Dierk Schaefers Blog

Wieder ehrbar werden? – Spendenmanagement

Posted in Gesellschaft, Soziologie by dierkschaefer on 25. November 2014

Wie kann ein Mensch oder eine Organisation, eine Firma oder eine ganze Gesellschaft nach totalem Vertrauensverlust wieder ehrbar werden?

Mein Beitrag Bethel – da war doch mal was!,[1] hat die Kommentare erhalten, die zu erwarten waren.

Doch das Problem ist komplexer. Bleiben wir beim „Spendenmarkt“.

Jetzt, in der Vorweihnachtszeit erhalte ich viele Bettelbriefe diverser Einrichtungen, mit oder ohne religiösen Hintergrund. Haben sie ein „Spendensiegel“[2], und wenn, welches? wie steht es mit Transparenz und Kontrolle?

Auch vermehrt in dieser Jahreszeit, aber auch sonst, dann besonders vor Kirchentüren, sitzen Bettler, zuweilen mit Kleinkind im Arm, und halten mir ihre Plastikbecher heischend entgegen oder verharren in geradezu klassischer Bettlergestik. Die haben natürlich kein Spendensiegel und ob auf jeden Bettler zutrifft, dass er am Gängelband dunkler Organisationen hängt, die ihn kostümieren und plazieren, so wie diese hilflose Bettlerin[3], das weiß ich nicht.

Neben die Menschen in Notlagen, als Spendenmotiv, sind andere Sammelmotive getreten. Unter dem Begriff Sponsering kann man manches tun für manch honorigen Zweck, bis hin zum „Crowd Funding“[4], bei dem das Internet „zur Kathedrale“ einer „ digitalen Kollekte“[5] wird.

 

Bei wem wird mein Geld, das ich in idealistischer  Absicht gebe, so ausgegeben, wie ich mir das vorstelle? Wie seriös sind der Sammler und seine Organisation?

Was ist, wenn die Organisation sich früher als unseriös erwiesen hat, wie im Ausgangsbeispiel Bethel. Gesetzt den Fall, eine solche Organisation arbeitet mittlerweile seriös, das heißt transparent und kontrolliert und wirklich im Sinne der Hilfebedürftigen, wie müsste ihr „Bettelbrief“ aussehen, um glaubhaft zu sein? Und wen interessiert eine ausführliche Jahresbilanz über die Verwendung der Gelder?

 

Ich weiß: Viele meiner Leser meinen, Bethel und die Kirchen überhaupt sollten ihren Laden zumachen und ihre Konkursmasse auf den Markt der Bedürftigkeit werfen. Doch das wäre nur eine vorübergehende Lösung, die nur den aktuell Bedürftigen hilft.

 

Mitmenschlichkeit, die über eine face-to-face-Hilfe[6] hinausgeht, braucht ein „Spendenmanagement“ einschließlich der Einwerbung von Spenden. Oder wollen wir eine Gesellschaft, in der jeder nur noch an sich denkt?

 

Manche Organisationen erleben ihre Transformation/Deformation noch zu Lebzeiten ihres Gründers[7].

[1] https://wordpress.com/post/7234051/5764  = Bethel – da war doch mal was!,

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Spendensiegel

[3] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/8978071752/in/set-72157605061052271

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding

[5] http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/149908/index.html

[6] und auch ihre Probleme hat, s. Beispiel der Straßenbettelei

[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Osho

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30 Antworten

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  1. Rosi A. said, on 25. November 2014 at 09:28

    Ich gehe immer davon aus das in Deutschland die Organisationen größtenteils vom Vater Staat finanziell unterstützt werden , auch die Bevölkerung , wenn zwar nur mit dem absolut Notwendigem für die hohen Lebenskosten in Deutschland , aber dennoch einen gewissen Grundsicherungsbetrag und Krankenkassen zur Verfügung haben. Weltgesundheit ist meine Sorge die Menschen die nur Cents ( Pfennige ) am Tag zur Verfügung haben , WHO , Ärzte ohne Grenzen , die brauchen uns und finanzielle Hilfe mehr denn je .
    Wier leben im relativen Luxus im Vergleich zu andern Menschen

    • Rosi A. said, on 25. November 2014 at 09:30

      Herr Schäfer , Ich sehe grad das Sie noch die Sommerzeit im Blog haben , dann bin Ich ne std zu früh bei der Weihnachtsfeier 😉

  2. Uwe Werner said, on 25. November 2014 at 10:34

    Spenden will gelernt sein.
    In Mönchengladbach haben ehemalige Heimkinder noch nicht einmal das Geld, um zur Anlauf-u. Beratungsstelle nach Köln zu fahren, damit sie registriert werden beim so genannten Erstgespräch. Hier legen wir für die Fahrkosten zusammen.
    Der Bethel-Bettel-Brief ist ein Hohn und wenn ich mir das Gesicht von Pastor Pohl genau ansehe, dann sehe ich ihn schon, wie er sich die Hände genüsslich reibt.
    Nun wird sogar ein Predigerpreis ausgelobt, nur nach welchen Kriterien? Macht sich das dann auch im Klingelbeutel bemerkbar?

    • ekronschnabel said, on 25. November 2014 at 23:00

      @ Uwe Werner

      Hinweis zu Fahrtkosten für die Fahrt zum Erstgespräch bei der Anlauf- und Beratungsstelle:

      Uwe, die Anmeldung bei der Anlaufstelle erfolgt per Brief, mit dem formlosen Antrag auf Überweisung der vom Lenkungsausschuss festgesetzten Fahrtkostenpauschale in Höhe von € 250,00, die auch für eine Begleitperson (auch 250,-) vorab ausgezahlt wird!

      Das Geld wird kurzfristig von Köln aus angewiesen, wir sammelten damit positive Erfahrungen.Nachlesbar ist das auch auf der Homepage des Fonds Heimerziehung.

  3. Helmut Jacob said, on 25. November 2014 at 18:03

    An Institutionen spende ich schon seit Jahren nicht mehr. Ich kenne zwei, drei Bedürftige, denen ich Geld übergebe und ich weiß, dass sie es bekommen haben.

  4. Heidi Dettinger said, on 25. November 2014 at 19:18

    Die einzige Spende, von der man weiß, dass sie immer ankommt und 1 : 1 verwandt wird, ist der Euro an den Obdachlosen im Bahnhof!

    • Rosi A. said, on 25. November 2014 at 19:58

      haha, wenn Ich nur sicher wäre die würden sich ein Sandwich dafür kaufen

    • ekronschnabel said, on 25. November 2014 at 22:20

      Ich bot einem Bettelnden die Bezahlung einer kompletten Mahlzeit an, er lehnte ab, wollte gerne Bares.
      Das widerum lehnte ich ab, weil ich meine Erfahrungen mit der Geschichte habe.
      Wenig später gab eine junge Frau Geld. Kaum war sie ausser Sicht, ging der Spendensammler in einen Discountladen und kam mit Alkohol raus. Muss ich nicht fördern. Essen bezahle ich gerne.

  5. Heidi Dettinger said, on 26. November 2014 at 00:23

    Ich bin eher dagegen, die Leute dazu zwingen zu wollen, nach meiner Fasson glücklich zu werden. Wenn jemand den Alk grad nötiger als ne Mahlzeit braucht, kann ich das durchaus respektieren.

    • ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 01:19

      Respektiere ich auch, im Gegenzug muss er meine Entscheidung respektieren. Seine „Freiheit“ muss er dann
      selbst finanzieren. Essen braucht jeder Mensch, Alk ist nicht lebensnotwendig, meine ich. Wer dafür bettelt hat
      das Lebensprinzip irgendwie nicht mitbekommen.

      • sabine s. said, on 26. November 2014 at 17:43

        .Wer dafür bettelt, hat das Lebensprinzip irgendwie nicht mitbekommen…

        Huch, da wird zunächst einmal festgestellt, dass beide Entscheidungen repektiert werden. Wenn dem tatsächlich so ist, warum Herr Kronschnabel, verlangen Sie die Selbstfinanzierung des Alkoholverbrauch’s, beziehungsweise die daraus resultierende Gesundheitsversorgung? Ihre Forderung müsste sich auf alle krankmachenden Verhaltensweisen der Bevölkerung ausdehnen: Rauchen ist ungesund, zuviel Fett ist ungesund, z. Zt. stehen die Puten am Pranger, weil sie mit zu viel Antibiotiker vollgepumt werden, tausende Menschen haben anders Suchtprobleme (Medikamente, Drogen, nicht stoffgebundene Drogen…), gefährliche Sportarten betreiben… Die Liste derer, die für ihr ungesundes/krankmachendes Verhalten zum Selbstzahler verdonnert würden, wäre sehr, sehr lang.
        Das war’s dann wohl mit dem Prinzip der Solidargemeinschaft.

        sabine s.

  6. ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 18:12

    @ sabine s.

    Wer sagt Ihnen, dass sich meine Forderungen nicht auf alle krankmachenden Verhaltensweisen erstreckt?
    Die Gutmenschengrenze ist irgendwann erreicht, nämlich dann, wenn für die Dinge gebettelt wird, die nicht zum Lebensbedarf gehören.
    Viekleicht treten Sie ja Ihr gesamtes Einkommen für die Umsetzung Ihres menschenfreundlichen Denkens ab?
    Nur mal so als Vorschlag.
    Solidargemeinschaft hat Grenzen, nämlich die, die die Vernunft setzt. Stimmt, Sozialarbeiter wollte ich nie werden.

  7. ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 18:15

    @ sabine s.

    Zur Zeit stehen nicht die Puten am Pranger sondern deren Halter! Nur mal so als Antwort auf Ihr Kleinkariertsein aus der Welt der Bessermenschen heraus.

  8. Erika Tkocz said, on 26. November 2014 at 18:21

    Ich habe im Laufe der Jahre viele Obdachlose kennen gelernt, weil ich auf einer Suchtstation gearbeitet habe. Wir haben ein niedrig schwelliges Angebot was da bedeutet sich erst einmal auf den körperlichen Entzug zu beschränken. Wer sich entscheidet vom Alkohol in Zukunft lassen zu wollen wird entsprechend beraten, aber niemals zu irgendetwas überredet. Es ist ein schwerer Weg aus der Sucht heraus zu kommen und wer obdachlos ist und/oder irgendwo bettelt hat mit Sicherheit nicht mehr viel -für das es sich lohnt „trocken“ zu werden. Keine Arbeit, keine Familie und kein Zuhause macht es unendlich schwer sich Ziele zu setzen für die es sich lohnt einen neuen Anfang zu wagen. Sie leben für den Tag, denn das Morgen ist genau so trostlos wie das gestern und durch den Alkohol verengt sich auch noch der Blick für andere Sachen und je länger man in der Sucht steckt desto schwieriger ist es da wieder rauszukommen. Nichts ist schlimmer als einen Entzug gemacht zu haben und dann wieder rückfällig zu werden und das haben diese Menschen schon über viele Jahre durch und ganz sicher finden sie es nicht lustig immer wieder rückfällig zu werden, aber oftmals machen sie darüber Scherze weil die Realität kaum zu ertragen ist. Es mag eigenartig klingen, dass ich Geld gebe, obwohl ich weiß, dass es flüssig umgesetzt wird, aber durch meine Arbeit ist mir im Laufe der Jahre klar geworden, dass die Entscheidung für ein anderes Leben nur von der betroffenen Person selber kommen kann. Ich möchte einen Menschen nicht aufgrund meiner Spende vorgeben, was er damit tut, denn ich weiß, dass er ohne Alkohol leben würde-so er die Kraft dazu hätte. Es fällt mir auch nicht immer leicht Geld zu geben, aber ich weiß auch wie schwer es für so einen Menschen ist Entzugssymptome oder gar einen Krampfanfall bei sinkendem Alkoholpegel zu bekommen und ich möchte diesen Menschen nicht meine Vorstellung für ein alkoholfreies Leben aufdrücken, denn ich weiß so ein Mensch hat ein erbärmliches Leben hinter sich und noch ein weiteres erbärmliches Leben vor sich und so möchte ich ihm nicht noch das kleine bisschen Würde nehmen, in dem ich dann auch noch deutlich mache: „Essen kannst Du bekommen, aber kein Geld“. Das ist für mich vergleichbar wie mit dem Fonds, denn genau deswegen gibt es Sachleistungen, weil angenommen wird dass es unter den Ehemaligen Viele mit einem Suchtproblem gibt und man deswegen kein Geld geben will. Das finden wir ja auch erbärmlich, weil wir uns nicht vorschreiben lassen wollen, was wir mit dem Geld gemacht hätten und so sehe ich es auch bei den Bedürftigen auf der Straße. Auch sie sollen entscheiden was sie mit dem Geld machen. Bei uns vor dem REWE steht immer ein und derselbe Mann und ich bin froh, dass es doch einige Leute gibt die überhaupt diesen Mann wahrnehmen und es ist unterschiedlich, da sind auch Menschen die ihm Essen geben, Geld und gestern hat ein anderer Mann sehr kameradschaftlich den Arm um ihn gelegt und gesagt: „Pass auf, dass Du nicht einschläfst“. Das war nicht arrogant gemeint, ich hatte den Eindruck, dass sie sich schon länger kennen und so bin ich doch froh, dass dieser Bedürftige nicht übersehen wird.

    Ich kann Ihre Ansicht Herr Kronschnabel schon verstehen, aber Sucht bzw. Suchtkrankheit ist ein weites Feld und eines weiß ich ganz sicher: kein Mensch säuft weil er es gerne macht und nichts aber auch gar nichts ist schwerer als aus der Sucht heraus zu finden.

    • ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 19:13

      Frau Tkocz,

      ich war 35 Jahre lang Starkraucher (50 Kippen/Tag, filterlos); warf den Dreck von gleich auf jetzt weg, hatte
      wochenlang körperlichen Entzug, im Kopf ging der Kampf fast 1 Jahr lang weiter. Im Familien- und Freundeskreis erlebte ich (heute trockene) Trinker, ich weiss also, um was es geht.

      WEIL ich das weiss, gebe ich KEINE Hilfe zur Fortsetzung der Sucht. Bieten Sie einem „Trockenen“ Alkohol an?
      Natürlich nicht. Wie soll der arme Mensch von seiner Sucht wegkommen, wenn ihm die Fortsetzung durch
      Spenden geradezu empfohlen wird? Ich erlebte eine junge Frau im kalten Entzug (Methadon gab es damals nicht), erlebte mit, wie sie fast -nicht erniedrigend gemeint- verreckt ist. Das kennen auch Sie aus der Praxis des Berufs, verrät mir Ihr Kommentar. Ich sah Männer DISTRA fressen (Sie wissen wovon ich rede)halbblöde durch Entzugsfolgen. Glauben Sie nur nicht, dass ich diese Problematik nicht kenne.

      Weil ich sie kenne, reagiere ich wie gelesen. Denn nur in den Fällen, in denen dem Suchtkranken Hilfe durch
      Versagen gegeben wurde, wurden die Menschen, die ich erlebte, suchtfrei. Ihre Begründungen haben was, natürlich. Aber ich erlebte, dass Mitleid dem Suchtkranken nicht beim Überwinden der Sucht hilft. Ich verbiete
      MIR, dem Suchtkranken bei der Verfestigung seiner Krankheit zu helfen. Deshalb gebe ich nicht den Gutmenschen – und kann damit ganz gut leben. Schuldgefühle hätte ich, wenn ich mich als Suchtförderer betätigen würde.

      Und jetzt sind wir meilenweit vom eigentlichen Thema weg.

    • ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 19:20

      Das trifft den Nagel auf den Kopf, jedenfalls wenn man meinen Hammer nimmt.

      Andere Leute haben andere Hämmer, stellten wir hier ja fest. Ist auch okay.

  9. sabine s. said, on 26. November 2014 at 21:11

    Sind alle Bettler Säufer?

    • dierkschaefer said, on 26. November 2014 at 21:33

      Eingeweihte sagen, dass man auf der Straße es ohne Alk nicht lange aushält.

  10. Erika Tkocz said, on 27. November 2014 at 01:42

    Herr Kronschnabel ich schrieb schon einmal, dass ich Ihre Sicht verstehe und ich meine doch, dass Sie zumindest nicht in dem was ich schreibe Ihre Interpretation hinein legen sollten, denn sicherlich will kein Mensch…ich auch nicht….ein Suchtverhalten verstärken.

    Ganz sicher gibt es da auch noch andere Denkrichtungen und eines ist ganz sicher, kein Mensch hält einen Bettler in einer Sucht, weil er ihm Geld gibt und der Bettler/Bedürftige hat eine eigene Verantwortung für seine Sucht und es sind nicht die Anderen, denen man die Schuld an der Sucht geben kann. Der Betroffene hört auch nicht auf zu Trinken gäbe es kein Geld was er erbetteln kann, er würde lediglich des Öfteren in der Klinik entziehen, weil ihm der Alkohol ausgeht.

    Sicherlich gehe ich auch davon aus, dass jene die auf der Straße betteln oft ein Suchtproblem haben, aber für mich sind sie in erster Linie Menschen und so begegne ich ihnen auch und dazu gehört nun einmal für mich, dass dieser Mensch sehr wohl selber bestimmt was er mit der Spende macht und trotzdem gehe ich erst einmal davon aus, dass sich der Bedürftige nicht nur um Geld für den Alkohol bettelt.
    Ach so…ich mache dann schon noch mehr als Geld zu geben, aber das ist jetzt nicht unbedingt Thema und die Alkoholerkrankung auch nicht.

    • ekronschnabel said, on 27. November 2014 at 08:33

      Herr Schäfer stellte „Alkohol und Co.“ ein, sehr interessant, Frau Tkocz.

  11. sabine s. said, on 27. November 2014 at 09:41

    Ja, ja, Herr Schäfer schreibt, …Eingeweihte sagen, dass man es auf der Straße ohne Alk nicht lange aushält…

    Ich schließe daraus, dass er davon ausgeht, Alk ist eine Folge des Bettelns.?

    Wenn dem so ist, dann ist die Gesellschaft gefordert Voraussetzungen zu schaffen, dass niemand betteln gehen muss. Ich meine damit nicht die organisierten Bettlerbanden, sondern den einzelnen Menschen.
    Und dann haben wir, auch Sie Herr K. nicht das Recht, uns hier als Moralapostel aufzuschwingen.

    Suchen Sie andere Wege, Menschen auf dem Weg aus der Sucht heraus zu begleiten. Organisationen, z. B. Blaues Kreuz, sind Ihnen dankbar für Unterstützung.

    sabine s.

    • ekronschnabel said, on 27. November 2014 at 10:14

      @ sabine s.
      Was Sie in anderer Leute Aussagen hinein interpretieren (wollen) ist Ihre Sache. Logik würde schon reichen, um erkennen zu können, dass Alk nicht die Folge von Betteln sein muss, sondern eher umgekehrt ein Schuh
      draus wird.

      Moral predigen lediglich Sie – und ignorieren Fakten, wie sie im Artikel „Alkohol und Co.“ zu finden sind. Man kann Sie also indirekt zu den Co’s zählen, ohne sehr daneben zu liegen. Dann würde ich – an Ihrer Stelle – mal
      eine Beratung in Anspruch nehmen, dann gehen Ihnen vielleicht die Augen auf – empfahl mir Dierk Schäfer. Gebe ich so mal -kostenlos- als Tipp weiter. Motto: „Auch Sie kann geholfen werden!“ . Honorarsätze der Psychotherapeuten kann ich allerdings nicht nennen. Stundensätze für Mobilkran- und Schwerlastarbeiten erfahren Sie, bei Anfrage, von mir.

      Doch doch, mir geht es gut…wir haben heute wunderschönen Sonnenschein.

      • sabine s. said, on 27. November 2014 at 20:44

        …doch, doch, mir geht es gut…

        Und?, habe ich nach Ihrem Befinden gefragt?

        sabine s.

  12. Erika Tkocz said, on 27. November 2014 at 14:02

    Wenn Herr Schäfer nun meint gleich mal einen Artikel über Co-Abhängigkeit hier reinstellen zu müssen aufgrund meiner und anderer Verhalten gegenüber Bettlern soll er das mal machen. Eine andere Sache ist es ob ich mir den Schuh anziehe, was ich natürlich nicht mache, denn der Kern einer Co-Abhängigkeit liegt darin zu meinen einen Alkoholkranken davon überzeugen zu wollen, aufhören zu trinken. Dieses Allmachtsdenken doch schaffen zu können den Alkoholiker überzeugen/überreden zu können dieses oder jenes machen zu sollen/wollen. Und so funktioniert es nicht, ein Alkoholkranker muss für sich die Entscheidung treffen nicht mehr zu wollen und ungeachtet von seiner Entscheidung muss beispielsweise die Familie eine Entscheidung treffen. Klar gibt es in der Familie immer wieder die falsche Unterstützung, vertuschen, einreden-überreden, den Betroffenen durch Trennung unter Druck setzen ja und das genau funktioniert nicht. Die Co-Abhängigkeit liegt der Gedanke zugrunde dem Alkoholkranken helfen zu können und genau das ist falsch. Die Co-Abhängigkeit ist doch in erster Linie bei Angehörigen gegeben und ich finde es schon maßlos überzogen am Beispiel eines Bettlers und die verschiedenen Ansichten nun gleich bei gegenteiliger Ansicht eine Co-Abhängigkeit herauf beschwören zu wollen. Mensch da wird aber mächtig auf die Kacke gehauen….aber wenn`s der Sache dienlich ist??? 🙂

  13. Erika Tkocz said, on 27. November 2014 at 14:53

    Eine Bemerkung noch zum Schluss offensichtlich gibt es dann sehr viele Co Abhängige, all jene die den Obachlosen in irgendeiner Art und Weise helfen, selbst ihnen Notübernachtungen zur Verfügung stellen, Kältebusse, alle Maßnahmen die ambulant für Drogenabhängige gemacht werden…kostenlos sterile Spritzen zu geben….ja selbst die Methadonprogramme, denn sie halten einen Abhängigen in einer Sucht und führen nicht aus der Sucht. Da gibt es vieles, es sind alles indirekte Hilfen die dann im Kontext einer Co Abhängigkeit gesehen werden könnten und es wäre äußerst kurz gedacht lediglich den Euro als eine aktive Unterstützung zum Alkoholmissbrauch zu werten. Tja dann sind wir wohl ein Volk der Co Abhängigen oder Herr Pfarrer meinen Sie etwa es wäre etwas anderes die Hilfe zum Überleben auf der Straße??

    Auch dürfte es dann keine Suchtstation geben, die ein niedrig schwelliges Angebot haben, also keine Bedingung an einem Entzug stellt, denn sie entzieht zwar den Menschen wohl wissend, dass er nach einiger Zeit wieder kommen wird und das macht ja eigentlich keinen Sinn, denn dann geht ja alles wieder von vorne los und wir jene Menschen die jahrelang diese Arbeit machen, sind ja lediglich nur Co-Abhängig.

    • dierkschaefer said, on 27. November 2014 at 15:48

      ich sprach nur von den co’s in der umgebung des abhängigen, solange er noch nicht unten gelandet ist. hier wird sehr oft aus bequemlichkeit ausgewichen. was sie schreiben ist eine bösartige unterstellung.
      doch da wir bei denen ganz unten sind: es sind zumeist kirchliche einrichtungen und christlich gesinnte menschen, die sich um die kümmern, die ganz unten gelandet sind. wenn sie darauf hinweisen wollten, so ist diese sicht der dinge vielen lesern auch einmal deutlich zu machen. – damit habe ich nicht gesagt, dass man christ sein muss, um sich um diese menschen zu kümmern. mensch sein reicht auch.

  14. Erika Tkocz said, on 27. November 2014 at 17:59

    Erst einmal habe ich nichts bösartig unterstellt, denn Sie waren es der den Artikel der Co-Abhängigkeit hier hinein stellten und wenn Sie gleich einmal darauf hingewiesen hätten in welcher Absicht -wäre die freie Interpretation von Herrn Kronschnabel wohl anders ausgefallen, bis hin Sabine S schon als Co-Abhängig zu bezeichnen. Das reicht es nicht aus zu meinen ich stelle mal einen Artikel rein ohne die wirkliche Absicht erkennen zu lassen und dann sollten Sie sich nicht wundern wenn der Schuss in die falsche Richtung los geht.
    Genauso jetzt fühle ich mich schon wieder von Ihnen in die falsche Richtung gedrängt, weil Sie dann einfach mal eine Satz von mir nehmen und daraus Ihre eigene Form der Interpretation machen, die ganz sicher nicht so von mir gemeint ist-

    hier mein Kommentar:
    »ein Alkoholkranker muss für sich die Entscheidung treffen nicht mehr zu wollen und ungeachtet von seiner Entscheidung muss beispielsweise die Familie eine Entscheidung treffen«.

    dieses ist dahingehend gemeint, dass sich die betroffenen Familienmitglieder nicht von den Versprechungen des Alkoholkranken vereinnahmen lassen dürfen und vor allen Dingen erst einmal zu einer Beratungsstelle gehen sollten um für sich klar zu kriegen was denn Co Abhängigkeit bedeutet und wenn ich schreibe, dass die Familie unabhängig von dem Kranken eine Entscheidung treffen muss dann meine ich noch lange nicht, dass sie nicht konstruktiv unterstützen sollten. Ganz im Gegenteil wir führen Angehörigengespräche und da wird schon sehr wohl gemeinsam festgehalten was möglich ist und vor allen Dingen was denn wirkliche Unterstützung seitens der Familie sinnvoll ist. Aber es ist auch wichtig beispielsweise der Ehefrau die Möglichkeit zu bieten selber zu entscheiden unter welchen Bedingungen sie was mitmacht ohne sich von dem Betroffenen beeinflussen zu lassen. Leider ist es schwierig immer schriftlich alles zu schreiben was man meint, aber ich finde es auch nicht gut aus meinen Statements sich das herauszuziehen was Sie brauchen um mir ständig zu beweisen, dass ich falsch liege.

    Auch bin ich nicht der Meinung dass ein Alkoholiker erst ganz unter angekommen sein muss und dann nimmt er erst Hilfe an. Das entspricht nicht meinen Erfahrungen, ganz im Gegenteil Jene die ganz unten angekommen sind haben eine jahrzehntelange Alkoholerkrankung und da ist die Prognose sehr ungünstig.
    Nun zu Ihrem Statement, dass es meist kirchliche Einrichtungen sind die sich um Suchtkranke kümmern…das war nicht Thema wieso sollte ich darauf hinweisen??? Das habe ich jetzt überhaupt nicht verstanden, aber wenn Ihnen das wichtig ist weise ich gerne darauf, weil es stimmt. Ich kann mich auch daran erinnern, dass ich früher schon einmal zu diesem Thema hier im Blog Stellung bezogen habe und deutlich machte, dass wir in unserer Arbeit aufgeschmissen wären, hätten wir nicht eine Zusammenarbeit mit der Caritas und der Diakonie und auch Selbsthilfegruppen wie beispielsweise das Blaue Kreuz u.a.

    Eigentlich wollte ich nicht wirklich über den Alkoholismus schreiben, aber hier gibt ein Wort das Andere, aber aus dem Thema einem Bettler nun eine Spende geben zu wollen oder nicht mag ich mich nicht wirklich grundsätzlich zu dem Thema Suchterkrankung äußern, das stand nicht in meiner Absicht, denn natürlich läuft das schief wenn man aus verschiedenen Statements nun ein Thema Suchterkrankung macht. Sie kommen da von der Erkrankung selber und ich antworte lediglich auf verschiedenen Aussagen hier, das kann ja nicht gut gehen und muss zwangsläufig zu Missverständnissen führen und ich finde es nicht richtig meine Überlegungen dazu in eine gewisse Ecke zu bringen und dann auch noch zu schreiben, das eine oder andere sei von mir eine bösartige Unterstellung, ich habe nichts bösartig unterstellt!

    • dierkschaefer said, on 27. November 2014 at 20:29

      der exkurs hieß: suchtprobleme am arbeitsplatz; stand auf jeder seite drüber. und ich mache einen unterschied zwischen bösartig und böswillig.

      • sabine s. said, on 28. November 2014 at 10:59

        …und keins von Beiden trifft auf die Kommentare von Erika Tkocz zu. (Das muss mMn nicht näher diskutiert werden…zu weit weg vom eigentlichen Thema.)

        sabine s.


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