Dierk Schaefers Blog

Ein Leben voller Hürden

Posted in heimkinder, Justiz, Kinderrechte, Kriminalität, Politik by dierkschaefer on 21. August 2014

»Wie kommt man zu einem Kostenvoranschlag für Unterhosen und Socken? Man kann zum Beispiel ins Kaufhaus gehen und, leicht errötend, die Verkäuferin ansprechen: „Entschuldigen Sie, kaufen darf ich noch nichts. Ich bekomme aber Geld, um etwas zu kaufen, wenn Sie mir schriftlich bestätigen, was bei Ihnen Unterhosen und Socken kosten, nicht dieses teure Designerzeugs, sagen wir: mittlere Qualität. Und könnte vielleicht Ihr Abteilungsleiter unterschreiben?“«[1]

[1] http://www.sueddeutsche.de/politik/entschaedigung-von-heimkindern-ein-leben-voller-huerden-1.2096678

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11 Antworten

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  1. Heidi Dettinger said, on 21. August 2014 at 22:51

    In Westdeutschland allein gab es ca. 800.000 bis 1.000.000 Heimkinder, von denen Riesengewinne für Kirchen und Staat erwirtschaftet wurden. Eingezahlt in den „millionenschweren Fonds“, wie er gern genannt wird, ca. 120 Euro pro Heimkind. 120 Euro für Schwerstarbeit, Folter, Vergewaltigung, gestohlene Kindheit und zerbrochene Biografien.
    Das ist bitter, demütigend und entwürdigend.
    Und dann wird das auch noch ENTSCHÄDIGUNG genannt…
    Da frage mich, ob Journalisten generell blöde sind, nur faul oder ob sie einfach das weitergeben, was ihnen vorgekaut wird.
    Und bin mir nicht sicher, was ich schlimmer finde: das, was uns da als „Hilfsfonds“ zugewedelt wird, wie einem Köter ein paar Krümel oder die Berichterstattung, die sich solcher Titel bedient.

  2. Helmut Jacob said, on 22. August 2014 at 14:53

    „Ein Handbuch solle künftig für alle Anlauf- und Beratungsstellen regeln, welche Leistung bezahlt werden kann. Stimme der Lenkungsausschuss dem nicht zu, gebe es kein Geld vom Bund; dann ’stünde ein Vergabestopp im Raum, den keiner wollen kann'“.
    DIE ERPRESSUNG AM RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG GEGENÜBER DEN „OPFERVERTRETERN“, WIRD EINS ZU EINS AUF DEN LENKUNGSAUSSCHUSS ÜBERTRAGEN!
    Da ist man fassungslos, aber auch neugierig: Hat wenigstens jetzt der Lenkungsausschuss so viel Hintern in der Hose, dass er diese Erpressung a) erkennt, b) brüsk ablehnt? Erika, ich glaube, Du bist gefordert!
    Frau Dettinger: Bei der Presse treffen alle Adjektive zu: Wenigstens ein bißchen blöd, reichlich überlastet und darum auch ein bißchen faul bei den einzelnen Themen, und sie spielen gern „Stille Post“; am Ende kommt Müll raus.

  3. Erika Tkocz said, on 23. August 2014 at 14:09

    Nun Helmut da kann ich nichts ausrichten, denn das muss der AeHD machen.

    Im Lenkungsausschuss sitzen die Vertreter der Verantwortungskette, wer nun von den Ehemaligen dabei ist weiß ich nicht, da bleibt nur zu hoffen, dass sie dem nicht zustimmen. Ich fürchte dieses Handbuch wird die Sachleistungen derart abschmählern, dass am Ende nichts übrig bleibt und Ehemalige wohl kaum noch auf die 10000 Euro kommen.
    Da wird man sich doch hoffentlich juristisch erkundigen, ob ein Verfahren, dass am Anfang der Entstehung des Fonds erarbeitet wurde jetzt verändert werden darf und nun im Sinne des Windhundprinzipes überhaupt geregelt werden darf.

    • Helmut Jacob said, on 23. August 2014 at 16:01

      Hallo Erika, danke für Deine Antwort! Vom AeHD habe ich noch nichts gehört. Ich bräuchte die genaue Adresse, um denen mal einen Brief zu schreiben. Sie sollen wissen, dass es Stimmen gibt, die eine solche Zustimmung aus gutem Grund ablehnen. Wir müssen uns dagegen wehren, dass Opfervertreter, so sie denn im AeHD vertreten sind, noch einmal erpresst werden. Ich kann gar keine HP über den/die AeHD finden. Das spricht schon gegen ihn/sie.

  4. Erika Tkocz said, on 23. August 2014 at 22:04

    Hallo Helmut,
    ich habe keine Adresse von dieser Arbeitsgruppe, ich weiß auch nicht welche Personen dort in der Gruppe sind. Nur so viel es ist ein Zusammenschluss von Ost und West. Vielleicht liest ja Jemand mit und kann Dir da weiter helfen. Persönlich unterstütze ich Ehemalige nach wie vor in ihren Anliegen ihrer Ansprüche. Wenn Jene die auch Ehemalige unterstützen mitbekommen, dass es nun ein verändertes Verfahren geben wird und am Ende Ehemalige nun kaum mehr im Rahmen der Sachleistungen etwas bekommen sollten bin ich gerne bereit zu helfen. Es ist ja nicht so, dass es bisher einfach war, deswegen kann ich mir gar nicht vorstellen was sie denn noch schwerer machen wollen.

    • Helmut Jacob said, on 23. August 2014 at 22:16

      Noch einmal danke, liebe Erika! Ich habe bisher auch herausgefunden, dass es sich beim „Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Heimkinder Deutschland“ (AeHD) um einen Zusammenschluss von Heimopfern Ost und West handelt. Ein Herr Ralf Weber soll in diese Gruppe gewählt worden sein. In einem Forum wurde er mehrfach befragt, wer ihn gewählt hat; dies hat er nicht klar beantwortet. Offenbar existiert keine Öffentlichkeitsarbeit; mehr Infos sind im Netz nicht zu finden. Vielleicht bequemt Herr Weber sich ja, an dieser Stelle die offenen Fragen zu beantworten. Laut Artikel in der Süddeutschen Zeitung Online gehört ein Herr Wolfgang Bahr auch zu dieser Gruppe. Auch an ihn die Aufforderung zur Aufklärung.
      http://www.sueddeutsche.de/politik/entschaedigung-von-heimkindern-ein-leben-voller-huerden-1.2096678
      Vielleicht kann einer der beiden auch die Adresse dieser Gruppe AeHD mitteilen. Ich bin ziemlich entsetzt über soviel Intransparenz!

  5. Helmut Jacob said, on 23. August 2014 at 22:42

    Meine zusammengefassten Recherchen:
    Nicht der AeHD soll über das „Handbuch solle künftig für alle Anlauf- und Beratungsstellen“ entscheiden, sondern der „Lenkungsausschuss Fonds Heimerziehung“ in Berlin.
    Die Internetpräsenz ist spärlich. Hier die Mitglieder:
    http://www.fonds-heimerziehung.de/fonds/errichter-des-fonds/lenkungsauschuss.html
    Es wird leicht sein, diesen Ausschuss zur Zustimmung zu bewegen. Über Opfervertreter IN BERATENDER FUNKTION liest man einen bekannten Namen: Peter Schruth, Hochschule Magdeburg/Stendal. Herr Schruth, der am RTH bekanntlich gegen die Interessen der Heimopfer gestimmt hat, wurde ja öffentlich vom Saulus zum Paulus und hat sich laut über die Ungerechtigkeiten am RTH beklagt. Wir werden nie erfahren, wie Schruth jetzt als wirklicher Opfervertreter auftritt. Also Fazit: Das Handbuch ist in trockenen Tüchern.

    Erika, sind Deine Drähte zu Schruth noch warm? Dann teile ihm bitte meine ernsten Bedenken mit.

    • Martin MITCHELL said, on 27. August 2014 at 02:47

      .
      Wolfgang Bahr, ein Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Heimkinder Deutschland“ („AeHD“) [ Der Name dieser ORGANISATION/dieser Begriff/die Bezeichnung dieser ORGANISATION erscheint erstmalig im Internet am 21. August 2014 ]

      Jürgen Beverförden, ein Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Heimkinder IN Deutschland“ („AeHD“) [ Der Name dieser ORGANISATION/dieser Begriff/die Bezeichnung dieser ORGANISATION erscheint erstmalig im Internet am 22. Mai 2014 ]
      .

      • sabine s. said, on 28. August 2014 at 08:41

        Jürgen Beverförden ist nicht Sprecher der AeHD. Beirátsmitglieder der RABs in den Bundesländern haben sich zusammengeschlossen, um schlagkräftiger gegen die Hürden in dem Antragsverfahren vorzugehen. Der AG gehören auch der AFH und die Ost-Gruppe um Ralf Weber an.
        Die Fäden hält Wolfgang Bahr in der Hand.

        sabine s.

  6. Erika Tkocz said, on 24. August 2014 at 00:53

    Nein die Drähte sind kälter als kalt. Derzeit gibt es eine Petition, die fordert, dass die 10000 Euro ausbezahlt werden sollen und das wäre auch das Beste!!
    http://www.change.org/p/fonds-heimerziehung-volle-auszahlung-der-10-000-eur-an-die-betroffenen-ehemaligen-heimkinder-ohne-einteilung-und-das-erbringen-von-quittungen?share_id=FPmpvfQJHD&utm_campaign=share_button_action_box&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition

  7. Martin MITCHELL said, on 14. April 2015 at 06:38

    .
    Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch Betroffenen bisher vorenthalten —– jetzt aber jedem zugänglich.

    .
    »Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch« den Ehemaligen Heimkindern bisher vorenthalten.

    Dies kam erst am Di. 07.04.2015 ans Licht.

    Erst ab diesem Zeitpunkt steht dieses 54-Seiten umfassende »Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch« uneingeschränkt allen Ehemaligen Heimkindern – in OST und WEST – zur Verfügung.

    Der »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH e.V.«), sofort nachdem der Verein erstmalig auf die Existenz dieses Dokuments aufmerksam wurde, hat es jetzt für alle auf seiner Vereinswebseite ins Internet gestellt

    @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/04/handbuch_heimkinderhilfsfonds_ost_-und-west-2014.pdf

    In diesem »Handbuch über die geltenden Verfahrensregelungen« wird, auf Seite 8, auch angegeben wer staatlicherseits und kirchlicherseits damit „beauftragt“ „ist“, „die Interessen“ „der Betroffenen“ zu „vertreten“, bzw. „wahrzunehmen“:

    ANFANG EINES KURZEN ZITATS AUS DIESEM HANDBUCH.

    »Zur Wahrung der Belange der ehemaligen Heimkinder haben die Lenkungsausschüsse im Einvernehmen mit den Vertreter/innen der ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch [Heimerziehung (2009/2010)] eine Ombudsperson benannt. Sie ist vor Beschlüssen zu hören und nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen teil. Diese Funktion nimmt Herr Prof. Dr. Peter Schruth (Hochschule Magdeburg/Stendal) in beiden Lenkungsausschüssen [OST und WEST !] wahr. Zudem gehören den Lenkungsausschüssen jeweils eine Vertretung der Betroffenen an, die ebenfalls mit beratender Stimme an den Sitzungen teilnimmt und eigene Vorschläge einbringen kann. Für den Fonds „Heimerziehung West“ nimmt Frau Heidelore Rampp dieses Amt wahr, für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“ Herr Ralf Weber.«

    ENDE EINES KURZEN ZITATS AUS DIESEM HANDBUCH.

    .
    Die im Internet zu findenden allgemein bekannten Kontaktdetails für diese drei „Repräsentanten“ lauten wie folgt:

    Prof. Dr. Peter Schruth
    Tel. [ nicht bekannt ]
    peter.schruth@hs-magdeburg.de

    Heidelore Rampp
    Tel. +49(0)711 6158905
    Heidelore.Rampp@kabelbw.de

    Ralf Weber
    Tel. [ nicht bekannt ]
    ralf558@hotmail.com

    .
    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Heimkinder, Betroffenen, Opfer, Ehemalige Heimkinder, Fonds Heimerziehung-WEST, Fonds Heimerziehung-DDR, Fonds, Hilfsfonds, Rentenersatzfonds, Fonds Heimerziehung, Fonds Heimkinder, Heimkinderfonds, Verfahrensregelungen, Fonds-Verfahrensregelungen, Verfahrensregelungen-Handbuch, Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch, Ehemaligen Heimkindern, Heimkinder-OST, Heimkinder-WEST, DDR-Heimkinder, BRD-Heimkinder, Handbuch, uneingeschränkt, allen Heimkindern, zur Verfügung, Verein ehemaliger Heimkinder e.V., VEH e.V., http://veh-ev.eu , Verein, Heimkinder-Verein, Vereinswebseite, geltenden Verfahrensregelungen, staatlicherseits, kirchlicherseits, beauftragt, Interessen der Betroffenen, vertreten, wahrnehmen, wahrzunehmen, Wahrung der Belange der ehemaligen Heimkinder, Sitzungen, Lenkungsausschuss, Lenkungsausschüsse, Beschlüssen, Runden Tisch Heimerziehung, Runder Tisch Heimerziehung, Ombudsperson, Ombudsmann, mit beratender Stimme, Prof. Dr. Peter Schruth, Peter Schruth, Vertretung der Betroffenen, eigene Vorschläge einbringen, Heidelore Rampp, Ralf Weber, Repräsentanten, Heidelore.Rampp@kabelbw.de , ralf558@hotmail.com , peter.schruth@hs-magdeburg.de ,
    .


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