Dierk Schaefers Blog

Allein aus NRW: 247 Kinder und Jugendliche in 22 Ländern untergebracht – mehr oder weniger über den ganzen Globus verteilt.

Posted in Kinderheime, Kinderrechte, Kriminalität, Kriminologie, Moral, Pädagogik, Politik by dierkschaefer on 10. Mai 2015

»Was dort genau geschieht, können theoretisch nur die Jugendämter wissen«[1]. Aber nur theoretisch.

»Wie kann es sein, dass die Machenschaften jahrelang nicht bemerkt werden? Bei der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen werden die Jugendämter nicht kontrolliert. So bestätigt das Landesjugendamt Westfalen gegenüber WESTPOL: „Informations- oder Meldepflichten gegenüber dem Landesjugendamt bestehen nicht. Daten werden hier nicht erhoben.“ Niemand kontrolliert, welche und wie viele Kinder gerade im Ausland sind.

WESTPOL hat bei den 187 kommunalen Jugendämtern im Land nachgefragt, mehr als 70 Prozent der Behörden haben geantwortet. Ergebnis: 247 Kinder und Jugendliche sind in 22 Ländern untergebracht – mehr oder weniger über den ganzen Globus verteilt. Was dort genau geschieht, können theoretisch nur die Jugendämter wissen, die Kinder dorthin geschickt haben. Einige treffen ihre Schützlinge dort zweimal im Jahr. Andere beurteilen die Situation der Kinder nur vom Schreibtisch. Eine übergeordnete Aufsicht existiert nicht.«

[1] http://www1.wdr.de/themen/politik/jugendhilfeskandal-100.html

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5 Antworten

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  1. M. Jahnke-Fox said, on 11. Mai 2015 at 10:57

    DENN SIE WISSEN SCHON WAS SIE TUN !
    Dieser Skandal beweißt nur wieder einmal mehr die seid Jahrzehnte bestehende Gleichgültigkeit der staatlichen Verantwortung im Umgang mit Kinder und Jugendliche in Deutschland. Erschreckend dabei ist die anhaltend zunehmende Gleichgültigkeit der Aufsichtsbehörden bzw. deren Verstrickungen in derartige Machenschaften. Hier wird mit dem kostbarsten Gut der deutschen Gesellschaft, nämlich unsere Kinder und Jugendliche, auf deren Rücken Kasse gemacht. Unkontrolliert und Skrupellos. Wir kennen solche bzw. ähnliche Machenschaften schon aus den 50er bis tief in die 70er Jahre schon. Nur damals waren es deutsche Einrichtungen die sich an Kinder und Jugendliche bereichert hatten. Ausgerechnet Ungarn, ein Land welches selbst in Armut steckt soll deutschen Kindern und Jugendliche eine alternative Chance bieten? Nicht ohne Grund unterstützen karitative Wohlfahrtsverbände unzählige sogenannte Ungarische wie auch Rumänische Kinderheime weil deren Zustände dort mehr als Katastrophal sind. Die Verantwortlichen aus Gelsenkirchen wussten sehr wohl was sie taten als sie die ihnen anvertrauten dorthin verschoben hatten, aber der Anreiz mit Kinderschicksale Kohle zu machen ist auch heute noch nach nach den Heimkinder Skandalen der 50er / 70er Jahre ungebrochen und verspricht auch solange sich nichts daran ändert ein lukratives Geschäft und lohnenden Hinzuverdienst.
    Und was sagen die verschobenen Kinder und Jugendliche zu all diesen Machenschaften und unkontrollierten Deportation ins Ausland? Nichts anderes als es die ehem. Heimkinder im Heimkinder Skandal wieder gegeben haben! Solange sich daran nichts ändert fällt es einem schwer an die Ehrlich- und Gerechtigkeit in dieser Republik zu glauben. Deutschland ist eben doch nicht das Kinderfreundliche Land als dass es sich immer präsentieren möchte.

    mjf

  2. Rolf Schmidt said, on 11. Mai 2015 at 20:00

    Gut finde ich das auch nicht, was da auf den Rücken unserer Kinder getrieben wird.
    Aber wie war es denn früher? 1947 war ich 12,5 Jahre alt und habe mich 1 Jahr in den Englischen,- und Amerikanischen -Zonen rumgetrieben und nachdem man mich eingefangen hatte, wurde ich einfach zu einem Bauern gegeben, durfte dort meine Schule beenden, in der Landwirtschaft arbeiten. 1949 gab der Bauer seinen Hof auf und mich übergab Er einfach einen Bäcker, damit ich das Bäcker-Handwerk erlernen sollte.
    Es wurde einfach über einem bestimmt, ob man wollte oder nicht, kontrolle vom Jugendamt habe ich nie erfahren.
    MfG. Rolf


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