Dierk Schaefers Blog

Die Selbsttherapie eines ehemaligen Heimkindes

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Psychologie by dierkschaefer on 19. November 2014

»Meine Therapie, heutzutage, schon seit dem Jahre 2003, ist meine weitergehende ehrenamtliche Arbeit in diesen ganzen unschönen Angelegenheiten, Angelegenheiten die ich nicht heraufbeschworen habe und in denen ich auch lieber nicht involviert gewesen wäre. Viel Unrecht und Leid wäre mir erspart geblieben.«

 

Das schreibt Martin Mitchell in einem Mail an den heutigen Direktor eines seiner ehemaligen Kinderheime, die, wie in so vielen Fällen, nicht nur bei der Beheimatung ihrer Schützlinge versagt, sondern diese auch noch ausgebeutet haben.

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Eine Antwort

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  1. Martin MITCHELL said, on 20. November 2014 at 05:20

    .
    Erst vor kurzem (am 17.11.2014) erhielt ich hier in Australien, ganz unerwartet, von dem heutigen Direktor der Münchener »Herzogsägmühle« (http://www.herzogsaegmuehle.de/ München/Peiting), (damalige Erziehungsheim(e) der Inneren Mission/Diakonie, München & Oberbayern), Dr. Wilfried Knorr (Jg. 1958) (http://www.merkur-online.de/lokales/regionen/wilfried-knorr-nimmt-bald-chefsessel-platz-196210.html), der gleichzeitig auch der heutige Bundesvorsitzenden des »Evangelischen Erziehungsverbandes« – »EREV« (http://www.erev.de/ und http://www.erev.de/index.php5?article_id=18) und http://www.erev.de/index.php5?article_id=33) ist, folgende Mail:

    ANFANG DES ZITATS DER MAIL AN MICH.

    Sehr geehrter Herr Mitchell,

    ich stieß im Internet auf das von Ihnen veröffentlichte Urteil zur Krankenversicherungspflicht der Lehrlinge in den (wie es damals hieß) „Herzogsägmühler Heimen“. Das ist sehr interessant und wichtig für uns, weil wir mit der Aufarbeitung unserer 120jährigen Geschichte befasst sind.

    Ich arbeite seit 1989 in Herzogsägmühle und bin seit 2004 Direktor hier. Ich bin außerdem der Vorsitzende des Evangelischen Erziehungsverbandes und auch in dieser Funktion mit der Heimerziehung der 50er/60er Jahre befasst.

    Waren Sie außer in Freistatt auch in anderen Heimen?

    Haben die Verantwortlichen aus Freistatt jetzt Kontakt zu Ihnen, und wenn ja: Wie erleben Sie den Kontakt?

    Ich freue mich, wenn Sie mir dazu eine kurze Antwort geben können und wünsche Ihnen viel Kraft und eine gute Zeit in Ihrem jetzigen Leben.

    Viele Grüße aus Bayern – Ihr W.Knorr

    ENDE DES ZITATS DER MAIL AN MICH.

    Ich antwortete Herrn Dr. Wilfried Knorr umgehend daraufhin (am 19.11.2014) wie folgt:

    ANFANG DES ZITATS MEINER ANTWORTMAIL.

    Sehr geehrter Herr Direktor Wilfried Knorr,
    HERZOGSÄGMÜHLE, Innere Mission München –
    Diakonie in München und Oberbayern e.V.,

    danke für Ihre Kontaktaufnahme nach Down Under (vom 17.11.2014).

    Mit Bezug auf meine Beiträge in der Forumsrubrik »HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN und ihre Verantwortung gegenüber den von ihnen ausgebeuteten Opfern / Kindersklaven«, unter der Threadüberschrift »Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.«, in meinem eigenen Forum, dem EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum (vom Mi. 01.01.2014, 03:27) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=571, bzw. (vom Do. 27.03.2014, 02:59) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=572#p572 – und auch an vielen anderen Stellen von mir im Internet festgehalten – teile ich mit, dass es garnicht so einfach war dieses bis zum Bundessozialgericht gehende (über den Zeitraum von Anfang 1955 bis Anfang 1963 laufende) Gerichtsverfahren/Zivilverfahren auf die Innere Mission/Diakonie und auf das Erziehungsheim: den Fürsorgehof „Herzogsägmühle“ in Schongau, Oberbayern, zurückzuführen und festzumachen.

    Es ist was deutsche Gerichtsverfahren anbelangt meistens sehr schwierig – vielfach völlig unmöglich – festzustellen wer die vor Gericht streitenden Parteien sind, weil diese in Deutschland, angeblich aus Datenschutzgründen, anonym bleiben und sogar alle identifizierenden Details der Standorte und Wohnorte der im Gerichtsverfahren involvierten Parteien wo sich ein bestimmter Streitfall abspielt/abgespielt hat, gestrichen werden (solche Verschleierungstaktiken gibt es einfach nicht in englischsprachigen Ländern!).

    Zu diesem von Ihnen angesprochen Punkt: Niemand der „Verantwortlichen“ in »Freistatt«, oder Bethel, oder der Diakonie, oder der Evangelischen Kirche in Deutschland, „hat“ heute „Kontakt“ zu mir, und ich bezweifele auch sehr stark, dass sie solchen „Kontakt“ zu mir und mit mir wünschen oder haben wollen; und dieses Gefühl der Ablehnung ist auch meinerseitis nicht anders. Es kann, m.E., auch garnicht anders sein, denke ich, denn ein ihrerseitiges SÜNHNE TUN wäre erst einmal gefragt – und dazu sind sie nicht bereit; sie haben in den letzten elf Jahren alles andere als DAS getan.

    Ralf Francois („Stabsstelle Recht und Versicherungen“), Bethels langjähriger und noch immer dort tätige juristischer Obergau, in seiner absoluten Unverfrorenheit, teilte mir ja schon in 2003/2004/2005, unverholen mit, dass ich keine Ansprüche gegen den Betreiber von »Freistatt«, in Niedersachsen, die Innere Mission/Diakonie/Bodelschwinghschen Anstalten Bethel/EKD, habe, bzw. hätte.

    In kurz, wir haben also kein gutes Verhältnis zueinander.

    Zu Ihrer Frage, ob ich, neben »Freistatt«, auch noch in anderen Heimen war, kann ich bestätigen, dass dem so war. Ich war, z.B., auch in dem Erziehungsheim der Inneren Mission/Diakonie »Burschenheim Beiserhaus«in Knüllwald-Rengeshausen, in Hessen; und ich wurde auch dort arbeitsweise ausgebeutet, dh. zur unentlohnten Arbeit gezwungen; mußte also auch dort Zwangsarbeit leisten.

    Meine Therapie, heutzutage, schon seit dem Jahre 2003, ist meine weitergehende ehrenamtliche Arbeit in diesen ganzen unschönen Angelegenheiten, Angelegenheiten die ich nicht heraufbeschworen habe und in denen ich auch lieber nicht involviert gewesen wäre. Viel Unrecht und Leid wäre mir erspart geblieben.

    Mit freundlichen Grüßen aus Down Under

    Martin MITCHELL

    ENDE DES ZITATS MEINER ANTWORTMAIL.
    .


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