Dierk Schaefers Blog

Seit 5 Jahren überfällig: Die Frage der ehemaligen Heimkinder mit Behinderung

Posted in Geschichte, heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Menschenrechte, Pädagogik, Politik by dierkschaefer on 3. Januar 2015

»Als Betroffener und Pressesprecher der AG JHH [Arbeitsgemeinschaft Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein] bin ich sehr dankbar für die Rezension, weil sie unter Anderem auch das zum Ausdruck bringt, was von den Betroffenen in der Arbeitsgruppe empfunden wird und auch für ihre Zukunft befürchtet und dazu aufruft, was sich die Arbeitsgruppe JHH erhofft.

Auf dem Hintergrund dieses Buchinhaltes wirkt es besonders diskriminierend und diskreditierend, daß ehemalige behinderte misshandelte Kinder in der heutigen öffentlichen Diskussion weder in der politischen noch kirchenverbandlichen einbezogen werden. Diakonisches Werk, Evangelische Kirche Deutschland aber auch die Politiker/innen im Bund und Ländern beziehen diesen Personenkreis in ihre Überlegungen zur Rechtsfolgen und Entschädigungsgedanken nicht mit ein. Behinderte misshandelte ehemalige Kinder sind wieder die Benachteiligten, bei deren Problemlösung scheinbar auf die natürliche Lösung des Ablebens gesetzt wird«.[1]

[1] klaus dickneite said, on 22. März 2010 at 09:51 : https://dierkschaefer.wordpress.com/2010/03/21/im-herzen-der-finsternis/

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4 Antworten

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  1. sabine s. said, on 3. Januar 2015 at 09:53

    Dass die AG JHH aktive Arbeit leistet, wird niemand bezweifeln können. Im Augenblick sind es die Länder, die blocken. Der Beschluss der Ministerkonferenz ist bekannt. Bund und Kirchen wollen eine Lösung. Wobei inzwischen auch bekannt geworden ist, dass MdL’s einzelner Länder die Haltung der Minister nicht nachvollziehen können.
    Nachvollziehen kann ich nicht, dass für die beiden Opfergruppen: ehemalige Heimkinder der Behindertenhilfe und Psychiatrie noch keine Lösung gefunden worden ist. Das ist beschämend für unser Land.

    sabine s.

  2. Helmut Jacob said, on 3. Januar 2015 at 16:10

    Es kommt noch dicker, lieber Herr Schäfer. An eine Opfergruppe hat Antje Vollmer – trotz Intervention von Dr. Carlo Burschel und meiner Wenigkeit – aber auch der RTH, der Bund und die Länder, überhaupt nicht gedacht:
    Es sind die Kleinkinder in den Heimen.
    http://jacobsmeinung.over-blog.com/2015/01/gewalt-in-den-heimen-die-vergessenen-kleinkinder.html

    Ich sehe gerade, Sie haben diese Seite gefunden und Ihr Kommentar passt wie die Faust aufs Auge.

  3. sabine s. said, on 3. Januar 2015 at 17:35

    Stimmt, die Aufarbeitung der Säuglingsheime hat nicht stattgefunden. Dr. Burschel war vom RTH eingeladen worden, zu dem Thema zu referieren. Im Diakonie-Forum ist das Thema breit diskutiert worden. Dr. Burschel musste draußen vor der Tür warten, man hatte ihm nicht einmal einen Stuhl, geschweige denn einen Kaffee angeboten. Dem RTH lagen Folien vor, die Dr. Burschel für seinen Vortrag mitgebracht hatte, Warum die Folien nicht Bestandteil des AB waren…darüber kann man nur spekulieren.

    sabine s.

  4. […] Replik auf einen Kommentar zu https://dierkschaefer.wordpress.com/2015/01/03/seit-5-jahren-uberfallig-die-frage-der-ehemaligen-hei… Ich hatte die vom Runden Tisch unberücksichtigten Säuglingsheime nicht erwähnt: »Stimmt, die […]


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