Dierk Schaefers Blog

Sechs Jahre brauchte die EKD, um Herrn Frerk kompetent zu antworten.

Posted in Geschichte, Kirche, News, Recht, Religion, Staat by dierkschaefer on 21. April 2016

Ohne Kirchenkritik kommt dieser Artikel nicht in meinen Blog. Für die Angriffe von Herrn Frerk mussten die Beschäftigten – auch die ehemals in der Kirche Beschäftigten – selber den Kopf hinhalten, wenn sie wegen der „Staatsfinanzierung“ der Kirchen angegangen wurden und mussten reagieren, bis sich nun endlich – nach sechs Jahren – die EKD-Spitze mit der Streitschrift von Herrn Frerk befasst. Zwar sind die Gegenargumente nicht so originell, dass man nicht selber darauf gekommen wäre. Aber so eine gute Gesamtwürdigung der Arbeit von Herrn Frerk wäre doch hilfreich gewesen.

Nach diesem meinem Vorwort nun der Text von Thomas Begrich, Abteilungsleiter Finanzen im Kirchenamt der EKD.

Zahlt der Staat den Kirchen wirklich 19 Milliarden Euro jährlich?

In dem Buch „Violettbuch Kirchenfinanzen“ (erschienen November 2010) stellt der Autor Carsten Frerk die These auf, dass der Staat die Kirchen mit 19 Milliarden Euro finanziert. Und das etwa zusätzlich zu den Milliarden, die die Kirchen selbst jährlich ausgeben (zehn sind es bei der evangelischen Kirche). Carsten Frerk ist kundig und hat viel recherchiert. Geht es aber wirklich um Zahlen in diesem Buch? Eher um deren Deutung. Darum hat der Autor seinem Buch zwei Zitate voran gestellt:

„Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich.“ (Seneca)

„Die hohe reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Damit ist deutlich: das ist eine Streitschrift und kein Sachbuch. Passen diese beiden Zitate aus dem Altertum und dem späten Feudalismus? Stimmen die Zahlen? Wir werden sehen:

Drei Milliarden Euro „Einnahmeverzicht“ aus Steuern schreibt Frerk den Kirchen als Zuwendung zu. Und in der Tat: Der Staat verzichtet auf Einnahmen, weil die Kirchensteuer als Sonderausgabe absetzbar ist. Aber dieses Geld bekommen natürlich nicht die Kirchen, sondern die Bürger. Sie zahlen weniger Steuern, weil sie die Kirchen unterstützen. Genauso wie Spenden für gemeinnützige Organisationen bis 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte steuermindernd geltend gemacht werden können, gilt das auch für die Kirchen­steuer. Der Staat geht dabei davon aus, dass es der Gemeinschaft dient, wenn man die Kirche finanziell unterstützt. Übrigens: Ein Volumen von 20 Prozent der Einkünfte erreicht die gezahlte Kirchensteuer nicht einmal ansatzweise – es sind durchschnittlich rund ein Prozent (maximal drei Prozent).

Als „Ersparnis durch den Kirchensteuereinzug“ werden in dem Buch 1,8 Milliarden Euro für die Kirchen benannt. Ein Betrag, der zum einen spekulativ ist, der aber zum anderen auch gar keine Rolle spielt. Denn die Kirchen vergüten den Kirchensteuereinzug mit zwei bis vier Prozent des Gesamtaufkommens der Kirchensteuer. Der Staat erhält deutlich mehr, als es ihn kostet. Für die Kirchen ist das in der Tat dennoch kostengünstig, aber dies als eine Finanzierung der Kirchen durch den Staat zu bezeichnen ist schon ziemlich kühn!

Steuerbefreiungen von rund 2,3 Milliarden Euro? Es gibt grundsätzlich keine auf kirchliche öffentlich-rechtliche Körperschaften zugeschnittene Besteuerungstatbestände. Ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts von einem staatlichen Steuergesetz tatbestandlich erfaßt, treffen sie auch die Rechtsfolgen, im Positiven wie im Negativen. Von diesem Grundsatz gibt es einige wenige Ausnahmen, die u.a. Kirchen oder Religionsgemeinschaften, auch in der Rechtsform der Körperschaft des öffentlichen Rechts, expressiv verbis benennen. Dies sind z.B. Befreiungen von der Grundsteuer, Umsatzsteuer im Rahmen der Jugendhilfe, bei der Erbschaftsteuer zugunsten des Verfügenden. Das angegebene Volumen ist in keiner Weise nachvollziehbar.

Für kirchliche Kindergärten errechnet Frerk einen Beitrag von 3,8 Milliarden Euro an Staatsgeldern. Die evangelische Kirche geht für ihren Bereich übrigens nur von einem knappen Drittel aus, aber wichtiger ist das Prinzip: Die Kirchen erhalten diese Mittel doch nicht, weil sie Kirchen sind, sondern weil sie für die Gesellschaft eine Dienstleistung erbringen, zu der sie obendrein von ihren eigenen Mitteln je nach Bundesland noch knapp 20 Prozent, durchschnittlich 12 Prozent, beisteuern. Das ist recht und billig, sie wollen es ja auch. Täten sie es nicht, müsste es der Staat selbst tun und dann wäre es für ihn viel teurer, weil ja die kirchlichen Eigenanteile wegfielen. In unserem demokratischen Staat des Grundgesetzes gilt das Prinzip, dass der Staat außerhalb seiner engeren Hoheitsbereiche nur dann selbst etwas tun soll, wenn Bürger und gesellschaftliche Organisationen es nicht oder nicht genug im Rahmen der geltenden Gesetze in eigener Verantwortung tun können. Aber er fördert deren Tun finanziell – für seine Bürger. Gefördert werden natürlich nicht nur die Kirchen, sondern viele andere freien Träger, wie etwa die Arbeiterwohlfahrt, das Rote Kreuz und andere freie Träger.

Der Staat bezahle die theologische Ausbildung an den Universitäten? Ja. Er zahlt auch die Ausbildung für die Wirtschaft, für die Verwaltungen, für die Musiker, die Germanisten. Es ist eine staatliche Aufgabe, Bildung zu ermöglichen und zu finanzieren. Warum für die Kirchen nicht? Nur weil der Autor die Wissenschaftlichkeit der theologischen Wissenschaft bestreitet? Kaum ein ausreichender Grund.

Für kirchliche Schulen gebe der Staat 2,3 Milliarden aus. Wir erfassen diese Zahlen nicht, da solche Schulen meist in freier Trägerschaft sind. Aber es sind öffentliche Schulen, nach anerkannten Lehrplänen, jedermann zugänglich. Der Staat fördert nicht die Kirchen, sondern die Schüler. Das ist doch wohl seine Aufgabe? Also ein ähnliches Prinzip wie bei den Kindergärten. Die Kirchen erbringen hier wieder – wie andere freie Träger auch – Leistungen im staatlichen Interesse, für das übrigens je nach Bundesland noch bis 20% weitere Mittel aufzubringen sind.

Nun noch eine letzte Probe dieses Herangehens: 270 Millionen Euro zahle der Staat für die Auslandsarbeit der Kirchen? Natürlich tut er das nicht für die Kirchen. Sondern er fördert die damit bestrittenen Maßnahmen, nämlich Entwicklungshilfe oder Katastrophenhilfe. Es sind die Kirchen, die hier dem Staat helfen, seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen und die natürlich ebenfalls viel dazu beisteuern: allein die evangelische Kirche gut 50 Millionen Euro aus eigenen Mitteln, dazu kommen noch die gut 90 Millionen Euro Spenden von und an „Brot für die Welt“. Übrigens: auch wenn es oft Missionswerke sind, die tätig werden – es gehört zum international anerkannten Kodex, Mission und Hilfe nicht zu vermischen. Wir halten uns daran.

Dies nur als einige Beispiele aus dieser Streitschrift. Also alles falsch? Die Zahlen an sich vielleicht nicht immer – aber die Schlussfolgerungen. Kirche ist Teil dieser Gesellschaft. Sie ist in ihr tätig und für sie und ihre Bürger. Und zumindest die Mehrheit dieser Gesellschaft will das auch so, es nützt ihr und es bringt dem Staat Vorteile, durchaus auch finanzielle. Unsere Gesellschaft lebt vom Tun der Vielen. Subsidiarität wird das genannt. Ein Grund­prinzip der Demokratie. Wer dies nicht will, muss sich fragen lassen, was für eine Demokratie er will.

Um doch noch einmal Goethe zu zitieren:

Man merkt die Absicht und man ist verstimmt. Vielleicht. Aber es gehört zu einer Demokratie, andere Meinungen anzuhören, auch wenn sie mit der Wahrheit recht kreativ umgehen. Das ist erlaubt. Dagegen kann man auch nichts tun. Was also kann man tun? Zu dem stehen, was man selbst tut, selbst zu verantworten hat. Das aber ist geradezu geboten: All unsere Arbeit gut machen. Gott und den Menschen dienen. Das ist Kirche. Und wir finden das nicht falsch.

Thomas Begrich, Abteilungsleiter Finanzen im Kirchenamt der EKD

https://www.ekd.de/kirchenfinanzen/angedacht/frerk.html Donnerstag, 21. April 2016

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18 Antworten

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  1. ekronschnabel said, on 21. April 2016 at 22:45

    Brav gebellt, Herr Begrich! Das bringt ein Grinsen ins Gesicht Ihrer Vorgesetzten. Laut Seneca zählt man mich zu den Weisen, das zum besseren Verständnis.Es ist die Mühe nicht wert, Ihren PR-Artikel ernsthaft zu zerlegen. Ich lasse mich fragen, was für eine Demokratie ich will – weil ich IHRE Form von Subsidiarität nicht will. Und ich sage Ihnen, welche Form der Demokratie ich will! Ich will eine Demokratie, in der es eine wirkliche, eine strikte Trennung von Kirche und Staat gibt. Ich will eine Demokratie, in der die Begrichs nicht
    Töne anschlagen, mit denen sie Menschen dumm machen. Das tun Sie mit Ihren Aussagen zu Kindergärten in kirchlicher Hand! 90% zahlt der Staat, 100% Dummfrechheit bieten die kirchlichen Betreiber hinsichtlich
    Personalwirtschaft auf! Wer nur 10% zahlt, hat auch nur 10% Mitbestimmung in Personalfragen zu haben, guter Mann der Kirche. Was haben Sie denn für ein Verständnis von Demokratie???

    Weitermachen,Herr Begrich, die Dummen rennen in die Kirche, die glauben auch den Senf, den Sie hier in Dierk Schäfers Blog von sich gaben. Verständlich, dass Ihnen Goethes Wissen auf den Nerv geht. Aber ich kenne bessere PR-Artikel als den Ihrigen, weniger märchenhaft.

  2. M. Jahnke-Fox said, on 22. April 2016 at 02:26

    Ich stimme @ekronschnabel in seiner Auslassung zu dieser schmierigen Aussage des Herren Begrich zu 100% überein! Dazu wundere ich mich dass dieser Begrich so Auskunftsfreundlich ist? Muss doch die EKD sich nicht in ihre Bücher schauen lassen und macht auch davon regen Gebrauch. Als ehemaliges Heimkind erfragte ich bei der EKD, sowie in deren Großeinrichtung Hephata, in Hessen, nach Informationen zum Verbleib der von den staatlichen Jugendämtern gezahlte Beträge für die Unterbringung und Pflege damaliger Heimkinder und erhielt dafür die Antwort, „Das können wir nicht sagen, da solche Unterlagen nicht mehr existieren“. Ein gleiches gilt für deren sogenannte Schulen. Erst nachdem ich einen Nachweis vorlegen konnte, das es diese öffentliche Schulen bis 1978 nicht gegeben hatte, sowie deren sogenannte Lehrer keine pädagogisch ausgebildete Personal gewesen war, gestand man dieses Defizit kleinlaut mir gegenüber ein. Und genauso verhält es sich auch mit den anderen „Wohltaten an der Gesellschaft“ durch die EKD. Das Gejammer des Herrn Begich hört sich ja an, als ob die EKD die reinsten Samariter sind. Aber genau das Gegenteil ist die Wahrheit. Die EKD ist ein kommerzielles Großunternehmen wie Siemens, Mercedes oder andere auch. Hier geht es um den Profit und nur um den Profit und nichts anderes! Vom deutschen Staat nehmen Ja, aber es auch für all jene Zwecke zu verwenden wie von diesen Herren aufgezählt, bleibt für jeden normal denkenden Bürger zweifelhaft. Die Millionen aus der evangelischen Kirche ausgetretenen und zwangsgetauften Staatsbürger werden schon alle ihre triftigen Gründe dafür haben, dessen bin ich mir sicher. Und wer immer an das Märchen des barmherzigen Samariter der Kirche glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.
    mjf

  3. Alexander Ebel (@ebel) said, on 22. April 2016 at 12:10

    Nur zur Richtigstellung: Den Artikel von Herrn Begrich habe ich schon am 10.12.2010 in meinem Evernote gespeichert. Und schon am 15.11.2010 war dieses Interview mit ihm erschienen: http://www.evangelisch.de/inhalte/102443/15-11-2010/wieviel-zahlt-der-staat-den-kirchen-wirklich

    • dierkschaefer said, on 22. April 2016 at 13:53

      das ist an mir vorübergegangen. mein vorwurf trifft also nicht zu.

      • ekronschnabel said, on 22. April 2016 at 17:35

        @dierkschaefer

        Das ist nicht tragisch, an dem Sachverhalt änderte sich dadurch nichts, er bleibt was er war: Märchenstunde des Herrn Begrich, kinderleicht zu widerlegen, wie uns das tägliche Leben beweist.

        Alleine schon die von Begrich eingeräumten Summen in Kirchentöpfen belegen, welche Schweinereien die
        Kirchenkonzerne gegenüber den Opfern begingen, als der Heimkinderfonds eingerichtet wurde. Die Cosa
        Nostra ist ein Scheissdreck gegen die Mafia der Kirchenkonzerne.

  4. Werner Boesen said, on 22. April 2016 at 17:21

    Unser Grundgesetz trennt Staat von Kirche und garantiert die Religionsfreiheit, denn Kirche hat im Leitungsgefüge nichts mit Demokratie zu tun. Die Trennung von Kirche und Staat wird nicht gelebt hinsichtlich der Zwangseintreibung der Kirchensteuern. Da somit das Christsein am Geld hängt, liefert das eingesammelte Geld die Verblendung derjenigen, die das Geld verteilen können. Denn jeder ist sich selbst der Nächste. Die Gier wird bedient, Neid wächst. Wer sich nicht mehr blenden lassen will, tritt demnach aus dem Verein Kirche aus. Mir hat dies zusätzlich genutzt, denn ich konnte die in meinem Falle nicht unerheblich ersparte Kirchensteuer für meine eigene Heilung verwenden, zumal schulmedizinische Leistungen allein keinem Heimkind auf Dauer helfen. Ich konnte so unabhängig meinen Heilungsweg verfolgen und der Gefahr des Paternalismus entkommen, d.h. der fachlichen Bevormundung schulmedizinischer und anderer Experten. Des weiteren ersparte es mir den Weg zum Landesjugendamt zur Beantragung von Mitteln des Heimkinderfonds, denn allein schon der Gedanke daran bewirkte in mir re-traumatisierende Gedanken. Schließlich hat mich ein Jugendamt mit christlich gläubigen Amtsleitern in ein Waisenhaus befördert und nun soll mir ein Jugendamt, das weiterhin christlich geprägte Leitungsfunktionen hat, Geld geben als Entschädigung? Irgendwie paradox oder gar pervers? Wie sagte Christus am Kreuze: „Denn sie wissen nicht, was sie tun. Herr, vergib ihnen.“ Das sagte Christus auf die Erwachsenen bezogen und nicht zu Kindern.

    • ekronschnabel said, on 22. April 2016 at 19:03

      @Werner Boesen

      Ich sah das mit der Inanspruchnahme des Heimkinderfonds anders als Sie, Herr Boesen. Das weckte in mir keine Re-Traumatisierung, denn ich weiss seit langer Zeit, dass man die „Heilsbringer“ richtig trifft, wenn man ihnen an die Kohle geht!
      Wie kommen Sie auf das schmale Brett, dass seinerzeit christlich-gläubige Amtsleiter in den Kinder-KZ-Beschickerämtern=Jugendämter saßen? Die hatten nur einen Glauben: Die glaubten, im rechtsfreien Raum weiterhin die alte Nazisoße verteilen zu dürfen. Taten die Ganoven dann ja auch. Vonwegen „Denn sie wissen nicht was sie tun…“. Die wussten genau, was sie taten- ich suchte und fand einige der Altnazis auf der Gehaltsliste der KZ-Betreiberfirma Diakonie. Jeder Type stand die Schmierigkeit in den Augen, die alten
      Schergen wussten sehr genau um ihre Verbrechen an den Kindern.

      • M. Jahnke-Fox said, on 22. April 2016 at 20:35

        Dem kann ich nur zustimmen, da ich hier nicht nur darüber schreibe, sondern auch handfeste Beweise über deren Machenschaften habe (Originaldokumente, Zeugenaussagen usw.). Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken. Das gilt auch für die EKD.
        mfj

      • Werner Boesen said, on 23. April 2016 at 10:19

        @ekronschnabel:
        ich war vom 7. bis 14. Lebensjahr in Kinderheimen und schon der Eintritt traumatisierte mich. Die Kohle der Heilsbringer ist schier unerschöpflich, 5000-10000 Euro pro traumatisiertem Heimkind sind Peanuts für die kirchliche und staatliche Obrigkeit. Es mag einem Heimkind als viel Geld erscheinen, doch mir schon lange nicht mehr.
        Mein Ansatz auf Christi Lehre ist philosophischer Natur, daher auch in Anführungszeichen gesetzt. Natürlich weiß ich auch, dass sie genau wußten was sie taten und mir wurde als Erwachsener klar, dass die Erzieher auch Nazi-wärter von KZs gewesen sind, denn u.a. bemächtigten sie sich des sog. Kapo-Prinzips.
        Nur muß ich auch irgendwann zu meinem inneren Frieden kommen. Dies ist mir dank etlicher Experten auch gelungen. Von daher versuche ich auch in der öffentlichen Kommunikation Wörter wie Ganoven, Altnazi, Schergen zu vermeiden.
        Danke für deine Rückmeldung, ist immer ein guter Test für mich auf mein Nervenkostüm.

  5. M. Jahnke-Fox said, on 22. April 2016 at 20:32

    @ekronschnabel die Cosa Nostra ist gegen die EKD noch eine „ehrenwerte“ Gesellschaft. Sie kommt ihren Mitgliedern wenigstens noch in aufrichtiger Weise nach, was man von der EKD nicht so sagen kann.
    mjf

  6. ekronschnabel said, on 24. April 2016 at 06:17

    @Werner Boesen
    Wenn du deinen inneren Frieden durch die Hilfe von „Experten“ fandest, freut mich das.Beim Wort Experten jault der Hund immer auf.

    Ich fand den inneren Frieden durch die brachiale Auseinandersetzung mit den Nachfolgern der Ganoven, Altnazis und Schergen der Konzernleiter damaliger Zeiten. Hätte ich mich an die (gewünschten) Tonlagen der
    Herren der Kanzeln gehalten, wären die Opfer sexueller Gewalt auch mit den lächerlichen € 5.000,- verhöhnt worden, die manche Tochterfirmen der Kruzifix-Konzerne den Opfern hinwarfen.

    Fazit: Richtig anpinkeln gefiel den Rechtsnachfolgern der Ganoven so wenig, dass sie das von ihren Dummen
    abkassierte Geld in Microbeträgen von bis zu € 31.000,- an Mitglieder unserer Opfergruppe zahlten. Kommt schon viel besser als € 5000,-, oder? Da ist man doch gerne unhöflich und spricht reinstes Deutsch mit den
    Herren des virtuellen Warenhauses, das eine Ware verkauft, die nicht vorzeigbar ist.

    Mache du das mal, verhökere du mal eine Ware, die du nicht lieferst. Dann steht aber der Herr Staatsgewalt auf deiner Matte! DIE aber treiben das schon zwei Jahrtausende so. Deren zahlende Mitglieder stammen vermutlich alle aus Halle, denn es heisst „In Halle da werden die Blöden nicht alle“.

  7. Werner Boesen said, on 24. April 2016 at 15:24

    @ekronschnabel:
    Du kannst deinen Hund beruhigen. Es ist natürlich nicht nur die Rolle der „Experten“, die zu meinem inneren Frieden beitrug, denn ohne die Rolle der „Liebenden“ geht es auch nicht. Ich brauche beide. Wer schätzt meine Arbeit, wem diene ich, mir und meinem Nächsten. Unser Engagement trägt dazu bei, dass sich Gräueltaten nicht wiederholen, wobei mir klar ist, dass es den absoluten Schutz nicht gibt. Und ich finde es toll, wenn es Kämpfer wie dich gibt, die Kraft und Nerven genug haben, diese Auseinandersetzungen vor Ort zu führen. Meine Nerven schaffen es nicht und ich unterstütze daher die schriftliche Auseinandersetzung.

    Daher fordere ich auch Kinderrechte ins Grundgesetz und die Verabschiedung von dem Begriff Kindeswohl. Während Kinderrechte direkt einklagbar wären, ist es das Kindeswohl leider nicht. Wer sich als Kind auf das Kindeswohl beruft, dem wird es zerredet und Taten werden angezweifelt. Die Vereinten Nationen haben bereits 1959 Kinderrechte definiert, doch die Bundesrepublik Deutschland hat es nicht nötig und die Politiker meinen aller Welt offensichtlich vormachen zu können, dass der Begriff Kindeswohl noch etwas Besseres wäre.

    Die „Herren des virtuellen Warenhauses“ genießen nach wie vor den Schutzmantel des Konkordats von 1933. Ein kath. Priester der eines Missbrauchs beschuldigt wird, kann erst durch die Freigabe seines Bischofs der zivilen Strafverfolgung zugeführt werden. Der Bischof hat das Recht, seinen Priester zu schützen und kann ihn ggf. in einem Kloster unterbringen, wo er vor jeglicher zivilen Strafverfolgung erstmal geschützt ist. Auch hier ist die Trennung von Kirche und Staat nicht vollzogen, denn dem Staat kann ein Zugriff verweigert werden kraft eines übergeordneten Gesetzes, dem Konkordat. Der Begriff Kindeswohl ist im Konkordat Fehlanzeige. Es findet sich der Begriff Seelsorge, also die Sorge um die Seele. Auch heute noch leitet die katholische Lehre das Züchtigungsgebot aus der Geschichte des Hiob ab (Bibel Altes Testament). Was hinter hohen Mauern von Kinderheimen im Namen Gottes alles passieren kann möchte ich nicht mehr wissen. Die Psychologische Wissenschaft weiß, Kinder brauchen zumindest eine dauerhafte Bezugsperson. Unsere Politik ignoriert diese Weisheiten, denn es handelt sich ja um ein Minderheitenproblem, ca. 5-6 % der Kinder eines Geburtsjahrgangs werden lediglich in Kinderheimen groß. Natürlich werden nicht alle Kinder sexuell missbraucht, es bleiben relativ gesehen wenige übrig, die nach amerikanischen Maßstäben in Deutschland mit einem geringen Betrag abgefunden werden (auch 31.000 Euro ist Peanuts, Hilmar Kopper, ein Bankmanager bezeichnete mit Peanuts 1994 eine Schadenssumme von 50 Millionen, die ein damaliger Immobilien-Pleitier der Bank verursachte). In Amerika ist da schon einmal ein Kirchenträger Pleite gegangen. In Deutschland wird es dazu nicht kommen können, denn die Kirchensteuern sprudeln nach wie vor, dank des Konkordats, im Jahre 2014 nahmen sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche jeweils über 5 Milliarden Euro an Kirchensteuern ein, davon sind 50 Millionen dann 1 % und 31.000 Euro lassen sich noch nicht einmal im Promillebereich wahrnehmen und erscheinen dann als kleiner Sonderposten in der Statistik der Ausgaben. Dennoch wird dem Betreffenden der Betrag von 31.000 Euro sehr hilfreich sein, wofür es lohnt zu kämpfen. Der Obrigkeit pinkelt damit jedoch niemand ans Bein. Die Obrigkeit hat jedoch ihre „Schauspieler“ und die wissen ihre Rolle zu spielen, wie der obige Beitrag zeigt.

  8. Helmut Jacob said, on 24. April 2016 at 23:31

    Es ist sehr gut, dass Herr Kronschnabel rotzfrech seine Forderungen durchsetzt. Ich meine inzwischen auch: Die Zeit der Höflichkeit muss vorbei sein. Man muss den Kirchen klipp und klar sagen, dass sie Verbrecher beschäftigten und sie als Rechtsvertreter dieser Verbrecher haften müssen. Nicht mit 5.000,-€ Verhöhnungsgeld für sexuell Geschändete, sondern mit den Summen, die Kronschnabel meldet. Die Kirchen zeigen mehr und mehr ihre moralische Verkommenheit in den Spitzen. Sonst würden die zwangsweise in die Klapsmühle Eingewiesenen und die behinderten Heimkinder, egal ob jung oder alt – denn den erwachsenen Behinderten wurde auch Gewalt unter dem Kronenkreuz angetan -, endlich eine Entschädigung erhalten. Die Kirchen haben weitere Leichen im Keller: Säuglinge! Die haben keine Lobby! Aber ihr Schicksal werde ich nicht vergessen und immer wieder erwähnen. Denn die Marotten einiger von ihnen werden heute für mich deutlich sichtbar. Wenn die Kirchen nicht endlich in die Pötte kommen, verkommen sie – werden die Kirchenleitungen – selbst zu üblen Halunken.

    • ekronschnabel said, on 25. April 2016 at 14:13

      @Helmut Jacob

      Sind sie oft nicht schon üble Halunken?

      Richter in eigener Sache!!! Wie nennt man solch ein Rechtsempfinden? So handeln Halunken – und erfinden „Unabhängige“ Kommissionen. Stimmt irgendwie sogar: Die machten sich unabhängig von Recht, Moral und Gewissen, „Auf Letzteres ist gesch.ssen“ heißt die Devise wohl.

  9. Werner Boesen said, on 26. April 2016 at 19:47

    Es ist harte Arbeit, Opfer zu ihrem Recht zu verhelfen. Wie tiefgreifend Vertreter der kath. Kirche wirken brachte die Autorin Phyllis Krystal auf den Punkt: „Jesuiten, Mitglieder eines katholischen Ordens, hatten ein großes Ansehen als Lehrer, und sie pflegten zu sagen, bekämen sie ein Kind bis zu dem Alter von sieben Jahren in ihre Obhut, so würde das Kind die ihm anerzogenen Lehren bis an das Ende seines Lebens treu befolgen.“ (zitiert Phyllis Krystal: Frei von Angst und Ablehnung, Econ & List Taschenbuch Verlag 1999).
    Ich bin mit sieben Jahren in ein Waisenhaus gekommen, lernte mit 8 Jahren die lateinischen Stufengebete, glücklicherweise nicht bei Jesuiten. Doch die frühzeitige Prägung mit den kirchlichen Ritualen, der Musik, dem Weihrauch, der pompösen Priesterkleidung, die golden geschmückten Altare, die lateinischen Gebete und Lieder wirken tiefgreifend und verursachten Schuld und Angst, die mich noch heute begleitet und auch nach Phyllis Krystal ein Leben lang anhalten kann. Ich merke es an meinen Nerven und meinem Kopfdruck. Was an den Kindern an Verbrechen verübt wurde im Namen Gottes, ist bis in die Kirchenspitzen bekannt, denn sie brauchten ihr Nachwuchspotential. Christus sagte selbst, „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. …wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis kommt. Wenn dich nun deine Hand oder dein Fuß ärgert, so hau ihn ab und wirf ihn von dir….“(Mt 18,6-8, für die Laien unter euch: zitiert aus der Bibel nach dem Matthäus Evangelium). Christus hat sich damit auch klar gegen das aus dem Buche Hiob bekannte Züchtigungsgebot gewandt. Die katholische Kirche gäbe es danach heute nicht mehr, doch die Vergebung steckt im Menschen drin, sofern Reue gezeigt wird. Geld allein reicht dazu nicht. Es fehlen Kinderrechte im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die Psychologische Wissenschaft hat klar festgestellt, dass jedes kleine Kind zumindest eine dauerhafte Bezugsperson braucht. Kinderheime können dies nicht leisten. Es gibt noch viel zu tun.

    • ekronschnabel said, on 28. April 2016 at 12:16

      @ Werner Boesen

      ……“Die Psychologische Wissenschaft hat klar festgestellt, dass jedes kleine Kind zumindest eine dauerhafte Bezugsperson braucht……“

      Von Wissenschaft spricht man dann, wenn mindestens zwei Urteile in einer Sache gleichlautend sind. Beispiel:
      5 Ärzte untersuchen einen Patienten, mindestens 2 oder mehr gleiche Diagnosen ergehen.

      Setzt man 5 Psychologen auf einen Patienten an, bekommt man niemals zwei gleichlautende Urteile!

      Hat sich was mit Psychologie als Wissenschaft. Das belegen die unzähligen Fehlbeurteilungen, durch die
      Menschen in Gefängnissen und Psychiatrien landen, verursacht durch dilletantische Psychoklempner, die
      von Gerichten ernst genommen werden.

      Die Staatsanwaltschaft Rostock versuchte mal, so einen Psychopfuscher haftbar zu machen. Die Lobby dieser
      „Wissenschaftler“ sitzt inzwischeen so fest in allen Winkeln, dass man den Scharlatanen nicht beikommen kann.

  10. Werner Bösen said, on 28. April 2016 at 14:36

    @ekronschnabel:
    Bitte trenne wissenschaftliche Erkenntnisse und die Wissenschaft vom operativen Geschäft. Wie wissenschaftliche Erkenntnisse umgesetzt werden, steht oft in den Sternen bzw. ist politisch nicht machbar. Ein Dipl.-Psychologe oder Arzt ist nicht mehr wissenschaftlich tätig, wenn die Praxis ruft, dann ist er praktisch und „politisch“ tätig, meint im Sinne des herrschenden Systems vor Ort. Und da vergessen oft die wissenschaftlich Ausgebildeten ihre gewonnenen Erkenntnisse an den Universitäten. Daher gilt auch der Volksspruch: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Das gilt leider zuweilen auch bei den Gelehrten in der Wissenschaft, wobei diese in der Regel heute schnell enttarnt werden.
    In der im Abschlußbericht der Heimkommission genannten Verantwortungskette wurde leider auch die Wissenschaft ausgespart. Mit der legt sich die Politik nicht gern an und sucht sich bestenfalls das raus, was der Politik genehm ist. Und in der Politik möchte heute auch kaum jemand meinen obigen Satz hören wollen, denn es hätte zur Konsequenz, die Kinderheime abzuschaffen. Das schafft die Politik nicht. Es gibt bekannte Alternativen wie die SOS-Kinderdörfer oder die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer, an denen sich die Politik orientieren könnte. Doch die Politik läßt glücklicherweise die alternativen Einrichtungen wirken, denn sie entlasten ja die Politik auch finanziell. Das Spendenaufkommen der SOS-Kinderdörfer ist im dreistelligen Millionenbereich.


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