Dierk Schaefers Blog

Neuigkeiten aus Korntal sind bei „idea“ leider mit einem Probe-Abo verbunden.

Posted in heimkinder, Kirche by dierkschaefer on 12. Januar 2015

Doch wer will schon idea abonnieren?

»Korntal (idea) – Die Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal hat mit zwei Personalvorschlägen wesentliche Schritte zur Klärung von Missbrauchsvorwürfen gegen ihre Kinderheime eingeleitet. Als Leiterin des Projekts „Aufarbeitung und Prävention im Brüdergemeindewerk“ hat sie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut berufen. Sie soll zusammen mit ehemaligen Heimkindern und Erziehern die Korntaler Heimerziehung in den 1940er bis 1970er Jahren untersuchen. Als Ombudsmann für frühere Heimkinder ist der pensionierte Stuttgarter Jugendrichter Wolfgang Vögele im Gespräch. Er soll gemeinsam mit den Betroffenen mögliche rechtliche S…«

 

Mehr gibt es bei idea nicht gratis. http://www.idea.de/nachrichten/detail/frei-kirchen/detail/nach-kritik-an-korntaler-bruedergemeinde-jetzt-erste-gespraeche-89242.html

Da ist man wohl auf die Bekanntmachungen der Brüdergemeinde selbst angewiesen: http://bruedergemeinde-korntal.de/index.php?id=235&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=1538

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5 Antworten

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  1. Helmut Jacob said, on 12. Januar 2015 at 18:16

    „Doch wer will schon idea abonnieren?“
    die schießen sich selbst ins knie. der nächste schritt wäre die bibel kapitelweise im abo.

    • dierkschaefer said, on 12. Januar 2015 at 18:39

      das mit der bibel kann ich nur empfehlen, lieber herr jacob. schließlich ist die bibel eine ganze vielfältige bibliothek mit ungeheurer breitenwirkung – positiv wie negativ. zur zeit wird zwar mit dem begriff abendland schindluder getrieben, doch die europäische geschichte ist ohne den einfluss der bibel nicht zu denken, auch hier positiv wie negativ. ein abo ist allerdings nicht nötig. man kann die bibel kostenlos online lesen (http://www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln/ueber-die-online-bibeln/ ) und wenn man bei jedem der einzelnen bücher sich bei wiki schlau macht, weiß man auch unkritisch-fromme meinungen einzuordnen. das soll aber keine werbung sein. man muss schon ein unvoreingenommenes interesse haben, wenn man verstehen will, wie europa und das abendland zu dem geworden sind, was wir als kulturellen schatz aber im letzten jahrhundert auch als trümmerhaufen vorgefunden haben und wie wir die zunächst fragwürdige errungenschaft des scheiterns auf dem weg zur humanität nutzen können für eine menschlichere zukunft. wer den trümmerhaufen versteht und beherzt besteigt, hat einen größeren überblick. das ist die makabre quintessenz der abendländischen geschichte. nutzen wir sie.

      • Helmut Jacob said, on 12. Januar 2015 at 23:29

        „das mit der bibel kann ich nur empfehlen,“
        Ob das mal nicht kontraproduktiv ist, lieber Herr Schäfer? Dieses Abo wäre es wert, wenn wir noch viele Bibelleser hätten. Und da habe ich so meine Zweifel. Und ob die dann dafür auch noch Geld ausgeben wollen. – Das wird wohl nur eine kleine Aboschar sein.
        Es handelt sich bei diesem Blatt bzw. der HP um eine kirchliche Seite. Die Zahl der Kirchgänger geht stetig zurück und die Zahl derer, die längst die „innere Kündigung“ von der Kirche vollzogen haben, denen aber der Verwaltungsaufwand für die vollständige Kündigung zu umständlich ist, wird noch höher liegen. Aus meinem Umkreis will eine Dame erst austreten, wenn sie kirchlich geheiratet hat. Also für Feierlichkeiten ist sie wohl nach ihrer Meinung noch zu gebrauchen. Eigentlich beschämend, aber die Kirchen haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass sie nicht mehr attraktiv sind. Liest man sich das alte Testament durch, erschreckt man teilweise vor triefender Gewalt und Blut und allem Gedöns. Die Gesangbücher haben doch Liedtexte, die heute gar nicht mehr verstanden werden. Viele Pfarrer sind faul wie Brot und ruhen sich auf ihren Beamtengehältern aus und die allerwenigsten zeigen Rückgrat und Zivilcourage. Wenn die Kirchentreuen dann noch die Sauereien in den kirchlich geführten Einrichtungen lesen und die Vertuschungsversuche der ach so ehrbaren Talarträger, dann trägt die Kirche dazu bei, eines Tages zu einer großen Sekte zu verkommen, die eigentlich nicht mehr ernst genommen wird. Schade drum, denn das neue Testament wäre es wert.

      • dierkschaefer said, on 13. Januar 2015 at 20:00

        Ein Abo habe ich nicht empfohlen, lieber Herr Jacob, sondern die kostenfreie Lektüre. Zum Sinkflug der Kirchen gäbe es viel zu sagen, doch ich denke, dass die Heimkindersache den meisten Leuten weitgehend egal ist. Da war der Missbrauch wohl publikumswirksamer. Ausgetreten sind exakt deswegen aber nur wenige. Noch wirksamer war der Limburg-Fall. Hier gab es ganz bewußte Austritte. Für die meisten jedoch waren die diversen Skandale nur der Anlaß, der eine lange schon schlummernde Entfremdung nun virulent werden ließ.
        Nun zu idea. Wenn die Landeskirchen zur Bauchlandung ansetzen, wird die Klientel von idea überleben. Das sind unsere frommen Pietisten, denen die „laschen“ Landeskirchen ohnehin suspekt sind. Die jüngste Mitgliederbefragung macht deutlich, welche Sorte von Gemeinde floriert. https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/03/12/eine-zeitdiagnose-die-mitgliedschaftsumfrage-der-ekd/ Doch es wäre einseitig, die hinterweltlerischen/hinterwäldlerischen Frommen zu belächeln. Sie können nicht nur „Gemeinde bauen“, sondern öffnen auch ihren Geldbeutel für soziale Zwecke, weil sie ihren Glauben ernst nehmen.
        Dass viele Pfarrer sind faul sind und sich auf ihren Beamtengehältern ausruhen, das nehme ich Ihnen nicht ab. Die effektive Arbeitszeit für Pfarrer liegt knapp unter 60 Stunden pro Woche.
        Das Alte Testament, lieber Herr Jacob, ist eine spannende Lektüre. Damit man sie einordnen kann, muß man den Kontext kennen. Für eine grobe Information hatte ich Wiki empfohlen. Sie können aber auch Thomas Mann, Joseph und seine Brüder lesen. Die Christen haben das Altes Testament „zwangsgetauft“, wie ein Alttestamentler in Göttingen sagte. Das Neue ist jedenfalls ohne das Alte nicht kritisch zu verstehen. Interessant ist die Entwiclung des Gottesbildes von Beginn an bis ins Neues Testament, wobei auch das Altes Testament frappierende Unterschiede in der Darstellung Gottes aufweist.
        Doch wie gesagt: Man muss sich schon dafür interessieren, aber man muss nicht.

  2. Helmut Jacob said, on 14. Januar 2015 at 15:56

    „Dass viele Pfarrer sind faul sind und sich auf ihren Beamtengehältern ausruhen, das nehme ich Ihnen nicht ab. Die effektive Arbeitszeit für Pfarrer liegt knapp unter 60 Stunden pro Woche.“
    Schön wäre es, lieber Herr Schäfer, aber ich hatte viel mit Pfarrern zu tun und bei mir waren die meisten wirklich stinkefaul. Derzeit tummeln sich in einer naheliegenden evangelischen Gemeinde zwei Pfarrer und ein Diakon. Der „Arbeiter im Weinberg des Herrn“ ist wirklich der Diakon. Den trifft man überall. Die beiden anderen? Wahrscheinlich arbeiten die insgeheim. Es ist mir auch wurscht, aber wissen Sie, wer wirklich viel arbeitet? Es sind die katholischen Priester. Unsere wohnen meiner Wohnung gegenüber und ich kann genau sehen, was die tun. Ein mit mir befreundeter Priester hielt zwei Messen am Tag, dazu kamen Beerdigungen und Trauungen, Taufen und wer weiß was sonst alles. Abends leitete er Gruppen und Kurse, dirigierte einen Chor usw. Urlaub machen hab ich ihn nie gesehen und sonntags predigte er auch schon mal zusätzlich in der Nachbargemeinde. Dann wurde er versetzt nach Essen. Dort traf es ihn noch schlimmer: Zwei bis drei Messen, Aushilfsmessen, ständig Beerdigungen weil die Gemeinde in Essen-Frohnhausen uralt war. Die schon zuvor beschriebene Gemeindearbeit kam dazu und ständig nörgelnde Presbyter. Diese Gemeinde hat ihn so krank gemacht, dass er nicht lange überlebt hätte, wenn ihn der Bischof nicht gnädig in den Ruhestand verabschiedet hätte. Darum müssen die Priester ja auch noch bitten. Jetzt ist er Rentner und es geht ihm zunehmend sichtlich besser. Freiwillig übernimmt er die ein oder andere Messe und das macht ihm sogar Spaß. Der katholische Pfarrer kam auf mehr als 60 Wochenstunden. Von einem anderen könnte ich ihnen erzählen, der hat die 60 Stunden nur zusammengekriegt, wenn er seine 4 stündige Mittagspause und sein Freizeitprogramm dazugezählt hätte.Die Arbeit für ihn, haben andere gemacht. Aber er hat sich auf Kosten andere Leute Arbeit ins Rampenlicht gestellt und ließ sich feiern. Sein Stern sank erst, als der Malocher einfach einige Wochen streikte. Da merkten die anderen, wer da schuftet. Und so kann ich Ihnen von einigen anderen Pfarrern berichten, die wirklich faul waren. Gerade fällt mir ein: Einer ließ sich bei vollem Gehalt beurlauben, wenn er eine große Ausarbeitung vor sich hatte. Begründung wahrscheinlich: Diese Arbeit geschieht ja zum Wohl der Anstalt.
    Zum Alten Testament: Das finde ich persönlich sehr spannend und ich habe mich, wenn auch nicht viel, damit beschäftigt. Auch darum, weil ich in zwei Jahrgängen Katechumenen- und Konfirmandenunterricht geben musste. Aber die Kids heute interessieren sich doch nicht dafür.


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