Dierk Schaefers Blog

Statistiken müssen nicht lügen, um in die Irre zu führen.

Posted in Kriminalität, Kriminologie, Soziologie by dierkschaefer on 28. Mai 2015

Die Polizei arbeitet mit der Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ), also täterzentriert. Das ist einerseits korrekt.[1] Auch die Opferzahlen werden deutlich, nicht aber die reale Größe von Anstieg oder Rückgang. So weist die polizeiliche Kriminalstatistik ein nur scheinbares Sinken von Kindesmisshandlungen aus und berücksichtigt nicht, dass durch den Geburtenrückgang die Zahl der möglicherweise misshandelten Kinder zurückgegangen ist. Legt man die absolute Zahl von Kindern zugrunde, hat jedoch das Delikt der Kindesmisshandlung zugenommen.[2] Auch das sollte in der Statistik ausdrücklich auftauchen. [1] Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) – bis 1983 Kriminalitätsbelastungszahl (KBZ) – ist eine Häufigkeitszahl in der Kriminologie. Sie bezeichnet die Zahl der durch die Polizei ermittelten Tatverdächtigen, errechnet auf 100.000 Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteiles, ohne Kinder unter acht Jahren, für ein bestimmtes Jahr (Stichtag 1. Januar).Die TVBZ macht sichtbar, welche Bevölkerungsgruppen (z.B. Altersgruppen) häufiger oder weniger häufig tatverdächtig werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Tatverd%C3%A4chtigenbelastungszahl [2] http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/05/interview-rechtsmediziner-michael-tsokos-deutschland-misshandelt.html

Nachtrag: http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2015-05/kindesmisshandlung-statistik-gewalt-tsokos

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