Dierk Schaefers Blog

Was kann der Fonds Heimerziehung West leisten?

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 7. August 2014

Man kann die Interviewer-Anstöße anklicken und erhält die Antworten im Interview.

Ich habe nur angeklickt „Es gibt harsche Kritik am Fonds Heimerziehung: Viele ehemalige Heimkinder sind bitter enttäuscht.“

In der Antwort: „Viele Betroffene verstehen die finanzielle Unterstützung auch als Symbol der Anerkennung. Wir bekommen zahlreiche berührende Schreiben von Ehemaligen, die das aussagen.“ Da hätte ich gern mehr Informationen bekommen, was auch unter Wahrung des Datenschutzes möglich gewesen wäre. Was haben die dem Fonds dankbaren Heimkinder aus der Heimzeit berichtet? Und dann die Anzahl der Schreiben in Relation zur Gesamtgruppe und ausgewählt von einer unparteiischen Person der Wortlaut einiger typischer Briefe.

Danach hatte ich keine Lust mehr, noch die anderen Positionen anzuklicken.

 

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/evangelische-perspektiven/beratungsstelle-fonds-heimerziehung-100.html

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3 Antworten

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  1. M. Jahnke-Fox said, on 7. August 2014 at 14:22

    Abspeisung oder erneute Abschiebung ?

    Man kann ja denken und sagen über den Heimfond was man möchte, jedoch bleiben dabei wesentliche Tatsachen weit zurück ! Und wenn man nun seitens des Fonds und damaligen runden Tisch über die Gruppen der unbezahlt Arbeitenden, Misshandelten und sexuell Missbrauchten spricht, unterschlägt man jedoch eine wichtige, unberücksichtigte Gruppe, nämlich die der sogenannten Soldatenkinder. Kinder die in den Nachkriegsjahren im besetzten Deutschland unehelich geboren und überwiegend durch die damaligen Jugendämter in Heime entsorgt wurden !
    Alleine im damaligen West-Berlin gab es über 40.000 unehelich geborene sogenannte post-war Kinder bei welchen die Mutter deutsch und der Vater amerikanisch, französisch oder britisch waren, während es in der damaligen BRD geschätzte weitere 70.000 dieser Kategorie gab.
    Durch beiderseitige dubiose Verträge vom August 1949 und der daraus erfolgten Gesetze zwischen der damaligen deutschen Regierung, sowie den Regierungen der drei Westalliierten, zur Wiedererlangung der deutschen justizmässigen Souveränität der deutschen Nachkriegsregierung wurden diese Heimkinder besonders drangsaliert und unterdrückt. Insbesondere da jene Kinder von den Siegern des Weltkriegs Siegern gezeugt wurden.
    Dass spiegelte sich besonders bei dem Personal in den damaligen Heimen der neu gegründeten BRD wieder. Unter Verzicht auf Unterhaltsleistungen gegenüber den Alliierten konnten so die neu geschaffenen deutschen Behörden mit diesen unliebsamen Kindern nach gut dünken frei verfahren. Und so steckte man diese in eben jene Kinderheime von dem am damaligen runden Tisch sowie vom Fond Heimerziehung gesprochen wurde und wird.
    Noch immer scheint es den deutschen Behörden sich der tatsächlichen Belange dieser Kinder anzunehmen. Diese Kinder wurden nicht nur Ihrer Kindheit, sondern auch noch ihrer Väter durch die deutsche Politik beraubt, sondern leideten ein ganzes Leben unter diesen vertraglichen Schachereien.
    Oh ja, man bemühte sich diese Kinder so schnell wie möglich durch Adoptionen und anderer Hilfsmittel schnell los zu werden denn man hatte schon mit der Versorgung der eigenen Bevölkerung zu tun gehabt. Da kamen diese prost-war Kinder nur sehr ungelegen und störend.
    Und als in 1992 die BRD ihre komplette Souveränität wieder erlangte und jene Verträge ihre Nichtigkeit erlangten, kam seitens der deutschen Regierung ebenfalls nichts rüber. Es war ja alles schon so lange her und außerdem verjährt.
    Nur, es hatte sich weder von den 50er bis weit in die 70er Jahre hinein jemand politisch verantwortliche um diese Gruppe gekümmert, noch irgendwelche Gedanken über deren Verluste geschweige Identitätsprobleme. Wie soll man auch diese Probleme der post-war Kinder aus der Welt schaffen? Es kann einfach nicht sein was nicht sein darf und damit erledigte sich auch dieses Thema für jene Herren und Damen vom runden Tisch Heimerziehung in 2012.
    Ich bin eins jener Kinder und fühle mich nach wie vor misshandelt, diesmal jedoch psychologisch von den heutigen Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft. Selbst in den 70er Jahre bis in die Neuzeit hinein bemühte sich niemand wirklich um die rechtmäßige Familienzusammenführung dieser Kinder zu ihren eigentlichen Familien. Mir ist jedenfalls bis heute kein Jugendamt bekannt das sich für diese Probleme zuständig fühlte und fühlt. Man überlässt sie doch besser sich selbst und der natürlichen Problemlösung und fühlt sich jeder Schuld und Verursachung dieser Probleme entledigt.
    Sich der Probleme der ehemaligen Heimkinder auf billige Weise schnell entledigen heißt die Devise und sie scheint ja auch hier wieder einmal aufzugehen.

  2. Helmut Jacob said, on 7. August 2014 at 22:15

    Die Masche ist alt und wird überall gleich gestrickt. Mir scheint, der Leiter der regionalen Anlaufstelle in Bayern hat bei uns abgekupfert: http://gewalt-im-jhh.de/Archiv_der_ESV_-_gesammelte_Er/archiv_der_esv_-_gesammelte_er.html
    Auch hier wurde gelogen, dass sich die Balken biegen. Ex-Anstaltsleiter der Evangelischen Stiftung Volmarstein Ernst Springer (Gott hab ihn selig. Er hat seine Rente nur ein Jahr schlecken können; wahrscheinlich haben die megabyteweise gesetzten Denkmäler auf unserer Homepage ihm arg zugesetzt.) beteuerte auch, dass es viele positive Berichte über die Heimzeit gäbe. Sein Nachfolger Jürgen Dittrich blies in die gleiche Posaune und behauptete dreist, entsprechende Unterlagen lägen den Historikern vor. Die waren ganz baff; wußten sie doch von nichts. Dann hat sich herausgestellt: Alles nur Bluff. Und so wird es in allen Einrichtungen und auch am Runden Tisch Heimerziehung gewesen sein. Dem Volk wird Sand ins Auge geschissen, damit es meint: So schlimm kann es doch nicht gewesen sein.

  3. ekronschnabel said, on 8. August 2014 at 01:29

    Das Interview zeigt den Rösler pur, der seine Arbeit als Leiter der Anlaufstelle der Knödelbergwerksrepublik Bayern
    nicht auf die Reihe bekam. Als ich ihm in der Gründungsphase dieser Anlaufstelle ein jämmerliches Scheitern
    prophezeite, wischte er das einfach weg. Jugendamtmitarbeiter fühlten sich schon immer als von Gott
    gesandt, Rösler und seine Truppe sind da keine Ausnahmen. Sie wurden von der eigenen Unfähigkeit geschlagen.

    Heute sitzt er mit einem jämmerlich überforderten „Team“ vor seinem selbst inszenierten Scherbenhaufen und
    glaubt sogar den Quatsch, den er dem Journalisten verkaufte. Endlose Monate Wartezeit, weil der Saftladen saftlos agierte; die Opfer sind schon wieder Opfer – und zwar schon wieder Opfer des JUGENDAMTES !!!

    Blabla wird perfekt beherrscht, störend ist halt nur, dass diese alten Ex-Heimkinder überhaupt nicht erfurchtsvoll mit dem großen Zampano Rösler umgehen…

    Ist doch einfach nur schön für den Rösler, dass er nicht nach Leistung bezahlt wird. Er bekäme die Hälfte vom
    Hartz 4-Satz, wenn er nach Leistung bezahlt würde.


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