge haben die Schlüssigkeitsprüfung positiv durchlaufen.
    Erika, es ist schon richtig, was Du schreibst.

    Schönes Wochenende
    sabine s.

  10. Mandolinchen said, on 19. Juli 2014 at 17:34

    bezieht sich aber nur auf die 10 000 € sachleistungen, oder?
    mir gehts gut? aber ja doch, danke der nachfrage

  11. Erika Tkocz said, on 20. Juli 2014 at 10:47

    Stimmt Mando,
    aber wie ich schon schrieb ist bei dem Forderungskatalog unter Punkt 7 die Säuglinge und Kleinkinder gleich aufgeführt wie die Behinderten und jene die in der Psychiatrie waren. Das ist missverständlich, weil Säuglinge und Kleinkinder diese Sachleistungen bekommen und die anderen Opfergruppen bisher gar nichts bekommen. Rentenersatzleistungen kann man ja nun wirklich nicht für Säuglinge und Kleinkinder so fordern, da muss man doch zumindest eine andere Begründung finden was ich auch richtig fände, denn gerade in diesem Alter wirkt sich…und das würde ich im Vordergrund rücken….die Entwicklungshemmung gravierend auf das weitere Leben aus. Also ich kenne einen Ehemaligen hier aus meiner Stadt, der als Säugling im Heim war und es war kein Problem für ihn den Antrag zu stellen. Punkt 11 finde ich auch sehr missverständlich, wieso man einen Anspruch auf den Fonds „sexuelle Gewalt“ dahingehend argumentiert: „Bekanntermaßen schließt das eine (Zwangsarbeit etc.) das andere (sexuelle Gewalt) nicht aus.“
    Da würde ich nicht die Zwangsarbeit im Vordergrund rücken, das etc. hat da auch nichts zu suchen. Ich würde die Heimerziehung selber anführen, d.h. der Kontext in dem sexuelle Gewalt ausgeübt wird ist nicht unwesentlich. Die sexuelle Gewalt in den Heimen war oft wesentlich brutaler, weil die Täter nicht die Eltern fürchten mussten und das Heim als geschlossenes System …wo also nichts nach außen dringt sexuelle Gewalt geradezu begünstigt hat. Nicht unerheblich ist sicherlich auch die Tatsache, dass dieses Klientel oft aus einem Milieu kamen, in denen sie schon Opfer physischer, psychischer Gewalt wurden und dadurch überhaupt keine Chance hatten zu erleben, dass es eine Welt gibt, die anders sein könnte und dadurch bedingt noch weniger Möglichkeiten hatten doch zumindest teilweise in einem Elternhaus andere Erfahrungen zu machen. Also Gewalt „Rund um die Uhr“.
    Nun zu Helmut: ich bin ja an anderer Stelle schon darauf eingegangen, dass eine Opferrente notwendig ist um eine erneute Heimweisung aufgrund der Gefahr der Retraumatisierung zu verhindern. Die Begründung dann Geld zu haben um das Personal bestechen zu können ist mehr als problematisch, weil hier der Berufsstand der „Pflege“ verunglimpft wird, denn Du gehst davon aus, dass Pflegepersonal bestechlich ist, damit bewegst Du Dich auf dünnem Eis und wirst mit so einer Argumentation keine Mehrheiten gewinnen.

    • Helmut Jacob said, on 20. Juli 2014 at 17:12

      „denn Du gehst davon aus, dass Pflegepersonal bestechlich ist, damit bewegst Du Dich auf dünnem Eis und wirst mit so einer Argumentation keine Mehrheiten gewinnen.“
      ja, sogar belegbar, aber nicht alle. und nach mehrheiten habe ich nicht gesucht.

  12. Mandolinchen said, on 20. Juli 2014 at 14:12

    Danke, Erika! Da ist noch so vieles im Argen…..ein einziges Trauerspiel! Und einmal mehr der Beweis, dass Gerechtigkeit für die Bundesregierung ein Fremdwort ist. :-((


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