Dierk Schaefers Blog

„Schnelle Entschädigung für ehemalige Heimkinder mit Behinderung nötig“

Posted in Kinderrechte, Politik by dierkschaefer on 11. März 2015

Da ist schon einmal das Wort Entschädigung falsch. Denn die gibt es nicht, auch nicht für ehemalige Heimkinder, die ohne Behinderung von ihren kirchlichen und staatlichen Erziehern fürs Leben behindert wurden.

Was ist noch falsch? Die Piraten haben die Forderung erhoben[1]. Piraten, das ist so, wie wenn es die LINKE gefordert hätte. Das ist für die ehrenwerten anderen Interessenvertreter, äh, die Vertreter anderer Interessen im Bundestag – na ja, was ist das schon?!

Das kann ja nix werden.

[1] http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/31290/Schnelle-Entsch%C3%A4digung-f%C3%BCr-ehemalige-Heimkinder-mit-Behinderung-n%C3%B6tig.htm

7 Antworten

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  1. Uwe Werner said, on 12. März 2015 at 01:21

    Richtig ist und mir heute mitgeteilt, das die Bundesländer, sprich die Sozialminister der Bundesländer, sich auf einen Heimfond 2 geeinigt haben. Auch ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede von einem Entschädigungsfond! Es wird jetzt daran gearbeitet, die genaue Zahl betroffener ehemaliger Heimkinder, welche in Behinderteneinrichtungen untergebracht waren, zu ermitteln. Dazu müssen/sollen die Einrichtungen, wie Hephata, Wittekindshof, Volmerstein usw. ihre Archive öffnen.
    Wichtig auch, dass so weit möglich, viele ehemalige Heimkinder ihre Heimakten, jetzt erst recht, beantragen. Wenn nötig, über einen Beraterhilfeschein, durch einen Anwalt.
    Sicher aber ist, der Heimfond 2 wird kommen, dies entgegen der Meinung einiger Kirchenvertreter und Mitarbeiter einiger Anlauf-u. Beratungsstellen in Deutschland. Bleibt nur zu hoffen, dass die Fehler, welche beim Heimfond 1 offensichtlich zu Tage traten, beim Heimfond 2 sich nicht wiederholen.
    Dies habe ich als Reaktion auf meinen Brief an die Ministerpräsidenten-Konferenz, heute telefonisch mitgeteilt bekommen. Für uns Betroffene heisst es aber auch, weiterhin wachsam zu sein, damit wir nicht erneut über den Runden-Tisch gezogen werden! Mit weniger Emotionen, welche ganz sicher gerechtfertigt sind, aber mit mehr Sachlichkeit und Sachverstand. Auch wir Ehemaligen Heimkinder, haben nicht immer unsere Hausaufgaben gemacht und haben viel dazu lernen müssen. Dies kann uns aber jetzt zu Gute kommen, wenn wir unseren heutigen Wissensstand, auch sachlich und auf Augenhöhe vortragen. Unser eigentlicher Gegner ist die Zeit, die läuft uns nämlich davon!

    • Hildegard Neumeyer said, on 12. März 2015 at 01:40

      Sehr gut erkärt,Werner Uwe!!!
      Kann wohl jeder verstehen?! Ja die Zeit läuft sehr sehr schnell davon. Ist eine sehr gute Nachricht.

      • Helga Weitzel said, on 13. März 2015 at 09:59

        Habe die Seite gelesen, Piratenpartei??, hat mich nicht überzeugt, dass es noch vor der Sommerpause passiert, und wieder ist von Entschädigung die Rede, klingt doch gut, in den Ohren der verantwortlichen, stattedessen sucht man nach einer anderen Lösung. Dieses prisante Thema wird zerredet, abwechselnd von der LINKEN, dann wieder die Piraten, ab und zu sich wieder mit dem Thema befassen, wenn die Stimmen der ehemaligen Heimkinder laut werden, dann wieder ausharren und warten was passiert.

  2. Uwe Werner said, on 13. März 2015 at 10:46

    Sehe ich auch so @Helga! Letztendlich gibt es zwei Möglichkeiten, die erste, man überlässt es wiedermal allein den Politikern, die zweite, der kommende Heimfond 2 trägt diesmal auch die deutliche Handschrift ehemaliger Heimkinder.
    Fakt ist, der Heimfond 2 wird die endgültige politische und abschliessende Debatte sein, um das Leid und die Geschichte ehemaliger Heimkinder, von der deutschen Tagesordnung zu nehmen und zu beenden, aus der Sicht von Staat und Kirche.
    Um so gründlicher und engagierter müssen wir uns jetzt einbringen und eine geschlossene Vorgehensweise an den Tag legen.
    Ansonsten bleibt jedem einzelnen ehemaligem Heimkind, nur noch der Weg des Einzelkampfes, um seine gesundheitlichen Nachfolgeschäden durch ein Gericht anerkennen zu lassen (OEG-Klage).
    Zumindest ist aber den Bundesländern klar geworden, dass der Heimfond 2 nicht über nachträgliche Rentenpunkte, und/oder nur über eine OEG-Rente abgewickelt werden darf.
    Dann wären nämlich die Kirchen aussen vor, da es sich hier um staatliche Institutionen handelt, mit denen die Kirche rechtlich nicht´s zu tun hat.
    Ebenfalls wäre es eine Benachteiligung aller ehemaliger Heimkinder, welche seinerzeit in Behinderteneinrichtungen leben mussten, gegenüber den HK, welche ihre Rentenausgleichszahlungen über den Heimfond 1 erhalten haben.
    Die Debatte über den Heimfond 2 sind in vollem Gange und diesmal will ich dabei sei und mich einbringen, weil es eben für uns die letzte Möglichkeit sein wird, um unsere Interessen vortragen zu können.
    Es steht auch die Befürchtung im Raum, das Deutschland übersättigt ist, von diesem Thema und sich gerne wieder aktuellen Problemen widmen möchte. Aber diese aktuellen Probleme im Sozialbereich, sind auch Probleme ehemaliger Heimkinder. Bei der momentanen sozialen Schieflage in Deutschland, sind wir wohl alle Betroffene!

  3. sabine s. said, on 13. März 2015 at 12:07

    Ich denke nicht, dass Deutschland übersättig ist, von diesem Thema. Dazu hat es nicht lange genug im Mittelpunkt der Berichterstattungen gestanden.
    Zu befürchten ist m. E. eher, dass die Flüchtlingsdiskussion das Thema „Heimkinder“ überschattet.

    sabine s.

    • Uwe Werner said, on 13. März 2015 at 12:41

      @sabine das wäre z.B. eine These
      Was ist zu tun, damit beide Themen gleichermassen abgearbeitet werden?

  4. Helga Weitzel said, on 30. März 2015 at 09:05

    Hierzu noch einmal eine Drucksache aus dem Abgeordnetenhaus aus Berlin zur “ Entschädigung ehemaliger Heimkinder mit Behinderung vom 09.02.2015. Papier ist geduldig und Prüfen ist wichtig .

    http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/s17-15501.pdf


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