Dierk Schaefers Blog

“ EINE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE“

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Politik by dierkschaefer on 21. September 2014

Aus einem Mail von Uve Werner:

Heute haben wir , mit weiteren 2 ehemaligen Heimkindern,  einer geistig und körperlich behinderten Frau geholfen und ihr einen Kleiderschrank ein Wohnzimmertisch und ein Bett besorgt und aufgebaut.
Sie war seinerzeit in „Schloß Dillborn“ bei Viersen in einem Heim.
Trotz ihrer Behinderung, ist sie jeden Tag ehrenamtlichg in der Küche einer Schule tätig.
Nachdem wir fertig waren, erfuhren wir bei Kaffee und Kuchen, etwas mehr über sie. z.B. das sie trotz ihrer Behinderung jahrelang nur auf einer Matratze geschlafen hat. Weil diese für sie zu niedrig war, verständlich, hat sie noch Steppdecken unter die Matratze gelegt, damit sie etwas höher lag.
Den Wohnzimmertisch, welchen sie vorher hatte, war ausgeliehen und so hat sie mit ihrem ganzen Stolz, den neuen Tisch für uns gedeckt gehabt.
Sie wohnt in einer Sozialwohnungs-Siedlung, mit einem hohen Ausländeranteil in Mönchengladbach. Auffallend war jedoch, dass dort viele hochwertige Autos geparkt waren. Welch ein krasser Gegensatz! Sozial-u.Flüchtings-Wohnungen, aber Mercedes, VAN, Audi… bester Klasse! Daneben ein deutsches ehemaliges Heimkind, mit mal gerade dem notdürftigsten ausgestattet.
Ich habe sie beim Hilfsfond in Köln angemeldet, sodass sie wohl auch nach Monate langer Wartezeit 10.000 Euro erhält, für dass, was man, wie vielen anderen HK auch, an Leid zugefügt wurde.
Wer diese Frau heute gesehen hätte, wie sie vor Stolz über die Möbel, geweint hat und dennoch von dem wenigen Geld uns bewirtet hat und ein unwahrscheinlich nettes Wesen an sich hat, der kann eigentlich nur noch wütender werden, auf Staat und Kirche.
Stolz bin ich aber auch, auf die beiden ehemaligen Heimkinder aus Mönchengladbach, welche trotz eigener Behinderung, geholfen haben und hinterher gesagt haben:
„Es hat uns Stolz gemacht, dass wir dieser Frau heute helfen konnten.“
Anträge an das Jobcenter, Versorgungsamt, Rentenversicherung usw. gehen Montag raus!!!
Ich schreibe dies, weil diese Frau, wieviele andere auch, damals als Heimkind Opfer war und heute erneut Opfer eines ungerechten Sozialstaates ist.
Ich musste dies jetzt schreiben, weil man so ein Erlebnis wie heute, nicht alleine verdauen kann und ich dazu ermahnen möchte, generell zu helfen, wo Hilfe dringend nötig ist.
Diese Frau gehört nicht zur Kategorie „Sozialschmarotzer“ und für dass damalige erlittene Leid in den Heimen, ein Recht darauf hat, heute und für den Rest ihres Lebens, menschenwürdig und sorgenfrei leben zu dürfen.
Daher poste ich solche Geschichten immer und immer wieder, als MAHNUNG und Forderung!!!
Antragsmeldefrist für den Heimfond ist für:
HK Ost 30.September 2014
HK West 31. Dezember 2014
NICHT VERGESSEN UND WEITERSAGEN!!! Liken und Teilen

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2 Antworten

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  1. M. Jahnke-Fox said, on 22. September 2014 at 01:39

    Das ist typisch für diese Gesellschaft. In den 70er Jahren schimpften diese auf dem Kurfürstendamm über unsere damals langen Haare und meinten das es bei Hitler so etwas nicht gegen hätte und wir ins Arbeitslager gehörten ohne jedoch etwas von uns HK überhaupt zu wissen. So ist diese Meute die wir heute Gesellschaft nennen !!! Und deren Nachkommen machen dort genauso weiter wo die Alten aufgehört haben. Was soll man da noch weiter dazu sagen ?

    mjf

  2. Mandolinchen said, on 25. September 2014 at 16:50

    Das ist ziemlich traurig, aber leider wohl die Regel im reichen Deutschland.
    Uns Heimkindern fehlt etwas ganz entscheidendes: eine Lobby!
    Die Presse, die etwas hätte ändern können, und auch vor allem solche Fälle hätte aufdecken können, hat sich da wahrhaftig nicht mit Ruhm bekleckert.
    War wohl zu wenig Mord und Totschlag im Thema……………obwohl es das ja schließlich auch in nicht unerheblichem Maße gab.


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