Dierk Schaefers Blog

Was darf der Bettler mit meinem Geld (nicht) tun?

Posted in Gesellschaft, Menschenrechte by dierkschaefer on 26. November 2014

simmel-bettlerMein Artikel über das „Spendenmanagement“[1] hat eine kleine Kontroverse ausgelöst: Für was bin ich bereit zu spenden? Darf der Bettler meine milde Gabe als Trinkgeld verflüssigen?

Dazu ein Beitrag vom Zeichner Paul Simmel:

[1] https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/11/25/wieder-ehrbar-werden-spendenmanagement/

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4 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 19:35

    Pastor Schäfer wäre nicht der Schäfer, wenn er nicht auch noch ’nen Brandbeschleuniger in den Grill werfen würde…

    Meinen Standpunkt machte ich schon klar, bekam auf die Mütze, setzte den Schutzhelm auf und den Hut drüber. Zuschlagen erlaubt… Bin mal gespannt auf das, was kommt.

  2. ekronschnabel said, on 26. November 2014 at 19:51

    Dazu fällt mir soeben etwas Passendes aus dem realen Leben ein.

    Wir vererbten bereits an unsere Tochter, behielten uns aber den Nießbrauch vor. So sehe ich das auch
    hinsichtlich der Spende, die z.B. an ein kostenloses Essen gebunden ist. Hilfe für den Empfänger, Absicherung gegen Missbrauch. Das wird so in zahlreichen Spendenfonds angewendet, man nennt das auch die zweckgebundene Spende. Wenn ich zweckgebunden spende, erzählt mir der Empfänger nicht, dass er zu bestimmen hat, wie die Spende verwendet wird.

    Tante Wiki erklärt das Nießbrauchprinzip und die Zweckbindung, falls das interessiert.

  3. sabine s. said, on 28. November 2014 at 01:19

    Johannes Denninger ist Sozialarbeiter bei BISS und hat in seinem Job oft mit Menschen in sozial schwierigen Situationen zu tun. Er stellt jetzt erst einmal klar: Betteln ist schwere Arbeit: „Man erbringt keine Gegenleistung und sitzt auf Höhe der Hüfte oder des Hinterns des anderen Menschen. Das bedeutet Demut und Unterwürfigkeit“, sagt Denninger. Es sei sehr anstrengend, zu warten, bis sich der Hut füllt…

    Aber sollte man denn nun jedem etwas geben, der darum bittet, oder nicht?…denn in unserer freien Marktwirtschaft ist es jedem selbst überlassen, ob er etwas gibt oder nicht. Wenn ein Bettler sie zu dieser Entscheidung zwingt, dann hat er seine Arbeit gut gemacht. .“…

    Beim Spenden auf der Straße geht es nicht um gut oder schlecht. Entscheidend ist laut Denninger etwas ganz anderes: „Wenn Sie mit der Gabe eine Erwartung verbinden, dann liegen Sie völlig falsch!“ Wer durch die Geldspende zum Beispiel erreichen will, dass der Bettler weggeht, oder wer glaubt, ihm dadurch vorschreiben zu können, wofür er das Geld ausgibt, der sollte es besser lassen. „Was derjenige mit dem Geld macht, geht Sie nichts an“, sagt Denninger. Je ärmer die Menschen sind, desto eher glauben die Reicheren, dass sie ihnen vorschreiben zu können, was die Bettler mit ihrem Geld machen sollen“. Darum sei es überhaupt nicht besser, statt Geld eine Semmel zu spenden – denn da steckt immer ein erzieherischer Gedanke dahinter. Das sind alles keine unterernährten Menschen. Geben Sie ihnen Geld und fertig!“ Zusätzlich zur Geldspende kann man auch einfach einen Moment stehenbleiben… (Ende Zitat, Quelle: jetzt: sueddeutsche.de/texte/anzeigen/562322)

    Denninger warnt allerdings vor Situationen, wenn z. B. Bettlerbanden unterwegs sind.

    sabine s.


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