Dierk Schaefers Blog

#Kinderrechte ? Inklusion macht Kinder zu Verlierern

Allen Inklusionsbegeisterten sei der Praxis-Bericht von Ralph Gehrke empfohlen: Inklusion als Sparpaket. Gehrke ist Lehrer an einer integrierten Gesamt­schule.[1]

Aus ©-Gründen hier nur ein paar Zitate aus dem Artikel:

»Wer sich nur ein bisschen mit Bildungs­politik beschäftigt, weiß, dass sie als Expe­rimentier­feld für Neuerungen, sogenann­te Reformen, benutzt wird, von denen nicht sicher ist, wie sie ausgehen. Nun wird eben inklusiver Unterricht prakti­ziert. Haupt­sache, es sitzen möglichst bald sämtliche Kinder mit Behinderungen ir­gendwo in einer Regelschule und sollen ohne Ansehen ihrer speziellen Handi­caps teilhaben an einem Rennen, bei dem kaum eines mithal­ten kann. Denn der für eine Qualifika­tion für den Arbeitsmarkt mindestens notwendige Hauptschulabschluss bleibt für die allermeisten mit son­derpädagogischem Förderbedarf ein utopi­sches Unterfangen.«

Diese Einschätzung entspricht auch den Rückmeldungen, die ich aus dem Schulsektor bekomme.

Wie sieht das praktisch aus?

»Für FÖRDERSCHULEN gilt grundsätzlich eine Doppel­besetzung für jede Schulstun­de, und das, je nach Schwerpunkt, bei ei­ner Schülerzahl von sieben bis zwölf Kin­dern pro Klasse. Eine faire Inklusion müsste, so sollte man erwarten, dieses Zahlenver­hältnis in Relation auf den Un­terricht der Regel­schule übertragen.«

Das geschieht jedoch nicht, jedenfalls nicht im als Beispiel gewählten Bundesland Nieder­sachsen.

In der REGEL­SCHULE wird »der Verteilungsschlüs­sel pro Kind gerechnet, und demge­mäß hat es, gemessen an der spezifischen Art seiner Behinderung, ein Anrecht auf gerade mal drei bis fünf Stunden in der Woche. Die sonderpädagogische Fach­kraft schaut zweimal in der Woche für eine oder zwei Stunden rein.«

Wie war es bisher?

»Kinder mit geisti­gen oder psychomotorischen Einschränkun­gen wurden bisher exklusiv auf die Sonder- und Förder­schulen verwie­sen. Das ist jetzt anders. Mit der Anwen­­dung der UN-Behindertenrechtskonvention sollten sie oder ihre Eltern die Wahl haben, ob sie die Regel­schule besuchen oder eine Förderschule.«

Aber die Wahlfreiheit wird heute schon stark eingeschränkt. Sie wird »dadurch reduziert, dass die För­der­schulen in ihrer unmittelbaren Nähe geschlossen werden, und zwar in ei­nem Tempo, das man von Behörden sonst nicht kennt. Auffällig ist, dass in niedersächsischen Schulbezirken immer selte­ner Gutachten vor der Einschulung er­stellt werden, auf die Erziehungsberech­tigte sich berufen könnten. Die erste An­laufstelle für ihr Kind sei die Regel­schule, kriegen sie zu hören. Wer sich gegen sol­che administrative Trägheit nicht zu weh­ren weiß, hat sein Recht auf Förderung aufgeschoben, und das Kind sitzt fest in der Grundschule. Damit ist ein erstes Ziel der Inklusionspolitik erreicht. Wo kein Sonderförderbedarf attestiert ist, entfällt auch die entsprechende Unterstützung. Es müssen keine zusätzlichen Fachkräfte bereitgestellt werden. Der wesentliche Zweck von schulischer Inklusion scheint die Personaleinsparung zu sein.«

Warum wehren sich die Eltern zu spät?

»Wer ein behindertes Kind hat, erfährt hautnah, wie sehr man von der Hoffnung abhängt, sein Kind möge sich vielleicht doch „normal“ entwickeln. Beherrscht von solchen Gedanken, fällt es dann schwer, sich einzugestehen, dass der inklu­sive Schul­weg den besonderen Förderbe­darf nicht erfüllt und daher mehr schäd­lich ist als förderlich.«

Wie steht es mit der angestrebten Solidarität zwischen behinderten und nicht-behinderten Kindern?

»Toleranz wird uns nicht in die Wiege gelegt, sondern ist ein Verhalten, das wir uns erst im Laufe unserer Sozialisation mehr oder weniger aneignen. Kinder im Schulalter können, ohne dass sie dafür vollends verantwortlich zu machen sind, intolerant und fies sein, indem sie ver­meintlich Schwächere, also auch Behin­derte, hän­seln (neudeutsch mobben), egal, wie hoch inklusive Werte an ihrer Schule gehalten werden. Das ist nicht zu verhindern.«

Und die Sonderpädagogen aus den aufgegebenen Förderschulen?

»Für sie beginnt ein neues, inklusiv beweg­tes Lehrerleben. Ihre Stundenkapazitäten werden, in kleinste Einheiten gesplittet, über die Schulland­schaft in ihrem Bezirk verteilt, wo sie, erst hier, dann dort und später an­derswo, ihre fachlichen Fähigkeiten in den Regelschulbetrieb bringen sol­len. Ir­gendwann auf den Endlosdienstfahrten wird der einen oder dem anderen viel­leicht klar­werden, dass die wichtigste Qualifikation für den Job nicht das Staats­examen ist, sondern der Führer­schein.«

Der Autor hat sein Augenmerk auf die behinderten Kinder gelegt und auch an seine Kollegen aus den Förderschulen gedacht.

Was fehlt und die Angelegenheit noch gravierender macht, ist die Lernbehinderung, die die nichtbehinderten Schüler erfahren. Wer im Stoff nicht mitkommt – und das ist das Merkmal der Schüler mit besonderem Förderbedarf in den Regelschulen – wer nicht richtig mitkommt, hält den Unterricht auf. Ich erinnere mich an den Leiter einer Bildungsberatungsstelle. Er war der Meinung, die stärkeren Schüler sollten halt so lange auf der Stelle treten, bis die schwächeren nachgezogen haben. Das machen die aber nicht. Die einen werden in vielen Fällen nicht nachziehen können und die anderen treten nicht auf der Stelle, sondern stören den Unterricht – und Eltern, die an die Zukunft ihrer Kinder denken, sind aus guten Gründen nicht tolerant, denn sie wissen, dass es auf dem Arbeitsmarkt keinen Rabatt gibt. Dort zählt Leistung. Das mag man bedauern, doch so ist es.

Wir können uns die Inklusionsträumereien nicht leisten. Sie schaden beiden Schülergruppen. Doch das scheint egal. Die Länder – und viele Eltern – predigen ideologische Ziele, der Staat aber weiß, dass er sparen kann. Und er tut’s ohne Rücksicht auf die Zukunft der Kinder und des Landes. Um die Defizite können sich dann ja die Nachfolgepolitiker kümmern.

[1] Der Bericht erschien leider nur in der Print-Ausgabe der FAZ vom 7. April 2016, Seite 8. Wer mir seine Mailadresse schickt, kann den Scan zur privaten Nutzung von mir bekommen.

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6 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 7. April 2016 at 20:39

    Es interessiert mich einen Dreck, wenn ich mir neue Feinde mache:

    Was heute in den Schaltstellen für Bildung und deren Umsetzung sitzt ist – mit Vernunft betrachtet – eigentlich
    schon das Ergebnis kopfkranker Vorgänger, die den Schwachsinn „Inklusion“ erfanden. Meine Jüngste hatte für den Übergang ins Gymnasium noch eine Aufnahmeprüfung abzulegen. Vergangenheit, der Schwachsinn entwickelte Methode bis hin zur Inklusion. Wendet man die neuen, teils kranken Rechtschreibregeln an, schreibt man das Wort Lehrer nur noch Leerer.

    Beste Gehilfen für organisierten Schwachsinn im Bildungswesen sind die Psychologen (Protest nützt nix, lieber Pastor, ich bleibe dabei, wenn Sie sich den Schuh anziehen, ist das ihr Bier…). Eine unheilvolle Allianz wichtigtuerischer „Experten“ aus Pädagogik und Psychologie arbeitet gegen die, denen sie eigentlich dienen sollten. Ja, DIENEN – denn dafür werden diese Leute bezahlt, auch von denen, deren Kindern sie Schaden zufügen. Wohldotiert und borniert kommt man halt dahermarschiert – und fordert dreist Respekt ein!

    Ein Mann wie Ralph Gehrke steht mit Sicherheit auf der Schwarzen Liste der Verwalter von Unfähigkeit und
    Grössenwahn mit Vorgesetztenfunktion. Wenn Gehrke verbeamtet ist, kann er seinen Gegnern lachend mit
    Götz von Berlichingens Zitat begegnen (was ÜBERALL verstanden wird, selbst bei Kirchens…).

    Eines muss ich aber anerkennen: Inklusion funktioniert nachweislich innerhalb der Führungsriegen des Bildungssektors. Kein anderer Bereich weist derartig hohe Beschäftigungsquoten geistig Behinderter aus wie
    der Bereich für Bildung. Dort schaffen auch geistig Behinderte den Sprung auf den Chefsessel. Gehrke belegt das!

    • Helmut Jacob said, on 9. April 2016 at 23:13

      Ihr Beitrag, lieber Herr Kronschnabel, stachelt mich an, im Rahmen meiner Serie „Menschen, die meinen Weg kreuzten“, auch über mir bekannte Psychologen zu berichten. Eins vorweg: Die meisten waren wirklich Luschen. An dieser Stelle ein Fall, in dem ein Psychologe ein ehemaliges Heimkind in die Irrenanstalt einweisen ließ. (http://gewalt-im-jhh.de/Erinnerungen_JP/erinnerungen_jp.html). Scrollen Sie bis zur Überschrift: „Vom Hans-Vietor-Haus zur Irrenanstalt“. Der Fall war bei weitem dramatischer, als auf der hp wiedergegeben.

    • dierkschaefer said, on 11. April 2016 at 10:21

      für ekronschnabel und helmut jacob: Also auf zum heiteren Berufe-bashing!
      Vor vielen Jahren referierte ein Schweizer Polizeibeamter an der FHS-Polizei in Villingen-Schwenningen über die Blockierer des Atomkraftwerks bei Basel. Er wurde gefragt, was das für Leute seien. „Lauter Logen“, sagte er und zählte auf: „Politologen, Soziologen, Theologen“, sein „und auch noch Pädagogen“ ging im Gelächter der Zuhörer fast unter. Was die Atomkraft und die Endlagerung betrifft, sind wir heute klüger. Aber es waren nicht die Politologen, sondern die Politiker und Schönredner aus der Wirtschaft, die uns dummem Wahlvolk eine schöne neue Welt mit sauberer Energie vorgegaukelt haben. Die Polizei hatte die undankbare Aufgabe, Leute wegzutragen, die damals gegen die Wirtschaftsinteressen anderer mit Sitzblockaden demonstrierten. –
      So ist das, wenn man in seiner Erinnerung kramt und überlegt, welche Luschen oder gar böse Leute uns über den Weg gelaufen sind.
      Ich bin Theologe und habe gelernt, mit Ideologien umzugehen, sie und die Interessen ihrer Vertreter zu erkennen, sie einzuordnen und auf der Hut zu sein. Dabei sind die Gegner der jeweiligen Ideologie sehr hilfreich, auch wenn sie im Dienst ihrer eigenen stehen. Mit Ideologien meine ich jedwede Weltanschauung, sei sie religiös, antireligiös oder scheinbar wissenschaftlich fundiert.
      Ich bin Psychologe und habe gelernt, mit Fehleinschätzungen und Vorurteilen umzugehen. Dazu helfen mir Berichte über Versuchsanordnungen, die beide zwar meist nicht getürkt sind, aber systematische Fehler aufweisen können. Dazu gehören auch „wissenschaftliche“ Gutachten im Dienst interessierter Geldgeber. Aber auch die Beschäftigung mit „false memory“, für die ich regelmäßig von den ehemalige Heimkindern beinahe gesteinigt werde, auch wenn ich nicht von Betrug spreche.
      Ich bin Kriminologe und habe gelernt, wie kriminelles Verhalten entstehen kann, welche gesellschaftlichen und materiellen Interessen das bestimmen, dass wir zumeist nur die kleinen Kriminellen einsperren, habe gelernt, was wir kriminell nennen – und was ganz legaler Betrug ist.
      Ich bin Christ und bemühe mich, für meine Mitmenschen segensreich zu sein, was mir nicht immer gelungen ist. Und sollte ich manchen dereinst begegnen, wäre mir manches peinlich.

      Nun zur Hauptfrage, nicht populistisch formuliert: Gibt es Berufe, in denen Luschen, rücksichtslose Egoististen oder gar Menschenfeinde überrepräsentiert sind. Ein solches Untersuchungsdesign müsste Fehler und Fehlentscheidungen untersuchen, müsste nach der Verantwortung der Beteiligten fragen, müsste nach der fachlichen wie auch menschlichen Qualifizierung der jeweiligen Berufsausübenden fragen – kurz: das Untersuchungsdesign würde ausufern bis zur Undurchführbarkeit.
      Bleiben also doch unsere persönlichen Erfahrungen und die unserer Gesprächspartner, so unwissenschaftlich das auch sein mag.
      Wenn wir darauf einen Blick werfen, so kann es nicht um billige Entschuldigung für menschliche, technische, institutionelle Fehler gehen, um die gesetzlich verfolgbaren sollen sich die Gerichte kümmern, das erleben wir nach jedem Bahnunfall: War es technisches oder menschliches Versagen?
      Es geht um Versachlichung, die auch durch Relativierung erfolgt. Dabei soll nicht das bigotte „Wir sind Sünder allzumal“ bemüht werden, aber der Grundlevel menschlichen Fehlverhaltens. Ich empfehle, ja, ein Märchen, lieber Herr Kronschnabel, ich empfehle bei den Grimms den „Schneider im Himmel“ nachzulesen. Dann fangen wir also zunächst bei uns selbst an: Haben wir immer die Qualität geliefert, die wir hätten liefern können? Haben wir jemanden übervorteilt, belogen, ihm nicht die reine Wahrheit gesagt – auch unserem Lebenspartner, war unsere Steuererklärung immer ehrlich?
      Wenn wir in diesen „Beichtspiegel“ geschaut haben, werfen wir einen Blick auf die anderen: Den Pfusch am Bau haben keine „Logen“ verbockt; und was wird da gepfuscht und sich um die (finanzielle) Verantwortung gedrückt.
      Auch in den Versicherungen, die möglichst nicht zahlen wollen, sitzen keinen „Logen“.
      Für die Politik, in ihrer Erscheinungsweise von Kungelei und moralischen Verkommenheit sind die Volksvertreter zuständig, die unser Volk – wir selber vielleicht nicht – gewählt haben.
      Für Korruption und gedopte Sportergebnisse sind wir nicht zuständig, aber das alles – ja, es ist doch so unterhaltsam.
      „The survival of the fittest” gilt runtergebrochen auch für den ach so zivilisierten Alltag. Was uns schützt sind unsere Institutionen – so schlecht sie auch zuweilen funktionieren, besonders wenn dort Sesselfurzer sitzen, die ihre Ruhe haben wollen und auf den Ruhestand warten. Was uns schützt sind wir selbst, die wir wachsam sein müssen, nicht nur für uns selbst, und wir den Mut aufbringen müssen, Unrecht laut beim Namen zu nennen und wo es geht, es mit zivilisierten Mitteln zu bekämpfen.
      „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

      • Helmut Jacob said, on 11. April 2016 at 17:03

        Nene, sehr geehrter Herr Schäfer. Ich muss mich etwas verteidigen. Ich beabsichtige kein „bashing“. Dies auch darum, weil ich sehr gute Psychologen kennengelernt habe. Einen kann ich nennen. Ich erzähle noch heute von ihm: Bernstein. Müsste in Ihrem Alter sein. Vielleicht ist er Ihnen ja bekannt.
        Zu dem Link: Dieser Lump hat ein ehemaliges Heimkind ein zweites Mal traumatisiert. Und zwar so gewaltig, dass dieser junge Mann jahrelang Angst vor Zwangseinweisungen hatte. Ich habe lange gerätselt, wie ich ihm diese Angst nehmen kann. So kam ich gemeinsam mit einer mir seit 1974 bekannten Frau, die noch vor etwa zehn Jahren eine sehr hochrangige Politikerin war, also nicht nur Abgeordnete, auf die Idee, dem Mann ihre Geheimnummer zu geben. Die hat er sich auf einen Arm geschrieben. Die Frau versprach ihm, sich sofort zu kümmern, wenn er sie anruft. Trotzdem war er immer wieder ängstlich. Erst Jahre später legte sich diese Angst. Dieser Psychologe hat weitere Opfer auf seiner Liste!
        In einem anderen Fall wurde ein ehemaliges Heimkind – über dieses haben Sie in Ihrer Akademie berichtet – ins Arbeitsleben integriert. Der Psychologe fuhr zu dem Betrieb und kündigte ein ehemaliges Heimkind an. Zunächst wurde es – nun junge Frau – mitleidig behütet und es endete mit täglichem Mobbing. Sie musste die Drecksarbeit machen und wurde beschimpft. Eines Tages schmiss sie das Bügeleisen in die Ecke und verließ ihre Arbeitsstelle. Die nächste hat sie sich selbst ausgesucht. Auch dieser Psychologe war offensichtlich eine Pfeife. Ich bin kein Psychologe. Aber so hätte ich dieses Heimkind nicht in die Arbeitswelt integriert.
        Ein dritter Psychologe ist auch ein ganz guter, qualifizierter, lieber und auch hilfsbereiter Freund. Ich habe ihm den Sohn eines hochrangigen Anstaltsmitarbeiters aufgedrückt und der bekam sofort Termine trotz gefülltem Kalender. Nach Aussagen des Klienten war die Behandlung erfolgreich.
        Eine zweite Person habe ich ihm auch aufgeschwatzt. Auch die bekam sofort Termine und wird behandelt. Also, ich kenne durchaus die Guten.

        Herzliche Grüße
        Helmut Jacob

        Noch ein böses Beispiel: Ein anderer Psychologe hat sich bei einer Klientin monatelang im Bett vergnügt.

  2. Thomas Kluck said, on 3. Mai 2016 at 13:55

    Um mal auf dem Teppich zu bleiben: Der Ausdruck „Inklusion“ kommt als handlungsleitender Begriff in der fraglichen UN-Konvention gar nicht vor (dort geht es um „integration“). Es sieht mir danach aus, als wollten die deutschen Politiker und Aktivisten in einer Art vorauseilendem Gehorsam noch einen draufsetzen und mit sich mit ihrer speziellen Auffassung von gleichberechtigtem Miteinander profilieren. Dazu wurde flugs der Begriff „Inklusion“ mit Zielen und Wunschzuständen überfrachtet, die nun – in der Tat – ohne Rücksicht auf Verluste angestrebt werden.


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