Dierk Schaefers Blog

Betreuungsgeld behindert Integration

Posted in Gesellschaft, Kinderrechte, Pädagogik, Politik, Soziologie by dierkschaefer on 28. Juli 2014

Das war zu erwarten: Statt Inklusion Exklusion. Die Herdprämie hält die Kinder am Herd. Nix lernen Deutsch. Dafiir türkisch TV.

»Die Befragung von über 100 000 Eltern mit Kindern unter drei Jahren durch das Deutsche Jugendinstitut und die Universität Dortmund … (kommt) zu einem recht eindeutigen Ergebnis. Demnach hält das vor einem Jahr eingeführte Betreuungsgeld einen erheblichen Teil von Migrantenfamilien und bildungsfernen Eltern offensichtlich davon ab, ihre Kleinkinder in eine Kindertagesstätte zu schicken. … Die Geldprämie setze gerade bei jenen falsche Anreize, für deren Kinder frühkindliche Bildungsangebote und Sprachförderung besonders wichtig seien.[1]«

[1] http://www.fr-online.de/politik/betreuungsgeld-betreuungsgeld-kommt-falsch-an,1472596,27958450.html

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4 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 28. Juli 2014 at 23:28

    Man kann das mit etwas Zynismus aber auch positiv sehen – denn in manchen Regionen lernen die Kinder in den Tagesstätten statt Deutsch so furchtbare Dialekte, dass sie mit denen später auch keine Chancen haben.

    Ich weiß wovon ich schreibe, ich lebe in so einer hochdeutschfernen Region – und atme bei Fahrten gen Norden immer befreit auf, wenn ich die Region Hannover erreiche. Was sagen die Schwaben von sich selbst?: „Mir könnet älles, ausser hochdeitsch!“. Und Schwaben ist in vielen Bundesländern…..newar nech…

  2. Heidi Dettinger said, on 29. Juli 2014 at 12:54

    Da sehense ma, Herr Kronschnabel – ich wohne in nächster Nähe zum hochdeutschen Hannover und freue mich jedesmal, wenn ich einen dieser interessanten, witzigen, melodischen Dialekte höre – auch wenn es mir manchmal schwer fällt zu verstehen. Aber zum Nachfragen gibt es den Mund, ansonsten sind auch Hände und Füße gut… Und es gibt dabei auch eigentlich immer was zum Lachen.
    Schwäbisch? Lustig!
    Leipzig? Erinnert mich an einen alten Freund, mit dem ich so manch lange Nacht bei Diskussionen und Skatspielen verbracht habe!
    Kölsch? Versteh ich so gut wie gar nicht, aber ist wie BAP hören 🙂
    Plattdeutsch? Kann ich selbst!
    Hessen? Seit meiner Arbeit im VEH bin ich fast perfekt (im Verstehen, nur im Verstehen)!
    Berlin? Frech bis rotzig und bei Überdosis nervig!

    Ich wohne übrigens in einem Gebiet, in dem Familien mit Migrationshintergrund deutlich überwiegen. Und soweit ich das überblicke, gehen alle Kinder in die Kindergärten, sprechen hervorragend deutsch (und ihre eine oder zwei „Heimatsprachen“), die Schulkinder sind klug und offen und oft sitzt eine Gruppe in meinem Gärtchen und lesen mir voller Begeisterung etwas vor. Oder sie schnüffeln durch mein Bücherregal und schwupps – schon sind sie in irgendeiner Ecke verschwunden und lesen.

    • Anke G. said, on 29. Juli 2014 at 23:31

      Apropos Schwäbisch? Lustig! – Äffle & Pferdle in 3D: Geld uff n Putz haua – YouTube
      Herzliche Grüße Anke

    • ekronschnabel said, on 2. August 2014 at 15:11

      @Heidi Dettinger
      Ich wuchs viersprachig auf (Hochdeutsch, Plattdeutsch, Englisch und Schwäbisch), komme in alle Ecken
      unserer schönen Bananenrepublik, verstehe jede Mundart – aaaaber Sächsisch der tiefsten Provinzen lässt
      mich immer noch erschaudern. Hier in Leibzsch ist der Dialekt ja noch zivilisiert. Aber die Kinder mit Migrationshintergrund haben hier echte Probleme mit Hochdeutsch, weil sie es kaum zu hören bekommen.
      Intelligenz ist nicht an Bildung und Sprache gebunden, das wissen wir alle. Integration wird aber erschwert,
      wenn sprachliche Defizite bestehen. Da ist es nicht förderlich wenn die „Kindergartentante“ NUR den Dialekt
      drauf hat – ei verpübsch noamal, ne wohr…

      Da ich weiss, wo Sie residieren, ist schon klar, dass die Kinder mit Migrationshintergrund dort gutes Hochdeutsch sprechen. In Leibzsch sieht das anders aus.

      Meine Tochter ist ein Gewächs der Schwäbischen Alb, wuchs fünfsprachig auf – aber reines Hochdeutsch hat sie auch nicht drauf, „der Schwob glotzt scho hinda durch“. Da konnte sich der Niedersachse doch nicht durchsetzen ((selbst mit schwäbischer Mutter= Halbschwa-be (!) (wird Dierk Schäfer nie, da kann der noch 20 Jahre in Bad Boll bleiben)).

      Übrigens: Das „Grüß Gott!“ hat der Schwabe erfunden, weil er keine Zeit für Gebete hatte. 20 „Grüß Gott“
      ersetzen 1 Vaterunser. SO geht Sparsamkeit in Schwaben, Herr Pfarrer…


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