Dierk Schaefers Blog

Alkohol & Co-Alkoholismus

Posted in Gesellschaft, Psychologie by dierkschaefer on 26. November 2014

Über Spenden, milde Gaben und Bettler, gemeint sind wohl eher Obdachlose[1], kamen wir im Blog auf das Thema Alkohol[2], und da muß man ein paar Takte zum Co-Alkoholismus sagen.[3]

Dazu ein kleiner Exkurs: skript-suchtprobleme 8-15

 

Co-Abhängigkeiten gibt es nicht nur im Drogenbereich. Menschen, die immer dieselbe Geschichte erzählen und nie davon loskommen, brauchen ihre Co’s, um die Geschichte nicht wirklich aufarbeiten zu müssen. Mag der eine Gesprächspartner nicht mehr zuhören, wechselt man zum nächsten. Ein Teufelskreis, der nur therapeutisch durchbrochen werden kann.

[1] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/3682623002/in/photolist-4R8nr6-4R8UGp-4R8VEM-6pVZob-6pRpAX-6pVxaC-6Bqpw3-6pRKha-6pVSoY-6pRcAR-6pRfzr-6pVscU-4VvFUe-6pRRzn-4R8T1p-4Rd6WU-4VvDXi-6pVo8f-4RcEoo-4VzUxm

[2] https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/15259192023/ und Kommentare

[3] https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/11/26/was-darf-der-bettler-mit-meinem-geld-nicht-tun/

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11 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 23:58

    Danke für das „skript-suchtprobleme“. Sehr aufschlussreich. Ich bleibe bei meiner Einstellung zu dem Problem,
    reagierte also richtig, ohne diese Facharbeit zu kennen.
    Die Co’s können also therapiert werden, sagt der Pyschologe? Da bleibe ich aber mal skeptisch…

    • dierkschaefer said, on 27. November 2014 at 08:25

      Da hilft zuweilen eine einfache Beratung, damit ihnen die Augen aufgehen.

  2. Heidi Dettinger said, on 27. November 2014 at 11:39

    Interessant, zweifellos, aber leider am Thema vorbei… Es ging und geht bei der Diskussion um Spenden im weitesten Sinne – auch die, an Obdachlose – mit oder ohne entsprechende Vorschrift, wie diese zu verwenden seien. NICHT um Co-Alkoholismus, bei dem der Co in einer Beziehung – sei diese betrieblicher, familiärer oder freundschaftliche Art – zum Alkoholiker stehen muss.

    Der unbekannte Obdachlose dürfte da mit Sicherheit rausfallen.

    Ich bin schon aus dem einfachen Grunde gegen ein Hinterfragen meiner paar Kröten auf dem Bahnhofsvorplatz, weil ich das Sch…gefühl kenne, wenn man gezwungen wird, eine „freiwillige Hilfe“ auf eine bestimmte Art und Weise zu verwenden – und dies auch noch belegen muss!

    Übrigens: einer der Gründe, weshalb diese albernen 10.000 Euro aus dem Fonds SACHMITTEL sind, ist die Annahme, dass ehemalige Heimkinder oftmals Probleme mit Alkohol oder sonstigen Drogen haben. Und das Geld des Fonds bitteschön DAFÜR NICHT bestimmt sei!

    Das sind die wahren Gutmenschen: Die, die uns vor unserem eigenen Verderben retten wollen! Denn man stelle sich vor: Für 10.000 Euro Wein im Keller… Typisch für ehemalige Heimkinder!

    • ekronschnabel said, on 27. November 2014 at 12:08

      Wo steht nachlesbar, dass die Sachmittelverteiler zu dieser Regelung griffen, weil unterstellt wird, dass ehemalige Heimkinder Drogenprobleme jeglich möglicher Art haben (könnten)? Vermutung? Wenn nicht, bitte benennen, wo ich DAS finde.

      Ich gehe – bestätigt durch die Praxis – davon aus, dass man die Sachmittelregelung wählte, weil man dadurch am wenigsten raustun muss. Das wird durch die Zahlen belegt, die veröffentlicht wurden. Du hast das Bayern-Ergebnis gerade erst selbst errechnet, ca. 4 Tsd. Auszahlung pro Nase. Weil die Empfänger nicht mal wissen, was sie gebrauchen können, und weil richtige Beratung oft unterbleibt.

      Deshalb das hier:
      Selbst heute, wo der Warenkauf von Privatpersonen problemlos möglich ist, wissen die Leute nicht, wie man die 10.000,- auf’s Konto bekommt. Ich gebe mein Wissen weiter, euer Verein sollte das im Einzelfall auch tun.
      Das nur mal als Anmerkung, Frau Dettinger. Deine Wut hat die gleichen Wurzeln wie meine. Deshalb zeige ich
      den zu mir kommenden Leuten den Weg, der zum Gelde führt, denn nur dadurch kann man die Speckjäger im Talar treffen.

  3. Erika Tkocz said, on 27. November 2014 at 14:35

    Ja das sehe ich auch so, am Thema vorbei habe an anderer Stelle mich dazu geäußert! Nun aber zu dem Fonds:

    Selbstverständlich wird die Verantwortungskette nicht offiziell schreiben, dass es Sachleistungen gibt, weil Geld sonst zweckentfremdet wird, so blöd sind die auch nicht, denn das hätte sicherlich Ärger gegeben, hier Ehemalige unter den Generalverdacht einer Sucht zu stellen. Aber es ist mit ein Grund, das sehe ich nicht anders als Heidi und ein weiterer Grund ist es auch gehofft zu haben so die Kontrolle zu behalten in der Hoffnung nicht so viel Geld ausgeben zu müssen. Über die Erschwernis der Nachweisbarkeit des Folgeschadens im Kontext der Sachleistungen nicht auf die 10000 Euro zu kommen. Die Verantwortungskette hat aber nicht damit gerechnet, dass es einige Helfer gab die die Ehemaligen unterstützt haben und auch durch die soziale Netzwerke ein aufklärender Austausch war, der es ermöglichte sich doch gut zu informieren. Nun ist der Fonds leer und es braucht schon wieder scheinheilige Argumente um die Kriterien für Sachleistungen hoch schwellig zu konstruieren.

    So und da war vor einigen Wochen in einem Forum etwas von Ralf Weber zu lesen, genau in der Richtung, dass genauer bei den Sachleistungen hingeschaut wird, weil offensichtlich einige Ehemalige ihr Geld in Alkohol umgesetzt haben. Ich brauche wohl nicht betonen, dass es auch meine Meinung ist, dass dafür selbstverständlich das Geld nicht gedacht ist, aber ich finde es schon bemerkenswert, dass diese Umstände nun angeblich dazu führen strengere Kriterien für die Sachleistungen zu konstruieren. Ich gehe natürlich nicht davon aus, dass es tatsächlich darum geht, aber die Verantwortungskette ist sich offensichtlich nicht zu schade auch solche Ereignisse wie Zweckentfremdung der Sachleistung als generalisierend zu werten und alle Ehemalige nun unter Generalsverdacht zu stellen und das mit der Hoffnung verbunden nun weniger Geld ausgeben zu müssen. Der Fonds ist ja leer und muss nun aufgestockt werden und da muss man sich ja was einfallen lassen und Kollektivbestrafung kennen wir ja auch. Mich ärgert es schon, dass das Fehlverhalten einiger Weniger nun als Waffe gegen uns gerichtet wird.

    Leider kann ich nicht das damalige posting von Ralf Weber hier hinein stellen, denn das Forum existierte zwischendurch nicht mehr. Es ist nun wieder da, allerdings sind die posting der letzten Monate verschwunden, es war aber für Alle sichtbar zu lesen und ich bin sicher, es haben auch Andere die hier schreiben gelesen, denn beispielsweise ist MM ja auch in dem Forum und kann vielleicht meine Aussage bestätigen.

  4. Heidi Dettinger said, on 27. November 2014 at 23:35

    Es gibt nur dann eine „Zweckentfremdung“ irgendwelcher Gelder, wenn vorher festgelegt wird, WOFÜR diese Gelder zu verwenden sind.

    Fraglos gibt es Möglichkeiten, Kronschnabel, die Gelder aufs eigene Konto zu bekommen und auch dort zu belassen – aber man muss eben zu Tricks greifen. Das allein ist doch schon eine Zumutung und fällt auch nicht jedem so leicht.

    Die Aussage mit der Zweckentfremdung ist durchgängig in den Diskussionen um die Gelder und die Sachmittel. Sozusagen ein offenes Geheimnis. Ob bzw. dass damit erreicht werden soll, dass weniger Geld ausgetan werden muss, bestreite ich nicht. Auf jeden Fall dient sie dazu, Überlebende zu gängeln und immer schön in Demut zu halten. Und das ist mit Sicherheit ein höchst willkommener (Neben-)Effekt!

  5. sabine s. said, on 28. November 2014 at 00:31

    Nicht die Geldgeber waren auf die gloreiche Idee gekommen, Sachleistungen zu gewähren, weil zu befürchten sei, dass ehemalige Heimkinder das Geld in Alkohol eintauschen.
    Es war ein ehemaligen Heimkind, welches in großen Tageszeitungen verlauten ließ, dass ehemalige Heimkinder nicht mit Geld umgehen können. Es handelte sich hierbei um eine ABM-Kraft, die seinerzeit beim VEH angestellt war.

    sabine s.

  6. Heidi Dettinger said, on 28. November 2014 at 05:22

    Ja Sapperlot auch! Sollte die ganze Administration mal auf ein Heimkind, ein ehemaliges, gehört haben? Und ihre hehren Pläne auf Anraten einer einzigen AB-Kraft – und dann auch noch angestellt bei VEH – umgestellt haben??? Schockschwere Not abba auch!

  7. sabine s. said, on 28. November 2014 at 12:24

    …Ne, aber ein Schlag ins Gesicht für Betroffene, wenn solche Sprüche aus den eigenen Reihen kommen.Entscheidend für das gesamte Verfahren war derSpruch sicherlich nicht, aber doch wohl ein kleiner Baustein.

    sabine s.

  8. Uwe Werner said, on 28. November 2014 at 14:24

    Thema „Zweckentfremdung“: Dies ist nur dann der Fall, wenn zuvor die Anlauf-u.Beratungsstelle, bewusst oder unbewusst, es unterlassen hat, auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass im Bedarfsfall dann eine neue „Vereinbarung“ getroffen werden muss. Im Nachhinein, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, darauf hinzuweisen, ist gelinde gesagt eine Geschmacklosigkeit. Obendrein dann auch noch den Betrag zurückzufordern, der angeblich „zweckentfremdet“ ausgegeben wurde (nicht für Alkohol o. Drogen), ist eine Dreistigkeit. Auf Nachfrage, wie man sich in einem solchen Fall verhalten soll(te), kam auch seitens vom VeH kein umsetzbarer Vorschlag.
    In einem bestimmten Fall, soll nun ein Exempel statutiert werden, welcher bis zu einer Pfändung ausufern könnte.
    Allgemein kann ich aber auch bestätigen, dass es viele ehemalige Heimkinder gegeben hat, welche uns den Zugang zum Hilfsfond, durch ihr Verhalten und einer bewussten Streuung von Fehlinformationen, sowie von bewusster Zurückhaltung von Info´s, wahnsinnig erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht haben.
    Hier nenne ich bewusst das Thema: Ehemalige Heimkinder, welche damals sich in einer Behinderteneinrichtung, teils unrechtmässig, wiedergefunden haben.
    Wenn also auch das Vorurteil, dass viele ehemalige Heimkinder dem Alkohol oder den Drogen verfallen sind, dann wäre es erst recht Aufgabe der Vereine gewesen, bzw. der HK mit einem angeblich (über)durchschnittlichen IQ, aufzuzeigen, dass dem nicht so ist!
    Dem Argument, dass viele gar nicht wissen, wie sie die 10.000 Euro ausgeben sollen, kann ich auch nicht folgen. Zumal es mittlerweile Anlaufstellen gibt, welche finanzielle Belastungen, welche das HK in den letzten 1-2 Jahren hatte, als Belege einreichen dürfen, z.B. den Einbau von neuen Fenstern und Heizungen, oder eine Kreuzfahrt usw.
    Auch bin ich der Meinung, dass selbst wenn ein HK entscheidet, sich für die 10.000 Euro einen Weinkeller anzulegen, es ihm selbst überlassen bleiben muss, zumal guter Wein auch als Wertanlage angesehen werden kann. Man muss nur verstehen wollen!

  9. Erika Tkocz said, on 28. November 2014 at 16:25

    Über den Weg der Sachleistungen und kein Bargeld sind wir uns wohl Alle einig, dass dieses eine Entmündigung gleich kommt und es nicht wirklich einen Grund gibt wieso nicht Geld gegeben worden ist. Auch nicht das Scheinargument durch die Sachleistung die Leute zu den Beratungsstellen zu bekommen -um so mit ihnen Kontakt zu bekommen- qualifiziert helfen zu können ist Quatsch, weil man das auch ohne die Form der Sachleistung geschafft hätte.

    Wenn Ihr nun meint Euch an das Wort zweckentfremdet fest beißen zu wollen dann einmal so viel:
    in dem Moment wo man die Sachleistungen in Anspruch nimmt und auch bei der Anlaufstelle vorliegt, welche Sachmittel man haben möchte, diese dann so ab genickt werden dann ist es sehr wohl zweckentfremdet wenn man sich Anderes kauft. Da geht es auch nicht nur um Alkohol sondern das gilt für alle Sachen die so nicht in der vereinbart wurden.

    Ich habe nie dieses bekloppte Verfahren für richtig und fair gehalten, aber ich mag es auch nicht umgekehrt, wenn man sich diesem Verfahren stellt sich dann nicht daran zu halten. Mir ist klar dass es sicherlich nur Wenige waren, die anders damit umgegangen sind, aber ich finde es nicht in Ordnung dass jetzt so getan wird, als wäre es in Ordnung oder man kann das gerade mal so machen wie man will.


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