Dierk Schaefers Blog

Dadurch getrieben hat die Diakonie der Brüdergemeinde begonnen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten

Posted in heimkinder, Justiz, Kinderrechte, Kirche, Kriminalität, Soziologie by dierkschaefer on 31. Oktober 2014

»Nicht nur der Hausmeister habe Kinder vergewaltigt, sondern „sehr viele weitere Täter, die sich kannten und vernetzt waren“. So hätten auch außerhalb der Kinderheime Kinder „in Korntaler Privathäusern den Tätern zur Verfügung stehen“ müssen.« [1]

Das wäre eine neue Dimension.

[1] http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sexueller-missbrauch-in-korntal-neue-vorwuerfe-der-heimopfer.fa0e1a90-78c6-4bb4-a56b-25b36a6e71ab.html Freitag, 31. Oktober 2014

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3 Antworten

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  1. Heidi Dettinger said, on 1. November 2014 at 03:21

    Leider keine so neue Dimension, Herr Schäfer! Es gibt einige Ehemalige, die von eben dieser Praxis berichten.

    • dierkschaefer said, on 1. November 2014 at 06:01

      Das ist mir nicht neu, Frau Dettinger. Ich habe mich verkürzt ausgedrückt. Für Korntal wäre das eine neue Dimension. Denn die Untaten eines einzelnen Hausmeisters wären peanuts gegen ein Sex-Netz, das bedeutende Teile der guten und besonders frommen Korntaler Brüdergemeinde umfassen könnte. Damit geriete eine besonders strenge Sonderglaubensgemeinschaft ins Wanken. Diese Erschütterungen wären gravierender als die finanziellen Folgekosten. Unabhängig von den Einzelschicksalen: Die Sache ist unter soziologischen und religionssoziologischen Aspekten höchst spannend, psychologisch ohnehin.

      • Heidi Dettinger said, on 2. November 2014 at 00:46

        Über die religionssoziologischen Aspekte kann ich nicht wirklich viel sagen. Die soziologischen und psychologischen Aspekte dürften aber nicht allzu viele Rätsel aufgeben:

        Alles, was verwertbar ist, wird unter gegebenen Umständen vermarktet. Die Umstände:
        1. Kinder sind – noch – keine „richtigen“ Menschen, manche werden es nie;
        2. Heimkinder „beweisen“ qua Heimaufenthalt, dass sie „unwert“ = verwertbar sind;
        3. Die Ausbeutung und Verwertung von Kindern bringt hohe Gewinne;
        4. Gewalt/sexualisierte Gewalt bringt realen oder irrealen Machtgewinn für den/die Ausübenden;
        5. Eine emotionale Distanz ist vorhanden oder wird (künstlich) hergestellt – gut sichtbar z.B. in Ausdrücken wie „Untermenschen“, „Debile“, „Ratten“, „Sünder“;
        6. Eigene Unzulänglichkeiten und/oder selbst erlittenes Leid können an einem Schwächeren abgearbeitet werden. In Heimen jahrzehntelang folgenlos.

        Das ist natürlich jetzt auch eine arg verkürzte Darstellung. Als peanuts kann ich aber auch eine einzelne Tat beim besten Willen nicht erkennen.

        Ob allerdings die „besonders fromme Korntaler Brüdergemeinde“ darüber ins Wanken geraten wird, bleibt abzuwarten. Bislang deutet nichts wirklich darauf hin. Leider!


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